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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Kassel | |
| Landkreis: | Waldeck-Frankenberg | |
| Höhe: | 384 m ü. NN | |
| Fläche: | 123,98 km² | |
| Einwohner: | 24 188 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 195 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 34497 | |
| Vorwahl: | 05631 | |
| Kfz-Kennzeichen: | KB | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 6 35 015 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Stechbahn 1 34497 Korbach |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Klaus Friedrich | |
Korbach ist Kreisstadt des Landkreis Waldeck-Frankenberg. Sie ist die einzige ehemalige Hansestadt in Hessen, die zudem auf eine über 1000 Jahre alte Geschichte zurückblicken kann.
Inhaltsverzeichnis |
Korbach liegt am Nordostrand des Rheinisches Schiefergebirges, hier auch als Waldeck'sches Upland bezeichnet. Die nördlichsten Stadtteile befinden sich in den Ausläufern des Sauerlandes. Die höchsten Berge im Korbacher Stadtgebiet sind der Widdehagen (635 m) und der für seinen Reichtum an goldhaltigen Erzen bekannte Eisenberg (562 m). Die Kernstadt wird von dem Kuhbach (umgangssprachlich „Die Kuhbach“) durchflossen.
In der Korbacher Spalte, einer Erdspalte in der Nähe Korbachs, gab es bedeutende Fossilienfunde aus dem Oberperm. Es sind die einzigen Procynosuchus-Funde auf der Nordhalbkugel.
Die Nachbargemeinden der Stadt Korbach sind Diemelsee, Lichtenfels, Twistetal, Vöhl, Waldeck und Willingen (Upland) alle im Landkreis Waldeck-Frankenberg sowie Medebach (im Hochsauerlandkreis in Nordrhein-Westfalen)
Die Kernstadt selbst liegt auf der Waldecker Tafel, einer waldlosen Hochebene, die früher reich an wilden Hühnern war (weswegen ihre Bewohner auch „Feldhühnerchen“ genannt werden).
Auf dem Hügel, auf dem später die Kilianskirche errichtet wurde, stand bereits vor 800 ein karolingischer Reichshof. Über die Herkunft und Bedeutung des Stadtnamens werden verschiedene Ansichten vertreten. Einigkeit herrscht, dass der Name altsächischen Ursprungs ist. Die älteste Form lautet Curbecki (980). Einer Auffassung zufolge soll die erste Silbe aus dem mittelniederdeutschen „kurren, korren“ gebildet worden sein, was soviel wie das Murmeln eines Baches bedeutet.[1] Nach anderer Ansicht leitet sich die Silbe „Cor“ oder „Cur“ von „Kür“ und „küren“ ab, was „Wahl“ bzw. „wählen“ bedeutet.[2] Demnach handelte es sich bei Korbach um einen am Bache gewählten Platz, möglicherweise auch um einen Versammlungsort an einem Bach, an dem das Volk einen Anführer wählte.[3] Curbechi wird urkundlich erstmals im Jahre 980 erwähnt, als der damalige König und spätere Kaiser Otto II. Korbach, Lelbach, Rhena und drei weitere Orte im damaligen Ittergau, unter Hinzuziehung des Grafen Asicho vom Ittergau und Nethegau als Zeugen, im Tausch gegen zwei Gemarkungen im Hassegau an das Kloster Corvey abgab. Auch auf dem übrigen Stadtgebiet gibt es Hinweise auf frühzeitliche Besiedlungen, so z.B. auf dem Wipperberg bei Lengefeld.
1188 verlieh der Paderborner Bischof Bernhard Korbach das Soester Stadtrecht. Auf Grund der Lage Korbachs am Schnittpunkt der Handelswege Köln-Leipzig und Frankfurt-Bremen entwickelten sich Handwerk und Handel rasch, und Korbach blühte auf. Das Gebiet der Altstadt reichte bald nicht mehr aus, um alle Einwohner aufzunehmen. Die Kaufleute siedelten sich daher in zwei neuen Städten, der oberen und unteren Neustadt, außerhalb der Stadtgrenzen an, die sich bald zu einer gemeinsamen Stadt vereinigten. Im 14. Jahrhundert wurde in der Altstadt die Kilianskirche erbaut, in der Neustadt die Nikolaikirche.
1377 schließlich wurden die Altstadt und die Neustadt miteinander vereinigt. Auf der Grenze zwischen beiden Städten entstand das gemeinsame Rathaus, das sich noch heute dort befindet. 1349 besuchte Kaiser (damals noch römischer König) Karl IV. die Stadt, Korbach trat der Hanse bei, wurde erstmals 1469 als Mitglied im Hansebund erwähnt. Korbach ist damit die einzige Stadt im heutigen Bundesland Hessen, die Mitglied der Hanse war. 1414 wurde ein doppelter Mauerring, der die gesamte Siedlung umgab, vollendet. Fünf Stadttore bewachten den Zugang zur Stadt: das Tränketor, das Dalwigker Tor, das Enser Tor, das Lengefelder Tor und das Berndorfer Tor. Von diesen ist heute nur noch das Enser Tor erhalten
Mit der Reformation wurde die Stadt wie die gesamte Grafschaft Waldeck protestantisch. Auch heute ist Korbach noch größtenteils protestantisch, auch wenn seit dem 19. Jahrhundert wieder vermehrt Katholiken in die Stadt zogen und die beiden katholischen Kirchen, die ältere Marienkirche und die moderne Josephskirche, errichteten. Zudem sind die westlichen Stadtteile an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen fast vollständig (Hillershausen) oder zu größeren Teilen (Nieder-Schleidern, Eppe) katholisch.
Im Dreißigjährigen Krieg musste Korbach immer wieder hohe Kontributionen an durchziehende Truppen leisten. Am Ende des Krieges war nur noch die Hälfte der Häuser bewohnbar, und die Zahl der Einwohner war von 2600 auf 1100 zurückgegangen. Ein großer Stadtbrand vernichtete 1664 fast alle Wohnhäuser; heute gibt es in Korbach nur ein Fachwerkhaus, das vor diesem Brand erbaut wurde. Die gotischen Steinkirchen sowie die steinernen Lagerhäuser hingegen blieben gut erhalten.
Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts herrschte wieder bescheidener Wohlstand; eine erste wirtschaftliche Blüte erreichte die Stadt wieder Ende des 19. Jahrhunderts. Hierzu trug vor allem die Eröffnung der Eisenbahn nach Kassel 1893 bei. Zudem siedelte der Industrielle Louis Peter eine große Gummi- und Reifenfabrik in Korbach an. Größere Schäden (Gebäude) durch weitere Kriege, insbesondere aufgrund der beiden Weltkriege, blieben der Stadt zum Glück erspart. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Einwohnerzahl durch Zuzug aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten stark zu.
(jeweils zum 31. Dezember)
Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2006 |
Sitze 2006 |
% 2001 |
Sitze 2001 |
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| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 32,6 | 12 | 32,3 | 12 |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 36,3 | 13 | 39,9 | 15 |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | 7,7 | 3 | 5,7 | 2 |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 6,8 | 3 | 6,3 | 2 |
| FWG | Freie Wählergemeinschaft Korbach | 13,3 | 5 | 12,4 | 5 |
| REP | Die Republikaner | 3,3 | 1 | 3,4 | 1 |
| Gesamt | 100,0 | 37 | 100,0 | 37 | |
| Wahlbeteiligung in % | 44,9 | 51,9 | |||
Seit 1963 unterhält Korbach eine Städtepartnerschaft mit dem französischen Avranches im Département Manche. Als weitere Partnerstadt folgte nach der Wiedervereinigung 1990 das thüringische Waltershausen. Weiterhin pflegt Korbach Partnerschaften mit dem polnischen Pyrzyce (Pyritz) und dem tschechischen Vysoké Mýto.
Korbach liegt an den Bundesstraßen B 251 (Kassel-Brilon) und B 252 (Marburg-Paderborn), die sich auf der Korbacher Umgehungsstraße kurzzeitig überschneiden. Ein direkter Anschluss an das Autobahnnetz besteht auf dem Stadtgebiet nicht, die nächsten Autobahnanschlüsse sind an der A 44 bei Diemelstadt bzw. Zierenberg, jeweils etwa 30 km entfernt. Die Stadt ist zudem über Landesstraßen mit Medebach und Diemelsee verbunden.
Korbach ist ein Eisenbahnknotenpunkt, an dem sich früher vier Eisenbahnstrecken kreuzten, die heutzutage teils noch in Betrieb sind: eine nach Nordwesten, die über Willingen nach Brilon-Wald (Uplandbahn) und weiter bis ins Ruhrgebiet führte, eine nach Süden, die über Frankenberg nach Marburg (Untere Edertalbahn und Burgwaldbahn) verlief, eine nach Nordosten, die über Volkmarsen nach Kassel führte und eine nach Südosten, die über Waldeck nach Wabern angelegt war. Letztere ist als Ederseebahn im Abschnitt Bad Wildungen−Korbach stillgelegt; seit 2008 befindet sich auf einem Teil von deren Trasse der Ederseebahn-Radweg, so dass Korbach an dessen westlichem Ende liegt. Die Strecke nach Kassel wurde am 4. Oktober 1998 wiedereröffnet (damals eines der ersten Beispiele für Streckenreaktivierung). Die Untere Edertalbahn soll bis 2008 wiedereröffnet werden, auch um den Nationalpark Kellerwald-Edersee anzubinden. Der Abschnitt bis Korbach-Süd wurde schon am 29. September 1999 wiedereröffnet. Bis in die 1980er-Jahre bestanden durchgehende Fernzugverbindungen unter anderem bis nach Amsterdam, Hamburg und Frankfurt.
Korbach hat, für eine Stadt dieser Größe bemerkenswert, zwei Bahnhöfe an derselben Eisenbahnstrecke, die beide in Betrieb sind. Da der ursprüngliche („Hauptbahnhof“) von der Altstadt zu weit entfernt war, wurde 1,5 km weiter südlich ein weiterer (Korbach Süd) eröffnet. Auch wenn die Bahnstrecke nach Kassel ständig weiter modernisiert wird, merkt man auch heute noch die Folgen der Stilllegung. Zudem stellt die Streckenführung über Bad Arolsen und Volkmarsen einen beachtlichen Umweg dar, so dass man mit dem Zug auch heute noch fast die zwei- bis dreifache Fahrzeit als mit dem Auto hat.
1997 wurde in Korbach ein Stadtbus-Konzept mit zwei sich teilweise überschneidenden Ringlinien verwirklicht. Diese Busse fahren im 40-Minuten-Takt und treffen sich dabei alle 20 Minuten am Hauptbahnhof. Wichtige Fahrziele, wie zum Beispiel die Innenstadt, das Stadtkrankenhaus oder das Schulzentrum, sind dabei an beide Linien angeschlossen.
In Korbach gibt es einen Flugplatz mit Gastronomie. Neben einer 600 m langen Graspiste für Sportflugzeuge steht noch eine 200 m lange Bahn für den Gleitschirmbetrieb zur Verfügung. Der Flugplatz, einer der ältesten in Deutschland, ist ein beliebtes Ausflugsziel und wird jährlich von hunderten Piloten aus ganz Europa angesteuert.
Alleringhausen | Eppe | Goldhausen | Helmscheid | Hillershausen | Lelbach | Lengefeld | Meineringhausen | Nieder-Ense | Nieder-Schleidern | Nordenbeck | Ober-Ense | Rhena | Strothe
Allendorf (Eder) | Bad Arolsen | Bad Wildungen | Battenberg (Eder) | Bromskirchen | Burgwald | Diemelsee | Diemelstadt | Edertal | Frankenau | Frankenberg (Eder) | Gemünden (Wohra) | Haina (Kloster) | Hatzfeld (Eder) | Korbach | Lichtenfels | Rosenthal | Twistetal | Vöhl | Volkmarsen | Waldeck | Willingen (Upland)