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| Telefónica O2 Germany | |
|---|---|
| Unternehmensform | GmbH & Co. OHG |
| ISIN | US8793822086 |
| Gründung | Mai 1995 |
| Unternehmenssitz | München |
| Unternehmensleitung | |
| Mitarbeiter |
4521 (2008) [1] |
| Umsatz |
3.595.000.000 EUR (2008)[2] |
| Branche | Telekommunikation |
| Website | |
Die Telefónica O2 Germany GmbH & Co. OHG (ehemals Viag Interkom sowie O2 Germany; häufig nur O2 genannt) ist mit über 14,4 Millionen Kunden (Stand: 2008) der nach Kundenzahlen viertgrößte Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland. Das Unternehmen, das seit Februar 2006 eine Tochtergesellschaft der Telefónica Europe ist, verfügt über ein Mobilfunknetz, das sich aus 15.000 GSM- und 9000 UMTS-Basisstationen zusammensetzt (Stand: 2008).[3] Zudem vertreibt O2 DSL- und Festnetzanschlüsse.
Inhaltsverzeichnis |
Die Viag Interkom befand sich seit ihrer Gründung 1995 im Besitz der Viag (später: E.on) mit 45 %, British Telecom (BT) mit ebenfalls 45 % sowie des norwegischen Telekommunikationsunternehmens Telenor. Im Jahr 2000 übernahm BT das Unternehmen vollständig, nachdem sich E.ON aus der Telekommunikation zurückzog. Im Zuge der Strategie einer Abtrennung des Mobilfunks aus dem übrigen Geschäft spaltete sich BT im Jahr 2001 in die Unternehmen BT Ignite (Festnetz) sowie mmO2 (Mobilfunk). Auch das deutsche Tochterunternehmen Viag Interkom vollzog diese Trennung und verkaufte das Festnetzgeschäft an British Telecom. Im Jahr 2002 wurden in der Folge die Namen der aus Viag Interkom entstandenen Unternehmen an die der jeweiligen Mutter angepasst. Um Verwechslungen mit der Vodafone-Mobilfunktochter Mannesmann Mobilfunk GmbH (kurz: mmo) und deren früherer Bezeichnung D2 zu vermeiden, verständigte man sich mit Vodafone darauf, in Deutschland nur die Schreibweisen O2 oder o2 zu verwenden.
Der Firmensitz von Telefónica O2 Germany befindet sich in München am Rande des Olympia-Parks am Georg-Brauchle-Ring, wobei der Großteil der Belegschaft im Hochhaus Uptown München untergebracht ist. Teile der Kundenbetreuung befinden sich in Nürnberg, Berlin, Dortmund und Bremen.
O2 war Vorreiter bei den Online-Verträgen, bei denen die gesamte Abwicklung des Mobilfunk-Vertrags über das Internet und kostenpflichtige Rufnummern abläuft und der Kunde keinen Anspruch auf Service in Filialen hat. Als Gegenleistung erhält der Kunde einen Online-Vorteil in Form eines Rabattes oder von Frei-SMS bei Vertragsabschluss mit einem subventionierten Handy.
Ein sehr bekanntes Produkt heißt Genion und ermöglicht dem Kunden, in einem bestimmten, definierten Bereich (der sogenannten „Homezone“) für einen stark vergünstigten Tarif zu telefonieren. Mit der Zuteilung einer Festnetznummer, unter der der Kunde innerhalb dieser Zone erreichbar ist, soll ein vollwertiger Ersatz zu einem herkömmlichen Festnetzanschluss angeboten werden. Eine kostenpflichtige Weiterleitung ist, sofern sich der Kunde nicht in der Homezone befindet und auf der Festnetznummer erreichbar sein möchte, über eine Servicerufnummer konfigurierbar.
Von November 2004 bis April 2005 konnte bei den Active-Tarifen gegen einen geringen Monatsaufpreis das sogenannte After Work Pack zubuchen, das die erste Mobilfunk-Teilzeitflatrate in Deutschland darstellte, indem es täglich von 18 bis 22 Uhr unbegrenztes Telefonieren ins deutsche Festnetz sowie innerhalb des Mobilfunknetzes von O2 zuließ.
Als letzter Netzbetreiber wurde im November 2006 eine deutschlandweite Flatrate eingeführt. Mit diesem als Genion L bezeichneten Tarif kann der Kunde innerhalb Deutschlands Gespräche ins Festnetz und ins Netz von O2 zum Pauschalpreis führen. Von August 2007 bis April 2009 befand sich mit Genion XL eine eigene Flatrate im Portfolio, mit der unbegrenzt in alle deutschen Mobilfunknetze sowie ins deutsche Festnetz telefoniert werden kann. Inzwischen wird diese Funktion vom im Mai 2009 eingeführten Tarif O2 o übernommen.
Als Reaktion auf den Markterfolg der Mobilfunk-Discounter hat O2 von November 2006 bis April 2009 mit Genion S (ohne Handy) einen Postpaid-Genion-Laufzeitvertrag ohne Grundgebühren und ohne Mindestumsatz, sowie Minutenpreisen auf Discounter-Niveau an, der jederzeit mit einer Frist von sechs Wochen zum Monatsende kündbar ist.
Im Mai 2009 hat O2 sein Tarifportfolio umgestellt, es gibt seit dem nur noch drei Tarife. Kern der neuen Vermarktungsstrategie ist der Tarif O2 o, welcher auch als Alternative zu Discounter-Angeboten positioniert wird. Der Tarif stellt auf dem deutschen Markt ein Novum dar, erstmals wird ein Tarif ohne Grundgebühr und Mindestumsatz angeboten, welcher bei günstigen Minutenpreisen (15 Cent in alle Netze) eine Kostenlimitierung anbietet. Für Gespräche und SMS innerhalb Deutschlands werden nicht mehr als 60 Euro im Monat berechnet, dann greift der "Kosten-Airbag" (O2-Marketing-Jargon). Dem Discounter-Vergleich mit dem konzerneigenen Angebot Fonic hält O2 o allerdings für Normalnutzer nicht stand.
Seit 2004 bietet O2 Laufzeitverträge mit festen Minutenpaketen unter dem Namen O2 Active an, welche im August 2007 in Inklusiv-Pakete umbenannt wurden. Seit Mai 2009 ist nur noch die Variante mit 100 Inklusivminuten erhältlich.
Die Abrechnung des Internetsverkehrs erfolgt standardmäßig zeitbasiert. Es ist darüber hinaus möglich Datenpakete über 30 MB, 200 MB und mit unbegrenztem Transfervolumen (ab 5 GB jedoch nur noch mit GPRS Geschwindigkeit) zu buchen, welche deutschlandweit im GPRS/EDGE/UMTS/HSDPA-Netz gültig sind. Seit Mai 2009 ist auch im 200 MB Paket (Internet Pack M) unbegrenzter Datentransfer enthalten. Die Drosselung der Geschwindigkeit erfolgt dann jedoch bereits bei erreichen der ursprünglich inkludierten 200 MB.
Das Prepaid-Angebot von O2 wurde lange unter dem Namen O2 LOOP vermarktet, seit Mai 2009 gibt es jedoch nur noch den neu eingeführten Tarif O2 o als Prepaid-Angebot, die bisherigen LOOP-Tarife werden Neukunden nicht länger angeboten.
Seit 2004 existieren Mobilfunkangebote in Kooperation mit dem Unternehmen Tchibo unter dem Namen Tchibo Mobil, welche als erste Versuche auf dem deutschen Mobilfunk-Discounter-Markt überhaupt angesehen werden. Seit 2006 wurden Mobilfunk-Tarife in Kooperation unter dem Namen AOL, seit Frühjahr 2007 über HanseNet, zu welcher über die Konzernmütter Verbindungen bestehen, unter dem Namen Alice vermarktet. Der Mobilfunkprovider Freenet AG realisiert ebenfalls seit Frühjahr 2007 die damals erste in Deutschland angebotene Mobilfunk-Flatrate in alle nationalen Netze über das Netz von O2.
Seit September 2007 gibt es von O2 den ersten eigenen Discounter: Fonic.
O2 bot von September 2003 bis März 2008 mit dem Surf & E-Mail-Pack als erster Anbieter in Deutschland eine Flatrate für die mobile Internet-Nutzung über WAP-Browser an, deren Nutzungsspektrum sich seit dem Aufkommen von leistungsfähigeren Mobile HTML-Browsern insbesondere auf Smartphones zunehmend auf sämtliche Webseiten ausdehnte. Seit April 2008 können verschiedene Internet-Packs hinzugebucht werden. Die Internet-Packs unterliegen im Gegensatz zum Surf & E-Mail-Pack keinen Beschränkungen auf bestimmte Internetdienste.
Ab dem 15. April 2005 war mit O2-Surf@home innerhalb eines Wunschbereiches ein schneller, drahtloser Internet-Zugang möglich. Dazu wurde ein Surf@Home-Box genannter UMTS-Router eingesetzt, der Daten-Signale im UMTS-Netz empfängt und über ein Netzwerkkabel und/oder WLAN an einen oder mehrere PCs weitergibt. Dieses Vermarktungskonzept war vor allem für Kunden interessant, die sich komplett vom Festnetzanschluss lösen wollten oder keinen DSL-Anschluss bekommen konnten. O2-Surf@home wurde für Neukunden im Zuge der Neustrukturierung der Tarife im Herbst 2007 eingestellt, Neukunden sollten stattdessen über ein an den PC angeschlossenes Handy oder mit einer Notebook-UMTS-Datenkarte online gehen. Seit Herbst 2008 gibt es wieder ein ähnliche Vermarktungsstrategie mit dem „O2 Surf Stick“. Bei diesem Angebot gibt es allerdings keine räumliche Begrenzung, da der Stick deutschlandweit benutzt werden kann.
Seit 27. Oktober 2006 gibt es Festnetz-basierte Breitbandanschlüsse und Komplettanschlusspakete von O2 mit Geschwindigkeiten von bis zu 16 Mbit/s (ADSL2+). Genutzt werden das DSL-Konzentratornetz und das Backbone von Telefónica Deutschland, womit das Angebot für etwa 50 – 60 % der deutschen Haushalte verfügbar ist. Nur die so genannte letzte Meile wird von der Telekom angemietet; Der zum DSL-Anschluss gehörende Telefonanschluss wird als VoIP-Anschluss realisiert und bietet alle gängigen ISDN-Merkmale.
Sofern sowohl Handyverträge als auch einen DSL-Anschluss über O2 abgewickelt werden, kann kostenlos die Family-Flat gebucht werden, welche unabhängig von den gewählten Vertragstarifen kostenlose Telefonate zwischen den Familienhandys und dem Festnetzanschluss bietet. Alle Anschlüsse müssen hierbei auf einer Kundennummer laufen.
Das von O2 betriebene GSM-Mobilfunknetz startete am 1. Oktober 1998 als reines DCS 1800-Mobilfunknetz. Aus wirtschaftlichen Gründen wurde es zunächst nicht wie die übrigen drei Netze voll flächendeckend ausgebaut, vielmehr konzentrierte sich O2 auf Ballungsräume und Verkehrsachsen. Zur Abdeckung der übrigen Gebiete konnten anfangs mit einem speziellen über Swisscom realisierten Roaming-Verfahren alle drei übrigen deutschen Mobilfunknetze genutzt werden, wobei Kunden jedoch bei Nutzung dieser Methode zu Auslandstarifen telefonieren mussten.[4] Seit 1999 beschränkt sich das nationale Roaming jedoch auf das Netz von T-Mobile. Die Nutzung des T-Mobile-Netzes durch O2-Kunden wird dabei sukzessive nach erfolgtem Netzausbau eingeschränkt (sogenanntes Barring).
Im Jahr 2001 führte O2 als erster deutscher Mobilfunkanbieter GPRS ein. Somit konnten erstmals in Deutschland Daten mobil mit einer Geschwindigkeit von bis zu 55,6 kbit/s heruntergeladen werden.
Nachdem O2 2006 von der Bundesnetzagentur reichweitenstärkere E-GSM 900-Frequenzen erhalten hat, wird das eigene GSM-Netz auch in ländlichen Gebieten flächendeckend ausgebaut. Daher ist beabsichtigt, das T-Mobile-Roaming bis Ende 2009 einzustellen.[5] Zu diesem Zeitpunkt soll das E-GSM900/DCS 1800-Netz von O2 mit Hilfe von 17.000 2G-Basisstationen flächendeckend verfügbar sein und in der Folge das Roaming überflüssig machen.[6] Zum Ende des Jahres 2008 befanden sich etwa 15.000 GSM-Basisstationen in Betrieb. Im November 2008 verkündete O2, nun 99 % der Bevölkerung mit einem eigenen GSM-Netz versorgen zu können.[7]
Seit 2008 wird das eigene GSM-Netz mit EDGE ausgebaut.[8] O2 konzentriert sich dabei vor allem auf noch nicht mit UMTS versorgte Gebiete. Im November 2008 waren 2600 Stationen mit EDGE ausgestattet.[9] Im März 2009 gab O2 bekannt, die EDGE-Geschwindigkeit als erster deutscher Mobilfunkanbieter von 220 kBit/s auf 384 kBit/s zu erhöhen.[10] Diese lässt sich mit neueren Endgeräten nutzen.
Das UMTS-Netz von O2 existiert bisher in vielen Ballungsräumen. In der Vergangenheit konnte das UMTS-Netz von T-Mobile mit bestimmten O2-Verträgen (Active-Data-Tarifen) mitgenutzt werden. Mittlerweile ist in allen Neuverträgen nur noch der Zugriff auf das eigene UMTS-Netz möglich. Am 1. Dezember 2006 hat O2 als dritter deutscher Mobilfunkanbieter nach T-Mobile und Vodafone den sogenannten UMTS-„Turbo“ HSDPA in einigen Ballungszentren eingeführt. Mittlerweile ist das gesamte UMTS-Netz mit der Technik ausgebaut.
Ende 2008 wurden mit UMTS 57 % und mit der Erweiterung HSDPA 55 % der Bevölkerung über die eigene Netzversorgung erreicht.[11] Somit ist es möglich, mit Geschwindigkeiten von bis zu 3,6 MBit/s zu surfen. Ende 2008 begann der Netzbetreiber damit, seine Sendeanlagen mit HSUPA aufzurüsten. Diese Technik soll den Upstream im UMTS-Netz von 384 kbit/s auf 1,45 Mbit/s erhöhen.
Auf dem Mobile World Congress 2009 in Barcelona gab O2 zudem bekannt, das UMTS-Netz mittels HSPA+ auf bis zu 28 MBit/s zu beschleunigen.[12] Erste Tests sollen im Sommer 2009 in München stattfinden. Der Regelbetrieb ist für Herbst 2009 geplant. Eigenen Angaben zufolge ist O2 damit der erste deutsche Provider, der HSPA+ anbieten wird.
| 31.12. | Kunden (in Mio.) | Marktanteil |
|---|---|---|
| 1998 | 0,021 | 0,2 % |
| 1999 | 0,900 | 3,9 % |
| 2000 | 3,200 | 6,6 % |
| 2001 | 3,656 | 6,5 % |
| 2002 | 4,563 | 7,7 % |
| 2003 | 5,586 | 8,6 % |
| 2004 | 7,398 | 10,4 % |
| 2005 | 9,769 | 12,3 % |
| 2006 | 11,025 | 12,9 % |
| 2007 | 12,471 | 13,0 % |
| 2008 | 14,4 | / |
Der durchschnittliche Kundenumsatz (ARPU) liegt bei 208,80 Euro im Jahr (2008). O2 erreicht diesen im Wettbewerbsvergleich sehr hohen Wert, weil es einen höheren Anteil an Kunden mit Laufzeitverträgen hat als ihre Mitbewerber auf dem deutschen Markt. Rund ¾ der Vertragskunden nutzen das Vertragsangebot Genion.
O2 sponserte 2006 das Formel-1-Team BMW Sauber F1 Team. Weiterhin wird die Deutschlandtour der Natural Born Golfers und der Mobile Movie Award finanziell unterstützt. Zudem tritt die Firma regelmäßig als Sponsor der Bayerischen Staatsoper München in Erscheinung. Seit Mai 2004 ist O2 Hauptsponsor des deutschen Kajak-Zweiers Tim Wieskötter und Ronald Rauhe.
O2 ist seit Anfang 2005 offizieller Partner des Deutschen Ski-Verbands. Im November 2005 wurde bekannt, dass O2 den Staatsempfang der bayerischen Staatsregierung zu Franz Beckenbauers 60. Geburtstag gesponsert hat. Am 10. September 2008 wurde die O2 World in Berlin mit einem Fassungsvermögen von bis zu 17.000 Besuchern eröffnet. Sie ist Austragungsort zahlreicher Sport-, Musik- und Entertainment-Veranstaltungen. Die O2 World entstand auf der Fläche des ehemaligen Berliner Ostgüterbahnhofs und ist eine der modernsten Multifunktionshallen der Welt.
Mit „O2 – Engagiert für morgen“ hat das Unternehmen ein Portal ins Leben gerufen, das dazu dient, Interessierte über die Verantwortung des Mobilfunkanbieters zu informieren.[13] Die Webseite wurde zusammen mit Kunden und Mitarbeitern erarbeitet, die darüber abstimmten, auf welchen Themen der Fokus liegen sollte. An dieser Umfrage nahmen mehr als 14.000 Kunden und etwa 40% der Belegschaft teil.[14] Als Kernthemen stellten sich dabei folgende Punkte heraus: „Klimaschutz“, „Mobilfunk und Gesundheit“, „Jugendliche und Mobilfunk“, „Kundenzufriedenheit“, „Datenschutz“ und „Fairer Umgang mit Mitarbeitern“. Zu jedem dieser Punkte nimmt O2 in Form eines Videostatements eines Stakeholders und mehreren Infoseiten Stellung. Des Weiteren werden bestimmte Themen auf der Homepage über einen längeren Zeitraum hinweg verfolgt.
Das Thema Klimaschutz behandelt O2 auf verschiedene Weisen. Dabei hält sich das Unternehmen an die ISO 14001.[15] Diese besagt, dass eine eine betriebliche Umweltpolitik, Umweltziele und ein Umweltprogramm festlegt sowie ein entsprechendes Managementsystem aufgebaut sein müssen. Innerbetrieblich versucht O2 den CO2-Ausstoß zu senken, indem beispielsweise Klimaanlagen durch energiesparendere Kühlsysteme oder Notstromaggregate gegen Brennstoffzellen ausgetauscht werden.[16]
Darüber hinaus schloss das Unternehmen Ökostrom-Verträge mit den Firmen Lichtblick und E.ON, wodurch 2007 ein Grünstromanteil von mehr als 57 % erreicht werden konnte. Durch die Unterstützung von Klimaprojekten konnten des Weiteren 12.000 Tonnen CO2 kompensiert werden.[16]
Die Mitarbeiter O2s werden zudem durch verschiedene Seminare und Aktionen zum umweltschonenden Handeln geschult.[16]
Im Jahr 2006 startete O2 eine Kampagne zum Recyclen von Alt-Handys. Dadurch konnten in dem Jahr etwa 26.000 Handys fachgerecht entsorgt oder, z.B. in Entwicklungsländern, wiederverwertet werden. Die dadurch erlangten Erlöse wurden an den WWF gespendet.[16]
Das Unternehmen stellt gewisse Bedingungen an seine Lieferanten. So müssen sich diese wie auch O2 selber nach der ISO 14001 oder einem ähnlichen Zertifikat richten. Außerdem muss die liefernde Firma einen Nachweis einer aktuellen Umweltrichtlinie mit fest definierten Inhalten vorlegen.[17]
O2 hat sich mit etwa 1,9 Millionen Euro am deutschen Mobilfunkforschungsprogramm beteiligt.[18] Die Koordination von diesem lag zu 100 % beim Bund. Das Programm bestätigte bestehende Grenzwerte bei Sendeanlagen als ausreichend. Für die Verbraucher beinhalten die Kundenbroschüren von O2 seit April 2007 immer die jeweiligen SAR-Werte der Handys. Außerdem schulte das Unternehmen etwa 1.500 Mitarbeiter zu diesem Thema.[19]
Auch wird versucht, Sendeanlagen zusammen mit den Kommunen und der ansässigen Bevölkerung zu planen und die Pläne umzusetzen. Dazu schlossen sich O2 und andere Mobilfunkanbieter in einem Verband zusammen und gaben eine entsprechende Selbstverpflichtung ab.[20]
Die Muttergesellschaft von O2, Telefónica Europe, hat eine Grundsatzerklärung sowie ein 10-Punkte-Programm zum Thema Jugendschutz abgegeben. An diese müssen sich alle Tochterunternehmen halten. Zusätzlich hat O2 in Deutschland noch weitreichendere Richtlinien beschlossen.[21]
Das eingeführte Jugendschutzsystem ermöglicht es Eltern zu bestimmen, welche Inhalte auf das Handy der Kinder gelangen und welche nicht. Dazu werden beispielsweise diverse Internetseiten regelmäßig indiziert und gegebenenfalls gesperrt.[22]
Außerdem gibt es seit Oktober 2008 eine eigens eingerichtete Jugendschutz-Hotline. Diese soll Informationen und Beratung zum Thema Jugendschutz bei O2 bieten.[23]
Unterstützt wurde auch die PC-Lernsoftware „Handy-Kurs mit Polly und Fred“, die Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Mobilfunk beibringen möchte. O2 bot verschiedenen Bundesländern an, eine Landeslizenz für Schulen zu spenden.[24]
Gefördert durch das Projekt SCHOLA-21 finden an diversen Schulen Workshops und Unterrichtseinheiten zu Themen wie beispielsweise Sendemasten oder Handytechniken statt.[24]
Nach dem Kundenmonitor Deutschland in den Jahren 2006, 2007 und 2008 hat O2 in der Mobilfunkbranche die zufriedensten Kunden. Dabei belegte das Unternehmen 2007 Platz 1 in den Kategorien „Globalzufriedenheit“, „Auswahl an Handys“ und „Service im Vergleich zum Wettbewerb“.[25]
Erreicht wurde dies laut O2 unter anderem durch die Konzentration auf persönliche Beratung. So wurden zum Beispiel die Sprachdialogsysteme der Hotlines abgeschaltet und die Mitarbeiter kontinuierlich weitergebildet.[26]
Im Qualitätsmanagement wurde die Six-Sigma-Methode weiter implementiert und verschiedene Verantwortlichkeiten für die Qualität von Produkten wurden 2007 neu organisiert.[24]
Beauftragter für den Datenschutz ist bei O2 Markus Haas. Gleichzeitig sind auch noch die Abteilung „Regulatory Affairs & Government Relations“ und seit 2007 auch das „Datenschutzkomitee“ für den Schutz der Daten zuständig. Darin vertreten sind Verantwortliche aus diversen Unternehmensbereichen, unter anderem aus der Rechnungsabteilung oder dem Marketing. Generell sagt O2, dass jeder Mitarbeiter für den Datenschutz verantwortlich ist.[27]
Durch verschiedene technische Maßnahmen und Trainings wird versucht, sicher mit sensiblen Daten umzugehen.[28]
O2 befragt jährlich seine Mitarbeiter im Rahmen der Aktion „Reflect O2“ zu deren Zufriedenheit mit ihrem Arbeitsplatz. Mit den Ergebnissen möchte das Unternehmen Schwachstellen ausfindig machen und Maßnahmen dagegen setzen. Außerdem werden Vorgesetzte mit den besten Werten aus den Befragungen ausgezeichnet.[29]
Mit dem Programm „Diversity“ soll die Chancengleichheit innerhalb der Belegschaft verbessert werden. Im Rahmen dessen bekannte sich O2 im April 2007 zur „Charta der Vielfalt der Unternehmen in Deutschland“ unter der Schirmherrin Angela Merkel.[30]
Das Unternehmen möchte zudem den Einklang zwischen Beruf und Familie fördern. So kann jeder Mitarbeiter seine Arbeitszeit je nach Lebensmodell flexibel selber gestalten. Außerdem wurde im Februar 2008 eine O2-eigene Kinderkrippe eröffnet, die Vollzeitplätze für Kinder zwischen vier Monaten und 3 Jahren bietet.[31]
Weitere Angebote sind verschiedene Sportveranstaltungen des O2-Active-Programms und firmeninterne Fitnessstudios.[31]
Mit dem 2003 eingeführten „Ideenmanagement“ haben Mitarbeiter die Möglichkeit, eigene Ideen und Verbesserungsvorschläge vorzustellen. Durchschnittlich gehen etwa 115 Ideen pro Monat ein. Jede Idee bringt im Schnitt einen Nutzen von etwa 1336 Euro, wobei seit Einführung des Systems bereits circa 9 Millionen Euro Nutzen für das Unternehmen generiert werden konnten.[32]
Im Zuge des eigenen Netzausbaus wird das sogenannte National Roaming im T-Mobile-Netz sukzessive zurückgefahren. In vereinzelten Fällen wurde das Roaming bereits abgeschaltet, bevor O2 die Netzversorgung durch eigene Mobilfunkmasten sicherstellen konnte. Dies führte dazu, dass Kunden an betroffenen Standorten plötzlich über schlechteren Netzempfang, abbrechende Gespräche, undeutliche Sprachqualität oder schlimmstenfalls über Funklöcher klagten. O2 zeigte sich dabei teilweise unkulant und drängte auf die kundenseitige Erfüllung der Verträge bis zum Ende der Laufzeit, obwohl die Mobilfunknutzung am Kundenstandort nach der Roaming-Abschaltung nicht mehr befriedigend möglich war. Das Amtsgericht München verurteilte O2 im September 2007 dazu, einen betroffenen Kunden aus dem Vertrag zu entlassen.[33] Inzwischen wird bei entsprechenden Netzverlusten den Kunden oftmals eine Grundgebührbefreiung über mehrere Monate angeboten. Mittlerweile hat o2 allerdings in Deutschland eine Netzabdeckung von 99 % der Bevölkerung.
Ende 2006 änderte O2 den Preis für Gespräche zu einigen Rufnummern für alle Kunden. Durch diese Änderungen erhöhten sich zum Beispiel die Verbindungspreise zu 0180-5-Nummern von damals 25 Cent pro Minute (in der Nebenzeit) auf 69 Cent pro Minute. Das Unternehmen informierte dabei die Kunden nicht über diese Preiserhöhungen. O2 lehnte außerordentliche Kündigungen ab, die durch einseitige Vertragsänderungen möglich sind. Das Unternehmen begründete dies unter Berufung auf die eigenen AGB, nach denen der Netzbetreiber „Nebenleistungen“ jederzeit beliebig ändern dürfe, ohne dass es einer Mitteilung an die betroffenen Kunden bedürfe. Verbraucherzentralen vertreten hingegen die Auffassung, dass es sich nicht um eine Nebenleistung handelt, da das Telefonieren zu den Hauptleistungen eines Kommunikationsanbieters gehört.[34] Die Gerichte beurteilen den Fall unterschiedlich. Während das Amtsgericht München mit seinem Urteil die Auffassung von O2 bestätigte (AZ: 281 C 6003/07)[35], gab das Amtsgericht Charlottenburg dem Kunden Recht (AZ: 237 C 58/07).[36]
Im März 2008 wurde bekannt, dass O2, wie E-Plus[37] und Vodafone[38] auch, die Erreichbarkeit der Rufnummern von Sprach-Chat-Lines, sowie von Calling-Card-Anbietern (nur bei O2) erheblich einschränkte. Bei diesen Rufnummern handelt es sich um normale Festnetzrufnummern, die im Rahmen von Festnetz-Flatrates gratis angerufen werden können und damit ein hohes Gesprächsaufkommen für den Anbieter bedeuten. Durch die Limitierung wird den Kunden erschwert, die höheren Verbindungspreise für Sonderrufnummern oder Auslandstelefonate zu umgehen.[39] Im September 2008 hob O2 die Limitierung zum Teil wieder auf.[40]