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Kosmopolitismus

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Kosmopolitismus (von griech. kosmos und politês), auch Weltbürgertum, ist ein philosophisch-politischer, weltanschaulicher Standpunkt, der den ganzen Erdkreis als Heimat betrachtet. Er gilt zum Teil als Ergänzung, zum Teil als Gegensatz zum Nationalismus bzw. zum Provinzialismus.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Antike

So wie er in seinen Anfängen in der griechisch-hellenischen Ideengeschichte zu finden ist, ist der Kosmopolitismus zunächst eine mehr individualistische Lebensphilosophie. In der Philosophenschule der Stoiker (Zenon und andere) wird er auch zu einer Ethik weiterentwickelt.

[Bearbeiten] Renaissance und Aufklärung

Einen mächtigen Schub bekommt diese Philosophie im Zeitalter des Renaissance-Humanismus und der Aufklärung. Viele der damals zeitgenössisch großen Denker und Schriftsteller schreiben über dieses Ideal, so zum Beispiel der Weimarer Prinzenerzieher Christoph Martin Wieland in seinem Werk Das Geheimnis des Kosmopolitenordens. Auch Lessing schreibt über Die Erziehung des Menschengeschlechts. Dem schließt sich Johann Gottfried Herder mit seinem Werk Auch eine Philosophie der Geschichte zur Bildung der Menschheit an. Heute wird meist nur noch aus Immanuel Kants Essay Zum ewigen Frieden zitiert, da dieser die kosmopolitische Idee in eine Rechtsphilosophie verwandelt.

[Bearbeiten] 20. Jahrhundert

Im 20. Jahrhundert, am 15. November 1956, wurde der damalige UNO-Generalsekretär Dag Hammarskjöld in einem Artikel von Die Zeit (s. Nr. 46/1956) als „Kosmopolitiker Hammarskjöld“ [1] bezeichnet. Der Artikel beschreibt, wie Hammarskjöld die Ideen des Kosmopolitismus in Kosmopolitik (Weltordnungspolitik) umsetzt. Dieser neue Bezug auf Kosmopolitismus wurde ermöglicht unter anderem durch die Aktionen des staatenlosen Weltbürgers Garry Davis von 1948 bis 1951 (unter anderem Besetzung der UNO durch Weltbürgeraktivisten, darunter auch Albert Camus und Andre Breton).

Im postkolonialen Kontext hat sich ab den 1980er Jahren, geprägt vor allem durch Literatur-, Kultur- und Sozialwissenschaftler wie Bruce Robbins, Timothy Brennan, Kwame Anthony Appiah, Arjun Appadurai, James Clifford und Ulrich Beck, ein „neuer“ Diskurs des Kosmopolitismus entfaltet, der nicht mehr allein der Vorstellung von einer geeinten Menschheit folgt, sondern versucht, eine Synthese aus partikularistischen und universellen Motivationen zu erreichen. Bezeichnend dafür sind scheinbar paradoxe Begriffsbildungen wie „patriotischer Kosmopolitismus“, „verwurzelter Kosmopolitismus“ oder „nationaler Kosmopolitismus“.

In der DDR und der UdSSR wurde dem Kosmopolitismus, der als imperialistisches, rechtsgerichtetes und nationalistisches Mittel der westlichen Großmächte galt, um kleine Staaten niederzuhalten und den eigenen Nationalismus zu verschleiern, das positive Gegenbild des proletarischen Internationalismus entgegengesetzt, das alle Menschen der Welt als Brüder sah und demnach alle Arbeiter der Welt gleiche humanistische Interessen hätten.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Fußnoten

  1. „Kosmopolitiker Hammarskjöld“
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