Maupihaa (auch als Mopihaa oder Mopelia bekannt) ist ein Atoll der Gesellschaftsinseln im Pazifischen Ozean. Es ist das südlichste Atoll der „Inseln unter dem Winde“.
Politisch gehört Maupihaa zum französischen Überseeland (Pays d'outre-mer - POM) Französisch-Polynesien und ist damit der EU angegliedert. Die Insel wird von einer Unterabteilung (Subdivision administrative des Îles Sous-le-vent) des Hochkommissariats von Französisch-Polynesien (Haut-commissariat de la République en Polynésie française) mit Sitz in Papeete verwaltet.
Maupihaa ist eine Teilgemeinde (Commune associée) der Gemeinde Maupiti (Commune de Maupiti).
Das Atoll weist einen Durchmesser von etwa 8 km sowie eine Landfläche von etwa 2,6 km²[1] auf. Die bis zu 40 m tiefe Lagune ist dabei nahezu vollständig von einem Saumriff umgeben, auf dem mehrere Motus liegen. Das Atoll ist unbewohnt (Stand: 2002), auf dem langgezogenen Motu Maupihaa im Osten des Atolls gibt es allerdings die Reste eines kleinen Dorfes, das 1985 noch 10 Einwohner[2] hatte.
Das Atoll wurde 1767 von dem Briten Samuel Wallis für Europa entdeckt.
Im Ersten Weltkrieg, am 2. August 1917, strandete der deutsche Hilfskreuzer Seeadler des „Seeteufels“ Felix Graf von Luckner am Saumriff von Maupihaa. Zu dieser Zeit lebten auf der Insel nur drei Polynesier, die für eine Gesellschaft auf Tahiti Kokosnüsse sammelten und zu Kopra verarbeiteten. 64 Besatzungsmitglieder der Seeadler und 47 Gefangene - Mannschaften und Passagiere der zuvor gekaperten Schiffe - lebten mit den Polynesiern mehrere Monate friedlich auf Maupihaa zusammen. Luckner ließ alsbald das Beiboot instand setzen und segelte mit einigen Besatzungsmitgliedern 22 Tage zu den Fidschi-Inseln. Er plante, dort ein Schiff zu kapern, nach Maupihaa zurückzukehren und die übrige Mannschaft zu retten. Auf der kleinen Fidschi-Insel Katafanga geriet er jedoch in Gefangenschaft.
Den zurückgebliebenen Deutschen gelang es, den Kopra-Schoner Lutèce zu kapern. Sie tauften ihn um in Fortuna, ließen die Kriegsgefangenen - mit ausreichenden Vorräten versehen - auf Maupihaa zurück und segelten zur Osterinsel, wo das Schiff in der starken Brandung auf die Klippen trieb und sank. [3] Nachdem die Mannschaft vier Monate auf der Osterinsel verbracht hatte, wurde sie in das neutrale Chile verschifft und dort bis zum Kriegsende arretiert. Die Beute von Luckners Kaperfahrten im Pazifik soll angeblich heute noch auf Maupihaa vergraben sein.[4]
Koordinaten: 16° 48' S, 153° 57' W
Inseln über dem Winde (Îles du Vent): Maiao | Mehetia | Moorea | Tahiti | Tetiaroa
Inseln unter dem Winde (Îles Sous-le-Vent): Bora Bora | Huahine | Manuae | Maupihaa | Maupiti | Motu One | Raiatea | Tahaa | Tupai
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."