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Die nachfolgende Liste nennt die Grafen, Herzöge und Großherzöge von Luxemburg in chronologischer Reihenfolge, gegliedert nach den jeweils regierenden Herrscherhäusern.
Luxemburg war bis 1795 Teil des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Sein Herrscherhaus stellte im Spätmittelalter mehrere römisch-deutsche Kaiser. Im 15. Jahrhundert fiel es durch Kauf zunächst an die Herzöge von Burgund, dann durch Heirat an das Haus Habsburg. Unter den Habsburgern gehörte es zunächst zu den Spanischen, dann zu den Österreichischen Niederlanden. Von 1795 bis 1815 bildete das Land das französische Département des Forêts. Der Wiener Kongress stellte Luxemburg 1815 als selbständiges Großherzogtum wieder her. Das Land war bis 1866 Mitglied des deutschen Bundes und blieb bis 1890 in Personalunion mit dem Königreich der Niederlande vereinigt.
[Bearbeiten] Grafen von Luxemburg
- Siegfried I., 963-998, Graf im Moselgau aus dem Haus der Herzöge von Lothringen, tauscht mit der Abtei St. Maximin in Trier Ländereien in Feulen gegen den Bockfelsen im Alzettetal
- Heinrich I., 998–1026, Sohn Siegfrieds, in Deutschland auch als Heinrich V. (Bayern) bekannt
- Heinrich II., 1026–1047, Sohn Friedrichs, als Heinrich VII. Herzog von Bayern
- Giselbert, 1047–1059, Graf von Salm, Bruder Heinrichs I.
- Konrad I., 1059–1086, Sohn Giselberts, nennt sich als erster "Graf von Luxemburg"
- Heinrich III., 1086–1096, Sohn Konrads I. (heiratet nicht und stirbt kinderlos), in Deutschland auch als Heinrich II. geführt.
- Wilhelm I., 1096–1131, Bruder und Nachfolger Heinrichs III. (heiratet 1105 Mathilde von Northeim)
- Konrad II., 1130–1136, Sohn Wilhelms I. (ohne Nachkommen)
Als Konrad II. als einziger Sohn von Wilhelm I. kinderlos stirbt und da auch Wilhelms Bruder Heinrich III. zuvor kinderlos verstorben war, geht Luxemburg auf Geheiß von Friedrich Barbarossa an Heinrich IV., genannt der Blinde über. Seine Mutter war Ermesinde die Tochter von Konrad I. und Schwester von Heinrich III. und Wilhelm I., sowie Tante von Konrad II. Sie war in erster Ehe verheiratet mit Albert II. von Dagsburg und in zweiter Ehe mit Gottfried von Namur (1068 † 1139), des Vaters von Heinrich dem Blinden. Dabei wird Luitgard (1120 † 1170), die Schwester von Konrads II., verheiratet mit Heinrich II. Graf von Grandpré (1125 † 1211) ebenso übergangen wie Hugo von Dagsburg, der Sohn Ermesindes aus ihrer ersten Ehe.
- Heinrich IV. der Blinde, Graf von Namur und Luxemburg 1136–1196, Sohn von Ermesinde und Gottfried von Namur; Ehemann in erster Ehe von Laurette d'Alsace († 1175) (Eheschliessung 1157, Trennung 1163), in zweiter Ehe von Agnès von Gueldern (Eheschliessung 1171).
- Ermesinde I., Erbin von la Roche und Durbuy, Tochter Heinrichs IV. und Agnes von Geldern. (heiratet in erster Ehe Graf Theobald von Bar 1196–1214 (Haus Scarponnois) und erhält durch dessen Verhandlungen mit Otto von Burgund die Grafschaft Luxemburg zurück.
- Walram IV. Herzog von Limburg, 1214–1226, 2. Ehemann Ermesinde I.
- Heinrich V. der Blonde, 1247–1281, Graf von Luxemburg und Laroche und Markgraf von Arlon, Sohn Walrams IV. und Ermesinde I.
- Heinrich VI., 1281–1288, Sohn Heinrichs V.
- Heinrich VII., 1288–1313, Sohn Heinrichs VI., als Heinrich VII. deutscher König 1308, Kaiser 1312
- Johann der Blinde, 1313–1346, Sohn Heinrichs VII., seit 1310 König von Böhmen
- Karl, 1346–1378, Sohn Johanns, als Karl IV. deutscher König 1346, Kaiser 1355, verpfändete sein Stammland 1349 an Kurtrier, übertrug es 1353 seinem Bruder Wenzel und erhob es 1354 zum Herzogtum
- Wenzel I., 1353–1383, Bruder Karls, zunächst Graf, ab 1354 Herzog von Luxemburg
- Wenzel II. der Faule, 1383–1388, Sohn Karls IV., deutscher König 1376, abgesetzt 1400, † 1419, verpfändete Luxemburg 1388 an seinen Vetter
- Jobst von Mähren, 1388–1411, Neffe Karls, Markgraf von Mähren seit 1375, deutscher König 1410
- Elisabeth von Görlitz 1411-1441, † 1451, Tochter Johanns von Görlitz und Erbin Jobsts von Mähren, letzte Herzogin aus dem Haus Luxemburg, regiert zeitweise allein, zeitweise gemeinsam mit ihren Ehemännern, verkauft Luxemburg 1441 an das Haus Burgund
[Bearbeiten] Herzöge von Luxemburg
- Maximilian I., 1482-1516 Ehemann und Erbe Marias von Burgund
- Karl V., 1516-1555 (abgedankt), Enkel Maximilians, Römisch-Deutscher Kaiser und König von Spanien
[Bearbeiten] Spanische Linie des Hauses Habsburg 1556-1684 und 1697-1700
- Karl II. 1697-1700, König von Spanien 1665-1700
[Bearbeiten] Spanische Linie des Hauses Bourbon
- Philipp V., 1700-1712, König von Spanien 1700-1746
[Bearbeiten] Österreichische Linie des Hauses Habsburg
[Bearbeiten] Großherzöge von Luxemburg
| Name |
Herrschaft |
Bemerkungen |
| Adolf I. (Adolphe) |
23. Nov. 1890 - 17. Nov. 1905 |
1866 von Preußen als Herzog von Nassau entthront, wurde er nach dem Aussterben des niederländischen Königshauses im Mannesstamm Großherzog von Luxemburg, da dort nur die männliche Erbfolge galt |
| Wilhelm IV. (Guillaume IV.) |
17. Nov. 1905 - 25. Feb. 1912 |
| Maria-Adelheid |
25. Feb. 1912 - 14. Jan. 1919 |
(entthront/abgedankt) |
| Charlotte |
14. Jan. 1919 - 12. Nov. 1964 |
(abgedankt zugunsten ihres Sohnes) (von 1940 bis 1945 im britischen Exil) |
| Jean |
12. Nov. 1964 - 7. Okt. 2000 |
(abgedankt zugunsten seines Sohnes) |
| Henri |
seit dem 7. Oktober 2000 |
[Bearbeiten] Literatur und Musik
- Max Wilberg, Regententabellen
- Klaus-Jürgen Matz, Wer regierte wann. Regententabellen zur Weltgeschichte, München 1980
- Franz Lehar, Der Graf von Luxemburg, Operette 1909
- Dorthe Kollo, Sind sie der Graf von Luxemburg, Schlagerlied 1967
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"Je rencontre quelques peines, je rencontre beaucoup de joie, c'est parfois une question de chance, souvent une rencontre de choix."