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Meeresströmungen sind horizontale und vertikale Bewegungen von Wassermassen in den Meeren.
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Meeresströmungen sind Massenströme des Meerwassers. Dabei gibt es sowohl regionale und in kurzen Perioden wechselnde wie die Gezeitenströme als auch kontinuierliche Wasserbewegungen globalen Ausmaßes wie den Golfstrom. Diese großräumigen Meereströmungen werden zusammen auch als Globales Förderband bezeichnet.
Zahlreiche Antriebseffekte und Einflussgrößen bestimmen den Transport von Wassermassen in den Ozeanen. Die Bewegungen in den oberflächennahen Schichten sind oft schon lange bekannt, die in den tieferen Schichten Objekt jüngerer Forschungen. Im Normalfall handelt es sich hierbei um thermohalin bedingte Strömungen. Diese sind in der Regel und besonders bei den größeren Strömungsmustern des globalen Förderbandes recht verlässlich in ihrem Auftreten, können jedoch auch bedingt durch meteorologische und ozeanologische Einflussfaktoren variieren. Meist folgt diese Varianz einem Rhythmus, der sich den Jahreszeiten anpasst und damit von der Variabilität der Sonneneinstrahlung abhängt.
Als Ergebnis werden Wassermassen mit den Eigenschaften des Haupteinflussgebiets in andere Teile der Ozeane verfrachtet oder aufgrund der unterschiedlichen Dichte zum Auf- und Absteigen angeregt.
Der örtliche Verlauf der Meeresströmungen wird, außer von den strömungserzeugenden Kräften, durch die sekundär wirkende Verteilung der Landmassen, die Corioliskraft, die Zentrifugalkraft bei Rotationsbewegungen und die Reibungskraft beeinflusst. Die wichtigsten Größen sind hierbei die Wassertemperatur (Meeresoberflächentemperatur), die Salinität und hieraus resultierend die Dichte des Wassers.
Meeresströmungen werden anhand verschiedener Merkmale unterschieden:
Die Abgrenzungen dieser Einteilung sind teilweise redundant und in der Regel weisen reale Strömungen eine Kombination aus verschiedensten Einflüssen auf.
| Name | Ozean (Meer) | Temperatur
(w = warm; k = kalt) |
|---|---|---|
| Agulhasstrom | Indischer Ozean (Südostafrikanische Küste) | w |
| Antarktischer Zirkumpolarstrom | jeweils im Atlantik, im Pazifik und im Indischen Ozean) | k |
| Antillenstrom | Atlantik | w |
| Äquatorialstrom | Pazifik | w |
| Äquatorialer Gegenstrom | jeweils im Pazifik und Indischen Ozean | w |
| Azorenstrom | Atlantik (Azorenschwelle) | w |
| Benguelastrom | Atlantik (Südwestafrikanische Küste) | k |
| Brasilstrom | Atlantik (Ostbrasilianische Küste) | w |
| Chinesischer Küstenstrom | Pazifik (Ostchinesisches Meer, Südchinesisches Meer) | w |
| Falklandstrom | Atlantik (Falklandinseln) | k |
| Floridastrom | Atlantik (Golf von Mexiko, Floridastraße) | w |
| Golfstrom | Atlantik (Amerikanische Ostküste, Nordatlantik) | w |
| Guineastrom | Atlantik (Golf von Guinea) | w |
| Humboldt-Strom | Pazifik (Südamerikanische Westküste) | k |
| Irmingerstrom | Atlantik (Europäisches Nordmeer) | w |
| Kalifornienstrom | Pazifik (Amerikanische Westküste) | k |
| Kanarenstrom | Atlantik (Westeuropäische und Westafrikanische Küste) | k |
| Kap Hoorn-Strom | Pazifik, Atlantik (Südspitze Südamerikas) | k |
| Karibische Strömung | Atlantik (Karibisches Meer, Golf von Mexiko) | w |
| Kuroshio | Pazifik (Westpazifik, Japanisches Meer) | w |
| Labradorstrom | Atlantik (Atlantik, Neufundlandbecken) | k |
| Mosambikstrom | Indischer Ozean (Straße von Mosambik) | w |
| Nordäquatorialstrom | jeweils im Atlantik, Pazifik und im Indischen Ozean | w |
| Nordatlantischer Strom | Atlantik | w |
| Nordpazifischer Strom | Pazifik | w |
| Norwegischer Strom | Atlantik (Nordsee, Europäisches Nordmeer) | w |
| Ostaustralstrom | Pazifik (Tasmanische See) | w |
| Ost- und Westgrönlandstrom | Atlantik (Atlantik, Europäisches Nordmeer) | k |
| Oyashio-Strom | Pazifik (Beringmeer) | k |
| Portugalstrom | Atlantik (portugiesische Küste) | w |
| Somalstrom | Indischer Ozean (Nordostafrikanische Küste) | w |
| Südäquatorialstrom | jeweils im Atlantik, Pazifik und Indischen Ozean | w |
| Westaustralstrom | Indischer Ozean (Westaustralische Küste) | k |
Im Randbereich der Meeresströmungen kommt es zur Turbulenz, wobei unter der Mitwirkung der Corioliskraft Wirbel (englisch: eddy) mit einem Durchmesser zwischen 20 km und 200 km entstehen. Sie können einige Wochen bis zu mehreren Monaten Bestand haben und dabei Distanzen von vielen hundert Kilometer zurück legen. Mit den Wirbeln wird Meerwasser aus dem Entstehungsgebiet eingeschlossen und so kann beispielsweise warmes Golfstrom-Wasser und salziges, schweres Mittelmeer-Wasser, welches über die Gibraltarschwelle in den Atlantik strömt, in der Fläche verteilt werden. Ein solcher salzreicher Wasserwirbel aus dem Mittelmeer (ein Meddy - Mediterranean eddy) befindet sich typischerweise 600 m unterhalb der Meeresoberfläche und hat einen Durchmesser von 100 km.[1]
Kalte und warme Wasserwirbel können mit Satelliten beobachtet werden, da sie sich durch eine Änderungen in der Höhe des Meeresspiegels bemerkbar machen. Ebenfalls wurde beobachtet, dass Wasserwirbel, bei denen kaltes, nährstoffreiches Meerwasser aus der Tiefe an die Meeresoberfläche gefördert wird, wie ein kurzzeitig bestehendes Auftriebsgebiet wirken. Dadurch vermehrt sich dort explosionsartig Phytoplankton, was ebenfalls mit Satelliten beobachtet werden kann.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."