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Lemwerder

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Lemwerder
Lemwerder
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lemwerder hervorgehoben
53.1666666666678.61666666666671Koordinaten: 53° 10′ N, 8° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Wesermarsch
Höhe: 1 m ü. NN
Fläche: 36,38 km²
Einwohner: 7196 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 198 Einwohner je km²
Postleitzahl: 27809
Vorwahl: 0421
Kfz-Kennzeichen: BRA
Gemeindeschlüssel: 03 4 61 006
Gemeindegliederung: 19 Ortsteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: Stedinger Str. 51
27809 Lemwerder
Webpräsenz:
Bürgermeister: Hans-Joachim Beckmann (SPD)
Lage der Gemeinde Lemwerder im Landkreis Wesermarsch
Karte

Lemwerder ist eine Gemeinde im Landkreis Wesermarsch in Niedersachsen (Deutschland).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

[Bearbeiten] Geographische Lage

Die Gemeinde liegt im Süden der Wesermarsch auf der linken Weserseite gegenüber von Bremen-Vegesack

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Lemwerder besteht aus folgenden 19 Ortsteilen: Altenesch, Bardewisch, Bardewischermoor, Barschlüte, Braake, Butzhausen, Deichshausen, Dunwarden, Dunwarderfelde, Hörspe, Husum, Krögerdorf, Krögerdorfermoor, Lemwerder, Ochtum, Ritzenbüttel, Sannau, Süderbrook und Tecklenburg.

[Bearbeiten] Geschichte

St.-Veit-Denkmal in Altenesch

Die erste urkundliche Erwähnung bezieht sich auf das Jahr 1063 n. Chr., als das noch unbesiedelte Gebiet "Aldenabrock" durch König Heinrich IV. in den Besitz der Kirche überging. Mit der Errichtung des Weserdeiches um das Jahr 1100 begann die eigentliche Besiedlung, vorwiegend durch niederländische Einwanderer, des "Landes am Gestade" - daher der Name Stedingen. Übermäßige Abgaben ("Zehnt") waren Anlass zur Fehde mit dem Erzbischof von Bremen und führten zum Freiheitskampf der Stedinger. In der Schlacht bei Altenesch am 27. Mai 1234 wurden die Stedinger von einem überlegenen Kreuzfahrerheer mit Teilnehmern aus ganz Europa vernichtend geschlagen.

Lemwerder wie ganz Stedingen wurde von über 50 verheerende Sturmfluten heimgesucht. Von einer dieser Naturkatastrophen zeugt die 1478 eingerissene "Nobiskuhle" im Ortsteil Braake. Aufgrund der Flutkatastrophe von 1962 wurden umfangreiche Hochwasserschutzmaßnahmen realisiert.

Seit dem Mittelalter besteht die Fährverbindung zwischen Lemwerder und Vegesack. Durch Vertrag zwischen Oldenburg und Bremen wurde 1576 bestimmt, dass die Bremer die Fähre behalten sollten.

Von 1500 bis 1862 stellte Lemwerder den weitaus größten Anteil aller Eismeermannschaften für den Robben- und Walfang. Die Nachfahren fanden Arbeit in den immer mehr wachsenden Boots- und Schiffswerften am Stedinger Deich.

Später siedelten sich die noch heute bedeutsamen Industriebetriebe an. 1936 wurden die Weser-Flugzeugwerke gebaut. Die Entwicklung von Flugzeugen und das Einfliegen aller Serienmaschinen machten den Bau einer entsprechenden Start- und Landebahn notwendig. Die Aufwärtsentwicklung wurde unterbrochen durch den Zweiten Weltkrieg. Am 18. März und am 8. Oktober 1943 war Lemwerder von Flugzeugangriffen betroffen, welche 52 Todesopfer und umfangreiche materielle Schäden verursachten (der Ortsteil Lemwerder-West wurde nahezu vollkommen zerstört).

In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg entstand die Gemeinde durch Eingemeindung der heutigen Ortsteile in ihrer jetzigen Form und die Siedlungsfläche wurde erheblich erweitert, zuerst durch die Aufnahme Heimatvertriebener, später durch den Zuzug von Neubürgern insbesondere aus dem benachbarten Bremen.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der auf 5 Jahre gewählte Gemeinderat besteht aus 20 Ratsmitgliedern. Die Sitze verteilen sich nach der Wahl im September 2006 wie folgt:

[Bearbeiten] Bürgermeister

Der hauptamtliche Bürgermeister wird seit 2006 für 8 Jahre gewählt. Hans-Joachim Beckmann (SPD) hat das Amt seit der vorletzten Wahl im September 2001 inne und wurde im September 2006 bis zum 31. Oktober 2014 wiedergewählt.

[Bearbeiten] Gemeindepartnerschaft

Seit dem 6. Januar 2001 besteht mit der Gemeinde Gerwisch aus dem Landkreis Jerichower Land in Sachsen-Anhalt eine Gemeindepartnerschaft.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Musik

[Bearbeiten] Bauwerke

Kapelle am Deich
Ochtum-Sperrwerk

[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

[Bearbeiten] Straßenverkehr

Lemwerder ist über die B 212 gut zu erreichen. In Richtung Bremen-Vegesack gibt es eine Weser-Fähre. In den Verkehrsverbund Bremen-Niedersachsen (VBN) einbezogene Linienbusse verbinden Lemwerders Ortsteile untereinander und mit Nachbarorten.

[Bearbeiten] Schienenverkehr

Lemwerder liegt an der Bahnstrecke der Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahn nach Delmenhorst. Allerdings gibt es auf dieser Bahnstrecke keinen Personenverkehr mehr.

[Bearbeiten] Flugverkehr

Der nächste internationale Flughafen befindet sich in Bremen. Lemwerder selbst besitzt einen kleinen Sonderflughafen der EADS.

[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen

Die Werft Abeking & Rasmussen und die Segelmacherei Beilken haben ihren Sitz in Lemwerder. In Lemwerder ist auch eine Produktionsstädte der Lürssen Werft. Überregionale Bedeutung hat der zu EADS gehörender Flugzeugbauer ASL (Aircraft Services Lemwerder), welcher im Konzern die Aufgaben der Montage von Strukturbauteilen, Ersatzteilefertigung, Reparatur und Wartung von Komponenten für Militärflugzeuge übernimmt.

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