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Newport Jazz Festival

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Das Newport Jazz Festival ist ein Jazzfestival, das jedes Jahr im Sommer in Newport in Rhode Island stattfindet. Ab den 1970er Jahren findet es auch zusätzlich in New York statt (u. a. unter dem Namen Kool Jazz Festival).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Überblick

Das Newport Jazz Festival wurde 1954 von George Wein ins Leben gerufen und später zusammen mit seiner Frau Joyce Wein organisiert. Es fand anfangs üblicherweise an drei bis vier Tagen im Juli statt.

Das erste Newport Jazz Festival am 17. Juli 1954 lockte 11.000 Jazz-Fans nach Newport. Es spielten u. a. Dizzy Gillespie, Gerry Mulligan, Eddie Condon und Oscar Peterson.

1957 trat dort auch der Posaunist Marshall Brown mit einer Schülerband aus long Island auf; er wurde danach Mitglied der Festival-Organisation und erhielt den Auftrag, mit Wein nach Europa zu reisen und dort Mitglieder für eine international besetzte Jugendband zu finden. Diese International Youth Band trat dann von 1958 bis 1960 in Newport auf. In den verschiedenen Ausgaben der Youth Band spielten u. a. Eddie Gomez, Dusko Goykovich, George Gruntz, Roger Guérin, Albert Mangelsdorff, Jimmy Owens, Gabor Szabo und Jan Wróblewski.

Im Laufe der Zeit kamen alle Jazz-Größen zum Festival, darunter Louis Armstrong (1956, 1958, 1960-1963, 1970), Ella Fitzgerald (z.B. 1958), Duke Ellington (besonders 1956, ein großer Erfolg und Wiederbelebung von Ellingtons Karriere), John Coltrane, Miles Davis (der einen enormen Erfolg hatte mit seinem Solo auf Round Midnight 1955), Cannonball Adderley (z.B. 1957, 1961) und Dave Brubeck (z.B. 1958, 1959, 1961), um nur einige zu nennen. Die meisten der frühen Konzerte wurden von Voice of America im Radio übertragen.

McCoy Tyner und Ravi Coltrane in Newport 2005

Jazz on a Summer's Day (1960) ist ein Film über das Festival von 1958 von Bert Stern, bei dem so bekannte Größen wie Louis Armstrong, Thelonious Monk, Chuck Berry, Mahalia Jackson, Chico Hamilton, Anita O’Day, Gerry Mulligan u.a. auftraten. Auch vom Festival 1960 existiert ein Fernsehfilm; außerdem wurde 1970 der Film Salute to Louis Armstrong auf dem Festival, einer großen Geburtstagsparty für Armstrong, aufgenommen.

1960 wurde das Festival nach Schlägereien zwischen alkoholisierten Jugendlichen und der Polizei abgebrochen und stand auf der Kippe. 1969 wurde Jazz und Rock zusammen präsentiert (James Brown, B. B. King, John Mayall, Sly Stone), wobei der Jazz in der Minderheit war (Sun Ra, Sunny Murray) und es wiederum zu Ausschreitungen kam. 1971 randalierten Rockfans, die freien Eintritt forderten; Wein lud zu dieser Zeit Rockbands wie Led Zeppelin, Jethro Tull und Blood, Sweat & Tears ein. In den darauffolgenden Jahren wurde das Festival deshalb nach New York verlegt und kehrte erst 1981 zurück, wobei es von da an zwei Parallel-Festivals in New York und Newport gab (das New Yorker Festival nannte sich 1972 bis 1979 Newport Jazz Festival New York und danach nach den Sponsoren Kool Jazz Festival (bis 1985) und JVC Jazz Festival New York).

Nach der turbulenten Zeit Ende der 1960er Jahre und Anfang der 70er kehrte das Festival zu seinen Jazz-Wurzeln zurück. 2004 wurde das 50. Jubiläum gefeiert, mit einer US-weiten Tour und einer CD-Ausgabe der Höhepunkte des Festivals, kommentiert von George Wein. Ab 2007 wurde das Festival von der Festival Network LLC unter Leitung von Chris Shields fortgesetzt; dabei wurde die Fokussierung auf den Jazz aufgegeben und das Festival wurde parallel auch in anderen Ferienorten durchgeführt.

[Bearbeiten] Newport Rebels

Die Kommerzialisierung des Festivals führte im Juli 1960 zu Disputen. Mingus forderte eine Gage ähnlich der des Swing-Veteranen Benny Goodman. Dies wurde von George Wein nicht akzeptiert, und so riefen Mingus und Max Roach ein alternatives Gegenfestival aus, dass sie parallel zum Festival im nahegelegenen „Cliff Walk Manor Hotel“ abhielten. Hier kam es zu Begegnungen mit den Veteranen Jo Jones, Roy Eldridge und Coleman Hawkins, aber auch zu Auftritten von Jon Hendricks sowie der Avantgardisten Don Cherry und Ornette Coleman. Mingus, Kenny Dorham und Abbey Lincoln und andere wurden danach die „Newport Rebels“ genannt. (Auf „Candid“ erschien später ein gleichnamiges Album mit den meisten dieser Musikern.)

[Bearbeiten] Aufnahmen vom Newport Festival (Auswahl)

[Bearbeiten] Siehe auch

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