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Kontroverse um die globale Erwärmung :

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Kontroverse um die globale Erwärmung

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Dieser Artikel gibt einen kurzen Abriss zur Kontroverse um die globale Erwärmung, insbesondere um ihr Ausmaß, um ihre Ursachen, um ihre Folgen sowie um die Möglichkeiten und die Dringlichkeit einer Gegensteuerung.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Beteiligte Parteien

[Bearbeiten] IPCC

Die Berichte des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) repräsentieren die Hauptlinien des aktuellen Forschungsstands und weisen auf politische Ansätze zum Klimaschutz hin. Der vom IPCC wiedergegebene Konsens[1] wird von wenigstens 30 wissenschaftlichen Gesellschaften und den wichtigsten nationalen Wissenschaftsakademien unter anderem aller G8-Länder ausdrücklich unterstützt.[2] [3] [4] [5] [6]

Kritiker des IPCC gehören unterschiedlichen Nationen und gesellschaftlichen Gruppen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik an. Die mitunter als „Klimakritiker“ oder „Klimaskeptiker“ Bezeichneten wenden sich unter verschiedenen Gesichtspunkten gegen die übliche Lesart der Klimatologie oder den durch den Klimawandel begründeten politischen Handlungsbedarf. Protagonisten der Kontroverse sind besonders Politiker, Lobbyisten und nichtstaatliche Organisationen. Dabei geht es insbesondere um die künftige Nutzung fossiler Energieträger, die Kohlendioxid-Emissionen als Treibhausgase freisetzen.

Die an unterschiedlichen Aspekten ansetzende Kritik richtet sich einerseits gegen die IPCC-These, die besagt, dass zumindest ein bedeutender Anteil des beobachteten Erwärmungsprozesses menschengemacht (anthropogen) sei. Stattdessen werden dafür natürliche Ursachen angenommen. Kritiker wenden sich auch gegen bereits in der Umsetzung befindlichen Maßnahmen, wie das Kyoto-Protokoll. Die beschlossenen Maßnahmen und ihre Kosten seien in keinem Verhältnis zur angenommen Wirkung.

Weitere Einwände beziehen sich auf die Relevanz und Dringlichkeit der gesamten Klimaschutzpolitik im Verhältnis zu anderen Politikfeldern oder auf die Eignung und Effizienz vorgeschlagener Lösungsansätze im Vergleich zu anderen Menschheitsproblemen wie Hunger und Nahrungsmittelversorgung, Wasserversorgung und Infektionskrankheiten, Korruption und Handelsbarrieren und insbesondere lokalen Konflikten. Von verschiedener Seite wurden deswegen auch Vorwürfe eines „neo-“ bzw. „postreligiösen“ oder auch irrationalen Umgangs mit der Klimabeobachtung und -simulation, deren Interpretation und möglichen oder gebotenen Handlungsalternativen geäußert.

Auf der anderen Seite geht eine Reihe von Wissenschaftlern und Umweltschützern davon aus, dass die Darstellung des IPCC zu zurückhaltend ist. Der Mehrheit von ihnen gehe es nicht um die Art der Bedrohung, sondern um ihr Ausmaß und die notwendigen Gegenmaßnahmen.

[Bearbeiten] Klimaforschung

In der klimatologischen Forschung selbst finden sich nur sehr wenige Wissenschaftler, die den anthropogenen Klimawandel in Frage stellen. Naomi Oreskes nennt in einem Essay in der Zeitschrift Science als Beleg dafür Stellungnahmen von facheinschlägigen Wissenschaftsorganisationen und ihre Untersuchung einer Sammlung von Zusammenfassungen (Abstracts) aus Fachzeitschriften. Sie fand 928 Abstracts, die die Stichworte „global climate change“ enthielten, aber keiner der Artikel widersprach dem in den Berichten des IPCC dargestellten „wissenschaftlichen Konsens“.[1] Nach Angaben der American Quaternary Association sei die einzige wissenschaftliche Organisation, die sich gegen den Konsens stelle, die American Association of Petroleum Geologists.[7] Deren 2007 zuletzt neu formulierte Stellungnahme zum Klimawandel liegt jedoch deutlich näher an der wissenschaftlichen Hauptmeinung als frühere Versionen und schließt beispielsweise einen Einfluss des von Menschen freigesetzten Kohlendioxids auf das Erdklima nicht mehr aus.[8] Dem gegenüber findet sich in wissenschaftlichen Organisationen eine sehr breite Unterstützung der grundlegenden Schlussfolgerungen des IPCC. Hierzu zählen unter anderem die Nationalen Wissenschaftsakademien aller G8-Länder sowie zahlreicher Schwellen- und Entwicklungsländer, die 2001[2], 2005[3], 2007[4] und 2008[5] entsprechende Konsens-Papiere herausgegeben haben.

Wenigstens weitere 30 nationale und internationale wissenschaftliche Gesellschaften teilen ebenfalls prinzipiell die IPCC-Positionen, darunter die European Science Foundation[9] und die European Geosciences Union[10], die Weltmeteorologieorganisation (WMO)[11], die American[12] und die britische Royal Meteorological Society[13], die Australian[14] und die Canadian Meteorological and Oceanographic Society[15], die American Physical Society[16] und das Network of African Science Academies.[17]

Eine weitere Möglichkeit, Positionen in der Klimaforschung zu ermitteln, sind Umfragen unter den Wissenschaftlern. Diese können entweder aufgrund selektiver Teilnahme an der Umfrage oder missverständlich formulierten Fragen seitens der Umfragenden zu verzerrten Ergebnissen führen, bieten aber dennoch eine grobe Orientierung. Einer online veröffentlichten internationalen Umfrage aus dem Jahr 2007 zufolge teilen 45-50% der Klimaforscher die Positionen des IPCC, während jeweils 15-20% die IPCC-Berichte für unter- oder übertrieben halten. Wenigstens 97% der teilnehmenden Wissenschaftler bestätigen die Aussage, wonach die menschlichen Emissionen von Kohlendioxid einen wichtigen Bestandteil des Klimasystems darstellen und wenigstens teilweise für die Erwärmung der letzten Jahrzehnte verantwortlich seien.[18] Bei einer Umfrage im Sommer 2006 unter deutschen Klimaforschern gaben 38 % der Befragten an, die These der anthropogenen Ursachen der Temperaturerhöhung im 20. Jahrhundert gelte als bewiesen, 56 % gaben an, diese These werde hier und dort noch angezweifelt und 5 % zufolge werde diese These noch heftig angezweifelt.[19]

[Bearbeiten] Wirtschaft und Politik

Größer in der Zahl der Beteiligten und homogener stellen sich diejenigen Kritiker des IPCC dar, die den Bereichen Wirtschaft und Politik angehören und die mit den aus den IPCC-Forschungsberichten resultierenden politisch-ökonomischen Folgerungen nicht einverstanden sind. Da in diesen Bereichen einerseits materielle Interessen dominieren, andererseits Rücksichten auf Wählermentalität und Wahlklientel nahe liegen, wird hier tendenziell gleich auf das ganze Spektrum kritischer Einwände zugegriffen oder eine den eigenen Interessen am meisten entsprechende Auswahl vorgenommen. Einem Minderheitenbericht des US Senate Committee on Environment and Public Works zufolge (das dem mehrheitlichen Trend der Klimaforschung folgt) haben über 400 Personen aus über 24 Ländern, darunter zahlreiche Wissenschaftler verschiedenster Fachrichtungen, Kritik gegen das IPCC und die populärwissenschaftlichen Darstellungen von Al Gore geäußert.[20]

Die Bedeutung der Kontroverse um die globale Erwärmung ergibt sich vor allem aus den politischen und wirtschaftlichen Konsequenzen, die aus den unterschiedlichen Positionen abgeleitet werden und die für die Zukunft insbesondere des menschlichen Lebens und Zusammenlebens auf der Erde wichtige Weichen stellen. Auf der Grundlage der IPCC-Berichte ergibt sich dringender Handlungsbedarf bezüglich der Rückführung von Treibhausgasemissionen, der weltweit sowohl weite Bereiche der Wirtschaft als auch die Privathaushalte einschließt. Hier wie dort müsste eine Abkehr von alten Gewohnheiten vollzogen werden, um den Klimawandel zu begrenzen. Der Widerstand dagegen artikuliert sich je nach Handlungsebene und persönlicher oder gruppenspezifischer wie auch nationaler Interessenlage unterschiedlich intensiv: Je weniger theoretisch die vorgeschlagene Konsequenz und je größer die praktische Herausforderung, desto massiver der Widerstand. Damit lässt sich auch die weitgehende Einigkeit der Klimaforscher und der weit weniger ausgeprägte Konsens von Bürgern und Politikern hinsichtlich der Folgerungen teilweise erklären.

Den Schlussfolgerungen des IPCC entgegengehalten werden Auffassungen, wonach Klimaschutzmaßnahmen unwirksam, unpraktikabel oder unverhältnismäßig teuer[21] wären und stattdessen sinnvolle Anpassungsmaßnahmen mit Blick auf den unabwendbaren Klimawandel zu bevorzugen seien. Dabei werden zum Beispiel die Niederlande und deren Anpassung an die Nordsee als geeignetes Vorbild genannt.

Auf individueller Ebene wurde etwa Thilo Bode eine große Diskrepanz zwischen Lippenbekenntnissen zum Umwelt- und Klimaschutz und tatsächlichen Aktivitäten und Verhaltensänderungen konstatiert. Einigen politischen Analysten zufolge bestünde die Gefahr, mit Klimaschutz Wähler abzuschrecken, vor allem wenn dies als typisches Thema einer gut situierten Mittelklasse wahrgenommen würde, der die Nöte der kleinen Leute egal seien[22]. So gibt es Überlegungen, inwiefern der regelrechte Absturz der Sozialdemokraten in Deutschland und Großbritannien nach 2000 von deren klimapolitischen Vorstellungen mit verursacht wurde.[23].

[Bearbeiten] Wichtigste Streitpunkte natur- und geowissenschaftlicher Art

[Bearbeiten] Existenz einer globalen Erwärmung

[Bearbeiten] Interpretation der Messungen

Globale Jahresmitteltemperaturen der letzten 125 Jahre auf der Erdoberfläche relativ zum Mittelwert im Zeitraum 1951–1980, basierend auf Messungen der Boden-Lufttemperatur durch Wetterstationen sowie Messungen der Meeresoberflächentemperatur durch Schiffe und Satelliten. Quelle: NASA Research News: 2006 Was Earth's Fifth Warmest Year, vom 8. Februar 2007

Bis in die 1990er Jahre hinein waren Zweifel am Phänomen der globalen Erwärmung noch relativ weit verbreitet. Denn zwischen 1945 und 1975 hatten sich die globalen Temperaturen nicht erhöht, sondern leicht abgekühlt. Zudem waren die Unsicherheiten in den klimatologischen Theorien noch beträchtlich. Im Laufe der 1990er Jahre verbesserte sich das wissenschaftliche Verständnis des Klimasystems erheblich, und gleichzeitig konnte ein deutlich erkennbarer Erwärmungstrend gemessen werden. Spätestens seit der Veröffentlichung des Dritten IPCC-Sachstandsberichts im Jahr 2001 ist das Vorhandensein einer globalen Erwärmung deshalb kaum noch auf wissenschaftlicher Grundlage angezweifelt worden. In seinem Vierten Sachstandsbericht von 2007 gibt das IPCC für den gemessenen Temperaturtrend in den einhundert Jahren zwischen 1906 und 2005 eine Steigerung um 0,74 °C an, wobei aufgrund von Messungenauigkeiten eine Fehlerbreite von ± 0,18 °C besteht.

Einige Wissenschaftler um den Meteorologen Roger A. Pielke weisen auf Probleme in Zusammenhang mit der bodengestützten Messung der Lufttemperaturen hin. Die gemessenen Lufttemperaturen seien einerseits mit signifikanten Fehlern behaftet, anderseits sollen sie grundsätzlich kein sehr zuverlässiges Instrument zur Messung der globalen Erwärmung sein.[24][25] Eine andere These betrifft den so genannten Wärmeinseleffekt (urban heat island effect). Danach soll die zunehmend warme Umgebungsluft in den wachsenden Städten für den dort gemessenen Trend der Erwärmung verantwortlich sein. Diese Behauptung wurde durch die Berücksichtigung eben dieses Effektes in der Auswahl der verwendeten, mehrheitlich ländlichen Stationen sowie durch Satellitendaten widerlegt. Studien konnten zeigen, dass der Einfluss des Wärmeinseleffektes auf die Messungen verschwindend gering ist und daher den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur nicht erklären kann.[26][27][28]

[Bearbeiten] Verwendete Messverfahren

Vergleich von Boden- und Satellitenmessungen der Erdtemperatur seit 1979.
Netzwerk der meteorologischen Bodenstationen von denen unter anderem die von Klimatologen verwendeten Messreihen der Lufttemperaturen entstammen.

Lange Zeit waren vor allem die Daten aus Satellitenmessungen der Kernpunkt der Behauptung, es gebe keine globale Erwärmung. Die Satelliten zeigten eine gleich bleibende oder sogar eine zurückgehende Temperatur auf der Erde an. Bis Anfang der 2000er Jahre bestand diesen Daten zufolge nur ein Erwärmungstrend über 0,04 °C pro Jahrzehnt gegenüber 0,17 °C aus den Bodenmessungen. Messungen mit an Ballons befestigten Radiosonden schienen den Satellitentrend zu bestätigen, was die Bodenmessungen in den Augen der Skeptiker unglaubwürdig erscheinen ließ. Umfassende Analysen der Satellitendaten brachten im August 2005 dann zum Ergebnis, dass diese falsch verstanden worden waren.[29] [30] Bei der Auswertung der Satellitendaten war man davon ausgegangen, dass sich die Satelliten in einem so genannten „sonnensynchronen" Orbit befänden. In einem solchen Orbit passiert ein Satellit jeden Tag zur gleichen Zeit und immer am selben Ort den Äquator. Es geschieht leicht, dass dieser Orbit nicht perfekt eingehalten wird, was eine Korrektur der Messdaten notwendig macht. Genau diese Korrektur war in den älteren Analysen nicht vorgenommen worden. Nachdem die verfälschten Messwerte bereinigt waren, zeigten sie eine deutlich besser im Einklang mit den Bodenmessungen stehende Erwärmung an. Gleichzeitig stellte sich heraus, dass aus einem völlig anderen Grund auch die Messungen der ballongestützten Radiosonden falsch waren. Deren Thermometer sind während des Aufstiegs oft der direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt. Daher müssen die Messwerte regelmäßig nach unten korrigiert werden. Eine ebenfalls 2005 veröffentlichte Studie konnte zeigen, dass die Werte in der Vergangenheit überkorrigiert worden waren.[31] Nach der Berichtigung um diesen Fehler bestätigten nun auch die Wetterballons den aus den Bodenmessungen bereits bekannten Trend.[32]

Neben diesen drei voneinander unabhängigen Messungen am Boden, in der Luft und aus dem Weltall existieren darüber hinaus weitere unabhängige Belege für steigende Erdtemperaturen. Hierzu gehören Messungen der Meeresoberflächentemperatur, die ebenso wie die in größeren Wassertiefen ermittelten Temperaturwerte in den vergangenen Dekaden einen deutlichen Anstieg verzeichneten. Ein weiteres gewichtiges Indiz für die globale Erwärmung sind direkte Naturbeobachtungen,[33] darunter ein immer früheres Auftreten der Frühlingsblüte, ein später einsetzendes Welkwerden des Laubes im Herbst, später einfrierende und früher auftauende Flüsse im Winter, weltweit bis auf wenige Ausnahmen überall zurückgehende Gletscher sowie ein drastischer Rückgang des arktischen Meereises.

[Bearbeiten] Historische Einzigartigkeit des Phänomens

Die Entwicklung der globalen Durchschnittstemperatur während der letzten 1.000 Jahre, nach verschiedenen Quellen rekonstruiert und seit dem 19. Jahrhundert direkt gemessen.
Rekonstruktion des Temperaturverlaufs von acht verschiedenen Orten der Erde während der letzten 12.000 Jahre. Die dicke schwarze Linie repräsentiert deren Durchschnitt, der jedoch nicht gleichbedeutend mit der globalen Durchschnittstemperatur ist.

Eine weitere Kontroverse hat die historische Entwicklung der Temperaturen zum Thema. Zentraler Punkt ist, ob der Anstieg der globalen Temperatur der letzten 100 Jahre historisch einzigartig ist oder sich im normalen Rahmen der jüngeren Klimageschichte bewegt. Das könnte Hinweise auf mögliche natürliche Ursachen für die aktuelle Erwärmung bieten. Daran wird von Skeptikern die Frage geknüpft, ob überhaupt schwerwiegende oder unerwartete Folgen drohen könnten.

Andere Klimaforscher weisen darauf hin, dass hohe Temperaturen oder ein schneller Anstieg in der Vergangenheit nicht die gleiche Ursache haben müssen wie die Veränderungen heute. Auch kann daraus nicht auf den zukünftigen Verlauf geschlossen werden.[34] Die Schlussfolgerung des IPCC, dass der Mensch heute auf das Klima Einfluss nimmt, ist nicht mittels der Rekonstruktion von Temperaturen des vergangenen Jahrtausends ermittelt worden.

Es herrscht weitgehend Einigkeit darüber, dass es vom 15. bis 18. Jahrhundert eine Kleine Eiszeit gegeben hat und dass sich die Erde seither wieder um ca. 1 °C erwärmt hat. Kontroverser wird über das Ausmaß der so genannten Mittelalterlichen Warmzeit diskutiert, die vom 9. bis ins 14. Jahrhundert andauerte. Neuere Forschungsergebnisse zeigen, dass die Temperaturen vor 700 bis 900 Jahren regional durchaus mit den aktuellen Temperaturen vergleichbar, wahrscheinlich sogar wärmer waren.[35] So bekam zu dieser Zeit beispielsweise Grönland seinen Namen „Grünland“. Diese Bezeichnung wird aber auch als Werbesprache zur Ansiedlung von Siedlern an der auch heute eisfreien Südküste interpretiert.[36]

Bislang hat jedoch keine der verfügbaren Rekonstruktionen des vergangenen Jahrtausends ergeben, dass die globalen Temperaturen mit denen der Gegenwart vergleichbar gewesen wären. Das IPCC schätzt deshalb in seiner im Februar 2007 erschienenen Kurzfassung für Entscheidungsträger zum Vierten Sachstandsbericht, dass es „wahrscheinlich" sei, dass die Temperaturen der letzten 50 Jahre im globalen Mittel wärmer waren als jemals in einem vergleichbaren Zeitraum während der vergangenen 1300 Jahre.[37] Dies lässt klimageschichtlich die Möglichkeit von lokal wärmeren Regionen offen.[38] [39] Da die vorhandenen Proxydaten die Erde nicht flächendeckend, gleichmäßig und gleichartig abdecken, kann auch die historische globale Mitteltemperatur nur grob geschätzt werden. Die Proxydaten sind wesentlich ungenauer als die Messungen ab 1850.

Historisch betrachtet hat es in der Vergangenheit viele kleinere und natürliche Warm- und Kaltphasen gegeben. Geologisch gesehen können mindestens 7 große Eiszeitalter mit einer Dauer von jeweils etwa 15-20 Millionen Jahren und dazwischen liegende Warmzeiten unterschieden werden. Innerhalb der Eiszeitalter kam es jeweils zu so genannten Stadialen und Interstadialen, also viele Jahrtausende andauernden Zeiträumen mit großflächigen Vergletscherungen, unterbrochen von Perioden, die mit der heutigen Zeit eher vergleichbare Eismassen beherbergten. Während der letzten Warmphase, dem Eem-Interglazial, lagen die Temperaturen in Europa über den heutigen.[40]

Siehe auch: Hockeyschläger-Diagramm

[Bearbeiten] Ursachen des Phänomens

[Bearbeiten] Ausmaß des menschlichen Einflusses

Die physikalischen Antreiber und ihr Anteil an der globalen Erwärmung.
Darstellung verschiedener möglicher Antreiber des Klimas und Vergleich mit den vorhandenen Messdaten der Lufttemperatur. Ausschließlich die theoretische Wirkung der Treibhausgase passt problemlos zu den beobachteten Veränderungen.

Nach der mehrfachen Bestätigung des gemessenen Trends der Erderwärmung stellt sich die Frage, auf welche Faktoren diese zurückzuführen ist. Wenn die Ursachen der Erwärmung erklärt werden sollen, kommt es besonders darauf an, einen kohärenten Erklärungsansatz anzubieten. Das heißt, dass alle wesentlichen beobachtbaren Phänomene im Rahmen der geäußerten wissenschaftlichen Theorie hinreichend erklärbar sein sollten. Bislang bietet hierfür nur das Erklärungsmodell der Treibhausgase einen zufriedenstellenden Ansatz.[41] [42] Alle anderen Hypothesen weisen zum Teil gravierende Schwächen auf.

Ein Teil der IPCC-Kritiker vertritt die Meinung, die Menschheit verursache zwar zusätzliche Treibhausgase in die Atmosphäre, diese hätten jedoch keine oder eine zu vernachlässigende Wirkung gegenüber natürlichen Faktoren. Diese Position wird unter anderem von Ulrich Berner und Hansjörg Streif von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe vertreten.[43] Ansonsten sind es vor allem einige an nordamerikanischen Forschungseinrichtungen beschäftigte Wissenschaftler, die den Akzent darauf legen, dass die gemessene Erwärmung nicht eindeutig auf anthropogene Treibhausgase, unter anderem auf die Kohlendioxidfreisetzung zurückzuführen seien. Zu ihnen gehören der Klimaforscher John Christy, der Meteorologe Richard Lindzen,[44] der Geograph Robert C. Balling, Jr.,[45] Roy Spencer[46] und Jan Veizer.[47] [48]

Grundsätzlich wird das Prinzip vom kleinsten Zwang als Begründung für einen möglichen Regelmechanismus gegen übermäßige Folgen des Kohlendioxideintrages herangezogen, dies gilt jedoch streng genommen nur für Systeme im thermodynamischen Gleichgewicht.

Wenn die Emissionen von CO2 unbedeutend für die Lufttemperatur wären, müsste die Klimasensitivität sehr gering sein und deutlich unter 1 °C liegen. Ein Nachweis dafür konnte bislang nicht erbracht werden. Im Gegenteil deuten verfügbare Studien darauf hin, dass die Klimasensitivität wahrscheinlich zwischen 2 und 4,5 °C liegt, mit einem besten Schätzwert um 3 °C.[37] [49][50] Um diesen Wert dürfte demnach die durchschnittliche Lufttemperatur steigen, wenn sich der CO2-Gehalt in der Atmosphäre verdoppelt. Für die Rolle der Treibhausgase spricht zudem, dass die beobachtete Erwärmung in Bodennähe nachts höher als tagsüber ist.[51] Nachts kühlt der Boden durch Emittieren langwelliger Strahlung ab, während tagsüber diese Abkühlung gegenüber dem Wärmegewinn durch die Solarstrahlung nur eine untergeordnete Rolle spielt. Die Treibhausgase behindern die Abkühlung, jedoch nicht die durch die Sonne verursachte Erwärmung, sie entfalten ihre stärkste Wirkung also nachts.

[Bearbeiten] Solarer Einfluss

Die Entwicklung verschiedener Indikatoren für die Sonnenaktivität seit 1975 deutet auf keinen besonderen solaren Beitrag zur gemessenen Erderwärmung in den letzten drei Jahrzehnten hin.
Schwankungen der Sonnenfleckenzahl über der Zeit

Einige Wissenschaftler – insbesondere von Forschungsinstitutionen im englischsprachigen Raum – betonen eine besondere Bedeutung der Sonnenaktivität für die globale Erwärmung. Damit zweifeln sie im Umkehrschluss an, dass anthropogene Quellen wesentlichen Einfluss auf den gegenwärtigen Klimawandel haben. Diese Position vertreten unter anderem der emeritierte Atmosphärenphysiker William M. Gray,[52] der Astrophysiker Willie Soon,[53] die Astrophysikerin Sallie Baliunas,[54] der Anfang 2008 verstorbene Pionier der Festkörperphysik Frederick Seitz,[55] der Astrophysiker Nir Shaviv,[56] der emiritierte Professor für Umweltwissenschaften Fred Singer, [57] der Geologe, Marinegeologe und Paläontologe Robert M. Carter,[58] der Paläoklimatologe Tim Patterson,[59] Marcel Leroux, emeritierter Professor für Klimatologie,[60] sowie Henrik Svensmark, Direktor des Centre for Sun-Climate Research des Danish National Space Center (DNSC) und Ko-Autor des Buches 'The Chilling Stars - A New Theory of Climate Change'.
Ein sehr hoher Wert in der wissenschaftlichen Literatur findet sich bei Stott et al. (2003), welche den solaren Anteil an der beobachteten globalen Erwärmung zwischen 1950 und 1999 auf einen Bereich zwischen 16 % und maximal 36 % schätzen.[61] Einer Studie von Scafetta und West (2007) zu Folge könnte die Sonne sogar zwischen 8% und 42% zur globalen Erwärmung seit 1950 beigetragen haben.[62]
In der Klimaforschung wird größtenteils der Anteil der Sonne an der globalen Erwärmung aus mancherlei Gründen als gering eingeschätzt. Die Sonne, so Sami Solanki, Direktor am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung, befinde sich seit 70 Jahren in einem Aktivitätsmaximum, beobachtbar an der Zahl der Sonnenflecken, und strahle so stark wie seit 8.000 Jahren nicht mehr.[63] Solanki selbst sagt, dass trotz dieser ungewöhnlichen Aktivität eine solare Ursache der globalen Erwärmung während der vergangenen Dekaden unwahrscheinlich sei,[64] dass die Sonne nicht der dominante Faktor gewesen sein und ihr Anteil an der Erwärmung seit 1970 nur bei maximal 30% gelegen haben könne.[65]Natalie Krivova, eine Kollegin Solankis, schreibt es sei „sehr wahrscheinlich, dass die Sonne nach 1980 nicht in irgendeiner signifikanten Weise zur globalen Erwärmung beigetragen“ habe.[66] Solankis Analyse der Sonnenaktivität wird im Bezug auf seine Methode zur Rekonstruktion vergangener Jahrtausende kritisiert.[67]
Andere Rekonstruktionen ergaben, dass seit dem 17. Jahrhundert kaum ein Zusammenhang zwischen Sonnenflecken und Erdtemperaturen feststellbar sei. Zudem seien insbesondere die seit 1978 direkt aus dem Orbit gemessenen Veränderungen der Sonnenaktivität zu gering, um die Ursache für die sich beschleunigende Erwärmung der letzten 30 Jahre gewesen zu sein.[68] Weitere Forscher schätzen den Anteil der Sonne an der beobachtbaren Erwärmung ebenfalls als gering ein. Bis 1970 zeige sich zwar noch eine relativ gute Korrelation des Helligkeitsanstiegs der Sonne mit der gemessenen globalen Erwärmung, aber spätestens seither seien Treibhausgase die hauptsächlichen Antreiber der Temperaturentwicklung gewesen.[69] Wäre die Sonne ursächlich, hätte sich die Temperatur in den letzten Jahrzehnten sogar verringern müssen. Stattdessen fallen in die zwölf Jahre von 1995 bis 2006 die elf wärmsten je gemessenen. Noch ein weiteres Indiz spricht gegen die Sonne. Bei den Temperaturmessungen der unterschiedlichen Luftschichten konnte festgestellt werden, dass sich gleichzeitig neben der wärmer werdenden untersten Luftschicht, der Troposphäre, die darüber liegende Stratosphäre deutlich abkühlt.[70] Dieses Muster ist spezifisch für den Anstieg an Treibhausgasen in der Troposphäre, denn es verbleibt mehr Wärmeenergie in Nähe der Erdoberfläche, und weniger Energie erreicht die Stratosphäre. Wäre eine gestiegene Sonnenaktivität ursächlich für die globale Erwärmung, dann müssten sich alle Luftschichten gleichermaßen aufheizen.[71]
Der Physiker und Klimaforscher Svensmark behauptet, eine signifikante negative Korrelation zwischen Erderwärmung und kosmischen Strahlen nachweisen zu können. Erhöhte Sonnenaktivität verringere nämlich die Intensität kosmischer Strahlung, die wiederum durch ihre ionisierende Wirkung bedeutenden Anteil an der Wolkenbildung in der unteren Atmosphäre habe.[72] Dieser Zusammenhang wurde von neueren Untersuchungen von Lockwood und Fröhlich[73]zumindest für die letzten 20 Jahre in Frage gestellt, während Svensmark und Friis-Christensen auch für die letzten Jahrzehnte eine bedeutende Korrelation finden, wenn Troposphärentemperaturdaten statt bodennaher Temperaturen herangezogen werden.[74] Letzteren zufolge habe sich in den letzten 10 Jahren die Troposphärentemperatur auch kaum mehr erhöht, was damit zusammenfalle, dass sich auch die derzeit hohe magnetische Aktivität der Sonne nicht weiter erhöhe. Der von Svensmark angenommene statistische Zusammenhang von kosmischer Strahlung und Wolkenbedeckung wurde als wissenschaftliches Artefakt entlarvt.[75] [76] Laut einer weiteren Studie von 2008 gibt es bislang keine Belege für eine Verbindung zwischen kosmischer Strahlung und der globalen Erwärmung.[77]

[Bearbeiten] Aussagekraft und Korrektheit der Prognosen des IPCC

Ein Beispiel von modellierten und gemessenen globalen Durchschnittstemperaturen zwischen 1900 und 2000.

Von manchen Kritikern wird die Anschauung vertreten, die Genauigkeit der Simulation des Erdklimas durch Klimamodelle sei nicht ausreichend, um auf deren Basis politische Entscheidungen treffen zu können.[78] Zur Begründung werden folgende Faktoren angeführt:

Dem wird entgegengehalten[80], dass die vorhandenen Modelle alle bekannten Zusammenhänge enthalten und das aktuelle und (soweit nachprüfbar) historische Klima weitgehend korrekt wiedergeben. Dort, wo Werte oder Einflüsse unklar sind, werden die verschiedenen Varianten durchprobiert, die „kälteste“ und die „wärmste“ Simulation ergeben dann die untere und obere Temperaturgrenze für das Szenario.

[Bearbeiten] Wirtschaftswissenschaftliche und technische Kontroversen

[Bearbeiten] Sinnhaftigkeit der Maßnahmenvorschläge des IPCC

Zunächst wird des öfteren, auch anhand der als gering betrachteten Auswirkungen des Kyoto-Protokolls die praktische Unmöglichkeit oder Unsinnigkeit effizienter Klimaschutzmaßnahmen unterstellt. Alternativ zu Vorbeugungsmaßnahmen wie Emissionsreduktion wird vorgeschlagen, die Folgen der globalen Erwärmung durch Anpassung (adaptation) aufzufangen.

So galt die Herstellung von Agrokraftstoffen auch aufgrund einer früheren Empfehlung des IPCC als eine wichtige Möglichkeit zur Verringerung des Treibhausgasausstoßes besonders im Verkehrssektor. Agrokraftstoffe sind aktuell Gegenstand der politischen Auseinandersetzung, und neben veränderten Ernährungsgewohnheiten in Schwellenländern sowie Finanzspekulation werden sie als eine Ursache der aktuellen Preissteigerungen von Nahrungsmitteln kritisiert.[81] Wissenschaftlern, die dem Copenhagen Consensus nahestehen, halten die Bekämpfung von Hunger und Mangelernährung, auch durch Zugang zu moderner Agratechnologie und der Wegfall von Exportbeschränkungen neben der Bekämpfung von Infektionskrankheiten für dringlicher als den Klimaschutz. Jedoch waren zu den Beratungen dieses „Konsenses“ überwiegend Personen eingeladen, darunter mehrere Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaftten, die dem vom IPCC propagierten Klimaschutz kritisch gegenüberstanden.

Unter ökonomischen Gesichtspunkten werden die angenommenen Folgekosten (damage costs) in einer Barwertbetrachtung (present value) der globalen Erwärmung durch Kosten-Nutzen-Analyse (cost-benefit analysis) mit den jetzigen Vermeidungskosten (mitigation costs) verglichen. Derartige Betrachtungen sind angreifbar, da der Einfluss der Auswahl der Kostenfaktoren und der Berechnung des Barwertes große Unsicherheiten für das Ergebnis beinhalten. Dabei kommt der Stern-Report zu dem Schluss, dass die Vermeidung von Emissionen die eindeutig günstigere Alternative sei. Diese Aussage wird auch von der Mehrzahl der Klimafolgenforscher gestützt. Dagegen ermitteln Kritiker, dass die (von ihnen weit niedriger angesetzten) Folgekosten unter den (entsprechend höheren) Vermeidungskosten lägen. So wurde beim Copenhagen Consensus die Bekämpfung von Infektionskrankheiten, bessere Wasserversorgung, Zugang zu moderner Agratechnologie und der Wegfall von Exportbeschränkungen für deutlich sinnvoller als Maßnahmen für den Klimaschutz erachtet.

[Bearbeiten] Bewertung der Folgen für die Menschheit

Manche Wissenschaftler halten die Folgen der globalen Erwärmung für dramatisch überschätzt oder als zu negativ bewertet und weisen der möglichen Erwärmung auch für die Menschheit insgesamt eher nützliche Auswirkungen zu. Zu diesen Forschern zählt zum Beispiel Sherwood Idso, Präsident Center for the Study of Carbon Dioxide and Global Change, früher ein physikalischer Limnologe an der USDA Water Conservation Laboratory und außerordentlicher Professor Arizona State University, der von vermehrten CO2-Einträgen in die Atmosphäre positive Auswirkungen auf die Nahrungsmittelproduktion und auf deren gesundheitlichen Wert erwartet.[82]

Freilandversuche mit der FACE-Technologie (Free Air Carbon dioxide Enrichment) zeigen an, dass durch den Düngeeffekt des Kohlendioxids Steigerungen beim Pflanzenwachstum zu erwarten sind und womöglich bereits waren.[83] Die zusätzlich mögliche Ernte wird auf bis zu 13% geschätzt, bei einer Zunahme des Wachstums der gesamten Biomasse um 17%. Frühere Berechnungen waren noch von einer Steigerung der Erntemenge um bis zu 36% ausgegangen.[84] Kombiniert mit weiteren Effekten der globalen Erwärmung wie veränderten Niederschlagsmustern gilt es als unklar, wie der Nettoeffekt in einzelnen Regionen ausfallen wird - was Klimaskeptiker auch zum Anlass nehmen, die Vorsorgekraft von Klimavoraussagen insgesamt als wenig stichhaltig zu beurteilen.

Mit zahlreichen anderen Folgen der Erderwärmung, darunter dem Meeresspiegelanstieg, der Gletscherschmelze, oder der möglichen Versauerung der Meere werden derzeit meist keine positive Erwartungen verbunden. Für große Teile der Erde befürchten Forscher bedeutsame negative Konsequenzen: Ökosysteme, Nahrungsmittelproduktion, Wasserverfügbarkeit und soziale Gemeinschaften werden desto größeren Risiken ausgesetzt sein, je stärker der Klimawandel ausfällt, so William Hare vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung.[85]

[Bearbeiten] Politische und kulturelle Fragen

[Bearbeiten] Öffentliche und mediale Rezeption der Debatte

Im starken Kontrast zur naturwissenschaftlichen Fachdebatte, in der sie kaum eine Rolle spielen, steht die Präsenz von Kritikern der IPCC-Berichte in der öffentlichen und politischen, über Medien verbreiteten Diskussion. Dort sind ihre Stimmen sehr viel öfter zu vernehmen, was die Wissenschaftler Boykoff und Boykoff zum Begriff der Balance as bias (Wortspiel, auf deutsch etwa: „Balance als Unausgewogenheit“) anregte. In der Mehrzahl einer Auswahl untersuchter Zeitungsartikel der US-Qualitätspresse werde von den verantwortlichen Journalisten versucht, beide „Seiten“ der Klimaforschung darzustellen und daher den Argumenten von Klimaforschung und Klimaskepsis gleich viel Platz einzuräumen. Diese vermeintliche Ausgewogenheit führe dazu, dass in den Medien der falsche Eindruck grundlegender Dispute in der Klimaforschung erweckt werde, während in der wissenschaftlichen Gemeinschaft mitunter kaum mehr begründete Zweifel bestünden.[86] Ein vergleichbares Ungleichgewicht wurde auch in der TV-Berichterstattung gefunden.[87]

Der auf diese Weise durch die US-Medien hervorgerufene Eindruck der Uneinigkeit in der Klimaforschung entspricht nicht - nach der Auffassung einer breiten Expertenmehrheit - den Gegebenheiten in der Wissenschaftsszene. Forschern, welche sich kritisch gegenüber der Meinung des IPCC äußern, wird häufig vorgehalten, ihre Studien nach den Wünschen ihrer Geldgeber zu gestalten. So wurden beispielsweise bis in die 1990er Jahre und zum Teil noch heute zahlreiche Studien von der Kohleindustrie finanziert, während mittlerweile mit Firmen wie ExxonMobil die Erdölindustrie einer der Hauptgeldgeber IPCC-kritischer Studien ist und sich an der Verbreitung von Skeptiker-Positionen maßgeblich beteiligt.[88] Die Union of Concerned Scientists hat in einer Untersuchung nachgewiesen, dass ExxonMobil mit einer langfristigen Strategie, die auch Irreführung und Fälschungen beinhaltet, dafür gesorgt hat, dass „wissenschaftliche Erkenntnisse verschleiert, Politiker, Medien und die Öffentlichkeit manipuliert und Maßnahmen zur Eindämmung von Emissionen verhindert wurden“, wie die Financial Times Deutschland berichtet.[89] ExxonMobil hat zu diesem Zweck mit ca. 16 Mio. US-Dollar zwischen 1998 und 2005 ein Netzwerk von 43 scheinbar unabhängigen Organisationen unterstützt, welche in der Öffentlichkeit den Konzerninteressen dienende Verwirrung über den Stand der Klimaforschung stifteten.[90]

In einem Editorial vom 12. Juli 2001 legte die Redaktion der Zeitschrift Nature ihren Standpunkt zur Kontroverse um die globale Erwärmung dar. Darin unterstützt die Redaktion den in den Berichten des IPCC zum Ausdruck kommenden Konsens. Kritik an den Erkenntnissen der Klimaforschung sei demnach primär von der US-Kohle- und Ölindustrie initiiert. So genannte climate-change dissidents riefen mittlerweile einen ähnlichen Eindruck hervor wie Aids dissidents oder tobacco-industry dissidents. Durch sie werde die Öffentlichkeit hinsichtlich der Tatsachen betreffend die globale Erwärmung getäuscht und verwirrt.[91]

Der globalen Erwärmung und Klimaveränderung wird medial mittlerweile eine große Aufmerksamkeit geschenkt, so zum Beispiel nach der Veröffentlichung des Stern-Reports über die wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels. Damit ist das Thema nicht mehr allein und kaum mehr vorrangig eines der wissenschaftlichen Diskussion. In journalistischen Darstellungen und Laienkommentaren kommt es neben seriösen Bemühungen um eine dem Forschungsstand entsprechende Aufbereitung des Problemkomplexes oft zu Ungenauigkeiten und pauschalen Aussagen, indem die den jeweiligen Modellrechnungen zugrundeliegenden Annahmen und Unsicherheiten nicht oder nur ungenügend berücksichtigt werden. Daraus ergeben sich Verzerrungen der Forschungsergebnisse in beide Richtungen: So sind einerseits aufmerksamkeitsheischende Übertreibungen zu finden, etwa wenn wiederholt vor einer unmittelbar bevorstehenden Klimakatastrophe gewarnt wird; und andererseits werden aus wirtschaftlichen und politischen Motiven unsachgemäße Verharmlosungen verbreitet.

Ebenfalls große Aufmerksamkeit erregt das Thema durch die Auslobung des bislang höchstdotierten Wissenschaftspreises: Der Unternehmer Sir Richard Branson verspricht demjenigen Wissenschaftler 25 Millionen US$, der einen umweltverträglichen Weg findet, die Atmosphäre von Treibhausgasen zu befreien.[92]

Die globale Erwärmung wird auch mit cineastischen Mitteln bearbeitet, so zum Beispiel in den Katastrophenfilmen Waterworld, The Day After Tomorrow oder in dem Dokumentarfilm Eine unbequeme Wahrheit von Al Gore. Eine Gegenposition nimmt der britische Film The Great Global Warming Swindle ein, der mittlerweile vom Sender Channel 4, der ihn gesendet hat, als „Polemik“ bezeichnet wurde. All diesen Produktionen werden jeweils von Vertretern anderer Sichtweisen Einseitigkeiten vorgeworfen (siehe die jeweiligen Artikel).

In Deutschland setzt sich insbesondere der Politologe und Leiter des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen, Claus Leggewie, für künstlerische Antworten auf die Herausforderungen im Zusammenhang mit der globalen Erwärmung ein, in deren prognostizierten Folgen er eine kulturelle Revolution sieht, die neue Überlebenstechniken und Lebensentwürfe erfordere.[93]

[Bearbeiten] Bewertung der öffentlichen Debatte

Kritik an den verstärkten Bemühungen zum Klimaschutz findet sich bei dem Zeitherausgeber Josef Joffe und der amerikanischen Kulturhistorikerin Camille Paglia. Joffe weist der Debatte um die globale Erwärmung endzeitreligiöse Aspekte zu, die die Relevanz der wirklichen Klimaänderung deutlich überstiegen.[94] Paglia sieht die heraufbeschworenen Gefahren der globalen Erwärmung nicht als stichhaltig begründete echte Gefahr, sondern eher als Ausdruck eines Hungers nach Gläubigkeit und Apokalypse, nachdem die gewöhnliche Kirche in eine richtungslose feel-good-Therapie verwandelt worden sei.[95] Im deutschsprachigen Raum hat Gunnar Heinsohn 1996 eine ähnliche, allerdings auch in klimahistorischen Argumenten wurzelnde Ansicht geäußert.[96]

Der Sozialpsychologe Harald Welzer sieht dagegen eher die Gefahr einer Unterschätzung der realen Gefahren des Klimawandels im allgemeinen Bewusstsein. Welzer bezieht sich dabei auf das Phänomen der shifting baselines[97], das Menschen auch dramatische Änderungen ihres eigenen Lebensraumes nicht wahrnehmen lässt, da Veränderungen vom eigenen Beobachterstandpunkt aus wahrgenommen werden, der durch die eigene Lebens- und Erfahrungszeit begrenzt ist.[98]

[Bearbeiten] Politische Einflussnahme auf die Klimaforschung

Der Klimatologie wird gelegentlich vorgeworfen, auf politischen Druck hin ihre Ergebnisse aufzubauschen. Einerseits seien Klimaforscher von öffentlichen Geldern abhängig, so dass sie leichtfertig alarmistische Studien herausgäben. Andererseits hätten Politiker bisweilen ein direktes Interesse daran, im Rahmen von Klimaschutzpolitik bestimmte Maßnahmen umzusetzen, wozu ihnen die öffentliche Angst vor dem Klimawandel die Möglichkeit gäbe.

Unbestritten stiegen die öffentlichen Ausgaben für Klimaforschung in den letzten 15 Jahren stark an. Dies wurde von Richard Lindzen in einem Zeitungsartikel auf der Meinungsseite des Wall Street Journal vor allem den „alarmierenden Szenarien“ der Klimaforschung zugeschrieben. Die beiden wissenschaftlichen Zeitschriften Science und Nature lehnten angeblich IPCC-kritische Artikel grundsätzlich und ohne Review als „unbedeutend“ ab. Und Wissenschaftlern, die allzu kritische Positionen vertreten hätten, seien die Fördermittel gestrichen worden.[99] Nachprüfbare Beispiele für seine Behauptungen hat Lindzen aber nicht genannt.

Nachprüfbare Beispiele gibt es hingegen für die gegenteilige Einflussnahme der Politik, namentlich das gezielte Verharmlosen des Klimawandels in Forschungsberichten und die direkte Bearbeitung wissenschaftlicher Dokumente mit dem Ziel, den klimatologischen Kenntnisstand unsicherer erscheinen zu lassen, als er ist.[100] In den USA erregte besonders der Fall von James Hansen Aufsehen. Hansen ist Direktor des NASA-eigenen Goddard Institute for Space Studies und seit Jahrzehnten mit klimawissenschaftlichen Fragen beschäftigt. In den Jahren 2005 und 2006 sagte Hansen in Interviews mit der Washington Post[101] und der New York Times, dass NASA-Beamte versucht hätten, seine öffentlichen Stellungnahmen über die Ursachen der globalen Erwärmung zu beeinflussen. Nach Hansens Angaben wurden Angestellte aus dem Bereich der Öffentlichkeitsarbeit dazu angewiesen, seine Stellungnahmen und Äußerungen in Interviews zu überprüfen.

Hansen sagte auch, dass das Weiße Haus klimabezogene Presseerklärungen nachträglich bearbeitet habe, um die globale Erwärmung weniger bedrohlich erscheinen zu lassen.[102] In der US-Regierung federführend bei der Bearbeitung von Hansens und anderen klimarelevanten Publikationen war Philip Cooney. Cooney war 15 Jahre beim American Petroleum Institute beschäftigt gewesen, bevor er unter George W. Bush der US-Regierung beitrat. Dort strich er aus zahlreichen Studien hundertfach Hinweise auf den menschlichen Anteil am Klimawandel und fügte an vielen Stellen übersteigerte Aussagen über Unsicherheiten ein. Seit 2005 ist Cooney beim Erdölkonzern ExxonMobil angestellt. Die direkte Bearbeitung wissenschaftlicher Studien durch Regierungsbeamte in den USA beschäftigte von 2006 bis 2007 unter anderem das United States House Committee on Oversight and Government Reform, eine Art ständiger Ausschuss des Repräsentantenhauses. In seinem Abschlussbericht vom Dezember 2007 beschreibt das Komitee die fortwährende Zensur und andere fortlaufende und weit gehende Einflussnahme der Regierung Bush auf die US-Klimaforschung. Die Schlussfolgerung daraus lautet:

„Die 16-monatige Untersuchung des Komitees enthüllt systematische Bemühungen des Weißen Hauses, Klimawissenschaftler zu zensieren indem ihr Zugang zur Presse kontrolliert wurde und durch die Bearbeitung ihrer Aussagen gegenüber dem Kongress. Das Weiße Haus war besonders darum bemüht, Diskussionen über die Verbindung zwischen zunehmender Hurrikanintensität und der globalen Erwärmung zu ersticken. Das Weiße Haus versuchte auch die Bedeutung und die Sicherheit des Klimawandels zu minimieren, indem es ausführlich Regierungsberichte über den Klimawandel bearbeitete. Andere Tätigkeiten des Weißen Hauses beinhalteten die Editierung von Rechtsgutachten der EPA und op-eds über den Klimawandel.“ [103]

Neben der NASA sind auch noch andere US-Einrichtungen von vergleichbarer Einflussnahme betroffen gewesen, darunter die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), die Environmental Protection Agency (EPA), das Climate Change Science Program (CCSP) oder das US Geological Survey (USGS).[104]

Eine weitere Form der verharmlosenden Einflussnahme lässt sich bei den Verhandlungen um den Vierten Sachstandsbericht des IPCC beobachten. Der Veröffentlichung der drei so genannten Zusammenfassungen für politische Entscheidungsträger ging jeweils eine mehrtägige Konferenz voraus, in welcher der Entwurf der am Bericht beteiligten Klimaforscher durch Vertreter von Regierungen abgesegnet werden musste. Nach Darstellung des Nachrichtenmagazins Der Spiegel haben anscheinend sowohl beim Bericht der Arbeitsgruppe I über die physikalischen Grundlagen[105] als auch beim Bericht der Arbeitsgruppe II über die Folgen des Klimawandels[106] die Regierungen der USA, Russlands, Chinas und Saudi-Arabiens erfolgreich eine Verwässerung der ursprünglich vorgesehenen Schärfe und Eindeutigkeit des Berichts erwirkt. Die Washington Post benennt explizit einen auf Druck der USA und Chinas gestrichenen Absatz über die notwendige Reduktion der Treibhausgasemissionen als ein Beispiel für die direkte abschwächende Bearbeitung in der Zusammenfassung des jüngsten IPCC-Berichtes.[107] Dieses Verfahren kommt jedoch nur bei den Zusammenfassungen für politische Entscheidungsträger zur Anwendung. Auf die wissenschaftlichen Berichte des IPCC, die den Zusammenfassungen zugrunde liegen, haben die Regierungen keinen Einfluss. Die Vorgehensweise zur Erstellung der Berichte war jedoch auch bereits vor der Veröffentlichung der Zusammenfassung für Entscheidungsträger Gegenstand von Kritik, weil die Zusammenfassung für Entscheidungsträger vor dem eigentlichen wissenschaftlichen Bericht veröffentlicht worden ist, um den Inhalt des Berichtes an die Zusammenfassung anzupassen.[108]

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] „Klimakritische" Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Klimakritiker

[Bearbeiten] Stellungnahmen zur Klimakritik von Seiten der Klimatologie

[Bearbeiten] Medienberichte

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b Oreskes, Naomi: The Scientific Consensus on Climate Change. In: Science Vol. 306, 4. Dezember 2004 (PDF)
  2. a b Royal Society (2001): The Science of Climate Change (PDF)
  3. a b The Royal Society (Hrsg.) (2005): Joint science academies’ statement: Global response to climate change, Ref 08/05 (PDF)
  4. a b The National Academies (2007): Joint science academies’ statement on growth and responsibility: sustainability, energy efficiency and climate protection (PDF)
  5. a b The National Academies (2008): Joint Science Academies’ Statement: Climate Change Adaptation and the Transition to a Low Carbon Society (PDF)
  6. Siehe hierzu auch den englischen Wikipedia-Artikel Scientific opinion on climate change
  7. American Quaternary Association (2005): Petroleum Geologists‘ Award to Novelist Crichton Is Inappropriate. In: Eos, Vol. 87, Nr. 3, S. 364. Daraus: „[AAPG] stands alone among scientific societies in its denial of human-induced effects on global warming." (PDF)
  8. American Association of Petroleum Geologists: Climate Statement Prompted Changes
  9. European Science Foundation Position Paper Impacts of Climate Change on the European Marine and Coastal Environment - Ecosystems Approach pp. 7-10
  10. Position Statement of the Division of Atmospheric and Climate Sciences of the European Geosciences Union on Climate Change.
  11. WMO’s Statement at the Twelfth Session of the Conference of the Parties to the U.N. Framework Convention on Climate Change.
  12. Climate Change Research: Issues for the Atmospheric and Related Sciences from www.ametsoc.org
  13. Royal Meteorological Society’s statement on the IPCC’s Fourth Assessment Report.
  14. AMOS Statement on Climate Change
  15. Position Statement on Global Warming - Canadian Meteorological and Oceanographic Society (Updated, 2007)
  16. American Physical Society: National Policy - 07.1: CLIMATE CHANGE
  17. Network of African Science Academies (2007): Joint statement by the Network of African Science Academies (NASAC) to the G8 on sustainability, energy efficiency and climate change (PDF)
  18. Brown, Fergus W.M., Roger A. Pielke, Sr., und James D. Annan (2007): Is there agreement amongst climate scientists on the IPCC AR4 WG1? Unveröffentlichte Studie (PDF)
  19. Hans M. Kepplinger und S. Post (2008): Klimakatastrophe oder Katastrophenklima? Die Berichterstattung über den Klimawandel aus Sicht der Klimaforscher, Verlag R. Fischer Bericht der Welt dazu
  20. U.S. Senate Environment and Public Works Committee U.S. Senate Report: Over 400 Prominent Scientists Disputed Man-Made Global Warming Claims in 2007 Senate Report Debunks "Consensus"
  21. 29.06.2008 "Klima-Planwirtschaft" Hayek-Gesellschaft diskutiert über Umwelt und Freiheit ppl. FREIBURG, 29. Juni. Der Versuch der Politik, mit langfristigen Mengenzielen für Kohlendioxid (CO2) und mit Quoten für bestimmte Energieformen den Klimawandel zu beeinflussen, stößt auf große Skepsis bei den Ökonomen der liberalen Hayek-Gesellschaft. F.A.Z. vom 30.06.2008
  22. [1] Angst vor den Auto fahrenden Wählern. Freitag, 13. Juni 2008, Interview mit Winfried Hermann, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion, über das Klimapäckchen der großen Koalition, sozial gerechten Umweltschutz und die Lehren aus Wahlkämpfen
  23. [2] Volksparteien Zur Sinnkrise der europäischen Sozialdemokratie. Jürgen Krönig in ZEIT ONLINE, 8. August 2008: Die SPD und die britische Labour Party stürzen ab. Hauptsächlich dafür verantwortlich ist ihre radikale grüne Klimapolitik. Eine Analyse nach der Clement-Affäre
  24. Pielke Sr. R. A, et. al. (2006): Documentation of bias associated with surface temperature measurement sites. Bull. Amer. Meteor. Soc., submitted, (PDF)
  25. Pielke Sr. R. A. et al. (2006): Unresolved Issues with the Assessment of Multi-Decadal Global Land-Surface Temperature Trends, JJ. Geophys. Research, in preparation, (PDF), vgl. Pielkes Blog
  26. David E. Parker (2004): Climate: Large-scale warming is not urban, in: Nature, Vol. 432, S. 290, 18. November, doi:10.1038/432290a
  27. Peterson, T. C. (2003): Assessment of urban versus rural in situ surface temperatures in the contiguous United States: No difference found, in: Journal of Climate, Vol. 16, S. 2941-2959, (PDF, 6,5 MB)
  28. David E. Parker (2006): A Demonstration That Large-Scale Warming Is Not Urban, in: Journal of Climate, Vol. 16, S. 2882–2895, online
  29. Schmidt, Gavin (2005): Et Tu LT? In: RealClimate.org
  30. C. A. Maers und F. J. Wentz (2005): The Effect of Diurnal Correction on Satellite-Derived Lower Tropospheric Temperature, in: Science, 11. August, doi:10.1126/science.1114772
  31. Sherwood, Steven, John Lanzante und Cathryn Meyer (2005): Radiosonde Daytime Biases and Late-20th Century Warming, in: Science, 11. August doi:10.1126/science.1115640
  32. Carbon Dioxide Information Analysis Center: Trends Online: Global, hemispheric, and zonal temperature deviations derived from radiosonde records
  33. Parmesan, Camille und Gary Yohe (2003): A globally coherent fingerprint of climate change impacts across natural systems, in: Nature, Vol. 421, 2. Januar, S. 37-42 (PDF)
  34. Stefan Rahmstorf (2005): What If ... the “Hockey Stick” Were Wrong? Beitrag bei RealClimate.org
  35. J.N. Richey et. al. (2006): A 1400-year multi-proxy record of climate variability from the Northern Gulf of Mexico AGU Fall Meeting 2006 [3]
  36. Jared Diamond: Collapse. How Societies Choose to Fail or Succeed. Viking, New York 2005, ISBN 0-670-03337-5. S. 211 (dt.: Kollaps. Warum Gesellschaften überleben oder untergehen. S. Fischer Verlag, Frankfurt/Main 2005, ISBN 3-10-013904-6 - Rezension, Rezension, Rezension).
  37. a b IPCC Fourth Assessment Report: Summary for Policymakers (PDF) (englisch)
  38. Millar, Constance I., John C. King, Robert D. Westfall, Harry A. Alden und Diane L. Delany (2005): Late Holocene Forest Dynamics, Volcanism, and Climate Change at Whitewing Mountain and San Joaquin Ridge, Mono County, Sierra Nevada, CA, USA (PDF)
  39. Naurzbaev, Mukhtar, Malcolm K. Hughes und Eugene A. Vaganov (2004): Tree-ring Growth Curves as Sources of Climatic Information, in: Quaternary Research, 62, S. 126-133 (PDF)
  40. Kaspar, F., N. Kühl, U. Cubasch, und T. Litt (2005), A model-data comparison of European temperatures in the Eemian interglacial. In: Geophys. Res. Lett., 32, L11703, doi:10.1029/2005GL022456
  41. Meehl, Gerald A., Warren M. Washington, Caspar M Ammann, Julie M. Arblaster, T. M. L. Wigleiy und Claudia Tebaldi (2004): Combinations of Natural and Anthropogenic Forcings in Twentieth-Century Climate, in: Journal of Climate, Vol. 17, 1. Oktober, S. 3721-3727 (PDF)
  42. Hansen, James et al. (2007): Dangerous human-made interference with climate: a GISS modelE study, Atmos. Chem. Phys, Vol. 7, S. 2287-2312 (PDF, 6,0 MB)