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Novi Sad

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Нови Сад
Novi Sad
Újvidék
Nový Sad
Wappen von Novi Sad
Novi Sad (Serbien)
DEC
Basisdaten
Staat: Serbien
Provinz: Vojvodina
Okrug: Južna Bačka
Opština: Novi Sad
Koordinaten: 45° 15′ N, 19° 51′ O45.25519.84472222222272Koordinaten: 45° 15′ 18″ N, 19° 50′ 41″ O
Höhe: 72 m ü. A.
Fläche: 702,7 km²
Einwohner: 299 294 (2002)
Agglomeration: 333 895 (2002)
Bevölkerungsdichte: 426 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+381) 021
Postleitzahl: 21 000
Kfz-Kennzeichen: NS
Struktur und Verwaltung (Stand: 2008)
Gemeindeart: Stadt
Gliederung: 15 Stadtteile
Bürgermeister: Igor Pavličić (DS)
Webpräsenz:
Rathaus der Stadt
Festung Petrovaradin
Freiheitsbrücke über die Donau
Kirche im Stadtzentrum

Novi Sad (Kyrillisch: Нови Сад, Aussprache: ['nɔviː 'saːd],  anhören?/i; Deutsch auch Neusatz; Ungarisch: Újvidék; Slowakisch: Nový Sad; Russinisch: Нови Сад) ist die Hauptstadt der nördlicheren serbischen Provinz Vojvodina und das administrative Zentrum des Kreises Južna Bačka.

Die Universitätsstadt besteht aus den Stadtteilen Novi Sad, nördlich der Donau und Petrovaradin, am Fuße der gleichnamigen Festung, südlich der Donau. Sie hat 306.856 Einwohner (eigentliche Stadt gemäß Zensus 2005) und liegt in 72 bis 80 Metern Höhe.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Novi Sad wurde 1694 nach der Eroberung des Gebiets durch die Habsburger unter Prinz Eugen von Savoyen gegründet. Das Stadtzentrum wurde im barocken Stil erbaut. Zu den bedeutendsten Bauwerken der Stadt gehören die Kathedrale, das vom österreichischen Baumeister Alois Kitzweger erbaute Rathaus sowie am gegenüberliegenden Donauufer die Festung Petrovaradin (errichtet von 1692 bis 1780). Diese stellte jahrhundertelang einen wichtigen Verteidigungspunkt des habsburgischen Reiches gegen das Osmanische Reich.

Bis 1918 gehörte die Stadt zum Königreich Ungarn und somit seit 1867 zur Donaumonarchie. Novi Sad war ein Standort der k.u.k. Armee, hier waren das III. Bataillon des Infanterie Regiments Nr. 20, das IV. Bataillon des Infanterie Regiments Nr. 6 sowie Teile des k.k. Landwehr Infanterie Regiments Nr. 32 stationiert. Am Anfang des 20. Jahrhunderts stellten Deutsche nach Ungarn und Serben die drittstärkste Bevölkerungsgruppe in der Stadt.[1]

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges fiel das Gebiet um Novi Sad an das neu errichtete Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen, das sich ab 1929 Königreich Jugoslawien nannte. In der Zeit von 1941 bis 1945 (während des Zweiten Weltkriegs) war die Stadt vom zu den Achsenmächten gehörenden Ungarn besetzt. In Novi Sad ließ der ungarische Befehlshaber General Ferenc Feketehalmy-Czeydner Anfang 1942 ca. 1000 Juden und ca. 2000 Serben erschießen.

Novi Sad war während des Kosovo-Krieges 1999 Ziel von Luftangriffen durch die NATO, wobei unter anderem alle Donaubrücken, das Rundfunkgebäude und die Raffinerie zerstört wurden. Der Verkehr über die Donau wurde mehr als sechs Jahre lang über eine Pontonbrücke abgewickelt, die nur dreimal wöchentlich für Schiffe geöffnet wurde. Erst seit der Wiedereröffnung der so genannten Freiheitsbrücke am 11. Oktober 2005 ist die Schifffahrt wieder ungehindert möglich.

[Bearbeiten] Kultur und Bildung

Novi Sad ist die Heimat der ältesten serbischen Institution für Kunst und Wissenschaft, der Matica Srpska, die 1826 in Budapest gegründet und 1864 nach Novi Sad transferiert wurde.

Die Universität Novi Sad (mit Außenstellen in Subotica, Zrenjanin und Sombor) wurde 1960 ins Leben gerufen. Sie umfasst heute 13 Fakultäten, in denen etwa 38.000 Studierende eingeschrieben sind.

Das Nationaltheater in Novi Sad wurde 1861 gegründet.

In Novi Sad hat auch das „Zentrum für Kriegstraumatisierte“ seinen Sitz. Es versucht Kriegstraumatisierten bei der Verarbeitung ihrer Erlebnisse zu helfen.

Auf der Festung Petrovaradin findet mit dem EXIT seit 2000 alljährlich das größte Festival Serbiens statt.

Das Kloster Kovilj liegt in der nahegelegenen Ortschaft Kovilj.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

Söhne und Töchter

[Bearbeiten] Partnerstädte

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 14. Leipzig 1908, S. 573

[Bearbeiten] Weblinks

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