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Maria von Linden

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Maria Gräfin von Linden (* 1869 in Schloss Burgberg, Kreis Heidenheim; † 1936 in Schaan, Liechtenstein) erhielt 1910 als erste Frau an der Universität Bonn den Titel „Professor“.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

1891 legte sie als Externe das Abitur am Stuttgarter Realgymnasium (heute das Dillmann-Gymnasium) ab. Die Zulassung zu Abitursprüfung erlangte sie mit Hilfe ihres Großonkels, des zeitweiligen württembergischen Innen- und Außenministers Josef Freiherr von Linden. Er verhalf ihr auch zur Sondergenehmigung des württembergischen Königs, mit der sie das naturwissenschaftliches Studium an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen 1892 beginnen durfte. Sie war damit der erste weibliche Student dieser Universität und Württembergs. Allerdings war sie nie voll immatrikuliert, sondern erhielt lediglich die Erlaubnis als Gasthörerin Veranstaltungen zu besuchen, und im Falle der Erfolges, die Aussicht, promoviert zu werden. Vom Kanzler der Universität (Karl Heinrich Weizsäcker) wurde sie zu Beginn ihrer Studienzeit persönlich empfangen und mit dem Hinweis, sie solle doch jeden Abend um zehn Uhr zu Bett gehen und „Sie müssen uns eine Ehre machen!“ entlassen. Sie besuchte Veranstaltungen bei Lothar Meyer und Theodor Eimer. Ihre Teilnahme an Lehrveranstaltungen wurde zuweilen humoristisch wahr genommen. So meinte Prof. Eimer im Zusammenhang mit der Entstehung menschlichen Lebens in einer Vorlesung: „Nicht wahr, Gräfle, der Mensch ist aus Dreck geschaffen?“, was sie mit „Jawohl, Herr Professor, aber nur der Mann.“ erwiderte.

An der Tübinger Universität erhielt sie auch 1895 als erste Frau in Deutschland den Titel Scientiae Naturalis Doctor. Danach forschte sie als Assistentin Eimers bis sie 1899 eine Stelle am Hygiene-Institut der Universität Bonn annahm. Dort suchte sie vor allem nach Möglichkeiten der Tuberkulose-Bekämpfung. Sie entdeckte die antiseptische Wirkung von Kupfer, welche dann von der Firma Paul Hartmann in Heidenheim zur Herstellung von sterilem Verband-und Nahtmaterial genutzt wurde.

Im Jahr 1900 wurde sie von der französischen Akademie der Wissenschaften mit dem Da-Gamo-Machado-Preis ausgezeichnet, 1908 als „Abteilungsvorsteher“ mit der Neueinrichtung des Parasitologischen Instituts an der Universität Bonn betraut.

Obwohl Gräfin von Linden aufgrund ihrer Leistungen zum „Titular-Professor“ ernannt wurde, verwehrte ihr der preußische Kulturminister ihr Habilitationsgesuch und das Recht zu lehren. Im Jahre 1999 wurde in Calw-Stammheim das ehemalige Hermann Hesse-Gymnasium nach ihr benannt. 2006 wurde an der Universität Bonn ein neues Frauenförderprogramm entwickelt und trägt seitdem ihren Namen.

[Bearbeiten] Werke

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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"Je rencontre quelques peines, je rencontre beaucoup de joie, c'est parfois une question de chance, souvent une rencontre de choix."
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