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Als Melancholiker (von altgriechisch: μέλας, gesprochen: melas, deutsch: schwarz und χολή, gesprochen: [kʰo'lɛː], deutsch Galle) wird in der heutigen Umgangssprache, ausgehend von der Temperamentenlehre der Hippokratiker, ein zu Schwermut, Trübsinn und Traurigkeit, Misstrauen und Kritik neigender Mensch bezeichnet. Im positiven Sinn werden ihm auch die Eigenschaften der Verlässlichkeit und Selbstbeherrschung zugeschrieben.
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Hildegard von Bingen schreibt „[Melancholische Frauen] haben mageres Fleisch, dicke Adern, mäßige Knochen und mehr rotblaues als blutfarbenes Blut, und haben ein Antlitz wie mit blauer oder schwarzer Farbe durchsetzt u.s.w.“ [1]
Nach Eysenck ist das melancholische Temperament durch die Kombination von emotionaler Instabilität mit Introversion gekennzeichnet.
Die Entstehung der Charaktereigenschaften eines Menschen wird von der heutigen Persönlichkeitspsychologie allerdings differenzierter beurteilt; an ihrer Ausbildung sind viele andere Faktoren beteiligt.