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| Möhra
Gemeinde Moorgrund
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| Koordinaten: | 50° 52′ N, 10° 15′ O50.86094722222210.255488888889270Koordinaten: 50° 51′ 39″ N, 10° 15′ 20″ O |
| Höhe: | 270–300 m |
| Einwohner: | 738 (31. Dez. 1992) |
| Eingemeindung: | 1. Okt. 1994 |
| Postleitzahl: | 36433 |
| Vorwahl: | 03695 |
| Lage von Möhra in Moorgrund | |
Möhra ist ein Ortsteil der Gemeinde Moorgrund im Wartburgkreis (Thüringen). Der Ort hat etwa 600 Einwohner.[1]
Inhaltsverzeichnis |
Das Dorf Möhra wurde erstmals urkundlich im Jahr 1257 erwähnt, ist jedoch schon älter. Nach Gotha diplomatica 1. Th.S.135, war Möhra schon im Anfang des achten Jahrhunderts vorhanden; denn daselbst heißt es von Bonifatius – er habe mehrere Kirchen in Thüringen gegründet, worunter auch die von Möhra vorkommt. Im 9.Jahrhunderts gehörte Moor (Möhra) ins Kirchspiel nach Oettenhausen Ettenhausen a.d. Suhl. Im Jahr 2007 wurde eine 750-Jahr-Feier veranstaltet.[2] Der Ort war ursprünglich im Besitz der Herren von Frankenstein, kam 1330 an die Grafen von Henneberg und von diesen 1353 an das Haus Wettin. 1645 kam der Ort an das Fürstentum Sachsen-Meiningen.
Bekannt ist das Dorf, da es der Stammort der Familie von Martin Luther ist, die seit dem 14. Jahrhundert dort nachweisbar ist. Gleich neben Möhra, nunmehr zur Möhraer Flur gehörig, lag ein Hof–Luter, auch Lutera genannt, und ein zweiter mit Namen Luterbach. Heinz Luther besaß diesen Hof noch 1527, ein späterer Heinz Luther kommt in den Erbregistern des Amtes Salzungen als Besitzer der alten Teichmühle auf dieser Stelle vor, und die Nachkommen der Luther in Möhra besaßen bis auf die neueste Zeit mehrere Grundstücke in dem Grund, wo der alte Lutherhof lag, woran auch der Lutherbacher Grund stößt.
Luthers Vater, Hans Luther, verließ Möhra zusammen mit seiner Frau Margarethe, geborene Lindemann, 1483 in Richtung Eisleben[3], um dort als Bergmann im Kupferbergbau zu arbeiten.[4] Martin Luther soll in Möhra am 21. Mai 1521 am heutigen Lutherplatz gepredigt haben.[3]
Das Wappen wurde vom Heraldiker Uwe Reipert gestaltet.
Seit dem 15. Jahrhundert besitzt das Dorf eine kleine Kapelle, die ab 1560 schrittweise zur heutigen Lutherkirche ausgebaut wurde.[5] Die Kirchengemeinde Möhra gehört zur Superintendentur Bad Salzungen-Dermbach.
Die Lutherstatue auf dem Dorfplatz entstand 1858 nach dem Entwurf des Meininger Bildhauers Ferdinand Müller in der Gießerei von Jacob Daniel Burgschmiet[6]. Das Standbild wurde 1861 eingeweiht.
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