| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Unterfranken | |
| Landkreis: | Kitzingen | |
| Höhe: | 186–230 m ü. NN | |
| Fläche: | 46,99 km² | |
| Einwohner: | 20.968 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 446 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 97301–97318 (alt: 8710) | |
| Vorwahl: | 09321 | |
| Kfz-Kennzeichen: | KT | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 6 75 141 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Kaiserstraße 13/15 97318 Kitzingen |
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| Webpräsenz: | ||
| Oberbürgermeister: | Siegfried Müller (USW) | |
Kitzingen ist als Große Kreisstadt im gleichnamigen Landkreis Sitz des Landratsamtes. Wahrzeichen der historischen Weinhandelstadt im Regierungsbezirk Unterfranken sind der Falterturm mit seiner schiefen Haube, in dem das Deutsche Fastnachtsmuseum untergebracht ist, und die Alte Mainbrücke.
Inhaltsverzeichnis |
Kitzingen liegt am Main, genauer am Maindreieck. Der Steigerwald ist nur etwa zehn Kilometer entfernt. Die nächste größere Stadt ist Würzburg.
Kitzingen liegt im fränkischen Schichtstufenland auf Muschelkalkböden.
Der historische Stadtkern Kitzingens liegt westlich des Mains. Umfangreiche Siedlungs- und Industriegebiete liegen dagegen östlich. Kitzingen ist eine Brückenstadt und hat heute fünf Brücken über den Main, was für eine Stadt dieser Größenordnung außerordentlich selten ist und die eminente verkehrstechnische Bedeutung der Stadt widerspiegelt: Nordbrücke, Alte Mainbrücke, Konrad-Adenauer-Brücke, Südbrücke, Eisenbahnbrücke.
Das Stadtgebiet mit allen Siedlungen misst etwa fünf Kilometer von Westen nach Osten und drei Kilometer von Norden nach Süden.
Enge Nachbargemeinden Kitzingens sind: Albertshofen, Buchbrunn, Fröhstockheim, Großlangheim, Kaltensondheim, Mainbernheim, Mainstockheim, Marktsteft und Sulzfeld.
Die Ortsteile Kitzingens sind: Kitzingen, Etwashausen, Siedlung, Sickershausen, Hoheim, Repperndorf, Hohenfeld
Kitzingen liegt in der Maingauklimazone im vielleicht niederschlagsärmsten Teil Unterfrankens und Bayerns. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt ungefähr 8 °C.
Die Geschichte der Stadt Kitzingen beginnt um etwa 745 mit der Gründung eines Frauenklosters durch Hadeloga. Nach der Sage war Hadeloga (oder Adeloga oder Hadla) eine Tochter des fränkischen Hausmeiers Karl Martell (Karl der Hammer). Als sie eines Sommertages auf der Terrasse des Schlosses ihres Bruders König Pippin III. der Jüngere (Pippin der Kurze) auf dem Schwanberg stand und in das Maintal zu ihren Füßen schaute, war sie so angetan von der Lieblichkeit der Landschaft, dass sie beschloss, ein Kloster zu gründen. Sie übergab ihren Schleier (laut anderen Quellen: ihren Handschuh) dem Wind, der ihn nach Westen ins Tal trug. Da, wo der Schleier zu Boden fiel, wollte sie das Kloster errichten. Der Schäfer Kitz fand den Schleier am westlichen Strand des Mains an einem Weinstock hängend. Und dort wurde das Kloster erbaut. Zu Ehren des Schäfers wurde es Kitzingen genannt. Soweit die Sage.
Als zeitlich früheste Beurkundung des Klosters Kitzingen ist in der Lebensbeschreibung des ersten Fuldaer Abtes Sturmius, in der via sturmi unter apud Kizinga monasterium das Jahr 748 angegeben, mit Hadeloga als dessen Äbtissin. Dass das Kloster einige Jahre vorher gebaut worden war, ist anzunehmen. Die Stadt Kitzingen feiert heute das Jahr 745 als das Gründungsjahr der Stadt, und Hadeloga als deren Gründerin.
Allerdings stammte Hadeloga wohl nicht aus dem Königsgeschlecht der Karolinger. In keiner der Ahnentafeln der Karolinger ist ihr Name zu finden. Und 745 gab es weder Schloss noch Burg auf dem Schwanberg, von dem sie ihren Schleier hätte werfen können. Auch die in Zedlers Großem Universallexikon von 1732 angegebene (H)Adeloga oder Adelheid, Tochter Pippins III., ist als Klostergründerin auszuschließen, da Adelheid erst 746 geboren wurde. Sie war wohl eher die Nachfolgerin der ersten Äbtissin.
Heute wird angenommen, dass Hadeloga aus dem einflussreichen Adelsgeschlecht der Mattonen stammte. Dass das Kloster den Rang einer Reichsabtei hatte, unterstreicht die Bedeutung dieses Geschlechtes.
1040 wurde erstmals eine Siedlung um das Kloster erwähnt. Vom 11. bis 15. Jahrhundert wuchs Kitzingen und wechselte mehrfach den Besitzer (Grafen von Hohenlohe, Hochstift Würzburg, Markgrafen von Brandenburg-Ansbach).
Im Jahre 1482 versammelten sich in Kitzingen die Abgesandten der fränkischen Fürsten, der Bischöfe von Würzburg und Bamberg, des Kurfürsten Albrecht Achilles von Brandenburg und die der Freien Reichsstadt Nürnberg. Das Ziel war, der weitverbreiteten Weinpanscherei einen Riegel vorzuschieben. Das am 29. September des gleichen Jahres beschlossene Gesetz besagte, was im Wein enthalten sein durfte und was nicht. Zuwiderhandlungen wurden bestraft. Wenn z.B. gepanschter Wein entdeckt wurde, wurden die Fässer zerstört und eine Buße verhängt. Das Gesetz, bekannt als das Kitzinger Weingesetz von 1482 oder auch als das 1. Fränkische Weingesetz, galt seinerzeit vom Bodensee bis nach Sachsen, und machte Kitzingen weithin bekannt.
Hauptartikel: Deutscher Bauernkrieg
Seit 1443 stand die Stadt unter der Herrschaft der fränkischen Hohenzollern, die seit 1515 von Kasimir, Markgraf von Brandenburg-Kulmbach, ausgeübt wurde. Auch das Kloster Kitzingen hatte Rechte in der Stadt, so erhob es u.a. den Brückenzoll und stellte die Bau- und Marktpolizei. Viele Bürger mussten an das Kloster Abgaben für Häuser, Äcker oder Weinberge zahlen. Weiterhin verweigerte es den Bürgern den Bau eines eigenen Rathauses. Der Widerwillen gegen die Obrigkeit nahm mit der Zeit mehr und mehr zu und schlug schließlich in Hass um.
In der Hoffnung, ihre Lage verbessern zu können, schlossen sich die Bürger 1525 den aufständischen Bauern an. Mit mehreren Fähnlein und Geschützen unterstützten sie die Bauern. In der Stadt selbst wurde das Kloster verwüstet. Nach der Niederlage der fränkischen Bauern ließ Markgraf Kasimir, dessen Grausamkeiten ihm den Beinamen Bluthund eingebracht hatten, ein furchtbares Strafgericht über die Stadt ergehen. Im heutigen Leidenhof ließ er 60 Männer, die als Rädelsführer galten, blenden und aus der Stadt jagen. Dazu musste die Stadt 13 000 Gulden als Strafe zahlen, damals eine erdrückend hohe Summe Geld.
Am 23. Februar 1945, einem sonnigen Wintertag, näherte sich um die Mittagszeit von Osten kommend ein Verband viermotoriger US-amerikanischer Bomber der Stadt und begann aus einer Höhe von etwa 2500-3000 Metern die Stadt zu bombardieren. Dem ersten Verband folgte nach etwa einer halben Stunde ein zweiter, und danach noch ein dritter, insgesamt etwa 300 Flugzeuge. Es wurden, geschätzt, 2500 schwere Sprengbomben abgeworfen.
Der Angriff war Teil einer Angriffsserie auf süddeutsche Fernstraßen und Eisenbahnverbindungen, mit dem Ziel, die Verlegung von Truppen innerhalb Süddeutschlands zu stören oder zu unterbinden. In Kitzingen überquerten die R8 (heute B 8) und die Eisenbahnlinie Frankfurt/Main-Nürnberg den Main. Eine Zerstörung der Brücken und des Bahnhofsgeländes war das Ziel. Doch keine der vier Mainbrücken wurde getroffen, und die Schäden auf dem Bahnhofsgelände waren nicht so schwer, als dass nach einigen Tagen der Fernverkehr nicht wieder rollen konnte. Dagegen wurden die Innenstadt und Gebäude in Bahnhofsnähe weitgehend zerstört. 809 Wohngebäude mit zusammen 2020 Wohnungen wurden beschädigt, davon 206 Gebäude mit 520 Wohnungen total, dazu 30 öffentliche Gebäude, drei Industrieanlagen und 60 Nebengebäude. Unter anderen ist die Oberschule für Jungen dem Erdboden gleich gemacht worden, obwohl sie als Lazarett diente und als solches gekennzeichnet war. Auch das Schloss, das der Familie von Deuster gehörte, wurde zerstört. Erhalten geblieben ist nur der Aussichtsturm, auch Deusterturm genannt, im ehemaligen Schlosspark. Mehr als 700 Personen fielen in Kitzingen dem Angriff zum Opfer, darunter alle Kinder und Betreuer eines Kindergartens. In der 4. Oberschulklasse wurden 2/3 der etwa 48 Jungen, die an diesem Tag Unterricht hatten, getötet.
Das am Westrand der Stadt gelegene Kasernengebiet der Luftwaffe und der östlich der Stadt gelegene Flugplatz wurden nicht angegriffen.
Etwa vier Wochen später, am 22. März, wurde der Flugplatz angegriffen. Acht Bomberverbände flogen von Süden an. Durch die östliche Lage des Flugplatzes entstanden keine Schäden in Kitzingen. Die Bomben durchwühlten das Flugfeld, nur wenige Gebäude wurden beschädigt. Von den auf dem Flugplatz stationierten Nachtjägern Me 110 und den neuen Düsenjägern Me 262 wurden nur wenige getroffen.
Um 1802 lebten 3.696 Menschen im Kitzinger Stadtgebiet (inkl. Stadtteile), 1938 dann 14.460, 1970 fast 17.880, 1987 schon 18.999 und 2003 schließlich 22.142.
In den letzten Jahren wuchs die Bevölkerung pro Jahr um 0,5 %-1 %.
In Kitzingen sind folgende Parteien aktiv:
| SPD | CSU | UsW | FBW | KIK | ÖDP | Gesamt | |
| 2002 | 10 | 8 | 7 | 3 | 2 | 1 | 31 |
Seit 1. Mai 2008 ist Siegfried Müller von der 'unabhängigen sozialen Wählergruppe' Oberbürgermeister von Kitzingen.
Blasonierung
In Blau eine durchgehende, oben gezinnte silberne Brücke mit drei Pfeilern
Wappengeschichte
Kitzingen liegt an einem wichtigen Mainübergang gegenüber einem ehemaligen Königshof der im 8. Jahrhundert in eine Reichsabtei umgewandelt wurde. Erstmals um 1300 wird Kitzingen als Stadt erwähnt. Das Datum der Stadtrechtsverleihung ist jedoch nicht bekannt. Das älteste Siegel datiert aus dem Jahr 1349 und zeigt bereits die wichtige Brücke über den Main in der damaligen Bauform. Alle späteren Siegel und Darstellungen zeigen die Brücke in der jeweiligen Ansicht mit veränderten Bauformen, entsprechend der Baukunst der entsprechenden Zeit. Die Farben Silber und Blau sind seit dem 16. Jahrhundert überliefert. Zeitweise waren die Farben auch vertauscht. Im Jahr 1839 wurden sie amtlich festgelegt. In Wappenbildern des 17. Jahrhunderts wird die Brücke auch schwebend im Schild dargestellt.
Wappenführung seit dem 14. Jahrhundert, belegt durch Siegelführung seit 1349
Kitzingen unterhält Partnerschaften mit folgenden Städten:
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Die Fastnachtmuseen beherbergen die größten Fachsammlungen ihrer Art und machen Kitzingen zu einem Zentrum der Fastnachtsforschung in Deutschland. Die aktiven Karnevalisten sind in der Kitzinger Karnevals-Gesellschaft (KIKAG) organisiert. Überörtlich bedeutsam ist die jährliche Verleihung des Schlappmaulordens an Personen oder Institutionen, die eine „gar trefflich lockere Zunge“ besitzen. Bekannte Preisträger des KIKAG-Ordens sind u. a. Gregor Gysi, Helmut Kohl und Jürgen Möllemann.
Die intensiven kirchenmusikalischen Aktivitäten an den beiden Hauptkirchen der Stadt haben Kitzingen
in den letzten Jahren zu einem bemerkenswerten kirchenmusikalischen Zentrum in der Region gemacht, das viele Freunde der Kirchenmusik aus der Umgebung anzieht.
Die Paul-Eber-Kantorei der evangelischen Stadtkirche widmet sich dabei vorwiegend den großformatigen oratorischen Werken der Musikliteratur; das kirchenmusikalische Angebot an der katholischen Pfarrkirche St. Johannes mit ihrer großen Vleugels-Orgel (III/54), ihrem Kammerchor und der St.-Johannes-Kantorei stellt hingegen schwerpunktmäßig die Orgelmusik sowie die Chormusik a cappella ins Zentrum der vielfältigen Programme.
Sehenswerte Bauwerke in Kitzingen sind die Alte Mainbrücke, die evangelische Stadtkirche, die katholische Pfarrkirche St. Johannes, die katholische Kreuzkapelle (ein Werk von Balthasar Neumann, der Grundriss zierte den früheren 50-DM Schein) in der Gärtnervorstadt Etwashausen, Falterturm und Marktturm, die 'Grabkirche', der Deusterturm (ein Überrest des ehemaligen Schlosses der Familie von Deuster), der Königsplatz mit dem 1883 errichteten Obelisken, das Renaissance-Rathaus, das Luitpold-Bad und die Alte Synagoge. Die erste Konstruktion der alten Mainbrücke stammt aus dem ausgehenden 14. Jahrhundert, um 1955 wurde sie dann umgebaut um der Schifffahrt auf dem Main mehr Raum zu geben. Die heutige evangelische Stadtkirche, ein Bau des bekannten italienischen Barockarchitekten Antonio Petrini dagegen wurde erst im 17 Jhd. als Klosterkirche gebaut und diente in den Napoleonischen Kriegen als Lazarett. Der Falterturm, wegen seiner krummen Spitze eines der Wahrzeichen Kitzingens, wurde im 15. Jahrhundert als der Teil der Kitzinger Stadtbefestigung errichtet. Das bedeutende Renaissance-Rathaus wurde 1563 fertiggestellt. Die 1883 erbaute Alte Synagoge wurde in der Reichspogromnacht ein Raub der Flammen. Sie wurde aufwendig restauriert und dient heute der Bevölkerung als Kulturraum und Konzertsaal. Da es in Kitzingen heute keine jüdische Gemeinde mehr gibt, wird die „Synagoge in der Synagoge“ nur gelegentlich von der jüdischen Gemeinde in Würzburg genutzt.
Sehenswert sind ebenfalls die beiden Kirchen im Kitzinger Stadtteil Siedlung: bedingt durch den massiven Zustrom von zahlreichen Flüchtlingen und Heimatvertriebener aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten in den ersten Nachkriegsjahren entstand in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts die 1950 geweihte katholische Pfarrkirche St.Vinzenz und die von dem Würzburger Architekten Gerhard Saalfrank entworfene und 1957 fertiggestellte evangelische Friedenskirche - dieser schlicht konzipierte Sakralbau mit seinem für die Region sehr ungewöhnlichen Ziegelmauerwerk und dem überwältigend leuchtenden Chorglasfenster des Münchner Künstlers Gerd Jähnke wurde im Mai 1957 geweiht und der Gemeinde übergeben.
Kitzingen liegt am Autobahnkreuz Biebelried (etwa sechs Kilometer entfernt) mit Anbindung an die Bundesautobahn 3 (Frankfurt am Main-Nürnberg, Ausfahrt Rottendorf oder Kitzingen/Schwarzach) und an der A 7 (Kempten-Ulm-Kassel-Hamburg, Ausfahrt Kitzingen), außerdem führt die Bundesstraße 8 durch das Stadtgebiet.
Des Weiteren führt die Bahnstrecke Nürnberg–Würzburg durch Kitzingen. Die Bahnstrecke Kitzingen-Schweinfurt wurde durch die Sprengung der Mainbrücke 1945 von der Hauptstrecke abgehängt. Sie besteht seit 1945 als Stichbahn von Schweinfurt her fort. Verkehrlich ist sie momentan bis auf Sonderfahrten ungenutzt. Seit dem 8. Dezember 2007 ist der Bahnhof Kitzingen westlicher Endpunkt des VGN (Verkehrsverbund Großraum Nürnberg, Linie R1).
Durch den Main ist Kitzingen an das Wasserstraßennetz Rhein-Main-Donau angebunden.
Der Wirtschaftsstandort Kitzingen zeichnet sich durch seine verkehrsgünstige Lage in der Mitte Deutschlands aus - Kitzingen liegt am Kreuzungspunkt wichtiger Nord-Süd- und Ost-West- Verbindungen: Die BAB 7 kreuzt die BAB 3. Im 20 Kilometer entfernten Würzburg trifft die Schnellbahntrasse nach Hannover auf die Eisenbahnlinie Nürnberg-Frankfurt am Main. Darüber hinaus verfügt die Stadt über einen Umschlaghafen der Rhein-Main-Donau-Schifffahrtsstraße. Bekannt ist Kitzingen vor allem als historische Weinhandelsstadt und als ein Zentrum der fränkischen Weinregion: Die Gebiets-Winzergenossenschaft Franken (GWF) erzeugt mit ihren ca. 2600 Mitgliedern jährlich ca. 12 Millionen Liter Wein.
Von den Industrieunternehmen Kitzingens sind drei Firmen hervorzuheben: Die Firma Huppmann (seit 2006 zum GEA-Konzern gehörend) plant und baut komplette Braustätten für alle großen Brauereikonzerne rund um den Erdball. Die beiden Automobilzulieferer, die Fehrer-Gruppe und die Gießerei MTK beschäftigen zusammen ca. 1700 Mitarbeiter. Bis Mitte der neunziger Jahre unterhielt der Automobilzulieferer Leoni eine Produktion mit über 1000 Mitarbeitern in Kitzingen, die komplett nach Osteuropa ausgelagert wurde; die Entwicklungsabteilung besteht noch.
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage errichtete die Deutsche Post AG eines ihrer bundesweit 33 Frachtpostzentren in Kitzingen. Die Seiler Flügel und Pianos werden in Kitzingen seit 1961 gefertigt. Die Produkte dieses Traditionsunternehmens genießen bei vielen Musikern und Pianisten aus aller Welt einen ausgezeichneten Ruf.
Eine große Herausforderung stellt der Abzug der United States Army aus Kitzingen dar. Die Auflösung der Harvey-Kaserne mit rund 3.500 Soldaten und ebenso vielen Partnern und Kindern zieht Kaufkraft ab; der Einbruch der Mietpreise droht, was aber wiederum Mieter entlasten würde. Das in den Kasernen freiwerdende Raumangebot stellt aber auch eine Chance dar: Die Nutzung als Gewerbegebiet, Gründerzentrum und die Sanierung zu einem attraktiven Wohngebiet könnte die Wirtschaft neu beleben, was beispielsweise die Stadt Fürth bereits erfolgreich vorgemacht hat.
Kitzingen verfügt als Schulstadt über zahlreiche Schulen aller Schultypen. Es sind dies im Einzelnen:
Abtswind | Albertshofen | Biebelried | Buchbrunn | Castell | Dettelbach | Geiselwind | Großlangheim | Iphofen | Kitzingen | Kleinlangheim | Mainbernheim | Mainstockheim | Markt Einersheim | Marktbreit | Marktsteft | Martinsheim | Nordheim am Main | Obernbreit | Prichsenstadt | Rödelsee | Rüdenhausen | Schwarzach am Main | Segnitz | Seinsheim | Sommerach | Sulzfeld am Main | Volkach | Wiesenbronn | Wiesentheid | Willanzheim
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."