Marc Ravalomanana (* 12. Dezember 1949 in Imerinkasinina, Provinz Antananarivo) ist Staatspräsident von Madagaskar.
Ravalomanana trug als Kind für den elterlichen Betrieb Milch aus und verkaufte auf den Straßen der madagassischen Hauptstadt Antananarivo Joghurt. Im Alter von 33 Jahren konnte er den Familienbetrieb mithilfe eines Kredits der Weltbank in eine Großmolkerei umwandeln. Heute ist TIKO das größte Unternehmen des Landes. Ravalomanana verfügt heute über ein weit verzweigtes Industrieimperium, zu dem neben dem Nahrungsmittelkonzern TIKO auch eine Baufirma (ALMA) und der TV- und Rundfunk- Medienkonzern MBS, Malagasy Broadcasting System, sowie die Tageszeitung Le Quotidien gehören. Dieser Umstand hat ihm schon mehrfach den Vergleich mit dem italienischen Politiker Silvio Berlusconi eingebracht.
1999 ging er in die Politik und wurde Oberbürgermeister von Antananarivo. Am 6. Mai 2002 wurde er 52-jährig als Staatspräsident vereidigt.
Ravalomanana ist Angehöriger des Adels der Merina-Ethnie, die das ehemalige Königreich Madagaskars beherrschte, bevor die Insel von Frankreich 1896 gewaltsam annektiert wurde. Er praktiziert eine ultra-liberale Wirtschaftspolitik unter strenger Aufsicht der Weltbank sowie des Internationalen Währungsfonds. Diese Politik erzielte zunächst eine - gemessen am Bruttosozialprodukt - rasche wirtschaftliche Erholung des von jahrzehntelanger sozialistischer Misswirtschaft ruinierten Landes; hinzu kommt eine schnelle Verbesserung des Straßennetzes dank intensiver Straßenbaupolitik. Auch die Bildungspolitik hat hohe Priorität. Auf der anderen Seite trägt die Bevölkerung eine sehr hohe wirtschaftliche Last, denn die Inflationsrate ist erhöht, und lebenswichtige Grundnahrungsmittel, allen voran der Reis, sind für die meisten Madagassen teuer geworden. Insbesondere in der politischen Führung, sowie in der sozialen und kulturellen Politik stellen Beobachter nach wie vor erhebliche Schwächen fest. Der Kampf gegen die allgegenwärtige Korruption hat bisher nur mäßige Erfolge gezeitigt. Insbesondere die korrupte Justiz und damit mangelnde Rechtssicherheit sind ein großes Entwicklungshemmnis für das Land. Unter anderen unterstützt Ravalomanana, selbst Vize-Präsident der Vereinigung der Evangelischen Kirchen auf Madagaskar (FJKM), die christlichen Kirchen des multireligiösen Landes. Ravalomanana erlangte große Aufmerksamkeit und Anerkennung für den Entwicklungsplan für Madagaskar, der, in seinem Auftrag von einem internationalen Beraterteam ausgearbeitet, Ende 2006 der Öffentlichkeit unter dem Titel "MAP - Madagascar Action Plan" vorgestellt wurde.
Wichtigste internationale Partner der neuen Regierung sind USA, Deutschland, die Europäische Union und nach wie vor Frankreich (trotz einer gewissen Distanzierung). Eine verstärkte Zusammenarbeit mit der Afrikanischen Union (u.a. Senegal) wird angestrebt. Seit kurzem ist Madagaskar auch Mitglied der SADC, der regionalen wirtschaftlichen Union von von 15 Ländern des südlichen Afrika.
Am 7. April 2006 erhielt er von Bundespräsident Horst Köhler das Bundesverdienstkreuz in der "Sonderstufe des Großkreuzes" (höchster Orden) verliehen.
Am 18. November 2006 versuchte General Andrianafidisoa in einem völlig aussichtslosen Putschversuch Präsident Ravalomanana zu stürzen. 2002 hatte Andrianafidisoa noch Ravalomanana unterstützt.
Am 3. Dezember 2006 wurde Ravalomanana mit 55 % der Wahlstimmen zu einer weiteren Amtszeit als Präsident wiedergewählt.[1]
Philibert Tsiranana | Gabriel Ramanantsoa | Richard Ratsimandrava | Gilles Andriamahazo | Didier Ratsiraka | Albert Zafy | Norbert Ratsirahonana | Didier Ratsiraka | Marc Ravalomanana
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ravalomanana, Marc |
| KURZBESCHREIBUNG | Staatspräsident von Madagaskar |
| GEBURTSDATUM | 12. Dezember 1949 |
| GEBURTSORT | Imerinkasinina, Provinz Antananarivo |
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."