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femme russe

Konya

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Dieser Artikel behandelt die türkische Stadt, für die gleichnamige Provinz siehe Konya (Provinz). Zum ungarischen Opernsänger siehe Sándor Kónya
Konya
Wappen von Konya
Konya (Türkei)
DEC
Basisdaten
Provinz (il): Konya
Koordinaten: 37° 53′ N, 32° 29′ OKoordinaten: 37° 52′ 41″ N, 32° 28′ 52″ O
Höhe: 1.200 m ü. NN
Fläche: 39,000 km²
Einwohner: 961.381 (2008)
Bevölkerungsdichte: 24.651 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+90) 332
Postleitzahl: 42 000
Kfz-Kennzeichen: 42
Struktur und Verwaltung
Webpräsenz (Stadtverwaltung):

Konya (osman. قونیه, altgriech. Ἰκόνιον / Ikónion, lat. Iconium) ist die Hauptstadt der türkischen Provinz Konya, der flächenmäßig größten Provinz der Türkei.

Die Stadt liegt etwa 200 km südlich von Ankara in der Ebene von Konya (türk. Konya Ovası) in etwa auf 1.200 m Meereshöhe, fast im geographischen Zentrum Anatoliens. Die Hochebene hat keinen Abfluss zum Meer, sondern nur lokale Flüsse, die in Binnenseen münden. Im Umkreis wird sie von einigen bis 2.300 m hohen Bergen überragt, der nördlichen Fortsetzung des Taurus-Gebirges.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Bevölkerungsentwicklung

Die Einwohnerzahl beträgt 762.000. [1] Andere Quellen schätzen die Einwohnerzahl auf etwa 932.589. [2]

[Bearbeiten] Geschichte Konyas

Die Städte der römischen Teilprovinz Lycaonia gehörten in griechischer Zeit meist zu Phrygien. Bei Ausgrabungen im Zentrum der Stadt (Aladdin-Tepe) wurden Funde gemacht, die dem phrygischen Kunsthandwerk ähneln. Das Gebiet wurde 25 n. Chr. zeitweise der römischen Provinz Galatien zugerechnet bzw. dem östlich angrenzenden Kappadokien oder den Südregionen Pisidien bzw. Pamphylien. Nachdem der römische Kaiser Claudius hier Veteranen angesiedelt hatte, hieß die Stadt zeitweise auch Claudiconium.

Als die turkmenischen Seldschuken diese Regionen im 11./12. Jahrhundert eroberten, machten sie unter ihrem Anführer Kılıç Arslan II. Ikonion 1116 zur Hauptstadt des Rum-Seldschukenreiches (Sultanat Ikonion). Den Namen Konya erhielt es erst Jahrhunderte später. Die Seldschuken brachten den einheimischen Bauern den Obst- und Gemüseanbau bei, organisierten Bewässerungsanlagen und brachten einen schwunghaften Handel in Gang. Russische Pelze, Kobalt, Seide, Baumwolle, Sklaven und Pferde gegen Edelsteine, Gold und Silber; Getreide, Tuch und Waffen aus dem Westen gegen Gewürze, Zucker, Moschus und Aloesaft aus Ägypten und Mesopotamien.

Auf dem Dritten Kreuzzug schlug Friedrich Barbarossa hier 1190 die Schlacht von Ikonion.

Am 21. Dezember 1832 schlug hier Ibrahim Pascha den osmanischen Großwesir vernichtend. Damit wurde die Herrschaft seines Vaters, des Vizekönigs von Ägypten Muhammad Ali Pascha, über Syrien vorerst gesichert.

[Bearbeiten] Erwähnung in der Bibel

In der Bibel wird Ikonion insbesondere in der Apostelgeschichte erwähnt und bei den Reisen des Apostels Paulus - siehe auch Derbe, Lystra und Laodikeia am Lykos. Heute ist Iconium ein Titularerzbistum der römisch-katholischen Kirche.

[Bearbeiten] Gegenwart

Das Mausoleum von Mevlana, Wahrzeichen der Stadt

Das Wahrzeichen der Stadt ist das Mausoleum von Mevlana Dschalal ad-Din Rumi, dem Begründer des Mevlevi-Ordens, heute ein Museum und Wallfahrtsort frommer Muslime und Anhänger des Sufismus. Einen hohen Bekanntheitsgrad genießen auch die heute noch in mehreren Gruppen organisierten tanzenden Derwische der Mevlevis, die mittlerweile zu einer touristischen Attraktion geworden sind. Seit 1954 darf der Sema (Mevlevi-Tanz) anlässlich des Jahrestages von Dschalal ad-Din Rumis Tod am 17. Dezember wieder in einer Sporthalle vollzogen werden, nachdem am 2. September 1925 Mustafa Kemâl Pascha (genannt Atatürk), der Gründer der Türkischen Republik, solche religiösen Aktivitäten durch Beschluss der großen Türkischen Nationalversammlung (Türk Büyük Millî Meclisi) verbieten ließ.

Daneben befinden sich in Konya bedeutende Baudenkmäler aus der Zeit der Seldschuken.

In osmanischer Zeit war Konya ein bedeutendes religiöses Zentrum. Nach dem Verbot der Sufiorden durch Kemal Atatürk entwickelte es sich daher zu einer Hochburg der islamisch-konservativen Opposition. Die Stimmenanteile islamischer Parteien sind stets unter den landesweit höchsten.

Konya besitzt einen nationalen Flughafen.

Südöstlich von Konya, ca. 40 km entfernt, befindet sich Çatalhöyük, eine der ältesten Siedlungen der Menschheit.

Konya ist heute einer der bedeutendsten Industrie- und Universitätsstandorte der Türkei. Seit 1992 verfügt Konya über ein aus zwei Linien bestehendes Straßenbahnnetz, welches ausschließlich mit aus Köln übernommenen Gebrauchtwagen betrieben wird.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Die Bibliothek und das Archiv der Selçuk-Universität
Die Medizin-Fakultät der Selçuk-Universität

[Bearbeiten] Universität

Die Selçuk-Universität (türkisch Selçuk Üniversitesi) in Konya besteht aus 16 Fakultäten, einer Fremdsprachenhochschule, einem staatlichen Konservatorium, 3 Gesundheithochschulen, 25 Berufshochschulen, 4 Instituten, 2 Sporthochschulen und 13 Forschungs- und Entwicklungszentren. Mit mehr als 85.000 Studenten ist sie zahlenmäßig die größte Universität der Türkei.

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweis

  1. Quelle: Ortseingangsschild mit Einwohnerzahl 2006
  2. http://bevoelkerungsstatistik.de/wg.php?x=&men=gpro&lng=de&dat=32&geo=-215&srt=npan&col=aohdq&pt=c&va=&geo=460389248

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