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Murr (Gemeinde)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Murr
Murr (Gemeinde)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Murr hervorgehoben
48.9636111111119.2588888888889203
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Ludwigsburg
Höhe: 203 m ü. NN
Fläche: 7,8 km²
Einwohner:

6.215 (31. Dez. 2008)[1]

Bevölkerungsdichte: 797 Einwohner je km²
Postleitzahl: 71711
Vorwahl: 07144
Kfz-Kennzeichen: LB
Gemeindeschlüssel: 08 1 18 054
Adresse der Gemeindeverwaltung: Hindenburgstraße 60
71711 Murr
Webpräsenz: www.gemeinde-murr.de
Bürgermeister: Manfred Hollenbach
Lage der Gemeinde Murr im Landkreis Ludwigsburg
Erdmannhausen Erdmannhausen Remseck am Neckar Schwieberdingen Marbach am Neckar Marbach am Neckar Marbach am Neckar Marbach am Neckar Oberstenfeld Oberstenfeld Mundelsheim Mundelsheim Affalterbach Asperg Benningen am Neckar Besigheim Besigheim Bönnigheim Erligheim Freudental Gemmrigheim Großbottwar Großbottwar Hessigheim Löchgau Murr (Gemeinde) Murr (Gemeinde) Pleidelsheim Pleidelsheim Steinheim an der Murr Tamm Walheim Ingersheim Freiberg am Neckar Bietigheim-Bissingen Bietigheim-Bissingen Ditzingen Eberdingen Kornwestheim Möglingen Oberriexingen Sersheim Vaihingen an der Enz Sachsenheim Korntal-Münchingen Ludwigsburg Markgröningen Hemmingen Gerlingen Kirchheim am NeckarKarte
Über dieses Bild
Murr liegt zwischen Hügeln mit Felder und Weinbergen
Der Ortskern mit Kirche, von der Murr her gesehen

Murr ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

[Bearbeiten] Geographische Lage

Murr liegt im Naturraum Neckarbecken in 196 bis 261 Meter Höhe an der Murr, zwei Kilometer vor deren Mündung in den Neckar und etwa 12 km nördlich von der Kreisstadt Ludwigsburg entfernt. Eine unbewohnte Exklave im Hardtwald bei Rielingshausen wird dem Naturraum Schwäbisch-Fränkische Waldberge zugerechnet.[2]

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind im Westen Pleidelsheim, Marbach im Süden und Benningen am Neckar im Südwesten, sowie Steinheim an der Murr im Osten, das unmittelbar in das Gemeindegebiet von Murr übergeht.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Zu Murr gehören der Ort Murr und das Gehöft Sonnenhof.[3]

[Bearbeiten] Geschichte

Das untere Murrtal, und damit auch das Gebiet der Gemeinde Murr, ist schon seit Jahrtausenden besiedelt. Erste Bodenfunde stammen aus der Jungsteinzeit und reichen bis zur Römerzeit. Ein römischer Weihestein bezeugt um 200 n.Chr. erstmals die „Dorfbewohner an der Murr“. Der heutige Ort geht auf eine alamannische Siedlung zurück und wird urkundlich erstmals 972 genannt. Im 13. Jahrhundert war Murr Sitz eines bischöflich-speyerischen Landkapitels und kam 1302 an Württemberg. Murr, das vom 15. Jahrhundert bis 1938 zum Amt/Oberamt Marbach gehörte, war neben Marbach und Steinheim Sitz des letztmals 1839 tagenden Hardtgerichts. Von 1517 bis 1871 wurde Scheiterholz aus dem Schwäbisch-fränkischen Wald auf der Murr bis zur früheren Floßbrücke geflößt, wo sich ein großer Lagerplatz befand. Bis ins 20. Jahrhundert war Murr ein landwirtschaftlich geprägter Ort mit Straßendorfcharakter an der alten Überlandstraße von Ludwigsburg durch das Bottwartal nach Heilbronn.

[Bearbeiten] Religionen

Seit Einführung der Reformation in Württemberg ist auch Murr protestantisch geprägt. So gibt es auch heute noch eine evangelische Gemeinde im Ort, während die Katholiken zum Gottesdienst nach Steinheim an der Murr fahren müssen.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Nach der letzten Kommunalwahl am 7. Juni 2009 hat der Gemeinderat 14 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 59,76%. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  FWV1 6 Sitze (43,6%)
  CDU 4 Sitze (29,5%)
  SPD 4 Sitze (26,9%)

Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

1Freie Wählervereinigung Murr


[Bearbeiten] Wappen und Flagge

Das Gemeindewappen ist unter goldenem Schildhaupt, darin eine schwarze Hirschstange, von Gold und Rot gespalten, vorne ein roter Kelch, hinten ein aufgerichtetes goldenes Hifthorn mit zur Spaltung weisender grüner Fessel. Die Gemeindeflagge ist rot-gelb und wurde am 18. April 1980 verliehen.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Landwirtschaft und Weinbau waren bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts die Haupterwerbsquellen. Die Lagen gehören zur Großlage Schalkstein im Bereich Württembergisch Unterland des Weinbaugebietes Württemberg. Heute bewirtschaften nur noch wenige Landwirte etwa 400 ha Fläche. Jedoch hat die Gärtnerei, bedingt durch die Nähe zu den großen Absatzmärkten des mittleren Neckarraums, eine gewisse Bedeutung erlangt.

Waren es in den 1950er Jahren nur wenige Handwerks- und Industriebetriebe die Arbeit am Ort boten, so hat sich deren Zahl stark vergrößert. Heute sind nahezu alle Branchen in einem rund 30 ha großen Industriegebiet in Autobahnnähe vertreten: Vom Fertighausbau bis zum Maschinenbau; etwa 2000 Arbeitsplätze gibt es in Murr.

altes Empfangsgebäude des Bahnhofs in Murr

[Bearbeiten] Verkehr

Murr ist durch die drei Kilometer entfernte Anschlussstelle Pleidelsheim der Bundesautobahn 81 gut an das überregionale Straßennetz angebunden.

Der nächste Bahnhof (mit der Linie S 4 der S-Bahn Stuttgart) befindet sich im vier Kilometer entfernten Marbach, wohin es eine Busverbindung (Linie 460) gibt.

Bis 1968 hatte Murr einen Bahnhof an der schmalspurigen Bottwartalbahn von Marbach nach Heilbronn Süd. Beim Empfangsgebäude handelt es sich um einen nachträglich aufgestockten württembergischen Einheitsbahnhof vom Typ I.[4]

[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen

Es gibt ein Alten- und Pflegeheim der kreiseigenen Kleeblatt Pflegeheime.

[Bearbeiten] Bildung

Murr verfügt über eine eigene Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. Für die kleinsten Einwohner gibt es drei Kindergärten.

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Murr – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2008 (Hilfe dazu)
  2. Naturräume Baden-Württembergs. Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, Stuttgart 2009
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 458–459
  4. Rainer Stein: Der württembergische Einheitsbahnhof auf Nebenbahnen. In: Eisenbahn-Journal Württemberg-Report. Band 1, Nr. V/96, Merker, Fürstenfeldbruck 1996, ISBN 3-922404-96-0, S. 80–83.
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