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Muslimliga

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Disambig-dark.svg Dieser Artikel handelt von der indischen und pakistanischen Partei Muslimliga, zu den deutschen muslimischen Organisationen diesen Namens siehe Deutsche Muslimliga und Deutsche Muslim-Liga Bonn.

Die Muslimliga (Urdu مسلم لیگ) war eine historische politische Partei der Muslime in Indien und ist, in zwei Gruppen gespalten, eine der wichtigsten politischen Parteien im heutigen Pakistan.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Indischer Unabhängigkeitskampf

Die All-India Muslim League wurde 1906 in Dhaka gegründet. Mohammed Ali Jinnah wurde 1916 zum Präsidenten der Muslimliga im britisch beherrschten Indien gewählt. Daraus entwickelte sich eine Partei, die sich seit 1936 zunehmend vom Indischen Nationalkongress abspaltete und auf die Gründung eines unhabhängigen Staates der Muslime hinarbeitete. Jinnah verfasste in diesem Zusammenhang 1940 die sog. Lahore-Resolution. In den Verhandlungen mit den Briten über die Unabhängigkeit Indiens setze er 1947 die Teilung des indischen Subkontinents in das überwiegend von Hindus bewohnte Indien und den moslemischen Staat Pakistan im Industal und der Gangesmündung durch. Im Zuge der Teilung verließen über 4 Millionen Muslime das heutige Indien, während ca. 7 Millionen Hindus und Sikhs das Staatsgebiet von Pakistan verließen. Es wird vermutet, dass bei Gewaltakten und durch die Strapazen während der Flucht bis zu 750.000 Menschen ihr Leben verloren.

[Bearbeiten] Muslimliga in Pakistan

Jinnah war bis zu seinem Tode auch der erste Staatschef von Pakistan. 1954 verlor die bis dahin in Pakistan regierende Muslimliga bei den Regionalwahlen in Ostpakistan gegen die oppositionelle Awami-Liga. Iskander Mirza wurde als Gouverneur von Ostpakistan eingesetzt. Am 23. März 1956 trat die erste pakistanische Verfassung in Kraft, Mirza wurde erster Präsident der Islamischen Republik Pakistan. Zwischen 1958 und 1972 herrschte in Pakistan das Kriegsrecht. 1971 nach der Niederlage (West-)Pakistans im Sezessionskrieg gegen Bangladesch (das frühere Ostpakistan) kam Zulfikar Ali Bhutto und dessen Pakistanische Volkspartei (PPP) an die Macht. 1977 putschte nach Protesten der Muslimliga und der Pakistan National Alliance (PNA) der Oberbefehlshaber der Streitkräfte General Mohammed Zia ul-Haq. Nach dem Tod Zia ul-Haqs im August 1988 und dem Wahlgewinn der PPP unter Benazir Bhutto gewann bei den Wahlen im Oktober 1990 das von der Muslimliga dominierte Parteienbündnis „Islamische Demokratische Allianz“ unter dessen Führer Nawaz Sharif. Nach dessen Absetzung 1993 wurde Benazir Bhutto wieder Premierministerin. Bei den Parlamentswahlen 1997 errang die Muslimliga die absolute Mehrheit. Am 12. Oktober 1999 wurde Nawaz Sharif durch den Generalstabschef des Heeres Pervez Musharraf durch einen unblutigen Putsch abgesetzt. Aus den Parlamentswahlen 2002 wurde eine dem Staatspräsidenten Pervez Musharraf nahe stehende Abspaltung der Muslim-Liga, die Pakistan Muslim League Quaid-e-Azam (PML-Q) stärkste Fraktion. Die Muslimliga Nawaz Sharifs (PML-N) ist nur noch eine Splitterpartei.

Bei den Parlamentswahlen 2008 wurde die PML-N jedoch zweitstärkste Kraft hinter der PPP.

[Bearbeiten] Muslimliga in Indien

Die Muslimliga (als Indian Union Muslim League) ist auch nach der Teilung des indischen Subkontinents eine politische Partei in der Republik Indien. Die stärkste Unterstützung hat die Partei in Kerala, wo sie mehrfach die Regierung stellte. Sie ist heute Teil der in Indien regierenden United Progressive Alliance unter Sonia Gandhi.

[Bearbeiten] Weblinks

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