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| NordWestBahn GmbH | |
|---|---|
| Basisinformationen | |
| Unternehmenssitz | Osnabrück |
| Webpräsenz | NordWestBahn |
| Bezugsjahr | 2010 |
| Eigentümer | 64% Veolia Verkehr 26% Stadtwerke Osnabrück AG 10% Verkehr und Wasser GmbH |
| Betriebsleitung | Hansrüdiger Fritz Martin Meyer-Luu |
| Verkehrsverbund | VRR VVOWL VGM NPH VBN VOS-Plus |
| Beschäftigte | 500 |
| Umsatz | 98,3 Mio. Euro (2008)[1] |
| Linien | |
| Spurweite | 1435 mm (Normalspur) |
| Eisenbahn | 15 |
| Anzahl Fahrzeuge | |
| Triebwagen | 59 LINT 41 43 Talent 2 Desiro |
| Statistik | |
| Fahrgäste | 17 Mio. pro Jahr |
| Fahrleistung | 9,6 Mio. km pro Jahr |
| Haltestellen | 122 |
| Länge Liniennetz | |
| Eisenbahnlinien | 1000 km |
| Sonstige Betriebseinrichtungen | |
| Betriebshöfe | 2 |
Die NordWestBahn GmbH ist ein privates Eisenbahnverkehrsunternehmen, das seit dem Jahr 2000 mehrere Haupt- und Nebenbahnstrecken in Nord- und Westdeutschland betreibt. Sie ist ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Osnabrück AG, der Verkehr und Wasser GmbH in Oldenburg sowie der Veolia Verkehr GmbH, Berlin. Der Sitz der Gesellschaft ist Osnabrück. Zurzeit nennt sich die NWB Deutschlands größtes privates Bahnunternehmen, das Nahverkehrsleistungen betreibt.
Inhaltsverzeichnis |
Seit dem 5. November 2000 betreibt die NordWestBahn im Auftrag der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) das Weser-Ems-Netz in Niedersachsen auf den folgenden Strecken:
| KBS | Zuglauf | Vertragslaufzeit |
|---|---|---|
| KBS 390 KBS 392 |
Wilhelmshaven Hbf – Oldenburg (Oldb) Hbf – Bremen Hbf | Feb. 2003 – Dez. 2015 |
| KBS 392 | Wilhelmshaven Hbf – Oldenburg (Oldb) Hbf – Osnabrück Hbf | Nov. 2000 – Dez. 2017 |
| KBS 393 | Wilhelmshaven Hbf – Jever – Wittmund – Esens | Nov. 2000 – Dez. 2017 |
| KBS 394 | Bremen Hbf – Delmenhorst – Vechta – Osnabrück Hbf | Nov. 2000 – Dez. 2017 |
| Gesamtlänge: 380 km, Fahrleistung: 4 Millionen Zugkilometer pro Jahr | ||
Zudem verkehrt die NordWestBahn seit dem 16. Dezember 2007 auf der für den Personenverkehr reaktivierten Strecke:
| KBS | Zuglauf | Vertragslaufzeit |
|---|---|---|
| KBS 127 | Bremen-Vegesack – Bremen-Farge | Dez. 2007 – Dez. 2011 |
Die NordWestBahn hat im März 2008 die Ausschreibung der S-Bahn Bremen gewonnen[2], wodurch die folgenden Strecken ab 2010 dazukommen:
| Linie | KBS | Zuglauf | Vertragslaufzeit |
|---|---|---|---|
| RS 1 | 126/127 | Bremen-Farge – Bremen Hbf – Verden | Dez. 2011 – Dez. 2021 |
| RS 2 | 125/385 | Bremerhaven-Lehe – Bremerhaven Hbf – Bremen Hbf – Twistringen | Dez. 2010 – Dez. 2021 |
| RS 3 | 390 | Bremen Hbf – Oldenburg (Oldb) Hbf – Bad Zwischenahn | Dez. 2010 – Dez. 2021 |
| RS 4 | 391 | Bremen Hbf – Nordenham | Dez. 2010 – Dez. 2021 |
| Gesamtlänge: 270 km, Fahrleistung: 4,7 Millionen Zugkilometer pro Jahr | |||
Gegen die Vergabe dieser Strecken an die NordWestBahn legte DB Regio anfangs Widerspruch ein. DB Regio hatte sich erfolglos an der Ausschreibung beteiligt. Sie beabsichtigte, im Falle eines erneuten Ausschreibungsverfahrens mit der tarifungebundenen DB Heidekrautbahn anzutreten.[3] Während des Verfahrens vor dem Oberlandesgericht Celle zog die DB Regio allerdings ihren Nachprüfungsantrag zurück.[4] Die Vergabe der S-Bahn Bremen an die NordWestBahn wurde in der Folge im Juli 2008 rechtsgültig. Zum Betrieb der S-Bahn Bremen bestellte die NordWestBahn bei Alstom LHB Fahrzeuge vom Typ Coradia Continental.[5]
Im Auftrag der Zweckverbände ZVM, nph und VVOWL übernahm die NordWestBahn am 15. Dezember 2003 den Betrieb des Ems-Senne-Weser-Netzes. Dieses besteht aus fünf Strecken in Nordrhein-Westfalen, die zum Teil nach Niedersachsen führen:
| Linie | Name | KBS | Zuglauf | Vertragslaufzeit |
|---|---|---|---|---|
| RB 67 | Der Warendorfer | 406 | Münster (Westf) Hbf – Warendorf – Gütersloh Hbf – Bielefeld Hbf | Dez. 2003 – Dez. 2013 |
| RB 74 | Senne-Bahn | 403 | Bielefeld Hbf – Hövelhof – Paderborn Hbf | Dez. 2003 – Dez. 2013 |
| RB 75 | Haller Willem | 402 | Bielefeld Hbf – Halle (Westf.) – Dissen-Bad Rothenfelde – Osnabrück Hbf[6] | Dez. 2003 – Dez. 2013 |
| RE 82 | Der Leineweber | 404/405 | Altenbeken – Detmold – Lage – Oerlinghausen – Bielefeld Hbf | Dez. 2003 – Dez. 2013 |
| RB 84 | Egge-Bahn | 403 | Paderborn Hbf – Ottbergen – Holzminden | Dez. 2003 – Dez. 2013 |
| Gesamtlänge: 305 km, Fahrleistung: 3 Millionen Zugkilometer pro Jahr | ||||
Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2006 erbringt die NordWestBahn im Auftrag der Zweckverbände VRR und ZVM die Verkehrsleistungen des Emscher-Münsterland-Netzes:
| Linie | Name | KBS | Zuglauf | Vertragslaufzeit |
|---|---|---|---|---|
| RE 14 | Der Borkener | 423 | Borken – Dorsten – Bottrop Hbf – Essen Hbf | Dez. 2006 – Dez. 2018 |
| RB 43 | Emschertal-Bahn | 426 | Dorsten – Wanne-Eickel Hbf – Herne – Dortmund Hbf | Dez. 2006 – Dez. 2011 |
| RB 45 | Der Coesfelder | 424 | Coesfeld – Dorsten | Dez. 2006 – Dez. 2018 |
| Gesamtlänge: 140 km, Fahrleistung: 1,5 Millionen Zugkilometer pro Jahr | ||||
Der Vergabeausschuss des VRR hat die NordWestBahn aufgrund einer europaweiten Ausschreibung mit der Durchführung des Schienenpersonennahverkehrs im Niers-Rhein-Emscher-Netz beauftragt.[7] Zum Einsatz sollen 28 Triebwagen vom Typ LINT 41 H kommen.[8]
| Linie | Name | KBS | Zuglauf | Vertragslaufzeit |
|---|---|---|---|---|
| RE 10 | Niers-Express | 495 | Düsseldorf Hbf – Krefeld Hbf – Geldern – Kleve | Dez. 2009 – Dez. 2025 |
| RB 31 | Der Niederrheiner | 498 | Xanten – Moers – Duisburg Hbf | Dez. 2009 – Dez. 2025 |
| RB 36 | Ruhrort-Bahn | 447 | Duisburg-Ruhrort – Oberhausen Hbf | Dez. 2010 – Dez. 2025 |
| RB 44 | Der Dorstener | 423 | Oberhausen Hbf – Bottrop Hbf – Dorsten | Dez. 2010 – Dez. 2025 |
| Gesamtlänge: 225 km, Fahrleistung: 3,2 Millionen Zugkilometer pro Jahr | ||||
Die NordWestBahn fährt vor allem auf nicht elektrifizierten Strecken. Daher verfügt sie bisher ausschließlich über moderne, klimatisierte Dieseltriebwagen. Auf den Strecken des Weser-Ems-Netzes in Niedersachsen setzt sie 34 Triebwagen des Typs LINT 41 ein, die alle aus dem Fahrzeugpool der LNVG gemietet sind (VT 500–533). Weitere 43 Triebwagen vom Typ Talent werden auf den Strecken in Nordrhein-Westfalen sowie der Farge-Vegesacker Eisenbahn in Bremen (KBS 127) eingesetzt (VT 701–719, 721–722, 724, 726–727, 739–747, 771–772, 643.19, 643.21, sowie 0012 und 0013). Mit Ausnahme von drei zweiteiligen Triebwagen (VT 771–772, 774) kommen nur dreiteilige Ausführungen des Talents bei der NordWestBahn zum Einsatz. Ein Großteil der Talent-Triebwagen befindet sich dabei im Eigentum der Leasinggesellschaft Angel Trains.
Für den zukünftigen Betrieb der S-Bahn Bremen wird die NordWestBahn 36 drei- und fünfteilige Triebwagen vom Typ Alstom Coradia Continental beschaffen.[5] Darüber hinaus beabsichtigt die LNVG, bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2010 zehn neue LINT-41-Triebwagen für ihren Fahrzeugpool zu erwerben. Ein Teil dieser Triebwagen ist für den Einsatz bei der NordWestBahn auf dem Weser-Ems-Netz bestimmt.[9]
Zur Wartung der Triebwagen des Weser-Ems-Netzes und des Ems-Senne-Weser-Netzes unterhält die NordWestBahn einen Betriebshof im Osnabrücker Hafen. Dort stehen insgesamt fünf Wartungsgleise, eine Waschanlage sowie eine Tankstelle zur Verfügung. Einen weiteren Betriebshof errichtete die NordWestBahn im Jahre 2007 in Dorsten. Dieser dient der Wartung der Triebwagen des Emscher-Münsterland-Netzes. Für die Wartung der Triebwagen des Niers-Rhein-Emscher-Netzes wurde die Werkstatt der Rheinisch-Bergische Eisenbahn-Gesellschaft in Mettmann erweitert, um die dortigen Einrichtungen als Untermieter zu nutzen. Der Betriebshof für die S-Bahn Bremen soll im Bremerhavener Stadtteil Wulsdorf errichtet werden.
Die NordWestBahn bedient mehrere Tarifräume. Angewendet werden die jeweiligen Verbundtarife
Außerhalb der Verbundräume und tarifraumüberschreitend kommt der Nahverkehrstarif der DB zur Anwendung. Tarifgrenze zwischen dem westfälischen und niedersächsischen Bedienungsgebiet (u.a. Tarifgrenze Niedersachsenticket) ist der Bahnhof Dissen-Bad Rothenfelde. Der NRW-Tarif umfasst für Pauschalpreistickets auch das Stadtgebiet von Osnabrück und die Gesamtstrecke des Haller Willem.
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