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Der Luftkrieg im Zweiten Weltkrieg umfasst den Zeitraum vom 1. September 1939 bis zum 2. September 1945. Ziel war die Erringung der Luftüberlegenheit. Militäreinrichtungen und Infrastruktur des Gegners sollten zerstört werden. Im Verlauf des Krieges nahmen Angriffe gegen Industriestandorte und Zivilbevölkerung an Intensität und Anzahl zu. Spätestens mit Beginn der Luftschlacht um England wurde die Luftverteidigung ein Schwerpunkt des Luftkrieges. Eine ständige Aufgabe der Luftstreitkräfte der kriegführenden Nationen war die Luftnahunterstützung der Bodentruppen mit gleichzeitiger Gefechtsfeldabriegelung. Der Kampf gegen die Seestreitkräfte des Gegners war wesentlicher Bestandteil des Luftkriegs im Zweiten Weltkrieg.
Inhaltsverzeichnis |
Schon im Ersten Weltkrieg kam dem neuen Luftkrieg eine große Bedeutung zu. Neben dem operativen Einsatz von Flugzeugen über dem Frontgebiet zu Zwecken der Aufklärung oder Bodenunterstützung wurden auch strategische Bombenangriffe unternommen. Die Angriffe der Alliierten zielten dabei vorwiegend auf das lothringisch-luxemburgische Industriegebiet, während die deutschen Bomber Städte wie Paris oder London eher direkt angriffen. Die Wirkung dieser Angriffe blieb sehr beschränkt, doch nach dem Krieg versuchten militärische Experten, daraus Schlüsse für die zukünftige Kriegführung abzuleiten. Als sehr einflussreich erwiesen sich die Theorien des italienischen Generals Giulio Douhet, die er 1921 in seinem Buch „Dominio dell'Aria“ veröffentlichte. Ausgehend von der weit verbreiteten Überzeugung, dass ein neuer Krieg in noch höherem Maße die Mobilisierung aller Kräfte einer Nation erfordern würde, meinte er, dass nunmehr die Kraftquellen, also das tiefe Hinterland des Gegners, Hauptangriffziel seien müsste. Er trat dafür ein, zunächst die gegnerischen Luftstreitkräfte auszuschalten und danach die großen Zentren und Großstädte anzugreifen, um durch eine Beschädigung der Industrien und Demoralisierung der Bevölkerung die Widerstandskraft des Feindes zu verringern. Dies würde die Kapitulation des Feindstaates erzwingen, wobei ihm offenbar in gewisser Hinsicht das Beispiel des deutschen Kaiserreiches von 1918 Modell stand. Der Angriff auf die Moral der gegnerischen Bevölkerung stand bei Douhet klar im Vordergrund: „Ich halte es sogar für erlaubt und verdienstvoll, bewohnte Städte mit Giftgasbomben zu belegen.“ Zu Lande und zur See sollte man sich hingegen nur auf die Verteidigung beschränken.[1]
Diese Vorschläge wurden kaum als ernsthafte Handlungsanweisung betrachtet (so auch im Deutschen Reich), doch sie wiesen die Richtung einer neuen Entwicklung. Am ehesten gingen die britischen Streitkräfte auf die Idee des strategischen Bombenkrieges ein. Der einflussreiche britische Militärtheoretiker Basil Liddell Hart wies darauf hin, wie wirkungsvoll Schläge gegen das gegnerische Führungssystem seien konnten. „Wenn ein solcher Schlag genügend schnell und kraftvoll geführt wird, so gibt es keinen Grund, weshalb nicht in ein paar Stunden – oder höchstens Tagen – nach Beginn der Feindseligkeiten das Nervensystem eines der kämpfenden Länder gelähmt sein sollte.“ Hier stand also nicht der Terror der Zivilbevölkerung im Mittelpunkt, obwohl die Briten 1922 im Irak auch darin Erfahrungen gesammelt hatten.[2]
Die Luftwaffe verfügte zu Beginn des Zweiten Weltkrieges über 1.180 Kampfflugzeuge: 290 Ju 87 Sturzkampfbomber, 290 Bomberflugzeuge (hauptsächlich He 111), und 240 Marineflieger. Insgesamt besaß Deutschland etwa 3.000 Flugzeuge, von denen zwei Drittel auf modernem Stand waren.
Die Erwartung des Oberkommandos der Wehrmacht, während des Feldzuges die klare Luftüberlegenheit über Polen zu erlangen, wurde gleich zu Beginn der Offensive erfüllt. Dennoch hatte die deutsche Luftwaffe überraschend hohe Verluste bei den Kampfflugzeugen zu verzeichnen. 22 % der deutschen Kampfflugzeuge wurden bis zum Ende des Feldzuges vernichtet. Nicht zuletzt aus diesem Grund musste der Angriffstermin für die Westoffensive 29 mal verschoben werden.
Die Belgische Luftwaffe verfügte über ca. 192 [3] und die Niederländische Luftwaffe über 155 Maschinen.[E4]
Denen standen auf deutscher Seite ca. 900 Jagdflugzeuge Bf 109, ca. 220 Kampfzerstörer Bf 110, ca. 1100 zweimotorige Bomber, ca. 320 Sturzkampfbomber Ju-87 und 45 Schlachtflieger Hs 123 gegenüber.
Jede größere Offensive der deutschen Streitkräfte wurde zunächst durch heftiges Bombardement der Luftwaffe eingeleitet. Hierbei kamen in der Regel Stukas zum Einsatz. So zum Beispiel am 10. Mai, als der deutsche Angriff begann. Diese Luftangriffe während des Westfeldzuges waren mitunter so erfolgreich, dass Göring überzeugt war, allein mit seiner Luftwaffe den Alliierten in Dünkirchen den Gnadenstoß zu versetzen (siehe auch: Operation Dynamo). Diese Fehleinschätzung führte unter anderem dazu, dass schließlich über 300.000 alliierte Soldaten nach Großbritannien evakuiert werden konnten. Den Briten gelang es aufgrund der kurzen Anflugwege von ihren südenglischen Basen immer wieder, die Luftherrschaft über Dünkirchen an sich zu reißen und dabei 156 deutsche Flugzeuge abzuschießen [4], nicht ohne selbst 177 Flugzeuge zu verlieren. [5]. Da auch noch Schlechtwetterperioden den Einsatz der Luftwaffe hemmten, blieb Görings Gesamtbilanz weit von seinem hochgesteckten Ziel entfernt.
Dennoch gelang es der Wehrmacht, bis zum 17. Juni große Teile der französischen Armee einzukesseln, und schließlich wurde am 22. Juni Waffenstillstand geschlossen.
Wie bei der Panzerwaffe war es durch enge Zusammenarbeit der deutschen Luftflotten mit den Heeresgruppen bis hinunter auf die taktische Ebene möglich, rasche und effiziente Luftunterstützung sicherzustellen und die zahlenmäßige Schwäche durch Schwergewichtsbildung auszugleichen.
Zu den ab 7. September 1940 einsetzenden Tagangriffen auf London und andere britische Städte siehe Luftangriffe auf Städte/Großbritannien. Mit dem Angriff auf die Sowjetunion im Juni 1941 wurden die Luftangriffe auf England erheblich seltener.
Die Operation Market Garden war eine Luftlandeoperation der Alliierten, die vom 17. September 1944 bis zum 25. September 1944 stattfand. Aufgrund der hohen Verluste auf alliierter Seite wird sie heute als letzter militärischer Erfolg der Wehrmacht bewertet. Ziel der Alliierten war es, durch Fallschirmjäger eine Reihe von Brücken in den Niederlanden zu sichern und so die Überquerung des Rheins einzuleiten, der die letzte große natürliche Barriere nach Deutschland darstellte. Während die Waal-Brücke gesichert werden konnte, blieb die große Rheinbrücke bei Arnheim in deutscher Hand bzw. wurde zerstört. Die British 1st Airborne Division wurde im Verlauf der Schlacht vollständig aufgerieben.
Siehe auch: Operation Husky, Operation Overlord
Luftlandeschlacht um Kreta
Nordafrika
Finnisch-Sowjetischer Winterkrieg
Im sogenannten Winterkrieg der vom 30. November 1939 bis zum 13. März 1940 andauerte, hatte zunächst die sowjetische Luftwaffe die Luftüberlegenheit.
Von einem großen japanischen Flugzeugträger der Imperiums-Klasse wurde der Angriff auf Pearl Harbor gestartet. Dieser Angriff zerstörte die meisten auf Pearl Harbour stationierten Flugzeuge und vernichtete große Teile der amerikanischen Kriegsflotte. Drei Kriegsschiffe wurden versenkt und fünf wurden stark beschädigt. Allerdings waren nur die USS Arizona und die USS Oklahoma endgültig verloren. Die anderen Schiffe wurden repariert und standen bald wieder zur Verfügung. Vier Flugzeugträger, die eines der Hauptangriffsziele darstellten, waren allerdings auf See. Auf Pearl Harbour konnten Dock-, Versorgungs- und Werftenanlagen schnell repariert werden. Des Weiteren waren die Tanklager der Basis unbeschädigt geblieben.
Der Angriff einigte die amerikanische Öffentlichkeit, die nun mit großer Mehrheit den Kriegseintritt der USA und Vergeltung für Pearl Harbour einforderte. Am folgenden Tag, dem 8. Dezember 1941, erklärten die Vereinigten Staaten Japan den Krieg.
Die Luftkriegführung richtete sich im Zweiten Weltkrieg erstmalig in großem Umfang gegen Städte und damit auch gegen die Zivilbevölkerung.
Die ersten Städte, die durch den Luftkrieg beschädigt oder zerstört wurden, waren die polnischen Städte Frampol, Wieluń und Warschau. Am 14. Mai brannte die Altstadt von Rotterdam infolge eines Luftangriffs ab. In Großbritannien richtete sich der Luftkrieg in den ersten Monaten noch gegen militärische Ziele wie Panzer, Schiffe und Stützpunkte. Das Klima radikalisierte sich Anfang September 1940, als die deutsche Luftwaffe einen ersten Angriff auf eine englische Stadt (London) flog. Allerdings griff die Royal Airforce seit Mai 1940 vermehrt deutsche Städte an, während die Luftwaffe sich noch ausschließlich auf militärische Ziele konzentrierte.
Insgesamt kosteten die Luftangriffe, die gegen Städte geflogen wurden, 60.595[6] britische und zwischen 305.000 und 600.000[7] deutsche Zivilisten das Leben. Die von den Amerikanern geflogenen Angriffe gegen Tokio, Yokohama, Kobe and und andere japanische Städte und die Atombombenangriffe töteten ungefähr zwischen 330.000 und 500.000[8] Japaner. Die RAF und USAAF dominierten den Bombenkrieg. Bereits 1941, vier Jahre vor der Kapitulation der nationalsozialistischen Diktatur, war die Zerstörungskraft der Air Forces größer als die der Luftwaffe geschweige denn der japanischen Luftstreitkräfte.
Das Erzeugen von sogenannten Feuerstürmen über deutschen und japanischen Städten wurde dabei von alliierter Seite als besonderer Erfolg gewertet. Diese Feuerstürme waren nicht ein Produkt des Zufalls, sondern waren Ergebnis intensiver Forschungsarbeit und abgewogener Planungen. Um einen Feuersturm zu entfachen, ging es nicht nur darum, eine möglichst hohe Bombenlast abzuwerfen (beispielsweise entstand über Berlin nie ein Feuersturm), sondern es kam u. a. auf Art, Reihenfolge und Aufprallort der Bomben an. Vereinfacht lässt sich die Technik wie folgt beschreiben: Zunächst wurden durch Sprengbomben die Dächer abgedeckt und die Fensterscheiben zum Bersten gebracht, um brennbares Material in den Wohnräumen freizulegen und eine offene Sauerstoffzufuhr zu ermöglichen. Erst in einer zweiten Welle wurde die Stadt großflächig mit Brandbomben eingedeckt.
Die völkerrechtliche Bewertung von Luftangriffen auf Städte zur Zeit des Zweiten Weltkrieges ist umstritten. Artikel 25 der Haager Landkriegsordnung verbietet zwar „das Angreifen von unverteidigten Städten, Wohnräumen und Gebäuden“, nur ist fraglich, ob das Vorhandensein von Flugabwehrbatterien bereits eine Verteidigung in diesem Sinne darstellt. Eine vom US-Militär eingerichtete Kommission stellte fest, dass mit dem Aufbau einer Luftverteidigung keine Stadt mehr „unverteidigt“ sei.[9] Darüber hinaus sei fraglich, ob die Vorschriften der Haager Landkriegsordnunug überhaupt auf den Luftkrieg anwendbar waren.
Demgegenüber bezeichnet der Historiker Gerd Ueberschär Luftangriffe wie die Bombardierung Dresdens als „militärisch sinnlos und nicht durch die allgemeinen Regeln des Kriegsvölkerrechts gedeckt“.[10] Ob Ueberschärs Darstellungen der „Komplexität historischer Abläufe genügend berücksichtigt“, stellt Thomas Widera vom Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung der Technischen Universität Dresden in Frage.[11] Die Historiker Götz Bergander[12][13], Helmut Schnatz[14] und Frederick Taylor[15], Matthias Neutzner [16]betrachten die Fragestellung, ob die Flächenbombardements deutscher Städte ein Kriegsverbrechen darstellen, differenzierter im komplexen historischen Kontext. Neutzner, Hesse und Reinhard erläutern, dass indessen kein international verbindliches Luftkriegsrecht den Schutz von Zivilisten garantierte.[17] Taylor lässt die Antwort beim Beispiel Dresden bewusst offen. Insbesondere Neutzner setzt sich in seinen Werken intensiv mit den diktumsgraduierenden, dramaturgischen Elementen solcher Darstellungen auseinander, die er „Konstanten“ einer „kollektiven Erzählung“ nennt. Viele überlieferte Darstellungen, die die Angriffe auf Dresden als „plötzliche“, „unerwartete“, „sinnlose Zerstörung“ einer „einzigartigen“ und „unschuldigen“ Stadt, „kurz vor dem Ende des Krieges“ beschrieben, ficht er an.[18]
Explizit verboten wurden Flächenbombardements erst im Jahr 1977 mit dem auch von Großbritannien und Deutschland ratifizierten Zusatzprotokoll zur Genfer Konvention.
Moralisch hingegen waren Angriffe auf die Zivilbevölkerung zu jeder Zeit - auch während des Krieges - geächtet und diskutiert. Die Alliierten versicherten in ihrer Propaganda, dass sich die Luftangriffe ausschließlich gegen Industrien richtete.[E5] Die nationalsozialistische Propaganda erklärte, dass die deutschen Luftangriffe „nur“ Vergeltungsmaßnahmen seien und man von sich aus den Kampf niemals auf Nichtkampfgebiet ausgedehnt hätte.
Die Angriffe der Royal Air Force auf deutsche Städte begannen mit dem Angriff auf Mönchengladbach am 12. Mai 1940 mit 35 Bombern. In der Folgezeit flog die RAF wiederholt kleinere Angriffe auf deutsche Städte.
Da zielgenaue Bomberangriffe, bestehend aus wenigen Maschinen hohe Verlustquoten aufwiesen und ihr Ziel meistens verfehlten, gingen die Alliierten ab 1942 dazu über, große Bomberschwärme mit über 1.000 Maschinen nach Deutschland zu schicken, um die Städte großflächig zu zerstören. Ziel war es, sowohl Militär, Infrastruktur und Industrien zu vernichten als auch die Moral der Bevölkerung zu brechen (siehe auch: Area Bombing Directive). Großstädte wie zum Beispiel Köln und zahlreiche Städte des Ruhrgebiets, aber auch Dresden, Hamburg, Braunschweig, Heilbronn, Koblenz, Magdeburg, Pforzheim, Nürnberg, Schweinfurt und Würzburg wurden großflächig zerstört, wobei Hunderttausende Zivilisten verbrannten, erstickten oder unter den Trümmern begraben wurden.
Es entsprach dem ausdrücklichen Entschluss der Churchill-Regierung, den Tod von Zivilisten nicht nur in Kauf zu nehmen, sondern die Zivilbevölkerung zum Kriegsziel zu nehmen und die Luftangriffe so zu gestalten, dass eine möglichst hohe Anzahl Menschen dabei ums Leben kamen. Hintergrund war, die Moral der Bevölkerung zu brechen und das Vertrauen der Bevölkerung in die eigene Regierung zu untergraben. Diese Strategie wurde als „moral bombing“ bezeichnet. Zu einem hohen Prozentsatz wurden brandsetzende Bomben verwendet, die eine verheerende Wirkung in den Wohnvierteln der betroffenen Städte zeigten. Derart konstruierte Brandbomben wie beispielsweise die Elektron-Thermitstab-Brandbombe waren bereits lange vor dem Krieg konstruiert und getestet worden.[19] Arthur Harris, in der deutschen Bevölkerung bekannt als „Der Bomber“, entwickelte einen Plan zu einem Tausend-Bomber-Angriff mittels eines Bomberstroms, der die Wirkung auf das Ziel maximieren sollte. Gleichzeitig sollte eine Sättigung oder Überforderung des deutschen Nachtjäger-Leitsystems die britischen Verluste verringern.
Als Schutzmaßnahmen wurden in Deutschland große Flaktürme in bevölkerungsreichen Städten errichtet und Kinder und Mütter mit Säuglingen im Rahmen der Kinderlandverschickung aus bedrohten Städten evakuiert.
| Stadt | Angreifer | Erster Angriff | Schwerster Angriff | Ziele | Bombenlast (t) | Tote | Artikel | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Aachen[20] | RAF | Juli 1941 | ||||||
| Anklam | USAFF / RAF / Luftwaffe | 09.10.1943 | 4.8.1944 | Flugplatz, Altstadt 70 % zerstört | 400 | |||
| Aschaffenburg[20] | USAFF | März 1945 | ||||||
| Augsburg[20] | RAF/USAAF | 17.8.1940 | 25./26.2.1944 | Schwerpunkte vor allem auf den Industrieanlagen von M.A.N. und Messerschmitt | 730 | ► | ||
| Berlin[20] | RAF/USAAF | 25.8.1940 | 30.3.1945 | Schwerpunkt war die Innenstadt innerhalb der Berliner Ringbahn | 68.285 | ~20.000 | ||
| Bingen[20] | USAAF | 29.9.1944 | 29.12.1944 | rund 96 % des Stadtgebietes zerstört, Hauptziel Verschiebebahnhof Bingerbrück | ||||
| Bielefeld[20] | RAF | Juni 1940 | 30.9.1944 | 1.347 | ||||
| Bochum | 11.177 | |||||||
| Brandenburg an der Havel | RAF / USAFF | 31.3.1945 | ges. Stadtgebiet zu 15 % zerstört | |||||
| Bremen | RAF | 18.5.1940 | 19.8.1944 | 4.000 | 5.513 | |||
| Bremerhaven | RAF | 18.9.1944 | ||||||
| Breslau | RAF | 7.8.1944 | ||||||
| Braunschweig[20] | RAF | 15.10.1944 | ~1.000 | ► | ||||
| Bruchsal[20] | USAAF | 1.3.1945, 14.00 Uhr | rund 96 % der Innenstadt zerstört | ~1.000 | ||||
| Chemnitz[20] | RAF/USAFF | 5.3.1945 | Altstadt 95 % zerstört, ges. Stadtgebiet 75 % zerstört | |||||
| Cottbus | RAF /USAFF | 25.10.1940 | 15.2.1945 | >1.000 | ||||
| Danzig | RAF | Ind., Infra., Mili., Zivil. | ||||||
| Darmstadt | RAF | 11.9.1944 | Ind., Infra., Mili., Zivil. | 11.500 | ► | |||
| Dessau[20] | RAF | 7.3.1945 | ges. Stadtgebiet 80 % zerstört | |||||
| Dortmund | 5.5.1943 | 24.783 | ||||||
| Dresden | RAF/USAAF | 7.10.1944 | 13.2.1945 | Ind., Infra., Mili., Zivil. | 7.101 | 25.000-35.000 | ||
| Duisburg | 30.535 | |||||||
| Düren | RAF/USAAF | 12.5.1940 | Infra., Mili.[E5], Zivil. | 3.432 | ► | |||
| Düsseldorf | 18.652 | |||||||
| Erfurt[21] | RAF/USAAF | 26.7.1940 | 25.2.1945 | Ind., Infra., Mili., Zivil. | 1.100 | 1.535 | ||
| Essen | 36.825 | |||||||
| Emden[20] | RAF | 31.3.1940 | 6.9.1944 | ges. Stadtgebiet 80% zerstört | ||||
| Emmerich am Rhein[20] | RAF | 7.10.1944 | ges. Stadtgebiet 97 % zerstört | |||||
| Frankfurt am Main | RAF/USAAF | 22.3.1944 | 29.209 | 5.559 | ||||
| Freiburg im Breisgau[20] | RAF | 27.11.1944 | ~3.000 | |||||
| Friedrichshafen | RAF | 28.4.1944 | ges. Stadtgebiet zu 75 % zerstört[20] | ~2.500 | ||||
| Fürth | USAFF | 25.4.1944 | ||||||
| Gelsenkirchen | 22.885 | |||||||
| Gießen | RAF | 6.12.1944 | ||||||
| Gütersloh | USAFF | 1940 | 26.11.1944 | 290 | ||||
| Halberstadt | RAF | 8.4.1945 | ~2.500 | |||||
| Hamburg | 27./28.7.1943 | 38.319 | 41.800-55.000 | ► | ||||
| Hamm | RAF/USAAF | 1940 | 22.4.1944 | 1029 | ||||
| Hanau | RAF | ??.??.1944 | 19.3.1945 | ~2250 | ||||
| Hannover[20] | RAF | 19.5.1940 | 8./9.10.1943 | 23.051 | ~4.000 | |||
| Hagen | RAF /USAFF | 15.5.1940 | 15.3.1945 | ~2.200 | ||||
| Heilbronn | RAF | 16.12.1940 | 4.12.1944 | Ind., Infra., Mili., Zivil. | ~6.500 | ► | ||
| Hildesheim[20] | RAF | 22.3.1945 | Altstadt zu 90 % zerstört | ≥ 1.006 [22] | ||||
| Homburg (Saar) | RAF/USAFF | 14.3.1945 | 220 | |||||
| Ingolstadt[20] | USAAF | 15.1.1945 | 09.4.1945 | ~650 | ► | |||
| Jena[20] | RAF | Feb. März 1945 | ges. Stadtgebiet 15 % zerstört | ~800 | ||||
| Jülich[20] | RAF | 16.11.1944 | ges. Stadtgebiet 97 % zerstört | |||||
| Kaiserslautern | RAF / USAAF | 7.2.1944 | 28.9.1944 | ~350 | ||||
| Karlsruhe | RAF | 10.598 | ||||||
| Kassel | RAF[20] | 8.659 | (10.000[20]) | ► | ||||
| Kiel | 2.7.1940 | Werftanlagen, Wohnraum | 29.202 | 2.515 | ||||
| Koblenz[20][23] | RAF | 6.11.1944 | ges. Stadtgebiet 87 % zerstört | 1.016 | ► | |||
| Köln | RAF | 48.041 | ||||||
| Königsberg (Preußen)[20] | RAF | 26.8.1944 | 29.8.1944 | ~6.000 | ||||
| Landau in der Pfalz | USAFF | 1944 | 1945 | 586 | ||||
| Leipzig | 27.3.1943 | 11.427 | ~1.800 | ► | ||||
| Ludwigshafen | RAF | |||||||
| Linz | RAF/ USAFF | 1944 | 1945 | 1.679 | ||||
| Lübeck | RAF | 28.3.1942 | 28.3.1942 | Altstadt 30% zerstört | 304 | ► | ||
| Magdeburg | RAF | 16.1.1945 | Altstadt zu 90 % zerstört | 9.914 | ||||
| Mannheim | 1.6.1940 | 25.181 | 2.171 | |||||
| Mainz[20] | RAF | 1942 | 27.2.1945 | ges. Stadtgebiet 80 % zerstört | ~1.200 | |||
| Mönchengladbach | RAF/USAAF | 12.5.1940 | ||||||
| München | RAF | Sommer 1942 | 7.2.1945 | 27.111 | 6.500 | |||
| Münster | RAF/USAAF | 16.5.1940 | 25.3.1945 | > 1.600 | ||||
| Nordhausen[20] | RAF | 3.4.1945 | 4.4.1945 | ges. Stadtgebiet ca. 85 % zerstört | ~8.800 | |||
| Nürnberg | RAF/USAAF | 21./22.12.1940 | 2.1.1945 | Zerstörung der Bahn- und Industrienanlagen (MAN, Siemens-Schuckert) im Nürnberger Süden sowie der Altstadt (fast völlig zerstört) | 20.401 | >2.000/6.000 ges. | ||
| Offenbach am Main | RAF | 20.12.1943 | 18.3.1944 | 467 | ► | |||
| Osnabrück[20] | RAF | 20.6.1942 | 13.9.1944 | Altstadt zu 94 % zerstört, gesamtes Stadtgebiet 65 % | ||||
| Paderborn[20] | RAF | 17.1.1945 | 23.3.1945 | ges. Stadtgebiet zu 85 % zerstört | ||||
| Pforzheim | RAF | 1.4.1944 | 23.2.1945 | Ind., Infra., Zivil. | 17.600-20.300 | ► | ||
| Plauen | RAF | 12.11.1944 | 10.4.1945 | 75 % des Stadtgebiets zerstört | 1.965 | 2.340 | ||
| Posen | RAF | 29.5.1944 | ||||||
| Pirmasens | RAF | 9.8.1944 | 15.3.1945 | ~500 | ► | |||
| Potsdam | RAF | 14.4.1945 | ||||||
| Rees[20] | RAF | 16.2.1945 | ges. Stadtgebiet 76 % zerstört | |||||
| Remscheid[20] | RAF | 31.7.1943 | ges. Stadtgebiet 82 % zerstört | |||||
| Rostock | RAF | 1942 | 204 | |||||
| Rothenburg ob der Tauber | USAFF | 31.3.1945 | 31.3.1945 | 9 | 39 | ► | ||
| Saarbrücken | RAF / USAAF | Ende Juli 1942 | 5.10.1944 | 1.234 | ► | |||
| Stettin[20] | 1944 | |||||||
| Salzburg | ||||||||
| Stralsund[20] | USAFF | 6.10.1944 | ~800 | ► | ||||
| Stuttgart | RAF / USAAF | 25.8.1940 | 12.9.1944 | bei insgesamt 53 Luftangriffen 1940 bis 1945 im gesamten Stadtgebiet 68 % aller Gebäude zerstört | 24.919 | ~4.500 | ||
| Swinemünde[20] | USAFF | 12.3.1945 | 1.609 | 8.000 bis 23.000 | ► | |||
| Trier[20] | RAF | 19.12.1944 | 23.12.1944 | Stadtgebiet 41 % zerstört, Schwerpunkt Altstadt | 420 | |||
| Ulm[20] | RAF | 17.12.1944 | Altstadt 81 % zerstört | |||||
| Wesel[20] | RAF | 16.2.1945 | 19.2.1945 | |||||
| Wilhelmshaven[20] | RAF | 5.9.1939 | 435 | |||||
| Wien | RAF/USAAF | 17.3.1944 | 12.3.1945 | 28 % Gebäudeschäden | 8.796 | ► | ||
| Wiener Neustadt | RAF/USAAF | 1944 | 1945 | Bombardierung wegen Luftfahrzeugindustrie, von 3.000 Häusern nur 18 unzerstört geblieben | ||||
| Wismar | RAF | 1942 | 14.4.1945 | |||||
| Worms[20] | RAF | 21.2.1945 | 18.3.1945 | 239 | ||||
| Wuppertal | 5.219 | |||||||
| Würzburg | RAF | 16.3.1945 | Gesamtes Stadtgebiet 82 %; Altstadt über 90 % zerstört | ~5.000 | ► | |||
| Xanten[20] | RAF | 10.2.1945 | ||||||
| Zerbst[20] | RAF | 16.4.1945 | ges. Stadtgebiet 80 % zerstört |
| Stadt | Angreifer | Erster Angriff | Schwerster Angriff | Ziele | Bombenlast | Tote | Artikel |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Caen | |||||||
| Le Havre | |||||||
| Lorient | |||||||
| Saint-Nazaire | |||||||
| Straßburg |
Anders als in deutschen Großstädten gab es in London nur sehr wenig Luftschutzbunker. Daher suchte die Londoner Bevölkerung Schutz in den Tunneln und Stationen der Londoner U-Bahn. In einem Stollen wurde eine Munitionsfabrik betrieben und eine U-Bahnstation wurde zum Teil für Kabinettssitzungen benutzt.
Schon Mitte September zeichnete sich die Unterlegenheit der deutschen Luftwaffe ab. Der Luftkampf über englischem Gebiet ging an die Substanz der deutschen Luftwaffe. Um nach einem Luftkampf noch zurückfliegen zu können, blieben nur 15 Minuten Kampfzeit, ansonsten ginge die begrenzte Tankfüllung der Messerschmitt-Jagdflieger zur Neige. Abgeschossene oder notlandende Piloten wurden gefangengenommen, während britische Piloten meist am selben Tag wieder einsatzbereit waren. Am Morgen des 17. Septembers verschob Hitler die Operation Seelöwe, die Invasion Englands auf „unbestimmte Zeit“, am 12. Oktober verlautbarte Generalfeldmarschall Keitel: „Der Führer hat beschlossen, dass ab heute bis zum Frühjahr (1941) die Vorbereitungen zu „Seelöwe“ nur zu dem Zweck fortgeführt werden sollen, um England politisch und militärisch weiterhin unter Druck zu setzen“. Die Tagangriffe wurden aufgrund hoher Verluste ab dem 29. Oktober 1940 eingestellt. Vereinzelte Angriffe mit Bombern und Jagdbombern wurden jedoch weiterhin geflogen. Die Nachtangriffe wurden bis Mai 1941 weitergeführt.
| Stadt | Angreifer | Erster Angriff | Schwerster Angriff | Ziele | Bombenlast | Tote | Artikel |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bath | Luftwaffe | 25.04.1942 | |||||
| Belfast | Luftwaffe | 15.04.1941 | 1.000 | Belfast Blitz | |||
| Canterbury | Luftwaffe | 31.05.1942 | |||||
| Coventry | Luftwaffe | 14.11.1940 | 1.236 | ||||
| Exeter | Luftwaffe | 23.04.1942 | |||||
| London | Luftwaffe | 24.08.1940[E6] | |||||
| Norwich | Luftwaffe | 27.04.1942 | |||||
| York | Luftwaffe | 28.04.1942 |
| Stadt | Angreifer | Erster Angriff | Schwerster Angriff | Ziele | Bombenlast | Tote | Artikel |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Hiroshima | USAAF | 06.08.1945 | Ind., Infra., Mili., Zivil. | >200.000[E7] | ► | ||
| Nagasaki | USAAF | 09.08.1945 | Ind., Infra., Mili., Zivil. | >90.000[E7] | ► | ||
| Tokio | USAAF | 18.04.1942 | 09.03.1945 | Ind., Infra., Mili., Zivil. | ~100.000 | ► ► |
| Stadt | Angreifer | Erster Angriff | Schwerster Angriff | Ziele | Bombenlast | Tote | Artikel |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Belgrad | Luftwaffe | 06.04.1941 | Ind., Infra., Mili., Zivil. | 440t | 1.500-1.700 | ► |
| Stadt | Angreifer | Erster Angriff | Schwerster Angriff | Ziele | Bombenlast | Tote | Artikel |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nimwegen | RAF/USAFF | 22.02.1944 | |||||
| Rotterdam | Luftwaffe | 14.05.1940 | 14.05.1940 | 97t | 800-900 |
| Stadt | Angreifer | Erster Angriff | Schwerster Angriff | Ziele | Bombenlast | Tote | Artikel |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Frampol | Luftwaffe | 13.09.1939 | 13.09.1939 | ||||
| Warschau | Luftwaffe | 25.09.1939 | 25.09.1939 | 572t | |||
| Wieluń | Luftwaffe | 01.09.1939 | 01.09.1939 | Mili.[E8] | 1200 |
Obwohl Die Schweiz im Zweiten Weltkrieg neutral war, wurden einige ihrer Städte und Bahnlinien Opfer von amerikanischen Bombardements. Luftangriffe gab es besonders in Grenznähe, doch auch Städte wie Basel (speziell Güterbahnhof Wolf) und Zürich (speziell Industriequartier Oerlikon) wurden getroffen. Besonders stark getroffen wurden das rechtsrheinische Schaffhausen (Altstadt, Bahnhof und Industrie bei Neuhausen) am 1. April 1944 (40 Tote) und Stein am Rhein am 22. April 1945 (neun Tote). Inwieweit diese Bombardierungen irrtümlich geschahen oder als Warnung der Schweiz durch die Alliierten zu sehen waren, ist noch immer Gegenstand von Spekulationen.
Siehe auch: Messerschmitt Me 262, Heinkel He 178, Heinkel He 280, Arado Ar 234
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."