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Kreis Wittenberg

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Kreis Wittenberg im Bezirk Halle der DDR
ungefähre Kreiseinteilung des Kreises Wittenberg von 1952

Der Kreis Wittenberg war ein Landkreis der DDR im Bezirk Halle, der 1952 bis 1994 bestand.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Entstehung

Es ist aus dem Altkreis Wittenberg im Regierungsbezirk Merseburg der preußischen Provinz Sachsen hervorgegangen und mit der „Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über Änderung von Grenzen der Länder“ vom 13. Juli 1950 kam die Gemeinde Bossdorf (Kreis Zauch-Belzig) vom Land Brandenburg an das Land Sachsen-Anhalt in den Altkreis Wittenberg. Mit dem „Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen“ vom 27. April 1950 wurde der Stadtkreis Wittenberg zum 1. August 1950 aufgelöst und in den Altkreis Wittenberg eingegliedert.

Der Kreis Wittenberg zählte nach der DDR-Verwaltungsreform 1952 fünf Städte und 38 Gemeinden. Dazu wurden 43 Dörfer 1950 größeren Gemeinden zugeordnet oder in die Städte eingemeindet. Dabei wurden die Verwaltungsformen zentralisiert.

Die Lutherstadt Wittenberg als Kreisstadt, gemeindete dazu am 1. August 1950, die Gemeinden Piesteritz, Trajuhn und Wiesigk ein.

Stadt Kemberg - Gaditz
Stadt Zahna
Stadt Bad Pretzsch - Merschwitz, Körbin
Stadt Bad Schmiedeberg - Großwig, Moschwig, Patzschwig, Splau
Gemeinde Ateritz - Lubast, Gommlo
Gemeinde Boßdorf - Assau
Gemeinde Bülzig - Woltersdorf
Gemeinde Dietrichsdorf - Külso
Gemeinde Eutzsch - Pannigkau
Gemeinde Jahmo - Köpnick
Gemeinde Kerzendorf - Berkau, Weddin
Gemeinde Korgau - Kleinkorgau, Großkorgau
Gemeinde Kropstädt - Wüstemark
Gemeinde Leetza - Ottmannsdorf, Zallmsdorf
Gemeinde Meuro - Sackwitz
Gemeinde Ogkeln - Scholis
Gemeinde Priesitz - Sachau
Gemeinde Rackith - Lammsdorf, Bietegast
Gemeinde Reinsdorf - Braunsdorf
Gemeinde Schnellin - Merkwitz
Gemeinde Trebitz - Bösewig, Kleinzerbst, Österitz

Durch die Verwaltungsreform 1952 wurde das einstige Gebiet des Altkreises Wittenberg zum Kreis Wittenberg stark verkleinert. Dafür wurden folgende Ortschaften abgegeben:

Blönsdorf
Danna
Eckmannsdorf
Feldheim
Kurzlipsdorf
Marzahna
Mellsdorf
Schmögelsdorf
Schönefeld
Schwabeck
Wergzahna
Dahlenberg
Leipnitz
Proschwitz
Greudnitz
Wörblitz
Bergwitz
Gniest
Klitzschena
Naderkau
Radis
Reuden
Rotta
Selbitz
Uthausen
Iserbeka
Listerferda
Elster
Gielsdorf

[Bearbeiten] Geschichte nach 1989

Am 6. Mai 1990 fanden in der DDR die ersten freien Kommunalwahlen statt. Durch das Ländereinführungsgesetz von 1990 wurde das Land Sachsen-Anhalt zum 14. Oktober 1990, am Tag der Landtagswahl erneut errichtet. Dabei wurden die Bezirke Halle und Magdeburg (ohne den Kreis Artern) zusammengeführt. Der Kreis Jessen (Bezirk Cottbus) wurde Teil Sachsen-Anhalts. Durch die gesellschaftliche Neuordnung entstand eine neue Struktur der Verwaltung. Bis 1991 verringerte sich die Anzahl der Gemeinden durch weitere Eingemeindungen im Kreis Wittenberg auf 28. Der Kreis Wittenberg hatte eine Größe von 609 Quadratkilometern und zählte bei einer Einwohnerzahl von 89146 (1991), in der Folge 146 Einwohner pro Quadratkilometer. Er erstreckte sich 40 km in Nord Süd Richtung und 21 km in Ost West Richtung. Im Rahmen der Kreisgebietsreform von 1994 kam es zur Vereinigung der Kreise Wittenberg, Jessen und der Mehrzahl der Gemeinden des Kreises Gräfenhainichen zum Landkreis Wittenberg.

[Bearbeiten] Die Vorsitzenden des Rates des Kreises Wittenberg 1952-1990

[Bearbeiten] Literatur

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