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Norddeich

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Stadtteil Norddeich der Stadt Norden, weitere Bedeutungen unter Norddeich (Begriffsklärung)
Häuser von Norddeich – Blick vom Deich aus auf den Ort im Jahr 2007
Fährhafen Norddeich
Norddeich Mole
Norddeich Mole - Einfahrt

Norddeich (Plattdeutsch: Norddiek) ist ein Stadtteil der Stadt Norden im Nordwesten Ostfrieslands unmittelbar an der Nordseeküste und ein staatlich anerkanntes Nordseebad.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Begrenzt wird Norddeich in nördlicher Richtung vom Wattenmeer, im Osten vom Norder Stadtteil Ostermarsch sowie im Westen vom Stadtteil Westermarsch II. Von Bedeutung für die Entwicklung der Region sind der Norddeicher Hafen und der Flugplatz Norden-Norddeich, von denen die Versorgung der Nordseeinseln Juist und Norderney sichergestellt wird. Die AG Reederei Norden-Frisia ist für den Fährverkehr zu den beiden Inseln zuständig; die Tochtergesellschaft FLN FRISIA-Luftverkehr GmbH betreibt den Luftverkehr.

[Bearbeiten] Ortsbild

Das Ortsbild wird unmittelbar an der Küste von der großen Hafenanlage und den Deichanlagen geprägt. Markante Gebäude sind außerdem ein größeres Hotel sowie die Freizeitanlage „Ocean Wave“ und die Seehundaufzuchtstation. Das Geschäftsleben des Ortes konzentriert sich auf die große Zufahrtsstraße und einige Straßenzüge am Deich. An der Zufahrtsstraße haben sich viele kleine Restaurants und Souvenirgeschäfte angesiedelt, außerdem viele Ferienhäuser. Den Baustil kann man durchweg als modern bezeichnen, wenngleich es auch noch viele Spuren „alter Bebauung“ aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gibt.

[Bearbeiten] Geschichte

Die erste Nennung des Ortes Norddeich erfolgte im Jahr 1813. Die Rede ist von einem Küstenbadeort in der Gemeinde Lintelermarsch. 1871 wurde der tidenabhängige Fährverkehr zu den Nordseeinseln Juist und Norderney aufgenommen. Ab 1889 erfolgte eine weitere verkehrspolitische Weichenstellung: Die Verlängerung der Eisenbahnlinie von Norden nach „Norddeich Hbf“ und „Norddeich Mole“ wurde begonnen und drei Jahre später vollendet.

In den letzten 200 Jahren entwickelte sich Norddeich von einem Fischerdorf zum Badeort. Die Zahl der Übernachtungsgäste zeigt eine zunehmende Tendenz. Waren es 1927 noch 25.000 Gäste, wurden 1960 schon 50.000 Übernachtungen verzeichnet. Im Jahr 1969 wurde ein 80.000 m² großer Sandstrand angelegt. Im gleichen Jahr nahmen der Campingplatz (auf dem ehemaligen Betriebsgelände von Norddeich Radio) und die Jugendherberge ihren Betrieb auf.

Im Zuge einer Gemeindereform wurde 1972 die Gemeinde Lintelermarsch – so hieß sie verwaltungstechnisch zuvor – als Norddeich in die Stadt Norden eingemeindet. 1979 erhielt Norddeich das Prädikat: „Staatlich anerkanntes Nordseebad“.

1992 erfolgte die Einweihung des Nationalpark-Zentrums, da das Wattenmeer zum Nationalpark erklärt wurde. In diesem Jahr begann auch der Bau des Therapiezentrums mit Kurklinik sowie der Umbau und Erweiterung des „Haus des Gastes“; die Vollendung erfolgte vier Jahre später. Von 2002 bis 2003 wurde das alte Wellenbad in das Meerwassererlebnisbad „Ocean Wave“ umgebaut.

Heute verzeichnet Norddeich pro Saison etwa eine Million Übernachtungen und hat in den letzten 15 Jahren einen großen Bauboom zu verzeichnen. Neben dem Tourismus ist die Fischerei eine wichtige Erwerbsquelle.

[Bearbeiten] Kirchen

In Norddeich sind zwei Glaubensgemeinschaften ansässig: die Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Arche und die Freie Christengemeinde, die in der Friedenskirche der Tagungs- und Familienferienstätte Haus Nazareth ihre Gottesdienste feiert.

[Bearbeiten] Verkehr

Direkt an den Fähranlegern befindet sich der Fernbahnsteig Norddeich Mole. Mehrere Fernzüge enden und beginnen dort. Alle einfahrenden Züge werden nach kürzester Zeit ausrangiert und auf die Abstellgleise des Bahnhofs Norddeich platziert.

Von Norddeich bzw. Norddeich Mole starten sowohl InterCity- als auch RegionalExpress-Züge, insbesondere:

Siehe auch Liste der InterCity-Bahnhöfe.

[Bearbeiten] Veranstaltungen

In Norddeich findet jährlich ein Qualifikationsturnier zur Meisterschaft des Deutschen Beachsoccer-Verbandes (DBSV) statt.

[Bearbeiten] Siehe auch

Koordinaten: 53° 36' 52" N 7° 9' 3" O

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