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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern | |
| Landkreis: | Nordwestmecklenburg | |
| Amt: | Neukloster-Warin | |
| Höhe: | 30 m ü. NN | |
| Fläche: | 27,5 km² | |
| Einwohner: | 4019 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 146 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 23992 | |
| Vorwahl: | 038422 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NWM | |
| Gemeindeschlüssel: | 13 0 58 074 | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Hauptstrasse 27 23992 Neukloster |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Klaus Becker | |
| Lage der Stadt Neukloster im Landkreis Nordwestmecklenburg | ||
Neukloster ist eine Stadt im Osten des Landkreises Nordwestmecklenburg in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Stadt ist Verwaltungssitz des Amtes Neukloster-Warin, dem weitere acht Gemeinden angehören.
Inhaltsverzeichnis |
Neukloster liegt am Neuklostersee, dessen Entstehung auf die Auswirkungen der letzten Eiszeit zurückzuführen ist. Das Gebiet um Neukloster zählt zum äußersten Nordwesten der Sternberger Seenlandschaft. Neukloster ist etwa 45 Kilometer von Rostock und etwa 20 Kilometer von Wismar entfernt. In der Nähe des Ortsteiles Ravensruh liegt der Selliner See.
Zu Neukloster gehören die Ortsteile Neuhof, Nevern, Ravensruh, Sellin und Rügkamp.
Die Nachbarorte Neuklosters sind: Lübberstorf, Glasin, Zurow, Benz und Züsow.
Die Geschichte Neuklosters reicht, wie die Geschichte der meisten kleinen Orte in der Umgebung, bis ins Mittelalter hinein. Im Gebiet des heutigen Neuklosters befand sich bereits um 1170 die Kussiner Burg, es wird vermutet, dass sich der Burgkern in der heutigen Innenstadt befunden hat.
Das Kloster Sonnenkamp befand sich in jener Zeit noch im kleinen Örtchen Parchow, das jedoch schwer umkämpft und der Gewalt des Mittelalters ausgesetzt war. Man beschloss, jenes Kloster von Parchow nach Neukloster zu verlegen. Das Kloster am neuen Standort wurde bereits 1219 erstmals urkundlich erwähnt. Somit war von nun auch "Neukloster" in den Landkarten dieser Welt verzeichnet. Die Burg verfiel mit der Zeit, jedoch das Kloster entwickelte sich zu einem kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum für die Umgebung. Mitte des 14. Jahrhunderts waren Ländereien und Besitz am umfangreichsten. Das Kloster wurde jedoch Anno 1555 aufgelöst, sein Besitz und Land fiel an den Landesherren von Mecklenburg, der es von nun an verwaltete.
Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges im Jahre 1648 fiel Neukloster (mit der Hansestadt Wismar und einigen anderen Ländereien in der Gegend) an Schweden. Die Schwedenzeit Neuklosters war geprägt durch Armut, Elend und Not, doch letztlich überstand Neukloster die Schwedenzeit recht schadlos bis zum Jahre 1803. In jenem Jahr beschloss die schwedische Besatzung, Neukloster für 100 Jahre an Mecklenburg-Schwerin zu verpachten. Nach Ablauf dieser Zeitspanne wurde Neukloster (und jene anderen schwedischen Ländereien auf heutigem mecklenburgischen Grund und Boden) Mecklenburg wieder angegliedert.
Neuklosters lokale Bedeutung stieg, als man 1862 das Lehrerseminar von Ludwigslust in die Kleinstadt holte. Zwei Jahre später wurde auch die Landesblindenanstalt in Neukloster eröffnet. Der Zuzug nach Neukloster nahm rasch zu, die Einwohnerzahlen stiegen ständig, Handwerk und Gewerbe florierten. 1887 wurde Neukloster über die Wismar-Karower Eisenbahn an das regionale Bahnnetz angeschlossen.
Neukloster erhielt im Jahre 1938 das Stadtrecht; die Einwohnerzahlen verdoppelten sich in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg von ungefähr 2500 auf fast 5000, ein Bereich, in dem sie sich heute noch bewegen.
In den Jahren der DDR veränderte sich das Bild Neuklosters enorm und Neukloster erhielt ein kleinstädtisches Aussehen. Durch den Zuzug wurde in Neukloster viel gebaut, die meisten der damals errichteten Häuser bestimmen heute noch das Stadtbild. Damals entstanden unter anderem ein Zeltplatz, eine Bibliothek, ein Kino, ein Altersheim, ein Stadion, Schulen, ein Kindergarten, das Gebäude der Katholischen Kirche und der Marktplatz.
Die Innenstadt wurde unter anderem im Rahmen der Städtebauförderung seit 1991 gründlich saniert.
Das Wappen wurde am 16. August 1903 von Friedrich Franz IV., Großherzog von Mecklenburg-Schwerin verliehen und unter der Nr. 78 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.
Blasonierung: „Gespalten; vorn in Gold ein halber, hersehender schwarzer Stierkopf mit silbernen Hörnern, goldener Krone, aufgerissenem Maul, ausgeschlagener roter Zunge und abgerissenem Halsfell am Spalt; hinten in Rot ein schrägrechter silberner Äbtissinnenstab mit goldener Krümme, begleitet oben und unten von je einer silbernen Lilie.“
Das Wappen wurde 1993 von dem Wismarer Roland Bornschein neu gezeichnet.
Die Flagge der Stadt Neukloster zeigt in zehn Längsstreifen gleicher Breite abwechselnd die Farben Gold und Rot, in einem Querstreifen längs des Flaggenstocks, der etwa ein Fünftel der Flaggenlänge einnimmt, die Farbe Schwarz und in der Mitte des von Rot und Gold längsgestreiften Feldes das Stadtwappen.
Im Klosterkirche, erbaut um 1219, befinden sich wertvolle Ausstattungsstücke der gotischen Zeit, so ein Marienaltar und die zweitältesten farbigen Kirchenfenster Nordeuropas. Von den Klostergebäuden sind das ehemalige Propsteigebäude und der in den 1990er Jahren wiederhergestellt Glockenturm erhalten. Sehenswert sind das Fischerhaus und die im 19. Jahrhundert erbauten Gebäude der Schulen und des Rehabilitationszentrums für Blinde und Sehbehinderte.
In Neukloster ist das Blasorchester Klasbachtaler Blasmusik e.V., was 1959 gegründet wurde und seinen Namen von dem Tal des am östlichen Stadtrand Neuklosters fließenden Baches hat.
Am Sonnenberg erinnert seit 1951 ein Ehrenmal an die Opfer des Faschismus.
Neukloster verfügt neben Geschäften in der Innenstadt über zwei Industrie- und Gewerbegebiete. Eines davon ist bereits voll ausgebaut und durch Firmen bebaut, das andere ist derzeit in einer Plan- und Bauphase.
Neukloster ist über den gleichnamigen Autobahnanschluss an der Bundesautobahn 20 erreichbar. Die Bundesstraße 192 (Wismar–Neubrandenburg) führt drei Kilometer westlich an der Stadt vorbei. Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Hornstorf an der Bahnstrecke Wismar–Rostock und Blankenberg an der Bahnstrecke Hagenow–Rostock. Der Direktanschluss an die Bahnstrecke Wismar–Karow wurde nach der Wende stillgelegt und in Folge des Baus der Autobahn 20 zurückgebaut.
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