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Landkreis Hof :

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Landkreis Hof

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Hof Deutschlandkarte, Position des Landkreises Hof hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Verwaltungssitz: Hof
Fläche: 892,6 km²
Einwohner: 104.876 (30. Sep. 2006)
Bevölkerungsdichte: 118 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: HO
Kreisschlüssel: 09 4 75
Kreisgliederung: 27 Gemeinden
Adresse der Kreisverwaltung: Schaumbergstr. 14
95032 Hof
Webpräsenz:
Landrat: Bernd Hering (SPD)
Lage des Landkreises Hof in Bayern
Karte

Der Landkreis Hof liegt im Nordosten des Regierungsbezirks Oberfranken in Bayern. Kreissitz ist die Stadt Hof, die selbst nicht zum Landkreis gehört.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Das Gebiet des Landkreises hat eine Ausdehnung von etwa 35 km in Nord-Süd- wie in West-Ost-Richtung. Nachbarkreise sind im Norden der thüringische Saale-Orla-Kreis, im Osten der sächsische Vogtlandkreis und der tschechische Bezirk Eger (Okres Cheb), im Süden der Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge und der Landkreis Bayreuth sowie im Westen der Landkreis Kulmbach und der Landkreis Kronach. Die kreisfreie Stadt Hof ist ganz vom Landkreis Hof umgeben, gehört aber selbst nicht zum Kreisgebiet. Die Grenze zu Tschechien ist etwa 25 km lang.

Geographisch gliedert sich das Gebiet des Landkreises in vier Landschaften: Im Nord-Westen liegen die Ausläufer des Frankenwaldes mit seiner höchsten Erhebung, dem Döbraberg (795 m), und das Selbitztal. Die Selbitz entspringt im südlichen Landkreis und fließt dann nach Norden unter anderem durch die Städte Selbitz und Naila, um an der Kreisgrenze in die Saale zu münden, die ihrerseits ebenfalls im Süden des Kreisgebiets entspringt und östliche der Selbitz unter anderem durch die Kreisstadt Hof fließt. Im Osten des Kreisgebietes liegt das Bayerische Vogtland. Im Süden ziehen sich die Ausläufer des Fichtelgebirges mit dem Großen Waldstein (878 m) hin. Zwischen dem Frankenwald und dem Fichtelgebirge liegt die Münchberger Gneisplatte. Sie wird vor allem landwirtschaftlich genutzt.

[Bearbeiten] Geschichte

Das Gebiet des Landkreises Hof gehörte bis zum 16. Jahrhundert überwiegend zum Markgraftum Brandenburg-Bayreuth. 1792 fiel es an das Königreich Preußen, anschließend an Frankreich. 1810 kam das Kreisgebiet schließlich zu Bayern. 1812 wurden die Landgerichte Hof, Münchberg, Naila, Rehau und Selb gebildet. Die Stadt Hof wurde kreisunmittelbare Stadt. Die Verwaltungs- und Gerichtsbezirke gehörten zum Mainkreis, der ab 1817 als Obermainkreis und ab 1838 als Oberfranken bezeichnet wurde. 1852 wurde die Distriktgemeinde Hof gebildet.

1862 entstanden aus dem Landgerichtsbezirk Hof das Bezirksamt Hof, aus dem Landgerichtsbezirk Münchberg das Bezirksamt Münchberg, aus dem Landgerichtsbezirk Naila das Bezirksamt Naila und aus den Landgerichtsbezirken Selb und Rehau das Bezirksamt Rehau. Das Bezirksamt Rehau wurde 1879/80 durch Abgabe einiger Gemeinden an das Bezirksamt Hof etwas verkleinert. 1919 schied die Stadt Selb aus dem Bezirksamt Rehau aus und wurde kreisunmittelbare Stadt. 1929/31 nahm das Bezirksamt Naila einige Gemeinden des aufgelösten Bezirksamts Teuschnitz und das Bezirksamt Münchberg einige Gemeinden des aufgelösten Bezirksamts Berneck auf.

1939 wurden aus den bisherigen Bezirksämtern Hof, Naila, Münchberg und Rehau die Landratsämter und aus den Bezirken die Landkreise. 1940 wurde Selb wieder in den Landkreis Rehau eingegliedert, doch wurde dies 1946 wieder rückgängig gemacht.

Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern 1972 wurde der Landkreis Hof um den Landkreis Naila, den Landkreis Münchberg (ohne Gefrees und Streitau), den nördlichen Teil des Landkreises Rehau sowie die Gemeinde Dürrenwaid (Landkreis Kronach), die der Gemeinde Geroldsgrün angegliedert wurde, vergrößert. Der südliche Teil des Landkreises Rehau wurden mit der kreisfreien Stadt Selb dem Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge angegliedert. Die Stadt Gefrees (Landkreis Münchberg) mit Streitau fiel an den vergrößerten Landkreis Bayreuth. 1977 kamen dann noch die Gemeinden Gösmes und Enchenreuth aus dem Landkreis Kulmbach zum Landkreis Hof. Sie wurden in die Stadt Helmbrechts eingegliedert. Der Landkreis Hof musste 1978 die Gemeinde Wölbattendorf, wie bereits 1972 die Gemeindeteile Eppenreuth, Lausenhof, Pirk und Stein der aufgelösten Gemeinde Martinsreuth, an die kreisfreie Stadt Hof abgeben.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Landräte im alten Landkreis Hof

Mai 1945–30. Juni 1946 Anselm Otto Joel
1. Juli 1946–31. Mai 1948 Dr. Paul Weppler SPD
6. Januar 1948–30. Juni 1972 Heinz Schulze SPD

[Bearbeiten] Landräte seit der Gebietsreform 1972 im Landkreis Hof

1. Juli 1972–30. April 1978 Heinz Schulze SPD
1. Mai 1978–30. April 1996 Ewald Zuber SPD
seit dem 1. Mai 1996 Bernd Hering SPD

[Bearbeiten] Kreistag

Zusammensetzung des Kreistages: (Wahl am 2. März 2008)

Am 5. Mai 2008 zur konstituierenden Sitzung wurde Hansjürgen Lommer (Naila, FW) zum Stellvertreter des Landrats gewählt. Weiterer Stellvertreter wurde Alexander Eberl (Schwarzenbach/Saale, SPD)

[Bearbeiten] Patenschaft

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Der Landkreis Hof weist eine weit überdurchschnittliche Industriedichte auf (Anzahl der Beschäftigten je 1.000 Einwohner). Wichtigste Branchen sind das Textilgewerbe, die Herstellung von Kunststoffwaren, das Gesundheitswesen und das Baugewerbe. Sehr viele der Beschäftigten sind in der Kfz-Zulieferindustrie tätig. Der Automobilzulieferpark Pole Position in Hof soll die Kompetenzen in diesem Bereich ausbauen.

34 % der Industriebschäftigten sind im Textilgewerbe tätig, 10 % im Maschinenbau, 14 % im Bekleidungsgewerbe und 12 % im Ernährungsgewerbe. Der Raum Hof mit den benachbarten Landkreisen Kulmbach und Bayreuth zählt zu den wichtigsten Textilregionen Deutschlands.

[Bearbeiten] Verkehr

[Bearbeiten] Eisenbahnen

Das Königreich Bayern erbaute schon 1848 die Ludwig-Süd-Nord-Bahn über Bamberg und Kulmbach nach Hof und führte sie zur sächsischen Grenze weiter.

Die Verbindung nach Süden wurde 1865 zunächst durch die Hof-Egerer Eisenbahn hergestellt, bis dann die Bayerische Staatsbahn 1877 die direkte Strecke über Marktredwitz eröffnete.

Im Jahre 1887 nahmen zwei Lokalbahnen ihren Betrieb auf:

Hof–Naila–Marxgrün, ab 1898 bis Bad Steben verlängert, und Münchberg–Helmbrechts, die 1924 bis Selbitz weitergeführt wurde.

Nach der Jahrhundertwende folgten noch 1902 Münchberg–Zell und 1910 Naila–Schwarzenbach.

Die Preußischen Staatseisenbahnen verbanden ferner 1901 durch die Höllentalbahn Marxgrün mit dem thüringischen Blankenstein.

Im Landkreis Hof wurden 37 von insgesamt 129 Kilometern Personenverkehrsstrecken stillgelegt:

[Bearbeiten] Straßen

[Bearbeiten] Luftverkehr

[Bearbeiten] Städte und Gemeinden

(Einwohner am 31. Dezember 2007)

  • Gemeindefreie Gebiete (37,60 km²)
    • Forst Schwarzenbach a.Wald (8,28 km²)
    • Gerlaser Forst (5,83 km²)
    • Geroldsgrüner Forst (16,71 km²)
    • Martinlamitzer Forst-Nord (6,78 km²)

[Bearbeiten] Sonstiges

Aus sprachwissenschaftlicher Sicht interessant sind die südöstlich des Landkreises Hof verlaufenden Sprachgrenzen zwischen dem Ostfränkischen, innerhalb dessen dem Oberfränkischen und Vogtländischen, und dem nordbairischen Dialekt.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Siehe auch

Naherholungsgebiet Untreusee

[Bearbeiten] Weblinks

Commons
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