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Landkreis Jerichower Land :

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Landkreis Jerichower Land

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Der Landkreis Jerichower Land ist ein Landkreis im Nordosten des Landes Sachsen-Anhalt. Nachbarkreise sind im Nordwesten und Norden der Landkreis Stendal, im Nordosten der brandenburgische Landkreis Havelland, im Osten der ebenfalls brandenburgische Landkreis Potsdam-Mittelmark, im Süden der Landkreis Anhalt-Bitterfeld, im Südwesten der Salzlandkreis und die kreisfreie Stadt Magdeburg sowie im Westen der Landkreis Börde.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Die wichtigsten Gewässer im Landkreis Jerichower Land sind - neben der Elbe - der Elbe-Havel-Kanal, die Ehle, die Nuthe, die Ihle und der Tucheim-Parchener Bach. Der Kreis hat Anteil am Fläming.

[Bearbeiten] Geschichte

Der Landkreis entstand zuerst 1994 durch Vereinigung der Kreise Burg und Genthin sowie der Gemeinde Mangelsdorf des Kreises Havelberg. Er führte die Tradition der alten preußischen Landkreise Jerichow I und Jerichow II fort.

Bei der Kreisreform Sachsen-Anhalt 2007 wurde dieser Landkreis aufgelöst und ein neuer, größerer Landkreis mit gleichem Namen gebildet. Der Süden des neuen Landkreises besteht aus Gemeinden, die zuvor dem Landkreis Anhalt-Zerbst angehört hatten.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Wappen

Das Wappen wurde am 12.September 1995 durch das Innenministerium genehmigt.

Blasonierung: „Gespalten von Blau und Silber, vorn ein silberner Pfahl, hinten ein schwarzer silbern konturierter und rotbewehrter Kranich.“

Farben des Landkreises: Silber (Weiß)/Blau

Der silberne Pfahl symbolisiert den Elbe-Havel-Kanal als wichtige Wasserstraße des Jerichower Landes und deutet gleichzeitig auf die Elbe als westliche Kreisgrenze hin. Der im Kreisgebiet beheimatete Kranich besiedelt jährlich die Elbauen und stellt somit ein Sinnbild für Landschaft und Natur dar.

[Bearbeiten] Wirtschaft

Das Jerichower Land ist heute neben dem Saalekreis und dem Landkreis Börde einer der wirtschaftlich stärksten Regionen von Sachsen-Anhalt. Zum einen profitiert der Landkreis durch seine Nähe zu Magdeburg. Zum anderen hat sich besonders im Raum Burg eine stetig wachsende Wirtschaft entwickelt.

Als Schwerpunkte sind zu nennen:

[Bearbeiten] Verkehr

Die Kreisstadt Burg wurde – ebenso wie Genthin – schon 1846 durch die Berlin-Potsdam-Magdeburger Eisenbahn-Gesellschaft an das Fernbahnnetz angeschlossen. Dieses Unternehmen eröffnete 1874 auch die Strecke Dessau–Magdeburg, die sich in Biederitz mit der älteren vereinigte.

Die erste Nebenstrecke wurde von der Preußischen Staatsbahn 1892 erbaut und verlief von Biederitz über Möckern nach Loburg. Dort fand sie Anschluss an das ausgedehnte Schmalspurnetz der Kleinbahnen des Kreises Jerichow I, das 1896 von der Kreisstadt Burg ausgehend auf zwei parallelen Trassen, die sich in Magdeburgerforth vereinigten, nach Ziesar führte. Die Verbindung Groß Lübars–Loburg–Gommern folgte im Jahre 1903. Wegen des Truppenübungsplatzes in Altengrabow wurde die Trasse zur Staatsbahn nach Loburg als Dreischienengleis ausgebaut.

In Ziesar – jetzt zum Land Brandenburg gehörig – schloss sich an die Schmalspurbahnen das normalspurige Kleinbahnnetz der Genthiner Eisenbahn AG an, das aus mehreren selbständigen Betrieben zusammengewachsen ist. Den Kreis Jerichower Land betreffen folgende Teilstrecken (mit Eröffnungsjahr):

Damit waren Eisenbahnstrecken in einer Länge von rund 260 Kilometer im heutigen Kreisgebiet vorhanden; davon sind inzwischen über 160 Kilometer für den Personenverkehr stillgelegt worden:

Jahr Strecke Spurweite Länge
1951 Rogäsen–Karow 1435 mm 02 km
1960 Loburg–Kressow–Gommern 0750 mm 07 km
1965 Burg Klb–Magdeburgerforth–Ziesar Ost 0750 mm 34 km
Burg Zerbster Tor–Großlübars 0750 mm 28 km
Altengrabow–Magdeburgerforth Bf 0750 mm 06 km
1967 Genthin–Kuxwinkel–Milow 1435 mm 16 km
1999 Loburg–Lübars–Altengrabow 1435 mm 07 km
Güsen–Jerichow 1435 mm 21 km
Güsen–Paplitz–Ziesar 1435 mm 23 km
Genthin Klb–Jerichow–Schönhausen–Sandau 1435 mm 20 km

Die Kleinbahn und Kraftwerk Pretzien GmbH war eine Schmalspurbahn, die nur dem Güterverkehr diente.

Durch das Jerichower Land verläuft außerdem die BAB 2.

[Bearbeiten] Städte und Gemeinden

(Einwohner am 31. Dezember 2007)

Einheitsgemeinden


Verwaltungsgemeinschaften mit ihren Mitgliedsgemeinden

* Sitz der Verwaltungsgemeinschaft

  1. Biederitz (4.540)
  2. Gerwisch (2.628)
  3. Gübs (343)
  4. Hohenwarthe (1.466)
  5. Königsborn (595)
  6. Körbelitz (482)
  7. Lostau (1.930)
  8. Möser * (2.662)
  9. Pietzpuhl (253)
  10. Schermen (1.518)
  11. Woltersdorf (389)
  1. Brettin (825)
  2. Demsin (372)
  3. Jerichow, Stadt (2.234)
  4. Kade (735)
  5. Karow (459)
  6. Klitsche (352)
  7. Nielebock (232)
  8. Redekin (682)
  9. Roßdorf (529)
  10. Schlagenthin (827)
  11. Wulkow (390)
  12. Zabakuck (210)
  1. Genthin, Stadt * (13.899)
  2. Gladau (694)
  3. Paplitz (348)
  4. Tucheim (1.349)
  1. Dörnitz (246)
  2. Drewitz (397)
  3. Grabow (679)
  4. Hobeck (484)
  5. Krüssau (249)
  6. Küsel (132)
  7. Loburg, Stadt (2.276)
  8. Magdeburgerforth (251)
  9. Möckern, Stadt * (7.322)
  10. Reesdorf (158)
  11. Reesen (560)
  12. Rietzel (150)
  13. Rosian (572)
  14. Schopsdorf (290)
  15. Schweinitz (Fläming) (289)
  16. Stresow (139)
  17. Tryppehna (271)
  18. Wallwitz (184)
  19. Wüstenjerichow (125)
  20. Zeddenick (139)

[Bearbeiten] Weblinks

Commons
 Commons: Landkreis Jerichower Land – Bilder, Videos und Audiodateien

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