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Langennaundorf
Gemeinde Uebigau-Wahrenbrück
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| Koordinaten: | 51° 36′ N, 13° 21′ O51.60472222222213.34166666666788Koordinaten: 51° 36′ 17″ N, 13° 20′ 30″ O |
| Höhe: | 88 m |
| Einwohner: | 345 |
| Postleitzahl: | 04938 |
| Vorwahl: | 035365 |
Langennaundorf ist ein Ortsteil der Gemeinde Uebigau-Wahrenbrück im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg. Traurige Bekanntheit erlangte der Ort vor allem als Station des Verlorenen Zuges, welcher im April 1945 ca. 2500 jüdische Häftlinge vom KZ Bergen-Belsen ins KZ Theresienstadt bringen sollte. Nach langer Irrfahrt erreichte der Zug am 20. oder 21. April Langennaundorf. Hier musste der Zug bei Kilometer 101,6 halten, da die Weiterfahrt aufgrund der zerstörten Brücke über die Schwarze Elster nicht möglich war. Der Zug musste umkehren und strandete schließlich am 23. April in Tröbitz. Heute erinnert ein Gedenkstein an die Opfer.
Langennaundorf liegt am Kreuzungspunkt der B 101 zwischen Berlin und Dresden und der L 60 zwischen Finsterwalde und Falkenberg/Elster. Als ein typisches Angerdorf ist es geprägt durch die zahlreichen Angerwege und die mit rotem und gelbem Klinker besetzten Bauernhöfe.
Schon in der Vergangenheit lag der kleine Ort an einer Hauptverkehrsstraße, auf der im Mittelalter Waren wie Gewürze und Webstoffe transportiert wurden. Hier führte die ehemalige Handelsstraße (Salzstraße) von Halle (Saale)-Leipzig-Torgau kommend nach Breslau.
Bis zu der Zeit der Industrialisierung war Langennaundorf durch Ackerbau und Viehzucht geprägt. Erst durch den beginnenden Bergbau im Braunkohletagebau-Gebiet Wildgrube/Tröbitz/Domsdorf fanden die Einwohner eine weitere Erwerbsmöglichkeit.