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| Wappen | Karte | |
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| Basisdaten | ||
| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
| Bundesland | Niederösterreich | |
| Politischer Bezirk | Wien-Umgebung (WU) | |
| Fläche | 76,2 km² | |
| Koordinaten | 48° 18′ N, 16° 20′ O48.30516.325192Koordinaten: 48° 18′ 18″ N, 16° 19′ 30″ O | |
| Höhe | 192 m ü. A. | |
| Einwohner | 25.567 (1. Apr. 2009) | |
| Bevölkerungsdichte | 336 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen | 340x | |
| Vorwahl | 02243 | |
| Gemeindekennziffer | 3 24 08 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung |
Rathausplatz 1 3400 Klosterneuburg |
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| Offizielle Website | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister | Stefan Schmuckenschlager (ÖVP) | |
| Gemeinderat (2005) (41 Mitglieder) |
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| Lage der Stadt Klosterneuburg | ||
Klosterneuburg mit dem Titel Stadt der Völkerverständigung (seit 1989) ist eine Stadt in Niederösterreich (Bezirk Wien-Umgebung) mit 25.124 Einwohnern (2005).
Inhaltsverzeichnis |
Klosterneuburg liegt an der Donau, unmittelbar nördlich von Wien, von dem es durch den Kahlenberg und den Leopoldsberg getrennt ist. Von der Schwesterstadt Korneuburg ist sie seit dem späten Mittelalter durch die Donau getrennt. Ein Teil des Gemeindegebietes ist als Naturpark Eichenhain unter Schutz gestellt. Die höchste Erhebung im Stadtgebiet ist der Exelberg mit 515 m ü. A. der tiefste Punkt Schüttau mit 161 m ü.A. Im Osten zählt auch der Flusslauf der Donau zum Gemeindegebiet, da die Gemeindegrenze am linken Flussufer verläuft. Auch der nördliche Teil der Donauinsel inklusive dem Einlaufbauwerk liegt innerhalb der Gemeindegrenzen.
Die frühesten Spuren menschlicher Ansiedlung in Klosterneuburg reichen bis in das Neolithikum zurück.
Eine erste Siedlungskontinuität entwickelte sich erst ab der Mitte des 1. Jahrhunderts nach Christus mit der Errichtung eines römischen Militärlagers (Hilfstruppen), dem westlichsten der Provinz Pannonien. Zahlreiche archäologische Grabungen legen Zeugnis ab über das Leben der Römer und die Besiedlung des Platzes bis ins 5. Jahrhundert; der Name dieses Kastells ist bis heute unbekannt.
Eine nachweisbare Besiedlung dieses Hochplateaus setzte erst wieder im 11. Jahrhundert ein.
Die älteste erhaltene schriftliche Erwähnung als "Nivvenburc" (Neuburg) stammt aus 1108. Sie findet sich im Traditionsbuch des Stiftes Klosterneuburg.
Große Bedeutung erlangte die Stadt um 1113, als sich Markgraf Leopold III. hier eine ansehnliche Residenzstadt schuf. Leopold III., der mit Agnes, der Tochter Kaiser Heinrichs IV. verheiratet war, errichtete am Rande der Oberen Stadt seine neue Residenz, die in Anlage und Ausmaß der standesgemäßen Stellung des Reichsfürsten entsprach. Im Jahr 1114 ließ Leopold III. in feierlicher Weise den Grundstein für eine neue monumentale Stiftskirche legen. Die Kirche war ursprünglich ein Kollegium für weltliche Kanoniker und wurde erst 1133 in ein Augustiner-Chorherrenstift umgewandelt. Neuburg bekam damals schon jene Ausdehnung, die sie durch Jahrhunderte beibehielt. Die Donau bedeutete für die Bewohner dieser Siedlung eine große Bedrohung, war aber auch zugleich ihr Lebensnerv, da auf dem Wasserweg ein Großteil der Handelsgüter befördert wurde. Die häufigen Überschwemmungen drängten die Bewohner jenseits der Donau immer mehr landeinwärts, sodass zu Beginn des 13. Jahrhunderts sich die beiden Stadtteile zu Neuburg Klosterhalben (Klosterneuburg) und Neuburg markthalben (Korneuburg) auseinanderentwickelt hatten. Diese natürliche Teilung brachte für die Bewohner große Schwierigkeiten, die auch Albrecht I., der sich 1288 in Neuburg eine neue Burg als Residenz errichten ließ, nicht verborgen blieben. 1298 trennte Albrecht I. die beiden Stadthälften und verlieh Neuburg klosterhalben, dem eigentlich älteren Siedlungskern, ein neues Stadtrecht.
Die schlecht umwehrte und daher schwer zu verteidigende Untere Stadt (heutiger Stadtplatz und Martinsviertel) musste immer wieder den feindlichen Belagerungen preisgegeben werden. Sie wurde mehrmals geplündert und zerstört, während sich die Bevölkerung in den Schutz der stark befestigten Oberen Stadt begab. So vor allem während der Türkenbelagerungen von 1529 und 1683. Dass die Stadt 1683 trotz ihrer schwachen Kräfte bis zuletzt durchhalten konnte und somit einen wichtigen Flankenschutz beim Anmarsch der verbündeten Christenheere zum Entsatz von Wien bilden konnte, war in erster Linie das Verdienst zweier Chorherren und der starken Solidarisierung zwischen Stift und Stadt.
Im 18. Jahrhundert wollte Kaiser Karl VI. das Stift Klosterneuburg zu einem österreichischen Escorial, d.h. zu einer herrschaftlichen Klosterresidenz, umbauen. Nach dem Tod Karls VI. geriet das Projekt ins Stocken und wurde die folgenden Jahrzehnte immer schleppender bearbeitet, bis es 1842 nicht mehr weitergeführt wurde. Nur einer der vier Innenhöfe wurde fertig. Von weitem zu sehen sind aber die Kuppeln mit den riesigen Goldkronen, die die Herrschaftstitel des Hauses Habsburg symbolisieren.
In den Jahren 1805 und 1809 wurde die Stadt von französischen Truppen besetzt, am 20. Dezember 1805 weilte Napoleon I. kurz im Stift Klosterneuburg.
In der Mitte des 19. Jahrhunderts war Klosterneuburg ein noch in sich abgeschlossenes Weinhauerstädtchen mit knapp 5.000 Einwohnern. Mit dem Ausbau der Verkehrsverbindungen nach Wien wählten viele Wiener Beamte und Arbeiter Klosterneuburg als neues Wohndomizil. Von 1908 bis 1919 verkehrte in Klosterneuburg außerdem mit dem Elektrischen Oberleitungs-Automobil-Betrieb der Gemeinde Weidling einer der ersten Oberleitungsbusse Österreichs, die Linie verband den Bahnhof Klosterneuburg-Weidling mit dem Ort Weidling. In den 1930er-Jahren zählte Klosterneuburg bereits über 15.000 Einwohner.
Mit dem „Anschluss“ an das Deutsche Reich 1938 verlor nicht nur Österreich seine Unabhängigkeit, auch Klosterneuburg büßte seine Selbständigkeit ein. Die Stadt wurde am 15. Oktober 1938 Groß-Wien eingegliedert und bildete mit den Orten Gugging, Kierling, Höflein, Kritzendorf, Weidling und Weidlingbach den 26. Wiener Gemeindebezirk.
Im Juli 1946 wurde vom Nationalrat die Rückgliederung Klosterneuburgs und weiterer 80 Gemeinden nach Niederösterreich beschlossen. Der Alliierte Rat verweigerte diesem Gesetz jedoch jahrelang seine Zustimmung, sodass die Rückgliederung erst mit 1. September 1954 vollzogen werden konnte. Die gesamten Gebietsteile der vor dem 15. Oktober 1938 ehemals selbständigen Gemeinden Gugging, Kierling, Höflein an der Donau, Kritzendorf, Weidling und Weidlingbach wurden der wiedererrichteten Stadtgemeinde Klosterneuburg eingegliedert. Damit wurde Klosterneuburg zur (heute) drittgrößten Stadt Niederösterreichs.
Am 21. Oktober 1989 hat das Generalkapitel der Generalpräfekten Europas bei seiner Sitzung in Schwyz einstimmig beschlossen der Stadtgemeinde Klosterneuburg, als erste Stadt Europas, den Titel Stadt der Völkerverständigung zu verleihen. Die Urkunde befindet sich im Stadtarchiv. 1990 wurde die Österreichische Gesellschaft für Völkerverständigung, Rathausplatz 7, 3400 Klosterneuburg, gegründet. Am 19. März 1990 hielt Außenminister Dr. Alois Mock den Eröffnungsvortrag "Österreichs Beitrag zur Völkerverständigung". Über 60 Vortrags- und Diskussionsabende mit Prominenten wurden bis 2007 abgehalten. Vizekanzler und Außenminister a.D. Dr. Alois Mock ist der Ehrenpräsident der Österreichischen Gesellschaft für Völkerverständigung.
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Nach St. Pölten und Wiener Neustadt ist Klosterneuburg drittgrößte Stadt Niederösterreichs.
In der Liste der Städte in Österreich liegt Klosterneuburg unter den Top 20.
Bevölkerungsstruktur: Die 15- bis 60-Jährigen bilden mit 58,6 % die größte Bevölkerungsgruppe in Klosterneuburg. Es gibt 25,7 % über 60- sowie 15,7 % unter 15-Jährige. Damit weicht Klosterneuburg nur leicht vom österreichischen Durchschnitt ab. Klosterneuburgs Frauenanteil von 58,2 % ist um 6,8 % höher als der österreichische Durchschnitt.
Der Anteil von Klosterneuburgern mit ausländischer Staatsbürgerschaft lag 2001 bei 8,4 %. Davon waren 2,6 % aus den EU 15 und der Rest aus dem übrigen Ausland. Diese kommen aus:
Mit 66,4 % ist die römisch-katholische Konfession die am stärksten vertretene Religionsgemeinschaft in Klosterneuburg. Es gibt in der Stadt acht römisch-katholische Pfarren, die das Dekanat Klosterneuburg bilden. Menschen ohne religiöses Bekenntnis nehmen mit 17,2 % den zweiten Platz ein. Es gibt 7,6 % Einwohner evangelischen Glaubens. Außerdem 1,9 % orthodoxen und islamischen Glaubens. Die kleinste religiöse Gruppe sind Klosterneuburger israelitischen Glaubens mit 0,2 %. 4,9 % sind Anhänger sonstiger oder unbekannter Glaubensrichtungen.
PUK (Plattform unser Klosterneuburg) und MIK (Die Familienpartei Klosterneuburg/Mütterinitiative Klosterneuburg), beides bürgerliche Listen, und WSK (die KPÖ-nahe[1] Wahlalternative Solidarisches Klosterneuburg) traten 2005 erstmals an.
Die Gemeinderatsmehrheit wird seit 2005 von einer Koalition aus ÖVP und Grünen gestellt.
Folgende Katastralgemeinden gehören zu Klosterneuburg:
Größter Arbeitgeber in Klosterneuburg ist die Inku AG
Beschäftigungsstand: 620 Selbständige. 12.600 unselbständig Erwerbstätige.
Klosterneuburg ist mit dem Auto von Wien aus über die Bundesstraße 14 zu erreichen. Zwischen Klosterneuburg und der Bundeshauptstadt Wien verkehren auch regelmäßig Schnellbahnen der ÖBB und Autobusse. Die Schnellbahn (Linie S 40) fährt in 30-Minuten Intervallen (Haltestelle Klosterneuburg-Kierling). Auch mit dem Fahrrad kann man Klosterneuburg rasch und auf dem Donau-Radweg (Nord- und Südufer) erreichen. Zusätzlich bietet sich die Möglichkeit, bei Korneuburg (Tuttendörfl) mit einer Rollfähre auch vom Nordufer der Donau (Autobahn A22) nach Klosterneuburg überzusetzen.[Anm. 1]
Klosterneuburg ist seit alters her auch ein bekanntes Zentrum des Weinanbaus. Hierauf weisen auch viele Buschenschenken (Heuriger) in der Umgebung des Ortes, eine Art der Straußwirtschaft.
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