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Kremmen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Kremmen
Markierung
Deutschlandkarte, Position der Stadt Kremmen hervorgehoben
52.76666666666713.03305555555639Koordinaten: 52° 46′ N, 13° 2′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Oberhavel
Höhe: 39 m ü. NN
Fläche: 208,4 km²
Einwohner: 7303 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 35 Einwohner je km²
Postleitzahl: 16766
Vorwahl: 033055
Kfz-Kennzeichen: OHV
Gemeindeschlüssel: 12 0 65 165
Stadtgliederung: 7 Ortsteile
Adresse der Stadtverwaltung: Am Markt 1
16766 Kremmen
Webpräsenz:
Bürgermeister: Klaus-Jürgen Sasse, SPD
Lage der Stadt Kremmen im Landkreis Oberhavel
Karte

Kremmen ist eine Stadt im Landkreis Oberhavel in Brandenburg. Sie ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Kremmen liegt im Südwesten des Landkreises Oberhavel, der direkt nördlich an Berlin grenzt. Die Kleinstadt entstand im 13. Jahrhundert an einem Übergang (Kremmer Damm) über das Kremmener Luch. Südlich der Stadt erstreckt sich das Waldgebiet des Krämer, dessen Name sich von der Stadt ableitet.

[Bearbeiten] Geschichte

Der Ort Kremmen wurde als Cremmene im Jahr 1216 das erstmal urkundlich erwähnt und erhält 1298 die Stadtrechte. Der Ortsname stammt aus dem Slawischen und bedeutet Kieselstein.

In Kremmen wurde am 20. Juni 1236 der Vertrag von Kremmen zwischen den Markgrafen Johann I. und Otto III. von Brandenburg einerseits und Herzog Wartislaw III. von Pommern andererseits abgeschlossen.

Am Kremmer Damm fanden im Mittelalter zwei bedeutende Schlachten statt, im Pommerisch-Brandenburgischen Krieg kämpfte der brandenburgische Markgraf Ludwig von Brandenburg gegen die Herzöge von Pommern und verlor. Im Jahre 1412 kämpften hier erneut die Brandenburger gegen die Pommern. Die Überlieferungen beider Schlachten sind teilweise widersprüchlich und haben sich über die lange Zeit vermutlich vermischt.

Wie viele andere Städte auch wurde Kremmen im 17. Jahrhundert von der Pest heimgesucht. Stadtbrände sind aus den Jahren 1606, 1630, 1680 und 1840 überliefert. Der brandenburgische Kurfürst erließ deshalb Mitte des 17. Jahrhunderts die Order, dass Scheunen künftig nur noch außerhalb der Stadtmauern zu errichten seien. So entstand das Scheunenviertel am Rande Kremmens, welches heute als das deutschlandweit größte noch erhaltene historische Scheunenviertel erachtet wird.

[Bearbeiten] Stadtgliederung

Kirche in Beetz

(Einwohner Stand 2005)

[Bearbeiten] Politik

Rathaus

[Bearbeiten] Stadtverordnetenversammlung

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Kremmen besteht aus 19 Stadtverordneten und dem jeweiligen hauptamtlichen Bürgermeister.

(Stand: Kommunalwahl am 26. Oktober 2003)

[Bearbeiten] Wappen

Das Stadtwappen zeigt einen links gewendeten Adler der auf einer Wildgans stehend mit seinem Schnabel in ihren Hals schlägt. Wappenforscher deuten das Wappen als redende Umsetzung des Ortsnamens und leiten ihn vom mittelhochdeutschen Wort „krimmen“ (packen oder würgen) ab.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Scheunenviertel
St. Nikolai-Kirche
Dorfkirche in Staffelde
Vorlaubenhaus in Staffelde

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Kremmen ist landwirtschaftlich geprägt, ein großer Teil der Bevölkerung lebt direkt oder indirekt von der Landwirtschaft. Größter nicht-landwirtschaftlicher Arbeitgeber in Kremmen dürfte seit 1994 die Lidl Lagergesellschaft sein. Hier arbeiten ca. 120 Komissionierer.

[Bearbeiten] Verkehr

Kremmen ist verkehrsmäßig mit der A 24 Anschlussstelle Kremmen und der B 273 aus Richtung Oranienburg oder Nauen angebunden.

[Bearbeiten] Eisenbahn

Kremmen ist Endpunkt der in Berlin beginnenden Kremmener Bahn. Diese Strecke wird fortgeführt von der Strecke nach Meyenburg, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts von der Ruppiner Eisenbahn AG betriebe wurde. An dieser befindet sich auch der Haltepunkt Beetz-Sommerfeld im Ortsteil Sommerfeld. Zudem verläuft durch Kremmen ein 1967 stillgelegtes Teilstück der Umgehungsbahn. Alle diese Strecken treffen sich im Kremmener Bahnhof.

Auf der Kremmener Bahn verkehren Züge nach Hennigsdorf und Berlin-Spandau, auf der Ruppiner Bahn nach Neuruppin, Wittstock und Wittenberge bzw. nach Rheinsberg (abbestellt im Dezember 2006). Die Zugverbindungen zwischen Berlin-Spandau und Neuruppin werden ortsüblich Prignitz-Express genannt.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Kremmen – Bilder, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Quellenangaben

  1. Märkische Oderzeitung, 10. August 2006, S. 9
  2. private Website zu Hohenbruch
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