| Einheit | |
|---|---|
| Norm | SI-Einheitensystem |
| Einheitenname | Meter |
| Einheitenzeichen | m |
| Beschriebene Größe(n) | Länge; Breite; Höhe, Tiefe; Dicke, Schichtdicke; Radius, Abstand; Durchmesser |
| Größensymbol(e) | l, s, b, h, d, r etc. |
| Dimensionsname | Länge |
| Dimensionssymbol | L |
| In SI-Einheiten | SI-Basiseinheit |
| In CGS-Einheiten | 1 m = 102 cm |
| In Planck-Einheiten | 1 m = 6,3·1034 |
| Benannt nach | griech. métron, Maß |
Der oder das Meter[1] ist die SI-Basiseinheit der Länge. Das Einheitenzeichen des Meters ist der Kleinbuchstabe „m“. Für dezimale Vielfache und Teile des Meters gelten die internationalen Vorsätze für Maßeinheiten.
Die Bezeichnung Meter leitet sich vom griechischen Wort μέτρον (metron) für „Maß, -messer“ ab.
Inhaltsverzeichnis |
Durch die 17. Generalkonferenz für Maße und Gewichte wurde ein Meter 1983 als „die Strecke, die das Licht im Vakuum in einer Zeit von 1 / 299.792.458 Sekunde zurücklegt“ definiert.
Statt auf einer aufzubewahrenden Maßverkörperung („Prototyp“ wie beim Kilogramm) beruht die Definition des Meters auf einer Zeitmessung. Dies erfolgte, weil die Definition der Sekunde (SI-Einheit der Zeit) als atomares Zeitnormal gelang, somit beide Einheiten unabhängig von verkörperten Maßen bestimmt werden können und sich damit die Realisierungsgenauigkeit des Meters verbessern lässt.
Eine Folge dieser Definition ist, dass die Vakuum-Lichtgeschwindigkeit c0 nun einen exakten Wert in SI-Einheiten aufweist; somit sind experimentelle Ermittlungen von c0 in SI-Einheiten nicht mehr sinnvoll. Der seit der Neudefinition des Meters 1983 festgelegte Wert beträgt exakt 299 792 458 m/s. Die Festlegung von c0 auf diesen Wert wurde schon 8 Jahre früher, nämlich auf der 15. CGPM 1975, empfohlen. Davor betrug der (nach CODATA 1973) allgemein empfohlene Schätzwert c0 = 299 792 458,0 (1,2) m/s und war demnach mit einer relativen Standardabweichung von 4 × 10−9 behaftet. Der Schätzwert der Länge, die das Licht im Vakuum in einer Sekunde zurücklegt, wurde auf ganze Meter gerundet und fixiert. Ähnlich wurde 1948 bei der Definition des Ampere vorgegangen, die eine exakte Festlegung der magnetischen Feldkonstante beinhaltet. Möglicherweise ist künftig auch für weitere Naturkonstanten bzw. Basiseinheiten mit einer solchen Vorgehensweise zu rechnen.
Der Definition des Meters gingen einige Vorschläge voraus, eine universelle Längeneinheit zu definieren, die nicht – wie vorher oft üblich – von der Länge menschlicher Gliedmaßen (Fuß, Elle) abgeleitet war. So schlug der Abt Jean Picard 1668 als Längeneinheit das Sekundenpendel vor – also die Länge jenes Pendels, das eine halbe Periodendauer von einer Sekunde hat. Im Schwerefeld von Europa hätte ein solches Pendel die Länge von etwa 0,994 m und käme damit der heutigen Definition eines Meters ziemlich nahe. Der Begriff Meter für diese Längeneinheit wurde bereits 1675 von Tito Livio Burattini verwendet. Er bezeichnete die Länge des Sekundenpendels als Metro Cattolico (allgemeines Maß; „Cattolico“ hier in der griechischen Grundbedeutung von καθολικος, das Ganze betreffend, allgemeingültig).
Maßgebend für eine internationale Längeneinheit wurde dann aber nicht das Sekundenpendel, sondern die Erdfigur. 1735 entsandte die Pariser Akademie zwei Expeditionen zur Gradmessung nach Peru und Lappland, um die genauen Abmessungen der Erde festzustellen. Im Jahr 1793 setzte dann der französische Nationalkonvent – neben einem neuen Kalender – auch ein neues Längenmaß fest: Der Meter sollte den 10-millionsten Teil des Erdquadranten auf dem Meridian von Paris betragen – also den zehnmillionsten Teil der Entfernung vom Pol zum Äquator. Ein Prototyp dieses Meters wurde 1795 in Messing gegossen. Er erwies sich später als außerordentlich genau – nämlich, gemessen am gesteckten Ziel, um nur 0,013 % oder 0,13 Millimeter zu lang.
Zwischen 1792 und 1799 bestimmten Delambre und Méchain die Länge des Meridianbogens zwischen Dünkirchen und Barcelona. Aus einer Kombination mit den Peru-Lappland-Resultaten ergab sich ein neuer Wert, der 1799 für verbindlich erklärt und als ein Platinstab, den Urmeter realisiert wurde. Im 19. Jahrhundert kamen allerdings genauere Vermessungen der Erde zum Ergebnis, dass der Urmeter etwa 0,02 % zu kurz geraten war. Dennoch wurde bis heute an dem 1799 definierten Meter festgehalten – mit dem Ergebnis, dass der Erdmeridianquadrant nicht 10.000, sondern 10.001,966 km lang ist. Der Meter richtete sich nicht mehr nach der Vermessung der Erde, sondern entsprach nun – bis 1960 – der Länge eines konkreten Gegenstands. Alle späteren Definitionen hatten nur das Ziel, die Länge des Urmeters präziser zu realisieren, nicht aber, sie zu ändern.
Dies gilt zunächst für den 1889 vom BIPM eingeführten neuen internationalen Meterprototypen, einem Stab mit kreuzförmigem Querschnitt aus einer Platin-Iridium-Legierung im Verhältnis 90:10. Ein Meter wurde festgelegt als der Abstand der Mittelstriche zweier Strichgruppen bei einer Temperatur von 0 °C. Kopien dieses Meterprototyps wurden an die Eichinstitute in vielen Ländern vergeben.
Obgleich bei der Herstellung des Meterprototyps größter Wert auf Haltbarkeit und Unveränderbarkeit gelegt worden war, war doch klar, dass er grundsätzlich vergänglich ist. Auch gab es keine einfache Möglichkeit, die Übereinstimmung der verwendeten Längeneinheit mit dem Urmeter in einem beliebigen physikalischen Labor sofort zu überprüfen.
Um dem Abhilfe zu schaffen, wurde 1960 festgelegt: Ein Meter ist das 1.650.763,73-fache der Wellenlänge der von Atomen des Nuklids 86Kr beim Übergang vom Zustand 5d5 zum Zustand 2p10 ausgesandten, sich im Vakuum ausbreitenden Strahlung. Das Verständnis dieser Definition setzt Kenntnisse in Atomphysik voraus. Waren diese und die nötige Ausrüstung vorhanden, so konnte die Länge von einem Meter damit aber an jeder beliebigen Stelle des Weltalls reproduziert werden. Der Zahlenwert (1.650.763,73) wurde dabei so gewählt, dass das Ergebnis dem bis 1960 gültigen Meter mit denkbar größter Genauigkeit entsprach.
Seit 1983 gilt die noch präzisere, oben genannte Definition.
| Bezeichnung | Einheit | Meter | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| Kilometer | km | 103 m = 1.000 m | |
| Dezimeter | dm | 10-1 m = 0,1 m | |
| Zentimeter | cm | 10-2 m = 0,01 m | Der Zentimeter ist die cgs-Einheit der Länge. Siehe auch: inch |
| Millimeter | mm | 10-3 m = 0,001 m | |
| Mikrometer | µm | 10-6 m = 0,000.001 m | Menschenhaardurchmesser, Kinderflaum: 40 µm, Auflösung Auge: ca. 100 µm |
| Nanometer | nm | 10-9 m | Ein Nanometer entspricht in einem Stück Metall ungefähr einer Strecke von vier benachbarten Atomen oder ist ungefähr 20.000-mal dünner als ein menschliches Haar. Die kleinsten mit einem herkömmlichen Lichtmikroskop erkennbaren Strukturen sind etwa 200–500 nm groß. Zur Untersuchung von Strukturen unterhalb dieser Größe verwendet man zumeist Rasterelektronenmikroskope, Rastertunnelmikroskope, Rasterkraftmikroskope. Mit der STED-Mikroskopie und Transmissionselektronenmikroskopie sind mittlerweile auch Auflösungen bis hin zu 20 nm erreicht worden.
Siehe auch: Nanotechnologie |
| Pikometer | pm | 10-12 m | Das Wasserstoffatom hat als kleineste atomare Einheit einen Atomradius von 37 pm. Große Atome besitzen Radien von über 200 pm.
100 pm entsprechen einem Ångström Die Wellenlänge von Gammastrahlung wird in pm angegeben. |
| Femtometer | fm | 10-15 m | Früher auch Fermi genannt nach dem italienischen Physiker Enrico Fermi. Atomkernradien werden in Femtometern angegeben (Größenordnung: 10 fm). Protonen und Neutronen haben einen Durchmesser von etwa 1,6 fm. Das Fermi ist in Deutschland keine gesetzliche Einheit im Messwesen. |
Das Dekameter wird in der Meteorologie für Höhenangaben verwendet und ist der Namensgeber für die im Kurzwellenfunk üblichen Dekameterwellen.
In Hektometer werden oft die Waffenreichweiten (Schussweite) im Artilleriewesen gemessen. Die Abteilungszeichen der Eisenbahn werden auch Hektometertafeln bzw. -steine genannt.
Myriameter (entspricht 10.000m) wurden zum Beispiel im sächsischen Eisenbahnbau und zur Kilometrierung des Rheins verwendet. Sowohl am Rhein wie etwa auch an der inzwischen stillgelegten Trasse der Windbergbahn finden sich noch Myriametersteine. In Deutschland war der Myriameter niemals eine gesetzliche Einheit, in Frankreich war der Vorsatz myria bis ca. 1960 genormt. An der alten österreichisch-italienischen Grenze in Pontebba steht noch ein Myriameterstein mit der Entfernungsangabe IX 3/10 Myriameter von Klagenfurt sowie XII 1/4 Meilen von Klagenfurt (entspricht österr.-ungar. Postmeilen).
Johannes Hoppe-Blank: Vom metrischen System zum Internationalen Einheitensystem. Physikalisch-Technische Bundesanstalt, Bericht PTB-ATWD-5, Braunschweig 1975
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."