Netencyclo, The wikipedia mirror - The biggest multilingual encyclopedia : Leutwil

- Leutwil -

Leutwil :

Outils :

Vous avez un site web ? Un blog ?

 Netencyclo Directory Project 




Mettre en favoris !

Add to Netvibes
Technorati reactions
rencontre

Leutwil

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Leutwil
Wappen von Leutwil
Basisdaten
Kanton: Aargau
Bezirk: Kulm
BFS-Nr.: 4138i1f3f4
PLZ: 5725
Koordinaten: (655682 / 240133)47.3097228.175004613Koordinaten: 47° 18′ 35″ N, 8° 10′ 30″ O; CH1903: (655682 / 240133)
Höhe: 613 m ü. M.
Fläche: 3.75 km²
Einwohner: 735
(31. Dezember 2008)[1]
Website: www.leutwil.ch
Karte
Karte von Leutwil

ww

Leutwil (schweizerdeutsch: Lüüpu) ist eine Einwohnergemeinde im Bezirk Kulm im Schweizer Kanton Aargau. Sie liegt am westlichen Rand des Seetals.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Das lang gestreckte Dorf liegt auf einer Hochebene zwischen dem Seetal und der Homberg-Hügelkette, im Bereich einer Seitenmoräne, die während der Würmeiszeit beim Rückzug des Reussgletschers entstanden ist. Die Hochebene wird durch zwei kleine Bäche entwässert, die knapp zwei Kilometer weiter östlich in den Hallwilersee münden. Im Süden und Südwesten steigt das Gelände steil zur Egg (781 m ü. M.) bzw. zur Wandfluh (766 m ü. M.) an.

Die Fläche des Gemeindegebiets beträgt 375 Hektaren, davon sind 147 Hektaren bewaldet und 35 Hektaren überbaut. Der höchste Punkt befindet sich auf 781 Metern auf dem Gipfel der Egg, die tiefste Stelle liegt auf 510 Metern an der Grenze zu Boniswil.

Nachbargemeinden sind Dürrenäsch im Nordwesten, Boniswil im Nordosten, Birrwil im Südosten und Zetzwil im Südwesten.

[Bearbeiten] Geschichte

Die Gegend war bereits im 1. Jahrhundert v. Chr. besiedelt, wie ein keltisches Kindergrab belegt. Das heutige Dorf geht auf eine Gründung der Alamannen zurück. Der Dorfname stammt von der alemannischen Bezeichnung für «Hofsiedlung des Liuto». Die erste Erwähnung von Lutwile erfolgte relativ spät, am 2. Juli 1273, als das Stift Schönenwerd eine Wiese an die Dorfkirche abtrat. Neun Jahre zuvor hatte die Landesherrschaft von den Grafen von Kyburg zu den Habsburgern gewechselt. Inhaber der niederen Gerichtsbarkeit waren die Herren von Trostburg.

1415 eroberten die Eidgenossen den Aargau; Leutwil gehörte nun zum Untertanengebiet der Stadt Bern, dem so genannten Berner Aargau. Die Reformation wurde 1528 eingeführt. Die Herrschaft Trostburg war 1346 in den Besitz der Herren von Rinach gelangt, 1486 an die Herren von Hallwyl. Diese verkauften 1616 ihren Besitz an die Stadt Brugg. Bern duldete den Machtzuwachs seiner Untertanenstadt jedoch nicht und zog die Herrschaftsrechte an sich. Leutwil bildete daraufhin einen Teil des Gerichtsbezirks Trostburg innerhalb des Amtes Lenzburg. 149 Personen fielen 1628/29 einer Pestepidemie zum Opfer. Im März 1798 marschierten die Franzosen in die Schweiz ein, entmachteten die «Gnädigen Herren» von Bern und riefen die Helvetische Republik aus. Leutwil gehört seither zum Kanton Aargau.

Um 1720 etablierte sich die Baumwollweberei, die von den Bauern in Heimarbeit betrieben wurde. Die Handfabrikation wurde um 1840 durch die maschinelle Verarbeitung abgelöst. Die meisten Zigarrenfabriken, die Ende des 19. Jahrhunderts entstanden waren, mussten in den Krisenjahren während des zweiten Weltkriegs schliessen; der letzte Vertreter der Tabakindustrie stellte seinen Betrieb 1990 ein. Fast während des gesamten 20. Jahrhunderts stagnierte die Bevölkerungszahl. Aufgrund einer verstärkten Bautätigkeit ist sie jedoch seit 1980 um fast vierzig Prozent angestiegen.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Die erste Erwähnung der im romanischen Stil erbauten Kirche, die auf einem nach drei Seiten hin abfallenden Moränenausläufer liegt, erfolgte im Jahr 1273. Nach der Einbeziehung von Dürrenäsch in die Kirchgemeinde musste das Kirchenschiff an der Westseite verlängert werden. Die romanische Apsis wurde 1897 abgebrochen, gleichzeitig wurde die Kirche nach Osten hin erweitert und an der Südseite entstand ein neuer Turm. Während der Renovation der Kirche entdeckte man 1937 kunsthistorisch wertvolle Fresken aus dem 12. bis 15. Jahrhundert und legte diese frei.[2]

[Bearbeiten] Wappen

Die Blasonierung des Gemeindewappens lautet: «In Blau weisse Glocke.» Dieses redende Wappen (abgeleitet vom Wort läuten) ist aufgrund einer Fehldeutung des Dorfnamens entstanden und war erstmals 1748 auf einer Holzdecke in der Leutwiler Kirche abgebildet worden. Die heutige Form der Glocke, im Profil und mit erkennbarem Klöppel, wurde 1957 festgelegt.[3]

[Bearbeiten] Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung:[4]

Jahr 1653 1850 1900 1930 1950 1960 1970 1980 1990 2000
Einwohner 225 790 599 563 533 521 584 509 562 662

Am 31. Dezember 2007 lebten 726 Menschen in Leutwil, der Ausländeranteil betrug 5,9 %.[5] Bei der Volkszählung 2000 waren 72,4 % reformiert und 13,7 % römisch-katholisch; 1,0 % gehörten anderen Glaubensrichtungen an. 96,7 % bezeichneten Deutsch als ihre Hauptsprache, 1,1 % Englisch.[6]

[Bearbeiten] Politik und Recht

Die Versammlung der Stimmberechtigten, die Gemeindeversammlung, übt die Legislativgewalt aus. Ausführende Behörde ist der fünfköpfige Gemeinderat. Seine Amtsdauer beträgt vier Jahre und er wird im Majorzverfahren (Mehrheitswahlverfahren) vom Volk gewählt. Er führt und repräsentiert die Gemeinde. Dazu vollzieht er die Beschlüsse der Gemeindeversammlung und die Aufgaben, die ihm von Kanton und Bund zugeteilt wurden. Gemeindeammann der Amtsperiode 2006-2009 ist Walter Scheurer.

Für Rechtsstreitigkeiten ist das Bezirksgericht in Unterkulm zuständig. Auf kommunaler Ebene gibt es einen Friedensrichter, der auch für die Gemeinden Beinwil am See, Birrwil und Dürrenäsch verantwortlich ist.

[Bearbeiten] Wirtschaft

In Leutwil gibt es rund 200 Arbeitsplätze, davon 24 % in der Landwirtschaft, 54 % in der Industrie und 22 % im Dienstleistungsbereich.[7] Die wichtigsten Unternehmen sind zwei Betriebe, die auf Apparatebau sowie auf die Herstellung von Stoffdruckmaschinen spezialisiert sind. Die meisten Erwerbstätigen sind Wegpendler und arbeiten in den grösseren Ortschaften der Umgebung oder in der Region Aarau/ Lenzburg.

[Bearbeiten] Verkehr

Das Dorf liegt zwar etwas abseits der Hauptverkehrsachsen, ist aber durch gut ausgebaute Nebenstrassen mit dem Wynental und dem Seetal verbunden. Der Anschluss an das Netz des öffentlichen Verkehrs erfolgt durch die Buslinie Teufenthal - Seengen - Lenzburg der Gesellschaft Regionalbus Lenzburg.

[Bearbeiten] Bildung

Die Gemeinde verfügt über einen Kindergarten und eine Primarschule. Sämtliche Oberstufen der obligatorischen Volksschule können in Seengen besucht werden. Die nächstgelegene Kantonsschule (Gymnasium) befindet sich in Aarau.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsstatistik, 2. Halbjahr 2008 - Statistisches Amt des Kantons Aargau
  2. Michael Stettler: Die Kunstdenkmaeler des Kantons Aargau - Band I: Die Bezirke Aarau, Kulm, Zofingen. Birkhäuser Verlag, Basel 1948.
  3. Joseph Galliker, Marcel Giger: Gemeindewappen des Kantons Aargau. Lehrmittelverlag des Kantons Aargau, Buchs 2004. ISBN 3-906738-07-8
  4. Bevölkerungsentwicklung der Gemeinden im Bezirk Kulm - Statistisches Amt des Kantons Aargau
  5. Bevölkerungsstatistik 2. Halbjahr 2007 - Statistisches Amt des Kantons Aargau
  6. Gemeindeporträt - Statistisches Amt des Kantons Aargau
  7. Betriebszählung 2005 - Statistisches Amt des Kantons Aargau

[Bearbeiten] Weblinks

rencontre

Leutwil - En savoir plus

Rencontre Leutwil - Articles à  la une


"Je rencontre quelques peines, je rencontre beaucoup de joie, c'est parfois une question de chance, souvent une rencontre de choix."
© 2009 Netencyclo - Netencyclo Home - Terms of Service - Privacy Policy - Program Policies
Netencyclo, the Wikipedia mirror : the biggest multilingual free-content encyclopedia on the Internet. Cet article, miroir de l'article de Wikipédia est conforme aux termes de la GFDL All Wikipedia content is licensed under the GNU Free Documentation License (see details). Content on this web site is provided for informational purposes only. We accept no responsibility for any loss, injury or inconvenience sustained by any person resulting from information published on this site. We encourage you to verify any critical information with the relevant authorities.