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Marstall (von althochdt.: marahstal, zusammengesetzt aus marah ‚Pferd‘ und stal ‚Stall‘) war ursprünglich eine allgemeine Bezeichnung für Pferdestall. Heute bezeichnet man als Marstall in fürstlichen Hofhaltungen die Gebäude für Pferde, Wagen, Kutschen und Geschirr bzw. die Gesamtheit aller Pferde eines Fürsten.
Vor allem im Barock wurden die Stallbauten prunkvoll ausgeführt. Daran war häufig eine gedeckte Reithalle für eine Hofreitschule angeschlossen.
Dem Marstall stand in der Regel ein hoher adeliger Beamter des Hofstaats vor. In der Hierarchie der Hofämter war er dabei zumeist zwischen Rang 4 und 8 angeordnet. Häufig war diese Aufgabe eine Repräsentationstätigkeit; die eigentliche Tagesarbeit oblag nicht adeligen Leitern. Die Bezeichnung der Position variiert; üblich waren „Marstaller“ (Württemberg), „Oberstallmeister“, „Oberststallmeister“ oder „Großstallmeister“.
In vielen Orten des deutschsprachigen Raums gibt es Gebäude die den Namen Marstall tragen. Einige der bekanntesten sind der Alte und Neue Marstall in Berlin, die heute unter anderem die Berliner Stadtbibliothek beherbergen, der Heidelberger Marstall, in dem heute Einrichtungen der Universität beheimatet sind, der Münchner Marstall, mit dem Theater im Marstall, der alte Münchner Marstall, mit dem Landesamt für Denkmalpflege, der Schweriner Marstall, der heutige Sitz des Technischen Landesmuseums Mecklenburg-Vorpommern. In Österreich hingegen ist die Bezeichnung Marstall für die ehemaligen Hofstallungen in Wien, die heute das MuseumsQuartier bilden, nicht üblich.
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Marstall Weimar |
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