Der Netzekreis ist ein ehemaliger Landkreis in der Grenzmark Posen-Westpreußen und bestand in der Zeit zwischen 1919 und 1945. Verwaltungssitz war die Kreisstadt Schönlanke.
Der Netzekreis umfasste am 1. Januar 1945:
Die Landschaft des Kreises wurde von der Eiszeit geprägt. Das Urstromtal der Netze im Süden bildete die südliche Kreisgrenze.
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Der Netzedistrikt kam mit der ersten polnischen Teilung im Jahre 1772 zu Preußen. 1807-1815 gehörte das Gebiet vorübergehend zum Herzogtum Warschau und seit 1815 zur preußischen Provinz Westpreußen.
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurden bereits vor Abschluss eines Friedensvertrages große Teile der preußischen Provinz Posen durch polnische Freischärler besetzt.
Vom 2. August 1919 ab wurden die restlichen deutsch verbliebenen Teile der Kreise Czarnikau, Filehne und Kolmar i. Posen vorläufig von Schönlanke aus gemeinsam verwaltet. Am 20. November 1919 wurden die Restkreise Czarnikau, Filehne und Kolmar i. Posen der neuen Regierungsstelle in Schneidemühl (Verwaltungsbezirk Grenzmark Westpreußen-Posen) unterstellt. Ihr Zusammenschluss zum neuen Netzekreis erfolgte am 15. Dezember 1919.
Zum 10. Januar 1920 trat der Versailler Vertrag in Kraft, wonach jetzt auch förmlich alle Gebiete der früheren Kreise Czarnikau, Filehne und Kolmar i. Posen südlich der Netze polnisch wurden.
Zum 11. Januar 1921 wurde der Verwaltungsbezirk „Grenzmark Westpreußen-Posen“ in „Grenzmark Posen-Westpreußen“ umbenannt. Am 1. Juli 1922 konnten endgültige Regelungen hinsichtlich der Reste der Provinz Posen getroffen werden. Es wurde die neue preußische Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen gebildet, in die der Netzekreis eingegliedert wurde. Dieser trat am 1. August 1922 zum neuen Regierungsbezirk Schneidemühl.
Zum 30. September 1929 fand im Netzekreis entsprechend der Entwicklung im übrigen Preußen eine Gebietsreform statt, bei der fast alle bisher selbstständigen Gutsbezirke aufgelöst und benachbarten Landgemeinden zugeteilt wurden.
Am. 1. Oktober 1938 wurde der Netzekreis nach der Auflösung der Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen in die Provinz Pommern eingegliedert. Der Regierungsbezirk „Schneidemühl“ erhielt aus Traditionsgründen die Bezeichnung „Grenzmark Posen-Westpreußen“.
Im Frühjahr 1945 wurde das Kreisgebiet durch die Rote Armee erobert und anschließend unter polnische Verwaltung gestellt.
Die Netzekreis gliederte sich zunächst in die Stadtgemeinde Schönlanke, in Landgemeinden und – bis zu deren nahezu vollständigen Auflösung – in selbstständige Gutsbezirke.
Mit Einführung des preußischen Gemeindeverfassungsgesetzes vom 15. Dezember 1933 sowie der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 wurde zum 1. April 1935 das Führerprinzip auf Gemeindeebene durchgesetzt.
1936 erhielt die Gemeinde Lukatz-Kreuz die Bezeichnung Stadt Kreuz (Ostbahn). Im gleichen Jahr erhielt die Stadt Schönlanke die Bezeichnung „Kreisstadt“.
Entsprechend dem früheren Posener Recht waren die Gemeinden nicht in Amtsbezirken, sondern in wesentlich größeren Polizeidistrikten zusammengefasst.
Die durchweg deutschen Ortsnamen wurden bis 1945 beibehalten. Die Namen der von der Netze zerschnittenen Restgebiete der 1920 an Polen abgetretenen Städte Czarnikau, Filehne und Usch wurden wie folgt verändert:
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."