| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Geografische Lage: | 51° 9' N, 13° 58' O Koordinaten: 51° 9' N, 13° 58' O | |
| Fläche: | 9 km² | |
| Einwohner: | 1054 (30. Juni 2005) | |
| Bevölkerungsdichte: | 117,1 Einwohner je km² | |
| Höhe: | 260,5 m ü. NN (Kirche) | |
| Offizielle Website: | www.leppersdorf.de | |
Leppersdorf ist ein Ortsteil der Gemeinde Wachau im Landkreis Bautzen, Sachsen.
Inhaltsverzeichnis |
Leppersdorf ist ein Ort in Ostsachsen zwischen Pulsnitz und Radeberg an der Poststraße (S 95). Das etwa 1.000 Einwohner zählende Dorf an der Kleinen Röder liegt unmittelbar an der Anschlussstelle Pulsnitz zur Autobahn A4. Die Landeshauptstadt Dresden ist etwa 15 Kilometer entfernt.
Die höchste Erhebung ist der nördlich des Dorfes gelegene 282,3 m ü. NN hohe Steinberg. Angrenzende Ortschaften sind Lichtenberg, Pulsnitz, Großröhrsdorf, Kleinröhrsdorf, Radeberg, Wachau und Feldschlößchen.
Leppersdorf ist ein so genanntes Waldhufendorf; die hier häufig bestehenden Dreiseithöfe mit angrenzendem Feldstück (früher: Hufe) sind längs zu der durch den Ort verlaufenden Hauptstraße angelegt. Es liegt am Rande des Landschaftsschutzgebietes Westlausitz und ist weitgehend von ausgedehnten landwirtschaftlichen Anbauflächen und zudem von vereinzelten zusammenhängenden Waldflächen umgeben, so das Landwehr im Südwesten und der Niederforst im Südosten und Osten des Dorfes.
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Quelle der Daten seit 1990: http://www.gemeinde-wachau.de
1337 wird der Ort deutschen Ursprungs erstmals urkundlich als Luprandisdorf [1] (nach dem Lokatornamen Liutbrand) erwähnt. Die Namensgebung erfolgte offenbar nach der im Mittelalter üblichen Benennung der neuen Siedlungen nach den Kolonistenführern. Weitere Dokumente aus den Jahren 1375 und 1393 berichten von Hans, Burggraf von Wittin, der Leppersdorf seiner Gemahlin Elisabeth zum Leibgedinge verschrieb.
Leppersdorf entstand aufgrund der sehr feuchten und sumpfigen Umgebung als Fischerort, denn landwirtschaftlich konnten nur die umliegenden Hänge genutzt werden. Die zahlreich vorhandenen, durch so genannte Fischmeister verwalteten, kurfürstlichen Teiche waren somit die Haupterwerbsquelle der Bewohner.
Im Dreißigjährigen Krieg erlitt der Ort schwere Zerstörungen, doch neben den Verwüstungen kaiserlicher Truppen dürfte bereits eine 1631 wütende Pestepidemie die meisten Einwohner vertrieben haben. Am Rande eines Waldstücks südöstlich des Ortes verweist ein Metallkreuz auf die Stelle eines ehemaligen Pestfriedhofes aus dem Jahre 1584/85.
Mitte des 19. Jahrhunderts war Leppersdorf ein vorwiegend von Handwerk und Landwirtschaft geprägter Ort mit etwa 740 Einwohnern, bestehend unter anderem aus 32 Bauerngütern, zwei Mühlen und einem Erbgericht. Viele der ansässigen Bewohner verdingten sich zudem als Leinenweber. Mit der Industrialisierung Sachsens waren viele Bewohner des Dorfes als Bau- und Industriearbeiter in der näheren Umgebung beschäftigt. Zudem begünstigte die seit etwa 1825 bestehende Lage an der Alten Poststraße zwischen Dresden und Kamenz eine rasche Entwicklung des Ortes.
Die weitere Besiedelung des Dorfes erfolgte in den letzten Jahren durch die Entstehung des Neubaugebietes „Waldblick“ mit Ein- oder Mehrfamilienhäusern am südwestlichen Ortsausgang. Landwirtschaft wird heute nur noch vereinzelt betrieben. Mit der Ansiedelung von Kleinbetrieben und dem Bau eines hochmodernen Milchverarbeitungswerkes kam es zu grundlegenden Veränderungen innerhalb der wirtschaftlichen Strukturen des Dorfes. Das Milchwerk der Sachsenmilch AG beschäftigt etwa 1.700 Mitarbeiter und erreicht eine Jahresproduktionskapazität von ca. 1,6 Milliarden Litern Milch.[2] Im Jahr 2006 wurde die Errichtung eines Ersatzbrennstoffheizkraftwerkes in unmittelbarer Nähe des Milchwerkes zur Optimierung von dessen Stromversorgung geplant. Allerdings lehnte ein Bürgerentscheid in der Gemeinde Wachau vom 10. Dezember 2006 mit einer Mehrheit von 65,47% bei 2.578 gültigen Stimmen den Bau der Müllverbrennungsanlage ab.Im jahr 2007 wurde das Projekt "Müllverbrennung" von Müllermilch erneut in Angriff genommen. Für die Müllverbrennungsanlage wurde ein neuer Standort (350 m vom Alten entfernt) gewählt, um den Bürgerentscheid zu umgehen.[3]
Die Leppersdorfer Dorfkirche, ursprünglich Begräbniskapelle, entstand nachweislich erst nach den Hussitenkriegen im 15. Jahrhundert. Der einfach gehaltene, von einem Satteldach mit spitzem achtseitigem Dachreiter gedeckte Saalbau und die östlich anliegende Sakristei stammen von etwa 1680, der aus gebranntem Ton gefertigte und mit einem Zinnbecken versehene Taufstein von 1794.
Der Innenraum wird nach oben hin von einer flachen, bemalten Felderdecke begrenzt. Die an drei Seiten angeordneten Emporen zeigen wie das frühbarocke Gestühl auf den Brüstungsfeldern ländliche Malereien. Altar und Kanzel weisen im Gesamtbild der Innengestaltung sakrale Themen auf, so findet sich im Mittelbild des Altars die Kreuzigungsszene und auf der Kanzel eine Darstellung der vier Evangelisten. Das Geläut der Kirche setzt sich aus drei Glocken aus dem 16. und 17. Jahrhundert zusammen. Die kleine Glocke von 1538, die mittlere von um 1500 und die mit Marken versehene (die Weinranken und Wappen zeigen), am Halse verzierte große Glocke von 1670, sind bis heute in Gebrauch. Die Leppersdorfer Kirche ist eine Filialkirche der Ev.-luth. St.-Nicolai-Kirchgemeinde in Pulsnitz.
Das granitene Steinkreuz [4] an der nördlichen Friedhofsmauer soll angeblich an die Hussitenkriege oder aber an eine Pestepidemie erinnern. Auf dem Friedhof befindet sich zudem ein Mahnmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Die sandsteinerne Distanzsäule an der Staatsstraße am Abzweig nach Lichtenberg stammt von 1836.
Bereits um 1540 verfügte Leppersdorf über einen eigenen Dorflehrer. Der später zum Wohnhaus umfunktionierte alte Schulbau wurde durch das heute noch genutzte Gebäude im Jahre 1908 ersetzt. An der Grundschule werden nur noch Schüler von der 1. bis zur 4. Klassenstufe unterrichtet, höherklassige Schulen befinden sich in Radeberg.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."