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Ein Kennzahlensystem bezeichnet eine geordnete Menge von betriebswirtschaftlichen Kennzahlen, die miteinander in Beziehung stehen. Das Ziel eines Kennzahlensystems ist es, vollständig über einen Sachverhalt (z. B. Unternehmensbereich, Rentabilität) zu informieren. In Unternehmen werden Kennzahlensysteme zum einen für den Erhalt schneller und verdichteter Informationen über die Leistung eines Unternehmens eingesetzt. Zum anderen können sie die Aufgaben der Planung, Kontrolle und Steuerung in einem Unternehmen unterstützen. Im Gegensatz zu Performance-Measurement-Systemen berücksichtigt ein Kennzahlensystem nur monetäre, exakt quantifizierbare Kennzahlen.
In der Praxis gibt es zwei Arten von Kennzahlensystemen:
Das erste Kennzahlsystem war das Du-Pont-Schema, welches bereits seit 1919 angewendet wird. Das Du-Pont-Schema (auch DuPont (ROI-Baum) genannt), gilt als Grundsystem der Kennzahlensysteme, da viele Kennzahlensysteme auf diesem aufbauen.
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Kennzahlen können auf drei Arten miteinander in Beziehung stehen:
Kennzahlensysteme geben der Unternehmensleitung Hinweise darüber, ob die Maßstäbe rationellen Wirtschaftens erfüllt werden oder nicht. Sie haben dann Aussagefähigkeit, wenn sie die Unternehmensentwicklung im zeitlichen Ablauf im Hinblick auf diese Maßstäbe offenlegen. Aussagefähige Kennzahlen sind Messzahlen, die in konzentrierter Form auf relativ einfache Weise über einen betrieblichen Tatbestand informieren. Bei einem Kennzahlensystem werden die Einzelkennzahlen, die für sich allein eine sehr begrenzte Aussagefähigkeit besitzen, zu einem System gegenseitig abhängiger und sich ergänzender Kennzahlen zusammengefasst. Dem Kennzahlensystem kommt damit in seiner Eigenschaft als Entscheidungsvorbereitungs- und Kontrollsystem nicht nur informationsverdichtende, sondern auch die Aufgabe einer echten Problemerkennung zu.
Dazu zählen beispielsweise:
Anforderungen an ein Kennzahlensystem sind
Die Erstellung und Pflege eines Kennzahlensystems ist meist sehr aufwendig. Dies liegt insbesondere an der meist sehr hohen Zahl benötigter Kennzahlen. Die Erfassung der Kennzahlen bedarf daher meist eine große Menge an Ressourcen. Eine Ermittlung ist darüber hinaus meist nur durch Abfragen verschiedenster IT-Systeme (bspw. Customer-Relationship-Management, Enterprise Resource Planning etc.) möglich. Dies hat zur Folge, dass die Anwendung eines Kennzahlensystems meist nur sinnvoll ist, wenn die Kennzahlenerfassung und -visualisierung automatisiert erfolgen kann, etwa mit Hilfe eines Kennzahlen-Cockpits.