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Main-Weser-Bahn :

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Main-Weser-Bahn

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Main-Weser-Bahn
Kursbuchstrecke: 620 (Kassel–Gießen)
630 (Gießen–Frankfurt)
645.6 (S-Bahn bis Friedberg)
Streckennummer: 3900
0,0 Kassel Hbf
nach Hannoversch Münden
nach Warburg
2,7 Kassel-Wilhelmshöhe
Kassel-Naumburger Eisenbahn
6,2 Herkulesbahn 1000 mm-Schmalspur
Abzw Oberzwehren (NBS nach Fulda)
7,9 Kassel-Oberzwehren
A 49
8,8 A 44
10,7 Baunatal-Rengershausen
13,5 Querung der Bauna
13,7 Baunatal-Guntershausen
Friedrich-Wilhelms-Nordbahn (nach Bebra)
16,6 Edermünde-Grifte
18,2 Querung der Eder
Grifte–Gudensberger Kleinbahn
20,0 Felsberg-Wolfershausen
23,5 Felsberg-Altenbrunslar
27,4 Felsberg-Gensungen
30,3 Querung der Schwalm
33,9 Wabern (Bz Kassel)
Ederseebahn nach Bad Wildungen
37,4 Abzw Uttershausen nach Wabern Kimm
37,8 Querung der Schwalm
39,4 Singlis
Anschluss PREAG
42,9 Borken (Hess), Eisenbahnabteilung im…
Hessischen Braunkohle Bergbaumuseum
43,4 Werks- und Grubenbahn der PREAG
44,6 Anschluss PREAG
49,2 Zimmersrode
Kellerwaldbahn nach Gemünden (Wohra)
Zimmersrode–Gemünden (Wohra)–Kirchhain
54,7 Schlierbach (Schwalm-Eder-Kr)
Querung der Schwalm
Kanonenbahn von Malsfeld, Leinefelde
Strecke von Bad Hersfeld
60,7 Treysa bis 1908
62,0 Straßenüberführung
Querung der Schwalm
62,3 Treysa nach 1908
63,3 Straßenüberführung
67,1 Schwalmstadt-Wiera
70,1 Straßenüberführung B 454
71,1 Neustadt (Kr Marburg)
72,2 Straßenunterführung
76,0 Blockstelle Wasserscheide Weser und Main
Industrieanschlüsse
82,1 Stadtallendorf
Ohmtalbahn (von Gemünden (Felda))
85,5 Brücke K 14 Kirchhain–Langenstein
89,2 Kirchhain (Bz Kassel)
89,5 Wohra-Flutgraben und L 3073
91,0 Wohra-Brücke
Wohratalbahn nach Gemünden (Wohra)
Kirchhain–Gemünden (Wohra)–Zimmersrode
94,2 Anzefahr
97,3 Bürgeln
99,5 Querung der Lahn
101,4 Querung der Lahn
Obere Lahntalbahn von Erndtebrück
und Burgwaldbahn von Frankenberg (Eder)
103,3 Cölbe
104,3 Marburg (Lahn)
Marburg Mitte (geplant)
107,7 Marburg Süd
Marburger Kreisbahn nach Dreihausen
110,0 Querung der Lahn
112,5 Niederweimar
Aar-Salzböde-Bahn nach Herborn
115,4 Niederwalgern Keilbahnhof
118,9 Fronhausen (Lahn)
119,6 Anschluss
119,6 Querung der Lahn
122,8 Friedelhausen
Lumdatalbahn von Londorf
125,9 Lollar
zur Bahnstrecke Lollar–Wetzlar nach Wetzlar
132,9 Gießen Oswaldsgarten
133,9 Wieseckbrücke
Vogelsbergbahn von Fulda
Lahn-Kinzig-Bahn von Gelnhausen
134,0 Gießen (Keilbahnhof)
Dillstrecke nach Siegen und Koblenz Hbf
Verbindungskurve von der Dillstrecke
136,4 Straßenüberführung
136,6 Gießen-Bergwald
139,7 Großen Linden
141,2 A 45
143,4 Lang Göns
146,1 Kirch-Göns
Butzbach-Licher Eisenbahn (Verb.-Kurve…
…zur HLB-Werkstatt und Strecke nach Münzenberg)
151,9 Butzbach
154,6 Ostheim (Butzbach)
156,9 A 5
161,9 Bad Nauheim
Museumsb. Eisenbahnfreunde Wetterau
163,2 Durchfahrt nach Schwalheim
164,4 B 455
165,0 Rosentalviadukt
Horlofftalbahn von Hungen/Nidda
165,6 Straßenüberführung
165,7 Friedberg (Hess) Endstation S6
Bahnstrecke Friedberg–Friedrichsdorf
Bahnstrecke Friedberg–Hanau
166,5 B 275
167,3 Brücke über die Görbelheimer Hohl
170,1 Bruchenbrücken
172,8 Rosbach-Brücke
173,0 Wöllstadt-Nieder Wöllstadt
B 3
176,2 Okarben
178,4 Groß-Karben
179,2 Industrieanschluss
181,4 Dortelweil
Niddertalbahn von Stockheim
183,6 Bad Vilbel
184,5 Niddabrücke
184,9 Bad Vilbel Süd
B 3
187,5 Berkersheim
189,3 L 3003
189,4 Frankfurter Berg (bis 1986 Frankfurt-Bonames)
191,6 Eschersheim
U-Bahnlinien U1, 2, 3
193,2 Bundesgartenschau…
…Wiedereröffnung als Frankfurt-Ginnheim vorgesehen
U-Bahnlinie U1
195,4 S-Bahn Überleitung
von Frankfurt-Rödelheim S3, S4 und S5
rechte Strecke u. Abzw.: Homburger Bahn
196,4 Frankfurt West
197,3 Frankfurt Messe
ehemaliger Hauptgüterbahnhof
198,1 Frankfurt Galluswarte
Main-Lahn-Bahn, Taunus-Eisenbahn
Main-Neckar-Eisenbahn, Gütergleis
Hauptbahnhof-Vorfeld (s.o., Mainbahn)
Citytunnel
199,8 Frankfurt Hauptbahnhof
Frankfurt Main-Weser-Bahnhof (bis 1888)

Die Main-Weser-Bahn ist die Eisenbahnstrecke von Frankfurt am Main über Gießen nach Kassel, die nach dem Eisenbahnunternehmen benannt wird, welches die Strecke gebaut und bis 1880 auch betrieben hat.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Streckenverlauf

Die Strecke ist nach heutiger Kilometrierung zwischen den Endbahnhöfen 199,8 km lang. Sie ist zweigleisig und elektrifiziert. Die Streckenhöchstgeschwindigkeit beträgt 160 km/h, wird aber nur auf dem Südabschnitt sporadisch erreicht. Die Main-Weser-Bahn ist eine der wichtigsten deutschen Bahnstrecken im konventionellen Betrieb.

[Bearbeiten] Geschichte

Vordach des Bahnhofs Kassel Wilhelmshöhe

Die seit 1838 erwogene Errichtung der Main-Weser-Bahn als Verbindung von Kassel in den Rhein-Main-Raum war zunächst als eine ausschließlich über kurhessisches Staatsgebiet führende Bahn zwischen den größten Städten des Kurfürstentums, Kassel und Hanau, über Fulda gedacht. Das scheiterte bei den damals zur Verfügung stehenden technischen Mitteln am Distelrasen, der Wasserscheide zwischen Fulda und Kinzig, deren Durchstich mit einem Tunnel erst 1914 erfolgte.

Blockstelle Wasserscheide zwischen Neustadt und Stadtallendorf

So kam es erst ab 1841 zu mehrfach unterbrochenen Verhandlungen und erst am 5. April 1845 zu einem Staatsvertrag zwischen der Freien Stadt Frankfurt, dem Großherzogtum Hessen-Darmstadt und dem Kurfürstentum Hessen-Kassel, der zur Gründung einer gemeinsamen Staatsbahn in der Form eines Kondominats führte. Damit waren die rechtlichen Voraussetzungen für eine Bahn über Marburg, Gießen und Friedberg geschaffen, die zwar topografisch einfacheres Gelände nutzte, aber mehrfach Staatsgrenzen durchschnitt. Das sah im Südabschnitt folgendermaßen aus: Die Strecke verlief in Frankfurt nach der Ausfahrt aus dem Main-Weser-Bahnhof etwa parallel zur damals nur teilweise vorhandenen Taunusstraße, über die heutige Friedrich-Ebert-Anlage und Hamburger Allee in die kurhessische Stadt Bockenheim, dann wieder über Frankfurter Gemarkung bei Hausen, erneut über kurhessische bei Eschersheim, wieder über Frankfurter Territorium bei Bonames. Es folgte großherzoglich-hessischer Boden bis Friedberg, unterbrochen von einem Stück Frankfurter Gebiet bei Dortelweil. Bad Nauheim war wiederum eine kurhessische Enklave im großherzoglichen Oberhessen, durch das die Strecke bis hinter Gießen führte. Aufgrund des Staatsvertrags war jede der beteiligten Regierungen auf ihrem Staatsgebiet für den Geländeerwerb zuständig. Die Voraussetzungen für den Bau zu schaffen gestaltete sich so nicht einfach. In die Bauzeit fielen zudem die Wirren der bürgerlichen Revolution von 1848 und eine Finanzkrise des Großherzogtums Hessen.

Güterzug in südliche Richtung in Guntershausen (Sept. 2006)

Begonnen wurden die Arbeiten am 6. August 1846 auf kurhessischem Gebiet. Hier waren der belgische Ingenieur Frans Splingard und sein Mitarbeiter Eduard Hacault verantwortlich. Von Frankfurt aus wurde die Strecke unter Remigius Eyssen vorangetrieben. Die Empfangsgebäude entlang der Strecke stammten in den kurhessischen Abschnitten fast alle von Julius Eugen Ruhl, dem ersten Generaldirektor der kurhessischen Eisenbahnen.

Der erste Abschnitt zwischen Kassel und Wabern konnte am 29. Dezember 1849 eröffnet werden. Der erste durchgehende Zug von Kassel nach Frankfurt fuhr am 15. Mai 1852, nachdem der nördliche und der südliche Bauabschnitt mit der Verbindung zwischen Gießen und Langgöns verbunden worden waren.

Das zweite Gleis kam 1865 hinzu – nach zwölfjährigen Verhandlungen! Die Zusammenarbeit der beteiligten Staaten hatte sich trotz glänzend entwickelnder Transportleistungen der Bahn nicht verbessert. Das zweite Gleis erleichterte dann im Krieg von 1866 den preußischen Truppentransport erheblich, ein Krieg, der zwei der an der Main-Weser-Bahn beteiligten Staaten – Kurhessen und Frankfurt – von der politischen Landkarte verschwinden ließ. Ihre Anteile gingen anschließend auf Preußen über, das 1880 auch den großherzoglich hessischen Anteil erwarb. In Kirchhain zweigten früher die Nebenbahnen der Wohratalbahn und der Ohmtalbahn ab.


Bahnhof Gießen

Bis zur Fertigstellung der Bebraer Bahn 1866 fuhren alle Schnellzüge zwischen Frankfurt und Berlin über die Main-Weser-Bahn. Diese Züge wechselten in Guntershausen, wo die Friedrich-Wilhelms-Nordbahn die Verbindung zur Thüringischen Eisenbahn herstellte, die Fahrtrichtung. D-Züge von Frankfurt nach Berlin – über Kassel – fuhren aber auch weiter bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Auch in den folgenden Jahren nahmen Züge der amerikanischen Besatzungsmacht, die unter der Gattungsabkürzung DUS fuhren, diesen Weg.

Der Abschnitt TreysaLollar war seit 1878/79 Bestandteil der als strategische Bahn gebauten Kanonenbahn Berlin–Metz.

In den 1960er Jahren wurde zunächst der Abschnitt Frankfurt–Gießen elektrifiziert; durchgehend elektrisch befahrbar war die Strecke ab dem 20. März 1967.

[Bearbeiten] Verkehr

Bahnhof Bad Nauheim, dahinter Schornstein der Wäscherei der Kurbetriebe

Auf der Main-Weser-Bahn verkehren die InterCity-Langläufer zwischen Karlsruhe bzw.