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Der Luftkrieg im Zweiten Weltkrieg umfasst den Zeitraum vom 1. September 1939 bis zum 2. September 1945. Ziel war die Erringung der Luftüberlegenheit. Militäreinrichtungen und Infrastruktur des Gegners sollten zerstört werden. Im Verlauf des Krieges nahmen Angriffe gegen Industriestandorte und Zivilbevölkerung an Intensität und Anzahl zu. Spätestens mit Beginn der Luftschlacht um England wurde die Luftverteidigung ein Schwerpunkt des Luftkrieges. Eine ständige Aufgabe der Luftstreitkräfte der kriegführenden Nationen war die Luftnahunterstützung der Bodentruppen mit gleichzeitiger Gefechtsfeldabriegelung. Der Kampf gegen die Seestreitkräfte des Gegners war wesentlicher Bestandteil des Luftkriegs im Zweiten Weltkrieg.
Inhaltsverzeichnis |
Schon im Ersten Weltkrieg kam dem neuen Luftkrieg eine große Bedeutung zu. Neben dem operativen Einsatz von Flugzeugen über dem Frontgebiet zu Zwecken der Aufklärung oder Bodenunterstützung wurden auch strategische Bombenangriffe unternommen. Die Angriffe der Alliierten zielten dabei vorwiegend auf das lothringisch-luxemburgische Industriegebiet, während die deutschen Bomber Städte wie Paris oder London eher direkt angriffen. Die Wirkung dieser Angriffe blieb sehr beschränkt, doch nach dem Krieg versuchten militärische Experten, daraus Schlüsse für die zukünftige Kriegführung abzuleiten. Als sehr einflussreich erwiesen sich die Theorien des italienischen Generals Giulio Douhet, die er 1921 in seinem Buch „Dominio dell'Aria“ veröffentlichte. Ausgehend von der weit verbreiteten Überzeugung, dass ein neuer Krieg in noch höherem Maße die Mobilisierung aller Kräfte einer Nation erfordern würde, meinte er, dass nunmehr die Kraftquellen, also das tiefe Hinterland des Gegners, Hauptangriffziel seien müsste. Er trat dafür ein, zunächst die gegnerischen Luftstreitkräfte auszuschalten und danach die großen Zentren und Großstädte anzugreifen, um durch eine Beschädigung der Industrien und Demoralisierung der Bevölkerung die Widerstandskraft des Feindes zu verringern. Dies würde die Kapitulation des Feindstaates erzwingen, wobei ihm offenbar in gewisser Hinsicht das Beispiel des deutschen Kaiserreiches von 1918 Modell stand. Der Angriff auf die Moral der gegnerischen Bevölkerung stand bei Douhet klar im Vordergrund: „Ich halte es sogar für erlaubt und verdienstvoll, bewohnte Städte mit Giftgasbomben zu belegen.“ Zu Lande und zur See sollte man sich hingegen nur auf die Verteidigung beschränken.[1]
Diese Vorschläge wurden kaum als ernsthafte Handlungsanweisung betrachtet (so auch im Deutschen Reich), doch sie wiesen die Richtung einer neuen Entwicklung. Am ehesten gingen die britischen Streitkräfte auf die Idee des strategischen Bombenkrieges ein. Der einflussreiche britische Militärtheoretiker Basil Liddell Hart wies darauf hin, wie wirkungsvoll Schläge gegen das gegnerische Führungssystem seien konnten. „Wenn ein solcher Schlag genügend schnell und kraftvoll geführt wird, so gibt es keinen Grund, weshalb nicht in ein paar Stunden – oder höchstens Tagen – nach Beginn der Feindseligkeiten das Nervensystem eines der kämpfenden Länder gelähmt sein sollte.“ Hier stand also nicht der Terror der Zivilbevölkerung im Mittelpunkt, obwohl die Briten 1922 im Irak auch darin Erfahrungen gesammelt hatten.[2]
Die Luftwaffe verfügte zu Beginn des Zweiten Weltkrieges über 1.180 Kampfflugzeuge: 290 Ju 87 Sturzkampfbomber, 290 Bomberflugzeuge (hauptsächlich He 111), und 240 Marineflieger. Insgesamt besaß Deutschland etwa 3.000 Flugzeuge, von denen zwei Drittel auf modernem Stand waren.
Die Erwartung des Oberkommandos der Wehrmacht, während des Feldzuges die klare Luftüberlegenheit über Polen zu erlangen, wurde gleich zu Beginn der Offensive erfüllt. Dennoch hatte die deutsche Luftwaffe überraschend hohe Verluste bei den Kampfflugzeugen zu verzeichnen. 22 % der deutschen Kampfflugzeuge wurden bis zum Ende des Feldzuges vernichtet. Nicht zuletzt aus diesem Grund musste der Angriffstermin für die Westoffensive 29 mal verschoben werden.
Die Belgische Luftwaffe verfügte über ca. 192 [3] und die Niederländische Luftwaffe über 155 Maschinen.[E4]
Denen standen auf deutscher Seite ca. 900 Jagdflugzeuge Bf 109, ca. 220 Kampfzerstörer Bf 110, ca. 1100 zweimotorige Bomber, ca. 320 Sturzkampfbomber Ju-87 und 45 Schlachtflieger Hs 123 gegenüber.
Jede größere Offensive der deutschen Streitkräfte wurde zunächst durch heftiges Bombardement der Luftwaffe eingeleitet. Hierbei kamen in der Regel Stukas zum Einsatz. So zum Beispiel am 10. Mai, als der deutsche Angriff begann. Diese Luftangriffe während des Westfeldzuges waren mitunter so erfolgreich, dass Göring überzeugt war, allein mit seiner Luftwaffe den Alliierten in Dünkirchen den Gnadenstoß zu versetzen (siehe auch: Operation Dynamo). Diese Fehleinschätzung führte unter anderem dazu, dass schließlich über 300.000 alliierte Soldaten nach Großbritannien evakuiert werden konnten. Den Briten gelang es aufgrund der kurzen Anflugwege von ihren südenglischen Basen immer wieder, die Luftherrschaft über Dünkirchen an sich zu reißen und dabei 156 deutsche Flugzeuge abzuschießen [4], nicht ohne selbst 177 Flugzeuge zu verlieren. [5]. Da auch noch Schlechtwetterperioden den Einsatz der Luftwaffe hemmten, blieb Görings Gesamtbilanz weit von seinem hochgesteckten Ziel entfernt.
Dennoch gelang es der Wehrmacht, bis zum 17. Juni große Teile der französischen Armee einzukesseln, und schließlich wurde am 22. Juni Waffenstillstand geschlossen.
Wie bei der Panzerwaffe war es durch enge Zusammenarbeit der deutschen Luftflotten mit den Heeresgruppen bis hinunter auf die taktische Ebene möglich, rasche und effiziente Luftunterstützung sicherzustellen und die zahlenmäßige Schwäche durch Schwergewichtsbildung auszugleichen.
Zu den ab 7. September 1940 einsetzenden Tagangriffen auf London und andere britische Städte siehe Luftangriffe auf Städte/Großbritannien. Mit dem Angriff auf die Sowjetunion im Juni 1941 wurden die Luftangriffe auf England erheblich seltener.
Die Operation Market Garden war eine Luftlandeoperation der Alliierten, die vom 17. September 1944 bis zum 25. September 1944 stattfand. Aufgrund der hohen Verluste auf alliierter Seite wird sie heute als letzter militärischer Erfolg der Wehrmacht bewertet. Ziel der Alliierten war es, durch Fallschirmjäger eine Reihe von Brücken in den Niederlanden zu sichern und so die Überquerung des Rheins einzuleiten, der die letzte große natürliche Barriere nach Deutschland darstellte. Während die Waal-Brücke gesichert werden konnte, blieb die große Rheinbrücke bei Arnheim in deutscher Hand bzw. wurde zerstört. Die British 1st Airborne Division wurde im Verlauf der Schlacht vollständig aufgerieben.
Siehe auch: Operation Husky, Operation Overlord
Luftlandeschlacht um Kreta
Nordafrika
Finnisch-Sowjetischer Winterkrieg
Im sogenannten Winterkrieg, der vom 30. November 1939 bis zum 13. März 1940 andauerte, hatte die sowjetische Luftwaffe die Luftüberlegenheit.
Von einem großen japanischen Flugzeugträger der Imperiums-Klasse wurde der Angriff auf Pearl Harbor gestartet. Dieser Angriff zerstörte die meisten auf Pearl Harbour stationierten Flugzeuge und vernichtete große Teile der amerikanischen Kriegsflotte. Drei Kriegsschiffe wurden versenkt und fünf wurden stark beschädigt. Allerdings waren nur die USS Arizona und die USS Oklahoma endgültig verloren. Die anderen Schiffe wurden repariert und standen bald wieder zur Verfügung. Vier Flugzeugträger, die eines der Hauptangriffsziele darstellten, waren allerdings auf See. Auf Pearl Harbour konnten Dock-, Versorgungs- und Werftenanlagen schnell repariert werden. Des Weiteren waren die Tanklager der Basis unbeschädigt geblieben.
Der Angriff einigte die amerikanische Öffentlichkeit, die nun mit großer Mehrheit den Kriegseintritt der USA und Vergeltung für Pearl Harbour einforderte. Am folgenden Tag, dem 8. Dezember 1941, erklärten die Vereinigten Staaten Japan den Krieg.
Die Luftkriegführung richtete sich im Zweiten Weltkrieg erstmalig in großem Umfang gegen Städte und damit auch gegen die Zivilbevölkerung.
Die ersten Städte, die durch den Luftkrieg beschädigt oder zerstört wurden, waren die polnischen Städte Frampol, Wieluń und Warschau. Am 14. Mai brannte die Altstadt von Rotterdam infolge eines Luftangriffs ab. In Großbritannien richtete sich der Luftkrieg in den ersten Monaten noch gegen militärische Ziele wie Panzer, Schiffe und Stützpunkte. Das Klima radikalisierte sich Anfang September 1940, als die deutsche Luftwaffe einen ersten Angriff auf eine englische Stadt (London) flog. Allerdings griff die Royal Airforce seit Mai 1940 vermehrt deutsche Städte an, während die deutsche Luftwaffe sich noch ausschließlich auf militärische Ziele konzentrierte.
Insgesamt kosteten die Luftangriffe, die gegen Städte geflogen wurden, 60.595[6] britische und zwischen 305.000 und 600.000[7] deutsche Zivilisten das Leben. Die von den Amerikanern geflogenen Angriffe gegen Tokio, Yokohama, Kobe and und andere japanische Städte und die Atombombenangriffe töteten ungefähr zwischen 330.000 und 500.000[8] Japaner. Die RAF und USAAF dominierten den Bombenkrieg. Bereits 1941, vier Jahre vor der Kapitulation der nationalsozialistischen Diktatur, war die Zerstörungskraft der Air Forces größer als die der Luftwaffe geschweige denn der japanischen Luftstreitkräfte.
Das Erzeugen von sogenannten Feuerstürmen über deutschen und japanischen Städten wurde dabei von englischer Seite als besonderer Erfolg gewertet. Diese Feuerstürme waren nicht ein Produkt des Zufalls, sondern waren Ergebnis intensiver Forschungsarbeit und abgewogener Planungen. Um einen Feuersturm zu entfachen, ging es nicht nur darum, eine möglichst hohe Bombenlast abzuwerfen (beispielsweise entstand über Berlin nie ein Feuersturm), sondern es kam u. a. auf Art, Reihenfolge und Aufprallort der Bomben an. Vereinfacht lässt sich die Technik wie folgt beschreiben: Zunächst wurden durch Sprengbomben die Dächer abgedeckt und die Fensterscheiben zum Bersten gebracht, um brennbares Material in den Wohnräumen freizulegen und eine offene Sauerstoffzufuhr zu ermöglichen. Erst in einer zweiten Welle wurde die Stadt großflächig mit Stabbrandbomben eingedeckt.
Die völkerrechtliche Bewertung von Luftangriffen auf Städte zur Zeit des Zweiten Weltkrieges ist umstritten. Artikel 25 der Haager Landkriegsordnung verbietet zwar „das Angreifen von unverteidigten Städten, Wohnräumen und Gebäuden“, nur ist fraglich, ob das Vorhandensein von Flugabwehrbatterien bereits eine Verteidigung in diesem Sinne darstellt. Eine vom US-Militär eingerichtete Kommission stellte fest, dass mit dem Aufbau einer Luftverteidigung keine Stadt mehr „unverteidigt“ sei.[9] Darüber hinaus sei fraglich, ob die Vorschriften der Haager Landkriegsordnunug überhaupt auf den Luftkrieg anwendbar waren.
Demgegenüber bezeichnet der Historiker Gerd Ueberschär Luftangriffe wie die Bombardierung Dresdens als „militärisch sinnlos und nicht durch die allgemeinen Regeln des Kriegsvölkerrechts gedeckt“.[10] Ob Ueberschärs Darstellungen der „Komplexität historischer Abläufe genügend berücksichtigt“, stellt Thomas Widera vom Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung der Technischen Universität Dresden in Frage.[11] Die Historiker Götz Bergander[12][13], Helmut Schnatz[14] und Frederick Taylor[15], Matthias Neutzner [16]betrachten die Fragestellung, ob die Flächenbombardements deutscher Städte ein Kriegsverbrechen darstellen, differenzierter im komplexen historischen Kontext. Neutzner, Hesse und Reinhard erläutern, dass indessen kein international verbindliches Luftkriegsrecht den Schutz von Zivilisten garantierte.[17] Taylor lässt die Antwort beim Beispiel Dresden bewusst offen. Insbesondere Neutzner setzt sich in seinen Werken intensiv mit den diktumsgraduierenden, dramaturgischen Elementen solcher Darstellungen auseinander, die er „Konstanten“ einer „kollektiven Erzählung“ nennt. Viele überlieferte Darstellungen, die die Angriffe auf Dresden als „plötzliche“, „unerwartete“, „sinnlose Zerstörung“ einer „einzigartigen“ und „unschuldigen“ Stadt, „kurz vor dem Ende des Krieges“ beschrieben, ficht er an.[18]
Explizit verboten wurden Flächenbombardements erst im Jahr 1977 mit dem auch von Großbritannien und Deutschland ratifizierten Zusatzprotokoll zur Genfer Konvention.
Moralisch hingegen waren Angriffe auf die Zivilbevölkerung zu jeder Zeit - auch während des Krieges - geächtet und diskutiert. Die Alliierten versicherten in ihrer Propaganda, dass sich die Luftangriffe ausschließlich gegen Industrien richtete.[E5] Die nationalsozialistische Propaganda erklärte, dass die deutschen Luftangriffe „nur“ Vergeltungsmaßnahmen seien und man von sich aus den Kampf niemals auf Nichtkampfgebiet ausgedehnt hätte.
Die Angriffe der Royal Air Force auf deutsche Städte begannen mit dem Angriff auf Mönchengladbach am 12. Mai 1940 mit 35 Bombern. In der Folgezeit flog die RAF wiederholt kleinere Angriffe auf deutsche Städte.
Da zielgenaue Bomberangriffe, bestehend aus wenigen Maschinen hohe Verlustquoten aufwiesen und ihr Ziel meistens verfehlten, gingen die Alliierten ab 1942 dazu über, große Bomberschwärme mit über 1.000 Maschinen nach Deutschland zu schicken, um die Städte großflächig zu zerstören. Ziel war es, sowohl Militär, Infrastruktur und Industrien zu vernichten als auch die Moral der Bevölkerung zu brechen (siehe auch: Area Bombing Directive). Großstädte wie zum Beispiel Köln und zahlreiche Städte des Ruhrgebiets, aber auch Dresden, Hamburg, Braunschweig, Heilbronn, Kassel, Koblenz, Magdeburg, Pforzheim, Nürnberg, Schweinfurt, Wuppertal und Würzburg wurden großflächig zerstört, wobei Zehntausende Zivilisten verbrannten, erstickten oder unter den Trümmern begraben wurden.
Es entsprach dem ausdrücklichen Entschluss der Churchill-Regierung, den Tod von Zivilisten nicht nur in Kauf zu nehmen, sondern die Zivilbevölkerung zum Kriegsziel zu nehmen und die Luftangriffe so zu gestalten, dass eine möglichst hohe Anzahl Menschen dabei ums Leben kamen. Hintergrund war, die Moral der Bevölkerung zu brechen und das Vertrauen der Bevölkerung in die eigene Regierung zu untergraben. Diese Strategie wurde als „moral bombing“ bezeichnet. Zu einem hohen Prozentsatz wurden brandsetzende Bomben verwendet, die eine verheerende Wirkung in den Wohnvierteln der betroffenen Städte zeigten. Derart konstruierte Brandbomben wie beispielsweise die Elektron-Thermitstab-Brandbombe waren bereits lange vor dem Krieg konstruiert und getestet worden.[19] Arthur Harris, in der deutschen Bevölkerung bekannt als „Bomber-Harris“, entwickelte einen Plan zu einem Tausend-Bomber-Angriff mittels eines Bomberstroms, der die Wirkung auf das Ziel maximieren sollte. Gleichzeitig sollte eine Sättigung oder Überforderung des deutschen Nachtjäger-Leitsystems die britischen Verluste verringern.
Als Schutzmaßnahmen wurden in Deutschland große Flaktürme in bevölkerungsreichen Städten errichtet und Kinder und Mütter mit Säuglingen im Rahmen der Kinderlandverschickung aus bedrohten Städten evakuiert.
| Stadt | Angreifer | Erster Angriff | Schwerster Angriff | Ziele | Bombenlast (t) | Tote | Artikel | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Aachen[20] | RAF | Juli 1941 | ||||||
| Anklam | USAFF / RAF / Luftwaffe | 9. Oktober 1943 | 4. August 1944 | Flugplatz, Altstadt 70 % zerstört | 400 | |||
| Aschaffenburg[20] | USAFF | März 1945 | ||||||
| Augsburg[20] | RAF/USAAF | 17. August 1940 | 25./26. Februar 1944 | Schwerpunkte vor allem auf den Industrieanlagen von M.A.N. und Messerschmitt | 730 | ► | ||
| Berlin[20] | RAF/USAAF | 25. August 1940 | 30. März 1945 | Schwerpunkt war die Innenstadt innerhalb der Berliner Ringbahn | 68.285 | ~20.000 | ||
| Bingen[20] | USAAF | 29. September 1944 | 29. Dezember 1944 | rund 96 % des Stadtgebietes zerstört, Hauptziel Verschiebebahnhof Bingerbrück | ||||
| Bielefeld[20] | RAF | Juni 1940 | 30. September 1944 | 1.347 | ||||
| Bochum | 11.177 | |||||||
| Brandenburg an der Havel | RAF / USAFF | 31. März 1945 | ges. Stadtgebiet zu 15 % zerstört | |||||
| Braunschweig[20] | RAF | 17. August 1940[21] | 15. Oktober 1944[22] | 90 % der Innenstadt, 42 % Gesamtzerstörungsgrad[23] | 847 t[23] (nur 15. Oktober 1944) |
~1.000[24] (nur 15. Oktober 1944) |
||
| Bremen | RAF | 18. Mai 1940 | 18./19. August 1944 | 1120 to | 1050 | ► | ||
| Bremerhaven | RAF | 18. September 1944 | 18. September 1944 | ges. Stadtgebiet zu 57 % zerstört | 900 to | 618 | ► | |
| Breslau | RAF | 7. August 1944 | ||||||
| Bruchsal[20] | USAAF | 1. März 1945, 14.00 Uhr | rund 96 % der Innenstadt zerstört | ~1.000 | ||||
| Chemnitz[20] | RAF | 6. Februar 1945 | 5. März 1945 | Altstadt 95 % zerstört, ges. Stadtgebiet 75 % zerstört | 1971 to | >2100 | ► | |
| Cottbus | USAFF | 25. Oktober 1940 | 15. Februar 1945 | Bahnanlagen, Ind., südöstl. Z | ca. 1000 to | >1.000 | ► | |
| Danzig | RAF | Ind., Infra., Mili., Zivil. | ||||||
| Darmstadt | RAF | 11./12. September 1944 | Altstadt 99 % zerstört, ges. Stadtgebiet 78% | ca. 750 to[33] | 11.500 | ► | ||
| Dessau[20] | RAF | 7. März 1945 | ges. Stadtgebiet 80 % zerstört | |||||
| Dortmund | RAF | 5. Mai 1943 | 12. März 1945 | 4851 to[33] | 890 | |||
| Dresden | RAF | 7. Oktober 1944 | 13./14. Februar 1945 | Ind., Infra., Mili., Zivil. | 2660 to[33] | 18.000-25.000 | ||
| Duisburg | 30.535 | |||||||
| Düren | RAF | 12. Mai 1940 | 16. November 1944 | Infra., Mili.[E5], Zivil. | 1945 to | 3.106 | ► | |
| Düsseldorf | 18.652 | |||||||
| Erfurt[25] | RAF/USAAF | 26. Juli 1940 | 25. Februar 1945 | Ind., Infra., Mili., Zivil. | 1.100 | 1.535 | ||
| Essen | 36.825 | |||||||
| Emden[20] | RAF | 31. März 1940 | 6. September 1944 | ges. Stadtgebiet 80% zerstört | ||||
| Emmerich am Rhein[20] | RAF | 7. Oktober 1944 | ges. Stadtgebiet 97 % zerstört | |||||
| Frankfurt am Main | RAF/USAAF | 22. März 1944 | 29.209 | 5.559 | ||||
| Freiburg im Breisgau[20] | RAF | 27. November 1944 | ~3.000 | |||||
| Friedrichshafen | RAF | 28. April 1944 | ges. Stadtgebiet zu 75 % zerstört[20] | ~2.500 | ||||
| Fürth | USAFF | 25. April 1944 | ||||||
| Gelsenkirchen | 06.November 1944 | Zerstörung von 52 % der Häuser, 42 % sind beschädigt. 6 % können weiterbewohnt werden. 28 % der Industriebetriebe sind zerstört. | 22.885 | ca. 3.000 | ► | |||
| Gießen | RAF | 6. Dezember 1944 | ||||||
| Gütersloh | USAFF | 1940 | 26. November 1944 | 290 | ||||
| Halberstadt | RAF | 8. April 1945 | ~2.500 | |||||
| Hamburg | RAF | 18. Mai 1940 | 27./28. Juli 1943 | 2439 to[26] | ~35000[26] | ► | ||
| Hamm | RAF/USAAF | 1940 | 22. April 1944 | 1029 | ||||
| Hanau | RAF | ??.??.1944 | 19. März 1945 | ~2250 | ||||
| Hannover[20] | RAF | 19. Mai 1940 | 8./9. Oktober 1943 | 23.051 | ~4.000 | |||
| Hagen | RAF /USAFF | 15. Mai 1940 | 15. März 1945 | ~2.200 | ||||
| Heilbronn | RAF | 16. Dezember 1940 | 4. Dezember 1944 | Ind., Infra., Mili., Zivil. | ~6.500 | ► | ||
| Hildesheim[20] | RAF | 22. März 1945 | Altstadt zu 90 % zerstört | 1060 to | ≥ 1.006 [27] | ► | ||
| Homburg (Saar) | RAF/USAFF | 14. März 1945 | 220 | |||||
| Ingolstadt[20] | USAAF | 15. Januar 1945 | 9. April 1945 | ~650 | ► | |||
| Jena[20] | RAF | Feb. März 1945 | ges. Stadtgebiet 15 % zerstört | ~800 | ||||
| Jülich[20] | RAF | 16. November 1944 | ges. Stadtgebiet 97 % zerstört | |||||
| Kaiserslautern | RAF / USAAF | 7. Februar 1944 | 28. September 1944 | ~350 | ||||
| Karlsruhe | RAF | 10.598 | ||||||
| Kassel | RAF[20] | 22. Oktober 1943 | ca. 1400 to | ca. 7000 | ► | |||
| Kiel | 2. Juli 1940 | Werftanlagen, Wohnraum | 29.202 | 2.515 | ||||
| Koblenz[20][28] | RAF | 6. November 1944 | ges. Stadtgebiet 87 % zerstört | 1.016 | ► | |||
| Köln | RAF | 48.041 | ||||||
| Königsberg (Preußen)[20] | RAF | 26. August 1944 | 29. August 1944 | ~6.000 | ||||
| Landau in der Pfalz | USAFF | 1944 | 1945 | 586 | ||||
| Leipzig | RAF | 27. März 1943 | 4. Dezember 1943 | ca. 500 to | ~1.800 | ► | ||
| Ludwigshafen | RAF | |||||||
| Linz | RAF/ USAFF | 1944 | 1945 | 1.679 | ||||
| Lübeck | RAF | 28. März 1942 | 28. März 1942 | Altstadt 30% zerstört | 400 to | 320 | ► | |
| Magdeburg | RAF | 16. Januar 1945 | Altstadt zu 90 % zerstört | ca. 1200 to[33] | ~16000 | ► | ||
| Mannheim | 1. Juni 1940 | 25.181 | 2.171 | |||||
| Mainz[20] | RAF | 1942 | 27. Februar 1945 | ges. Stadtgebiet 80 % zerstört | ~1.200 | ► | ||
| Meiningen | USAAF | 23. Februar 1945 | Infrastruktur | ~150 | ~220 | |||
| Mönchengladbach | RAF/USAAF | 12. Mai 1940 | ||||||
| München | RAF | Sommer 1942 | 7. Februar 1945 | 27.111 | 6.500 | |||
| Münster | RAF/USAAF | 16. Mai 1940 | 25. März 1945 | > 1.600 | ||||
| Nordhausen[20] | RAF | 3. April 1945 | 4. April 1945 | ges. Stadtgebiet ca. 85 % zerstört | ~8.800 | |||
| Nürnberg | RAF | 21./22. Dezember 1940 | 2. Januar 1945 | Zerstörung der Bahn- und Industrienanlagen (MAN, Siemens-Schuckert) im Nürnberger Süden sowie der Altstadt (fast völlig zerstört) | 2300 to | 1800 | ► | |
| Offenbach am Main | RAF | 20. Dezember 1943 | 18. März 1944 | 467 | ► | |||
| Osnabrück[20] | RAF | 20. Juni 1942 | 13. September 1944 | Altstadt zu 94 % zerstört, gesamtes Stadtgebiet 65 % | ||||
| Paderborn[20] | RAF | 17. Januar 1945 | 23. März 1945 | ges. Stadtgebiet zu 85 % zerstört | ||||
| Pforzheim | RAF | 1. April 1944 | 23. Februar 1945 | ges. Stadtgebiet 83 % zerstört | 1575 to | ~18000 | ► | |
| Plauen | RAF | 12. November 1944 | 10. April 1945 | 75 % des Stadtgebiets zerstört | 1.965 | 2.340 | ||
| Posen | RAF | 29. Mai 1944 | ||||||
| Pirmasens | RAF | 9. August 1944 | 15. März 1945 | ~500 | ► | |||
| Potsdam | RAF | 14. April 1945 | ||||||
| Rees[20] | RAF | 16. Februar 1945 | ges. Stadtgebiet 76 % zerstört | |||||
| Remscheid[20] | RAF | 31. Juli 1943 | ges. Stadtgebiet 82 % zerstört | |||||
| Rostock | RAF | 1942 | 204 | |||||
| Rothenburg ob der Tauber | USAFF | 31. März 1945 | 31. März 1945 | 9 | 39 | ► | ||
| Saarbrücken | RAF | Ende Juli 1942 | 5. Oktober 1944 | ca. 1000 to | ca. 400 | ► | ||
| Stettin[20] | 1944 | |||||||
| Salzburg | ||||||||
| Solingen | RAF | 4./5. Oktober 1944 | 2,5 km² Innenstadt vollständig zerstört | 1.882 | ||||
| Stralsund[20] | USAFF | 6. Oktober 1944 | 248 to | ~800 | ► | |||
| Stuttgart | RAF | 25. August 1940 | 12. September 1944 | bei insgesamt 53 Luftangriffen 1940 bis 1945 im gesamten Stadtgebiet 68 % aller Gebäude zerstört | ca 670 to[33] | ~1000 | ► | |
| Swinemünde[20] | USAFF | 12. März 1945 | 1.609 to | 8.000 bis 23.000 (Flüchtlinge) | ► | |||
| Trier[20] | RAF | 19. Dezember 1944 | 23. Dezember 1944 | Stadtgebiet 41 % zerstört, Schwerpunkt Altstadt | 420 | |||
| Ulm[20] | RAF | 17. Dezember 1944 | Altstadt 81 % zerstört | |||||
| Wesel[20] | RAF | 16. Februar 1945 | 19. Februar 1945 | |||||
| Wilhelmshaven[20] | RAF | 5. September 1939 | 435 | |||||
| Wien | RAF/USAAF | 17. März 1944 | 12. März 1945 | 28 % Gebäudeschäden | 8.796 | ► | ||
| Wiener Neustadt | RAF/USAAF | 1944 | 1945 | Bombardierung wegen Luftfahrzeugindustrie, von 3.000 Häusern nur 18 unzerstört geblieben | ||||
| Wismar | RAF | 1942 | 14. April 1945 | |||||
| Worms[20] | RAF | 21. Februar 1945 | 18. März 1945 | 239 | ||||
| Wuppertal | 5.219 | ► | ||||||
| Würzburg | RAF | Februar 1942 | 16. März 1945 | Gesamtes Stadtgebiet 82 %; Altstadt über 90 % zerstört | 977 to | ~5.000 | ► | |
| Xanten[20] | RAF | 10. Februar 1945 | ||||||
| Zerbst[20] | RAF | 16. April 1945 | ges. Stadtgebiet 80 % zerstört |
| Stadt | Angreifer | Erster Angriff | Schwerster Angriff | Ziele | Bombenlast | Tote | Artikel |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Caen | |||||||
| Le Havre | |||||||
| Lorient | |||||||
| Saint-Nazaire | |||||||
| Straßburg |
Anders als in deutschen Großstädten gab es in London nur sehr wenig Luftschutzbunker. Daher suchte die Londoner Bevölkerung Schutz in den Tunneln und Stationen der Londoner U-Bahn. In einem Stollen wurde eine Munitionsfabrik betrieben und eine U-Bahnstation wurde zum Teil für Kabinettssitzungen benutzt.
Schon Mitte September zeichnete sich die Unterlegenheit der deutschen Luftwaffe ab. Der Luftkampf über englischem Gebiet ging an die Substanz der deutschen Luftwaffe. Um nach einem Luftkampf noch zurückfliegen zu können, blieben nur 15 Minuten Kampfzeit, ansonsten ginge die begrenzte Tankfüllung der Messerschmitt-Jagdflieger zur Neige. Abgeschossene oder notlandende Piloten wurden gefangengenommen, während britische Piloten meist am selben Tag wieder einsatzbereit waren. Am Morgen des 17. Septembers verschob Hitler die Operation Seelöwe, die Invasion Englands auf „unbestimmte Zeit“, am 12. Oktober verlautbarte Generalfeldmarschall Keitel: „Der Führer hat beschlossen, dass ab heute bis zum Frühjahr (1941) die Vorbereitungen zu „Seelöwe“ nur zu dem Zweck fortgeführt werden sollen, um England politisch und militärisch weiterhin unter Druck zu setzen“. Die Tagangriffe wurden aufgrund hoher Verluste ab dem 29. Oktober 1940 eingestellt. Vereinzelte Angriffe mit Bombern und Jagdbombern wurden jedoch weiterhin geflogen. Die Nachtangriffe wurden bis Mai 1941 weitergeführt.
| Stadt | Angreifer | Erster Angriff | Schwerster Angriff | Ziele | Bombenlast | Tote | Artikel |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bath | Luftwaffe | 25. April 1942 | |||||
| Belfast | Luftwaffe | 15. April 1941 | 1.000 | Belfast Blitz | |||
| Canterbury | Luftwaffe | 31. Mai 1942 | |||||
| Coventry | Luftwaffe | 14. November 1940 | 1.236 | ||||
| Exeter | Luftwaffe | 23. April 1942 | |||||
| London | Luftwaffe | 24. August 1940[E6] | |||||
| Norwich | Luftwaffe | 27. April 1942 | |||||
| York | Luftwaffe | 28. April 1942 |
| Stadt | Angreifer | Erster Angriff | Schwerster Angriff | Ziele | Bombenlast | Tote | Artikel |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Hiroshima | USAAF | 6. August 1945 | Ind., Infra., Mili., Zivil. | >200.000[E7] | ► | ||
| Nagasaki | USAAF | 9. August 1945 | Ind., Infra., Mili., Zivil. | >90.000[E7] | ► | ||
| Tokio | USAAF | 18. April 1942 | 9. März 1945 | Ind., Infra., Mili., Zivil. | ~100.000 | ► ► |
| Stadt | Angreifer | Erster Angriff | Schwerster Angriff | Ziele | Bombenlast | Tote | Artikel |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Belgrad | Luftwaffe | 6. April 1941 | Ind., Infra., Mili., Zivil. | 440t | 1.500-1.700 | ► |
| Stadt | Angreifer | Erster Angriff | Schwerster Angriff | Ziele | Bombenlast | Tote | Artikel |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nimwegen | RAF/USAFF | 22. Februar 1944 | |||||
| Rotterdam | Luftwaffe | 14. Mai 1940 | 14. Mai 1940 | Zivil. | 97t | 800-900 |
| Stadt | Angreifer | Erster Angriff | Schwerster Angriff | Ziele | Bombenlast | Tote | Artikel |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Frampol | Luftwaffe | 13. September 1939 | 13. September 1939 | ||||
| Warschau | Luftwaffe | 25. September 1939 | 25. September 1939 | 572t | |||
| Wieluń | Luftwaffe | 1. September 1939 | 1. September 1939 | Mili.[E8] | 1200 |
Obwohl die Schweiz im Zweiten Weltkrieg neutral war, wurden einige ihrer Städte und Bahnlinien Opfer von amerikanischen Bombardements. Luftangriffe gab es besonders in Grenznähe, doch auch Städte wie Basel (speziell Güterbahnhof Wolf) und Zürich (speziell Industriequartier Oerlikon) wurden getroffen. Besonders stark getroffen wurden das rechtsrheinische Schaffhausen (Altstadt, Bahnhof und Industrie bei Neuhausen) am 1. April 1944 (40 Tote) und Stein am Rhein am 22. April 1945 (neun Tote). Inwieweit diese Bombardierungen irrtümlich geschahen oder als Warnung der Schweiz durch die Alliierten zu sehen waren, ist noch immer Gegenstand von Spekulationen.
Siehe auch: Messerschmitt Me 262, Heinkel He 178, Heinkel He 280, Arado Ar 234
32. http://www.chemnitzer-friedenstag.de/2005/maerz.html#Info
33. http://www.ww2aircraft.net/forum/aviation/raf-bomber-command-diary-jan-1945-a-635.html http://raf.mod.uk/bombercommand/feb45.html http://www.historicum.net/themen/bombenkrieg/zeitleiste-chronik/1945/
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