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Kleomenes I. :

femme russe

Kleomenes I.

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Kleomenes I., König von Sparta aus dem Haus der Agiaden, war der bedeutendste Repräsentant der spartanischen Führungsschicht um 500 v. Chr. Kleomenes setzte seinen Anspruch auf die Königswürde gegen seinen Stiefbruder Dorieus durch. Er leitete 510 den Zug nach Attika, den die Spartaner, durch das bestochene Orakel von Delphi aufgefordert, zur Vertreibung der Peisistratiden unternahmen, der aber ganz gegen die Absicht des Kleomenes der Demokratie in Athen zum Sieg verhalf. Kleomenes rückte daher von neuem in Athen ein, vertrieb Kleisthenes und 700 demokratisch gesinnte Familien und setzte Isagoras als Archonten und einen Rat von 300 spartanisch Gesinnten ein. Aber ein Aufstand der Athener zwang Kleomenes und Isagoras nebst seinem Anhang, das attische Gebiet zu verlassen (508). Kleomenes sammelte hierauf ein neues Heer und rückte bis Eleusis vor, welches er verwüstete (506); aber der Widerspruch seines Mitkönigs Demaratos und der Abfall der Korinther zwang ihn zum Rückzug.

Den Milesier Aristagoras, der 500 gegen Persien in Sparta um Hilfe bat und große Summen Geldes für dieselbe bot, wies Kleomenes, von seiner neunjährigen Tochter Gorgo gewarnt, ab.

494 schlug er in einem Feldzug den spartanischen Dauergegner Argos vernichtend in der Schlacht bei Sepeia, verzichtete aber auf die Belagerung der Stadt, was ihm in Sparta einen Rechtfertigungsprozess einbrachte, den er jedoch schadlos überstand.

492 sollte er die Ägineten, welche den Gesandten des Dareios als Zeichen ihrer Unterwerfung Erde und Wasser überreicht hatten, bestrafen, musste aber infolge der Intervention des Demaratos unverrichteter Dinge abziehen. Aus Rache brachte er gegen diesen die Klage vor, er sei nicht der echte Sohn des Königs Ariston, und da das von ihm bestochene delphische Orakel diese Klage bestätigte, wurde jener verbannt. Als die Bestechung bekannt wurde, floh Kleomenes nach Thessalien.

Als er dann von Arkadien aus zum Aufstand gegen Sparta aufrief, holten ihn die Spartaner zurück, vermutlich, um ihn besser unter Kontrolle zu haben. Kleomenes I. soll kurz darauf im Wahnsinn Selbstmord verübt haben, eine Behauptung, die vielleicht seine Ermordung vertuschen sollte. Ihm folgte, da er keine männlichen Nachkommen hinterließ, sein Bruder Leonidas I., der Held der Schlacht bei den Thermopylen, nach.

[Bearbeiten] Literatur

Der Neue Pauly Enzyklopädie der Antike hrsg. von H. Cancik, H. Schneider, Metzler, Weimar und Stuttgart Bd.6 1999 ISBN 3-476-01476-2

Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text („public domain“) aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn Du den Artikel so weit überarbeitet oder neu geschrieben hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt und dies mit Quellen belegt ist, wenn der Artikel heutigen sprachlichen Anforderungen genügt und wenn er keine Wertungen enthält, die den Wikipedia-Grundsatz des neutralen Standpunkts verletzen.

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