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Die Medizinische Mikrobiologie ist ein Zweig der Mikrobiologie und befasst sich mit den krankheitserregenden (pathogenen) Mikroorganismen (Bakterien, Pilze, Protozoen).
Inhaltsverzeichnis |
Man unterscheidet die Humanmedizinische Mikrobiologie (Krankheitserreger des Menschen) und die Veterinärmedizinische Mikrobiologie (Krankheitserreger der Tiere). Außerdem kann nach der taxonomischen Gruppe der Krankheitserreger unterschieden werden: Medizinische Bakteriologie, Medizinische Mykologie (Pilze), Medizinische Protozoologie.
Im Vordergrund steht die Erforschung der Struktur und Physiologie der Krankheitserreger (Pathogene), der Wechselbeziehungen zwischen den Pathogenen und ihren Wirten, die Erfassung und der Nachweis der Pathogene (Diagnose) sowie die Therapie und die Prävention der durch Mikroorganismen verursachten Krankheiten.
Da eine Infektion des Wirts mit den Krankheitserregern Voraussetzung für die Manifestation der betreffenden Krankheit ist, spricht man von Infektionskrankheiten.
Nach einem absolvierten Medizinstudium besteht in Deutschland die Möglichkeit, als Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie tätig zu werden. Hierfür bedarf es einer fünfjährigen Weiterbildungszeit:
Die gesamte Weiterbildung kann sowohl in der Klinik als auch bei niedergelassenen Ärzten abgeleistet werden, sofern die entsprechende Weiterbildungsbefugnis vorliegt.
Statistik
Seit 2007 gibt es auch für Biologen die Möglichkeit, ein Zertifikat als „Fach-Naturwissenschaftler für Medizinische Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie (Medizinischer Fachmikrobiologe)“ der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) und des Berufsverbands der Ärzte für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie (BÄMI) zu erwerben.
Mediziner erhalten in Deutschland mit der Approbation als Arzt oder Tierarzt, die Erlaubnis mit pathogenen Erregern zu arbeiten. Biologen müssen diese Kenntnisse durch Bestätigung entsprechend langer „Laborzeiten“ erst nachweisen.
In der folgenden Übersicht werden die medizinisch relevanten Bakterien in einer pragmatischen Einteilung dargestellt. Diese Einteilung entspricht nicht der zur Zeit gültigen Taxonomie auf phylogenetischer Grundlage.