| Stadt
Mosdok
Моздок
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Mosdok (russisch Моздок, ossetisch Мæздæг/ Mæsdæg) ist eine Stadt in der südrussischen Republik Nordossetien-Alanien mit 41.270 Einwohnern (Berechnung 2006).
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt liegt nordöstlich des Großen Kaukasus, am Südrand der Terek-Kuma-Niederung, etwa 90 km nördlich der Republikhauptstadt Wladikawkas am hohen linken Ufer des Terek.
Mosdok ist Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons.
Die Stadt liegt an der als Abkürzung der Hauptstrecke der Nordkaukasus-Eisenbahn 1915 eröffneteten Eisenbahnstrecke Prochladny–Gudermes. Nachdem die Ursprungsstrecke über Grosny in Folge der Tschetschenienkriege unbefahrbar wurde, ist dies die einzige Direktverbindung von Rostow am Don in Richtung Machatschkala und Baku.
Im Jahr 1759 nahm der Herrscher der sogenannten „Kleinen Kabardei“, Kurgoka Kantschokin, das Christentum an (orthodoxer Taufname Andrei Iwanow), unterwarf sich dem Russischen Reich und siedelte sich mit gut 100 Kabardinern und Osseten in den zu dieser Zeit dichten Wäldern des Terektals an. Die befestigte Siedlung wurde nach der Gegend benannt, kabardinisch mes degu für tiefer Wald. 1763 wurde eine Festung erbaut, die 1765 als Mosdok das Stadtrecht erhielt.
1770 wurden 517 Kosakenfamilien von der Wolga in die Gegend von Mosdok umgesiedelt und das Mosdoker Kosakenregiment der Terekkosaken gegründet. 1772 war in Mosdok kurzzeitig der Donkosake Jemeljan Pugatschow inhaftiert, konnte jedoch aus dem Gefängnis fliehen und wurde wenig später Anführer des Bauernaufstandes im Wolga-Ural-Gebiet. Im gleichen Jahr besuchte der deutsche Naturforscher Samuel Gottlieb Gmelin die Stadt.
1777 begann an der damaligen Südgrenze des Russischen Reiches die Errichtung der Asow-Mosdoker Verteidigungslinie, dessen östlicher Endpunkt die Festung Mosdok wurde.
1785 wird Mosdok Verwaltungszentrum eines Kreises (Ujesds) der Statthalterschaft Kaukasus, 1822 - der Oblast Kaukasus. In dieser Zeit ist Mosdok eines der wichtigsten Handelszentren der Region, in dem u.a. der jährliche Mosdoker Herbstmarkt (Mosdokskaja ossennjaja jarmarka) durchgeführt wird.
Als in den 1870er bis 1890er Jahren die Hauptstrecke der Nordkaukasus-Eisenbahn weit südlich um die Stadt herumgeführt wird (über Beslan–Nasran–Grosny), verliert Mosdok seine Bedeutung und den Stadtstatus. 1915 erreicht die Eisenbahn jedoch auch Mosdok, die wirtschaftliche Lage verbessert sich insbesondere nach Beendigung des Russischen Bürgerkrieges, sodass das Stadtrecht 1925 bestätigt wird.
Im Zweiten Weltkrieg wurde Mosdok am 25. August 1942 von den deutschen Truppen eingenommen, die hier den Terek überschritten, und am 24. Januar 1943 von der Roten Armee zurück erobert.
Während der Tschetschenienkriege seit 1994 befinden sich in und um Mosdok einige der wichtigsten Stützpunkte der Russischen Streitkräfte. Am 1. August 2003 starben bei einem Bombenanschlag, vermutlich durch tschetschenische Rebellen, auf das Militärkrankenhaus der Stadt 41 Menschen.
| Jahr | Einwohnerzahlen |
|---|---|
| 1897 | 14.538 * |
| 1939 | 19.100 ** |
| 1959 | 25.600 ** |
| 1979 | 34.400 ** |
| 1989 | 38.037 * |
| 2002 | 42.865 * |
| 2006 | 41.270 |
Anmerkung: * Volkszählung ** Volkszählung (gerundet)
Mosdok besitzt ein Heimatmuseum.
Mosdok ist Zentrum eines Landwirtschaftsgebietes und der Lebensmittelindustrie (Fleisch- und Milcherzeignisse, Brauerei, Weinbau). Daneben Betriebe der Leichtindustrie (Gardinen, Kartonagen) und der Bauwirtschaft.
Hauptstadt: Wladikawkas
Alagir | Ardon | Beslan | Digora | Elchotowo | Mosdok | Oktjabrskoje | Sawodskoi
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."