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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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49.2333333333339.6833333333333340
Koordinaten: 49° 14′ N, 9° 41′ O
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Stuttgart | |
| Landkreis: | Hohenlohekreis | |
| Gemeindeverwal- tungsverband: |
„Hohenloher Ebene“ | |
| Höhe: | 340 m ü. NN | |
| Fläche: | 54,28 km² | |
| Einwohner: |
5.850 (31. Dez. 2008)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 108 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 74635 | |
| Vorwahl: | 07944 | |
| Kfz-Kennzeichen: | KÜN | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 1 26 047 | |
| Gemeindegliederung: | 21 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Marktplatz 14–16 74635 Kupferzell |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Joachim Schaaf | |
| Lage der Gemeinde Kupferzell im Hohenlohekreis | ||
Kupferzell ist eine Gemeinde im Hohenlohekreis im nordöstlichen Baden-Württemberg.
Inhaltsverzeichnis |
Kupferzell hat Anteil an den Naturräumen Schwäbisch-Fränkische Waldberge, Kocher-Jagst-Ebenen und Hohenloher-Haller Ebene.[2] Der Hauptort Kupferzell liegt an der Kupfer, einem Nebenfluss des Kochers.
Kupferzell besteht nach der Eingemeindung der ehemaligen Gemeinden Eschental, Feßbach, Goggenbach, Mangoldsall und Westernach aus folgenden 21 Ortsteilen: Zur ehemaligen Gemeinde Kupferzell in den Grenzen vom 31. Dezember 1971 gehören das Dorf Kupferzell, die Weiler Rechbach und Ulrichsberg und das Gehöft Schafhof sowie die abgegangenen Ortschaften Endtberg, Hörzelberg, Mayen, Rieden und Wildenhofen. Zur ehemaligen Gemeinde Eschental gehören das Dorf Eschental und der Weiler Einweiler sowie die abgegangene Burg Günzburg. Zur ehemaligen Gemeinde Feßbach gehören das Dorf Feßbach und die Weiler Kubach, Künsbach und Rüblingen sowie die abgegangenen Ortschaften Bullingsweiler, Hefenhofen und Tiefenbronn. Zur ehemaligen Gemeinde Goggenbach gehört das Dorf Goggenbach. Zur ehemaligen Gemeinde Mangoldsall gehören das Dorf Mangoldsall und der Weiler Füßbach sowie die abgegangenen Ortschaften Frowichsall und Kapfenhardt. Zur ehemaligen Gemeinde Westernach gehören das Dorf Westernach, die Weiler Bauersbach, Beltersrot, Belzhag, Hesselbronn und Löcherholz und die Häuser Neu-Kupfer und Stegmühle sowie die abgegangenen Ortschaften Hof, Höflein und Hurelbach. Die offizielle Benennung der Ortsteile erfolgt durch vorangestellten Namen der Gemeinde und mit Bindestrich verbunden nachgestellt die Namen der Ortsteile. Für die Wahl des Gemeinderats ist das Gemeindegebiet ist in zehn Wohnbezirke im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung gegliedert. In den eingemeindeten Gemeinden sind Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit eigenem Ortschaftsrat und einem Ortsvorsteher als dessen Vorsitzender eingerichtet. Für die Wahl der Ortschaftsräte wird teilweise die Unechte Teilortswahl entsprechend angewendet und die Ortschaften in Wohnbezirke unterteilt.[3][4]
Der Name Kupferzell geht auf einen Mönch mit Namen Dietrich zurück, der im Ohrnwald an der Kupfer eine Einsiedlerzelle aufschlug, um sich zurückzuziehen. Hieraus leitet sich der Name Celle ab, der um die geografische Bezeichnung „uf dem Ornwald“ und bis ins 15. Jahrhundert nach der Lage an der Kupfer erweitert wurde. Die erste urkundliche Erwähnung von Kupferzell als Celle datiert auf das Jahr 1236.
Kupferzell war lange in hohenlohischem Besitz. Besitz hatten zudem das Kloster Gnadental und das Stift Öhringen, außerdem war der Ort oft verpfändet. Bei der Teilung des hohenlohischen Besitzes 1553 kam Kupferzell an Hohenlohe-Waldenburg, wo der Ort zum Amtssitz wurde. Im späten 17. Jahrhundert kam der Ort an Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst.
Der Bau des Residenzschlosses 1721 machte Kupferzell zur Hauptstadt des Schillingsfürster Territoriums. Als Folge des Reichsdeputationshauptschlusses kam der Ort – wie alle hohenlohischen Lande – 1806 an das Königreich Württemberg.
Eine Pfarrkirche ist im Ort seit 1236 nachweisbar. In der Reformation wurde Kupferzell zunächst evangelisch. Nachdem der Ort jedoch Residenzstadt der katholischen Grafen zu Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst wurde, wurde 1719 die römische Konfession wieder zugelassen und von den Grafen gefördert.
Die evangelische Kirche in Westernach gehört nicht zur Pfarrei von Kupferzell, sondern zur Pfarrkirche von Waldenburg.
Am 1. Januar 1972 vereinigte sich Kupferzell mit Feßbach, Mangoldsall, Westernach, Eschental und Goggenbach zur neuen Gemeinde Kupferzell.
Die Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab folgende Sitzverteilung:
| FWG | 87,5 % | +2,7 | 22 Sitze | +4 |
| SPD | 12,5 % | −2,7 | 3 Sitze | ±0 |
Die Blasonierung des Kupferzeller Wappens lautet: Unter silbernem Schildhaupt, darin ein schreitender, rot bezungter, hersehender schwarzer Löwe (Leopard), in Schwarz eine rot bedachte silberne Kirche mit Dachreiter. Die Flagge der Gemeinde ist Rot-Weiß.
Die neue Gemeinde Kupferzell führt weiterhin das 1957 entstandene alte Kupferzeller Wappen. Der Leopard entstammt dem Hohenloher Wappen und repräsentiert die allen Teilen Kupferzells gemeinsame Angehörigkeit zu Hohenlohe, die Kirche (Zelle) bezieht sich auf den Gemeindenamen. Wappen und Flagge wurden der Gemeinde am 27. Februar 1976 vom Landratsamt des Hohenlohekreises verliehen.[5]
Kupferzell ist über die Bundesautobahn 6 (Saarbrücken–Waidhaus) gut an das überregionale Straßennetz in Deutschland und nach Frankreich und Tschechien angebunden. Früher verfügte Kupferzell mit der Kochertalbahn über einen Bahnanschluss, bis deren Betrieb 1991 endgültig eingestellt wurde.
Im Schloss Kupferzell befindet sich die Akademie für Landbau und Hauswirtschaft (ALH). Sie ist eine Fachschule in der Trägerschaft des Hohenlohekreises in Kooperation mit dem Landkreis Schwäbisch Hall.
Das ehemalige Residenzschloss in Kupferzell wurde 1721 durch Graf Philipp Ernst erbaut.
Die evangelische Kirche in Westernach geht mindestens auf das 15. Jahrhundert zurück und wurde bereits im 16. Jahrhundert erneuert. Der Taufstein stammt aus dem 18. Jahrhundert.
Das ehemalige Kupferzeller Bahnhofsgebäude aus dem Jahr 1892 wurde 1990 als vermutlich erster Vertreter des württembergischen Einheitsbahnhofs in das Hohenloher Freilandmuseum Wackershofen transloziert. Das Gebäude steht dort am Haltepunkt Wackershofen, trägt aber weiterhin die Aufschrift Kupferzell.[6] Ebenfalls ins Freilandmuseum Wackershofen verbracht wurde im Jahr 1986/87 das ehemalige Kupferzeller Lagerhaus aus dem Jahr 1897/98, das älteste genossenschaftliche Lagerhaus Baden-Württembergs.
Kupferzell gilt als Massengrab fossiler Saurier. Dort kamen Reste von Sumpfbewohnern wie Mastodonsaurus und Plagiosaurus zusammen mit Meeresreptilien der Gattung Nothosaurus, verschiedenen Fischen sowie an Land lebenden Reptilien zum Vorschein. Der mehr als vier Meter lange Mastodonsaurus gilt als eines der größten Amphibien der Erdgeschichte.
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