| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Direktionsbezirk: | Dresden | |
| Landkreis: | Bautzen | |
| Höhe: | 123 m ü. NN | |
| Fläche: | 41,87 km² | |
| Einwohner: | 9702 (31. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 232 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 02991 | |
| Vorwahl: | 035722 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BZ | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 6 25 310 | |
| Stadtgliederung: | 6 Gemeindeteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Karl-Liebknecht-Str. 18 02991 Lauta |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Hellfried Ruhland (Freie Wähler) | |
Lauta, sorbisch Łuty, ist eine Kleinstadt im Norden des sächsischen Landkreises Bautzen. Lauta erhielt 1965 als einzige Gemeinde des oberlausitzischen Kreises Hoyerswerda in dessen über 40-jährigen Geschichte das Stadtrecht verliehen.
Inhaltsverzeichnis |
Das Gemeindegebiet befindet sich am südlichen Rand des Lausitzer Seenlandes, südlich der Schwarzen Elster. Die Stadt grenzt im Westen an die Vororte der brandenburgischen Stadt Senftenberg, deren Stadtzentrum etwa 15 Kilometer entfernt liegt. In östlicher Richtung liegt, ebenfalls rund 15 km entfernt, Hoyerswerda. Der Erikasee befindet sich im Gemeindegebiet, der Senftenberger See etwas westlich davon.
Durch das Stadtgebiet führen die Bundesstraße 96 und die Bahnstrecke Hoyerswerda–Ruhland–Dresden/Leipzig.
Das Dorf Lauta wurde im Jahr 1374 als Luthe erstmals urkundlich erwähnt. Die Kirche wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört und 1652 wieder aufgebaut.
Bekannt wurde Lauta vor allem durch das Lautawerk der Vereinigten Aluminiumwerke A.G., eine im Ersten Weltkrieg gebaute Aluminiumhütte, auf die wiederum der Produktname Lautal (Kunstwort) zurückgeht. Mit dem Bau der Aluminiumhütte erfolgt der Aufbau einer gleichnamigen Barackensiedlung östlich des Dorfes. Massive Wohnungen für Arbeiter entstanden 1918 durch den Aufbau der nördlich des Werks gelegenen Gartenstadt Lauta-Nord. 1928 entstand die Gartenstadt Erika aus Entwürfen des Architekten Ewald Kleffel.
Die für das Bauhaus in Dessau verwendeten Aluminium-Beschläge (Türgriffe etc.) der Marke BALUMIN (Al) der Firma Batz & Co kamen aus dem Aluminiumwerk und waren eine im Lautawerk unter der Bezeichnung G54 gefertigten Legierung. 1943 erfolgte der Bau des Bahnhofs für das Lautawerk. Im Zweiten Weltkrieg waren im Lautawerk 4.000 osteuropäische Zwangsarbeiter, insbesondere Juden, eines nahegelegenen Zwangsarbeiterlagers eingesetzt. Außerdem bestand ein Außenlager des KZ Auschwitz. An den unsäglichen Lebensbedingungen gingen viele zugrunde.
Der Werkleiter des Volkseigenen Betriebes war von 1956 bis 1963 Dipl.-Chemiker Alfred Götze.
1952 wurde das Dorf Lauta in den Ort Lautawerk eingemeindet, dabei übernahm die Gemeinde den Namen Lauta, während das Dorf den Namen Lauta-Dorf bekam. Die zum Kreis Hoyerswerda gehörende Gemeinde erhielt 1963 das Stadtrecht.
Auf dem alten Werksgelände entstand in einer Bauzeit von zwei Jahren (2002–2004) eine thermische Abfallbehandlungsanlage, die TA Lauta. Ein lokaler Bürgerentscheid hat sich gegen diese Anlage ausgesprochen.
Die Sanierung des Grundwassers der ökologischen Altlast in Lauta wurde abgeschlossen, die Reinigungsanlage für das Grundwasser wurde Ende Oktober 2007 abgeschaltet. Die Messwerte der letzten zwölf Wochen ergaben so geringe Schadstoffmengen, dass künftig das Grundwasser unbehandelt in das Gewässer geleitet werden kann [2].
Ortsteile sind Lauta, Lauta-Dorf, Laubusch (seit dem 1. Januar 2001) sowie Leippe, Torno und Johannisthal (seit dem 1. Januar 2007). Die drei Ortsteile Leippe, Torno und Johannisthal waren als Ortschaft unter dem ehemaligen Gemeindenamen Leippe-Torno zusammengeschlossen.
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