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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Direktionsbezirk: | Leipzig | |
| Landkreis: | Leipzig | |
| Höhe: | 140 m ü. NN | |
| Fläche: | 39,94 km² | |
| Einwohner: | 4021 (31. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 101 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 04685 | |
| Vorwahl: | 034382 | |
| Kfz-Kennzeichen: | L (alt: MTL) | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 7 29 310 | |
| Stadtgliederung: | 15 Ortschaften | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Hauptstr. 18 04685 Nerchau |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Uwe Cieslack | |
Nerchau ist eine Stadt im Landkreis Leipzig in Sachsen und liegt etwa 25 km östlich von Leipzig.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt Nerchau liegt im Tal der Vereinigten Mulde im Landkreis Leipzig in Sachsen.
Die zugehörigen Ortsteile von Nerchau sind Bahren, Cannewitz, Deditz, Denkwitz, Fremdiswalde, Gaudichsroda, Golzern, Gornewitz, Grottewitz, Löbschütz, Schmorditz, Serka, Thümmlitz und Würschwitz.
In der Nähe der Stadt Nerchau führt die Autobahn A 14 vorbei.
Die Stadt Nerchau ist vor allem durch die 1834 von den Gebrüdern Hessel gegründete Farbenfabrik bekannt. 1880 wurde die Produktion über die Aufbereitung von Erdfarben auf die Herstellung anderer Trockenfarben ausgeweitet. Die Nerchauer Farbenwerke beschäftigen zu diesem Zeitpunkt über 100 Mitarbeiter. 1886 wird ebenfalls in Nerchau eine Lackfabrik errichtet, die mit 20 Mitarbeitern Öl- und Lackfarben herstellt. Eines ihrer Produkte, eine weiße Lackfarbe namens "Nerchauer Weiß", erringt weite Bekanntheit. 1906 zerstört ein Großbrand weite Teile des Werks. Die Produktion von Künstlerölfarben beginnt 1929, damals wurden die Tuben noch von Hand abgefüllt. Nach 1945 werden die Farbenwerke Nerchau verstaatlicht, die Firma heißt nun Vereinigte Farben- und Lackfabrik Nerchau, später VEB Farbenfabrik Nerchau. 1950 zerstört nach der Entzündung von Prozeßgasen ein Brand einen Teil der Anlagen, die jedoch umgehend wieder aufgebaut werden. Im selben Jahr läuft die Produktion der Nerchauer Künstlerölfarben wieder an. In Zusammenarbeit mit der Kunsthochschule Berlin-Weißensee werden die Farben weiterentwickelt. Testweise beginnt die Herstellung von Farben auf Dispersionsbasis. 1957 erweitert sich die Produktpalette durch Ölabtönfarben und PVAC-Plakatfarben. 1965 erhält das Blaue Wunder in Dresden einen Anstrich mit reiner Bleiweiß-Öl-Deckfarbe aus Nerchau. 1969 geht die Firma als Werk des Betriebsverbandes Kali-Chemie Berlin im Kombinat Lacke und Farben auf. Der Betrieb in der Nerchauer Nordstraße spezialisiert sich auf Malfarben, Abtönfarben und Kunststoffeinfärbepasten. 1970 übernimmt der Nerchauer Betrieb die Malfarbenproduktion der traditionsreichen Firma Neisch und Co. in Dresden. Damit erweitert sich das Produktspektrum um Guaschfarben, Temperafarben, Aquarellfarben, Ei-Temperafarben, Lasurfarben und Tuschierfarben. Original Schulmalfarben werden auf der Basis der von der Fa. Neisch übernommenen Guaschfarben hergestellt. Es beginnt die Produktion von Spezial-Schilderölfarben. 1986 erweitert sich die Produktpalette um Stoffmalfarben und Aqua-Linoldruckfarben. Ein erneuter Brand zerstört 1990 das Werk, die Produktion wird im heutigen Werk Nordstraße wieder aufgenommen. 1992 wird das Werk in Nerchau von der Treuhand an die Caparol Firmengruppe verkauft. 1998 beginnt die Herstellung malfertiger Deckfarben. 2003 übernimmt die Betriebsgruppe in Nerchau die Firma MABEF, und kann damit auch Keilrahmen und hochwertige Staffeleien anbieten. Nach dem stetigen Wachstum der Firma wird 2004 auch die zu diesem Zeitpunkt leerstehende und heruntergekommene historische Fabrikantenvilla denkmalgerecht restauriert und als Kommunikationszentrum genutzt.[2]
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