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Kerman (Provinz)

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Kerman
Lage der Provinz Kerman im Iran

Lage der Provinz Kerman im Iran

Basisdaten
Hauptstadt Kerman
Fläche 180.836 km²
Einwohner 2.652.413 (Volkszählung 2006)
Bevölkerungsdichte 15 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 IR-15

Kerman (persisch ‏استان کرمان‎) ist eine der 30 Provinzen des Iran, gelegen im Südosten des Landes.

In der Provinz leben 2.652.413 Menschen (Volkszählung 2006)[1]. Die Fläche der Provinz erstreckt sich auf 180.836 Quadratkilometer. Die Bevölkerungsdichte beträgt 15 Einwohner pro Quadratkilometer.

Durch Kerman führt die alte Straße von Teheran nach Pakistan und Afghanistan. Der in der Region zum Teil noch verbreitete Kerman-Dialekt der persischen Sprache ist für Iraner aus Teheran nur schwer verständlich. Die Kermanis sprechen einen uralten Dialekt (genauso die Menschen aus Yazd, Khorasan, Sistan wa Balutschestan oder Fars, da hier die Ethnier der Perser in Iran zahlreich vertreten ist), welcher noch viele echte persische Begriffe beinhaltet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Das Klima der dünnbesiedelten Provinz ist wüstenhaft mit heißen trockenen Sommern und kalten ebenfalls trockenen Wintern. Die Hauptstadt heißt, wie die Provinz auch, Kerman und hat 320.000 Einwohner. Sie liegt in 1.748 m Höhe und hat ein relativ angenehmes Klima.

Durch den Iran verläuft die Kontaktregion der Arabischen Platte und der Eurasischen Platte. Daher ist der Iran immer wieder Schauplatz starker Erdbeben. Insbesondere ist dann die Region Kerman stark betroffen.

[Bearbeiten] Geschichte

Die mittelalterliche Provinz Kerman hatte Zugang zum Persischen Golf bzw. zum Arabischen Meer und war zusammen mit Hormozgan der Kern der Reiche der Kerman-Bujiden (10./11. Jahrhundert), der Kerman-Seldschuken (11./12. Jahrhundert) und auch der letzten Zand-Prinzen der Neuzeit (18. Jahrhundert).

[Bearbeiten] Erdbeben

Mittelalterliches Eishaus Yakhchal in der Nähe von Kerman
Arg-e Bam vor dem Erdbeben 2003

Das letzte schwere Beben ereignete sich am 22. Februar 2005 gegen 5:55 Uhr Ortszeit (3:25 MEZ) und hatte eine Stärke 6,4 auf der Richterskala. Das Epizentrum lag in 42 Kilometer Tiefe etwa 60 Kilometer nordwestlich der Provinzhauptstadt nahe der Kleinstadt Sarand, die weitgehend zerstört wurde. Der iranische Stab für Naturkatastrophen bezifferte darüber hinaus die Zerstörung mehrerer Dörfer in der Umgebung auf 20 bis 70 Prozent. Etwa 30.000 Menschen in 40 Dörfern sind von dem Erdbeben betroffen. Die meisten Gebäude in der armen, schwach besiedelten Region sind aus Lehmziegeln errichtet, sie können Erdbeben kaum widerstehen.

Am ersten Tag wurden mehr als 420 Tote geborgen, die geschätzte Zahl der Verletzten schwankt je nach Quelle zwischen 1000 (staatliches Fernsehen) und 5000 (Rettungsärzte). Da mehrere Straßen in der Region blockiert wurden und starke Regenfälle am Tag des Bebens die Bergungsarbeiten behinderten, wird mit deutlich höheren Opferzahlen gerechnet.

Am 26. Dezember 2003 hatte sich in der etwa 250 Kilometer südöstlich von Sarand bei der Stadt Bam ein Erdbeben der Stärke 6,6 ereignet, dem mindestens 26.000 Menschen zum Opfer fielen. Im Sommer 2004 kam es in der Region zu einem weiteren, aber leichteren Beben.

Bereits 1981 traten ebenfalls schwere Beben auf, im Juni bei Golbaf mit der Stärke 6,9 und im Juli bei Sirdsch und Schahdad mit der Stärke 7,3.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. City Population: Iran – Städte und Provinzen

[Bearbeiten] Weblinks

29.67527777777857.281388888889
Koordinaten: 30° N, 57° O
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