Mit Morgenland werden jene Erdteile bezeichnet, welche im Osten (in Richtung der aufgehenden Sonne) liegen. Gemeint ist speziell der Nahe Osten, obwohl ältere Definitionen auch den Fernen Osten einschließen. Der Gegensatz ist das Abendland.
Traditionell wurde vielerorts der „Lauf“ der Sonne als Hilfe bei der geografischen Orientierung verwendet. Dies zeigt sich an der an der griechischen Bezeichnung Anatole (= Aufgang), die als Synonym für östlich gelegene Gebiete verwendet wurde (daraus leitet sich die türkische Bezeichnung Anatolien ab). Auch im Lateinischen wurden die Begrifflichkeiten Orient (oriens = aufgehend) und Okzident benutzt, um geografische Angaben zu spezifizieren. Auch die Bezeichnung Maghreb (arab.: مغرب „Westen“, abgeleitet vom Verb gharaba = untergehen) folgt diesem Muster, ebenso das Italienische Levante (= Aufgang) für die Länder des östlichen Mittelmeers.
Ins Deutsche wurde die Bezeichnung eingeführt durch Martin Luther, der in seiner Bibelübersetzung einen bei Matthäus erwähnten Terminus als Die Weisen aus dem Morgenland (wieder aus dem griechischen Anatole) wörtlich übersetzte.
Später verwendete Hermann Hesse den Begriff in seinem Roman „Morgenlandfahrt“ in einem eher kulturellen Kontext. Heute klingt der Begriff Morgenland etwas veraltet, findet sich aber in abgewandelter Form nach wie vor bei der Bezeichnung Land der aufgehenden Sonne (für Japan). Die lateinischen Termini Orient und Okzident finden jedoch nach wie vor häufig Verwendung.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."