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KraftWerk – Dresdner Energiemuseum

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Gebäude des Energiemuseums im ehemaligen Heizkraftwerk Dresden-Mitte

KraftWerk – Dresdner Energiemuseum heißt ein Technikmuseum in Dresden. Es wird von der Drewag, den Dresdner Stadtwerken, betrieben.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Standort

Das Energiemuseum liegt im zentralen Dresdner Stadtteil Wilsdruffer Vorstadt. Es befindet sich in der ehemaligen Mechanischen Werkstatt des früheren Heizkraftwerks Mitte zwischen der Könneritzstraße (26er Ring), der Schweriner Straße und dem Wettiner Platz. In der Nähe liegen unter anderem der Bahnhof Dresden Mitte, das Wettiner Gymnasium und das World Trade Center Dresden. In der Umgebung stehen außerdem mit dem Schul- und dem Fahrradmuseum noch weitere Dresdner Museen.

[Bearbeiten] Ausstellung

Themen der Ausstellungen sind die Versorgungsgeschichte Dresdens mit elektrischem Strom, Stadtgas, Fernwärme und Wasser.

Dresden-KraftWerk.jpg

In drei Räumen des Erdgeschosses wird auf einer Fläche von etwa 400 Quadratmetern die Geschichte der städtischen Stromversorgung von 1895 bis in die Gegenwart dargestellt. Gezeigt werden neben historischen Exponaten auch interaktive Präsentationen und Schautafeln. Besonders vielfältig ist die Auswahl elektrischer Betriebsmittel. Vertreten sind unter anderem Schalter, Transformatoren, Strom- und Spannungswandler, Kabel, Messgeräte, Prüfmittel und Stromzähler. Viele von ihnen wurden im Zuge der Modernisierung des städtischen Stromnetzes nach 1990 ausgesondert, weil sie nicht mehr den aktuellen Sicherheitsstandards entsprachen.

Im Obergeschoss wird die Geschichte der öffentlichen Gasversorgung mittels einer 25-minütigen Multimediashow mit 3D-Effekten in einem 360-Grad-Kino präsentiert. Sie setzt bei der Entstehung der ersten Dresdner Gasanstalt im Jahre 1828 ein, beschäftigt sich mit dem dadurch ausgelösten industriellen Aufschwung und schließt mit dem Erdgaseinsatz in moderner Zeit. Ergänzt wird sie durch eine Bibliothek sowie die in ihrer Ausstattung dessen Lebzeiten nachempfundene Studierstube Rudolf Sigismund Blochmanns, eines der Pioniere der deutschen Gasbeleuchtung.

Ebenfalls im Obergeschoss wird der Kreislauf der Dresdner Wasserversorgung gezeigt. Auf mehreren großen Projektionsflächen ist über diese Abläufe ein Film aus den Perspektiven ober- und unterhalb der Wasseroberfläche zu sehen. Aus der „Sicht“ eines animierten Wassermoleküls und eines Wissenschaftlers wird der Kreislauf anschaulich und allgemein verständlich erklärt. Die Bestuhlung in den Räumen hat die Form eines Wassertropfens, in der Mitte befindet sich ein Trinkwasserbrunnen. Bestandteil der Ausstellung ist auch die Wasseraufbereitung in Werken wie dem Wasserwerk Saloppe.

Die Geschichte der Fernwärme in Dresden wird ebenfalls in einer eigenen Ausstellung behandelt, beginnend beim ab 1895 geplanten und 1945 zerstörten Staatlichen Fernheiz- und Elektrizitätswerk hinter der Semperoper über das frühere Heizkraftwerk Mitte als Museumsstandort selbst bis hin zu den heutigen sieben Heizkraft- beziehungsweise Heizwerken im Stadtgebiet, darunter das Heizkraftwerk Nossener Brücke.

[Bearbeiten] Geschichte

Kraftwerk Mitte

Zuerst befand sich am heutigen Museumsstandort das Gaswerk Altstadt, auf dessen Gelände 1895 ein sogenanntes „Lichtwerk“ entstand. Unter Paul Wolf wurde es von 1926 bis 1928 zum „Heizkraftwerk Mitte“ erweitert. Dabei handelte es sich um einen mit roten Klinkern verkleideten Stahlskelettbau. Er war – später unter dem Namen „Westkraftwerk“ – bis zur Stilllegung 1994 in Betrieb. Die Suche nach Investoren für eine kulturelle Nutzung des Kraftwerksgebäudes blieb erfolglos. Während mit dem Kesselhaus der Essener Zeche Zollverein, in dem sich das red dot design museum befindet, ein durchaus vergleichbares Gebäude seit 2002 den UNESCO-Welterbe-Status genießt, wurde das unter Denkmalschutz stehende Kesselhaus des Heizkraftwerks Mitte 2006 abgerissen.

Bereits im Juli 2002 eröffnete die Drewag als ersten Museumsteil die Stromausstellung im Erdgeschoss. Nach nur einem Monat wurde sie jedoch im Zusammenhang mit dem Elbehochwasser 2002 durch die über die Ufer getretene Weißeritz zerstört und musste rekonstruiert werden. Am 5. April 2003 kam es dann anlässlich des 175-jährigen Jubiläums der öffentlichen Gasversorgung in Dresden, das sich auf die Inbetriebnahme erster Gaslaternen am Schlossplatz im Jahre 1828 bezieht, zur Einweihung der Ausstellung zum Thema Gas sowie zur Wiedereröffnung der Stromausstellung.

Die energietechnische Ausstellung wurde am 4. Mai 2006 deutlich erweitert. An diesem Tag eröffneten die Bereiche zur Geschichte der Wasser- und der Fernwärmeversorgung. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte das Museum bereits etwa 16.500 Besucher zu verzeichnen.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Quellen

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