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Als Namensauflösung bezeichnet man die Verfahren, die es ermöglichen Namen, Namen von Rechnern bzw. Diensten in eine vom Computer verarbeitbare Adresse aufzulösen.
Der Mensch merkt sich leichter sprechbare Namen, die Computer müssen hingegen numerische Adressen verwenden. z. B. werden im Internet Namen als Adresse verwendet („www.wikipedia.org“). Der Name muss in eine IP-Adresse aufgelöst werden, damit der Computer die Internetseite erreichen kann. Die Namensauflösung für www.wikipedia.org liefert die IP-Adresse 145.97.39.155 zurück.
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In Netzen mit TCP/IP werden zwei unterschiedliche Typen von Namen unterschieden, der Hostname und der NetBIOS-Name.
Die Hostnamen werden vorwiegend mit dem Domain Name System (DNS) in eine IP-Adresse umgesetzt. Man spricht daher bei der Auflösung des Hostnamens in eine IP-Adresse von der DNS-Namensauflösung.
Um NetBIOS-Namen in IP-Adressen aufzulösen, wird eine NetBIOS-Namensauflösung durchgeführt.
Der Namensauflösungsprozess kann über mehrere Stufen erfolgen. Dabei kommen unterschiedliche Verfahren zum Zuge, bis ein Name in eine Adresse aufgelöst werden konnte.
Der Computer sieht in seinem lokalen Cache nach, ob er diesen Namen schon einmal aufgelöst hat. Wenn ja, befindet sich im Cache die benötigte IP-Adresse, über die er die Verbindung aufbauen kann. Es gibt einen lokalen Cache für NetBIOS-Namen und für Hostnamen.
Bildlicher Vergleich:
Man möchte jemanden anrufen, mit dem man vor kurzem schon einmal telefoniert hat. Also drückt man einfach die Wahlwiederholung, da das Telefon die Nummer noch in einer Art cache gespeichert hat.
Über einen Broadcast im direkt angeschlossenen Netz wird versucht, den Namen ausfindig zu machen. Kommt eine Antwort mit der IP-Adresse zurück, wird der Name in den lokalen Cache eingetragen. Die Verbindung kann über die IP-Adresse aufgebaut werden. Nachteil hierbei ist, dass ein Broadcast nur im selben Netzsegment bleibt und nicht über Router weitergeleitet wird. Es werden nur Namen aus demselben Netzsegment aufgelöst.
Bildlicher Vergleich:
Man ruft im Großraumbüro, in dem man sich befindet, den Namen des Partners, mit dem man telefonieren möchte und bittet um die Telefonnummer. Wenn man diese bekommen hat, kann man den gewünschten Partner anrufen. Nachteil ist, es können nur die Personen erreicht werden, die sich im selben Raum aufhalten.
In Textdateien wird - wie in einer Tabelle - einem Namen die IP-Adresse zugeordnet. Diese Dateien liegen lokal auf dem Rechner vor. Die bekanntesten, die zur Namensauflösung verwendet werden, sind die Dateien hosts und lmhosts.
Die hosts Datei wird für die DNS-Namensauflösung verwendet. Die lmhosts-Datei wird in Netzen, die auf dem LAN-Manager basieren (Microsoft Netz, Samba, Samba-TNG etc.), für die NetBIOS-Namensauflösung verwendet. Die hosts Datei findet man bei UNIX-artigen Betriebssystemen unter "/etc/", bei Windows-Systemen unter "C:\WINDOWS\system32\drivers\etc".
Es können auch von Rechnern Namen aufgelöst werden, die sich in einem anderen Netzsegment befinden.
Bildlicher Vergleich:
Man hat sich einen Zettel geschrieben, auf dem die Namen mit den zugehörigen Telefonnummern stehen. Befindet sich die Telefonnummer der Person auf dem Zettel, kann man sie anrufen. Es können außerdem Personen erreicht werden, die nicht im selben Raum sind.
Auf einem Rechner im Netz wird ein Dienst eingerichtet. Diesem Dienst werden die im Netz verwendeten Namen und die dazugehörigen IP-Adressen mitgeteilt. Die Liste kann statisch durch manuelle Konfiguration erweitert werden, aber auch eine dynamische Aktualisierung ist möglich. So kann z. B. ein Rechner beim Systemstart sich automatisch beim Dienst melden und seinen Namen mit der IP-Adresse mitteilen. Der Rechner muss nur noch die IP-Adresse kennen, über die der Dienst erreichbar ist. Möchte er nun zu einem Namen die IP-Adresse wissen, fragt er direkt den Dienst.
Es können auch von Rechnern Namen aufgelöst werden, die sich in einem anderen Netzsegment befinden.
In TCP/IP-Netzen werden zwei Dienste zur Namensauflösung verwendet.
Die Auflösung von Host-Namen übernimmt der DNS-Server. Erst in der jüngeren Generation, (bei Microsoft seit Windows 2000) kann der DNS-Server dynamisch seine Informationen aktualisieren. Der Computer bekommt die IP-Adresse des DNS-Servers durch die DNS Client Konfiguration mitgeteilt.
Die Auflösung von Net-BIOS Namen übernimmt der WINS-Server. Er aktualisiert seine Informationen dynamisch. Die Computer bekommen die Adresse des WINS-Servers durch die WINS-Client-Konfiguration mitgeteilt.
Bildlicher Vergleich:
Man kennt die Telefonnummer der Telefonauskunft. Diese ruft man an, wenn man eine Person sprechen möchte und fragt nach der Telefonnummer der Person. Dynamisch aktualisieren heißt hierbei, dass jeder selber dafür sorgt, dass sein Name und seine Telefonnummer bei der Telefonauskunft hinterlegt werden. Durch diese Verfahren können auch Personen erreicht werden, die nicht im selben Raum sind.
Mit diesem Verfahren kann der Webserver IIS so konfiguriert werden, dass Websites unterschiedlichen Namens dieselbe IP-Adresse haben. Zur Unterscheidung nutzt der Webserver den im Request enthaltenen Host Header.
Bildlicher Vergleich:
Man ruft eine Telefonnummer an, die man auf einem der oben beschriebenen Wege ermittelt hat. Dem sich (unter dieser Nummer) meldenden Gesprächspartner sagt man, wen genau man sprechen möchte.
Die Reihenfolge ist nicht standardisiert, sondern hängt von verschiedenen Faktoren ab.