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Als Mittelwasser (abgekürzt MW) bezeichnet man in der Nautik (Seefahrt), Ozeanografie und Hydrologie die über längere Zeit gemittelte Höhe des Wasserspiegels (Wasserstand) an einem ausgewählten Punkt eines Gewässers. Für eine verlässliche Berechnung muss der Pegelstand dieses Messpunktes über einige Jahre bis Jahrzehnte beobachtet oder automatisch registriert werden, was heute mit digitalisierten Schreibpegeln erfolgt.
Für die Berechnung des Mittelwassers gibt es allerdings mehrere Vorgangsweisen:
Am meisten verbreitet ist die 2.Methode (siehe auch integraler Mittelwert, während die 3.Methode annähernd dem Median der Messwerte entspricht. Die vierte ist für Technik und Kraftwerke von Bedeutung - siehe auch Scheitelwert. Dieser beträgt bei der Donaumündung etwa 6.200 m³ und beim Rhein 2.300 m³ pro Sekunde.
Die Schwankungen im Wasserstand werden bei Flüssen vor allem durch die jährliche Schneeschmelze und die saisonale Verteilung der Niederschläge verursacht. Doch auch topografische Besonderheiten spielen eine Rolle, etwa wenn ein Gebirgsfluss oder Strom ein längeres Durchbruchstal zu überwinden hat. Beispielsweise kann der Donaudurchfluss in der Engstrecke des Banater Gebirges so stark gehemmt sein, dass sich der Wasserstau den flussaufwärts mündenden Nebenflüssen mitteilt, insbesondere dem flachen Unterlauf der Theiß.
Die Schwankungen des Meeresspiegels hängen einerseits von den täglichen Gezeiten ab, andererseits von ozeanografischen und meteorologischen Gegebenheiten wie veränderlichen Meeresströmungen und den vom Wind verursachten Driftströmen.
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