Netencyclo, The wikipedia mirror - Enzyklopädie : Kemberg

- Kemberg -

Kemberg :

femme russe

Kemberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Kemberg
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Kemberg hervorgehoben
Koordinaten: 51° 47′ N, 12° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Wittenberg
Verwaltungsge-
meinschaft:
Kemberg
Höhe: 76 m ü. NN
Fläche: 65,02 km²
Einwohner: 4842 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 74 Einwohner je km²
Postleitzahl: 06901
Vorwahl: 034921
Kfz-Kennzeichen: WB
Gemeindeschlüssel: 15 0 91 160
Adresse der Stadtverwaltung: Markt 1
06901 Kemberg
Webpräsenz:
Bürgermeister: Rainer Schubert (parteilos)

Kemberg ist eine Kleinstadt im Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt (Deutschland).

Zu Kemberg gehören die Ortsteile Bergwitz, Klitzschena, Ateritz und Dorna.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Die Stadt liegt am Nordrand des Naturparks Dübener Heide. Weiterhin ist Kemberg Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Kemberg.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Als Ortsteile der Gemeinde sind ausgewiesen:

[Bearbeiten] Geschichte

Kemberg ist bereits seit der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts belegt. Es gehörte zur Grafschaft Brehna bzw. Wettin-Brehna, fiel aber 1290 an das askanische Sachsen-Wittenberg. Aus dem Jahr 1346 stammt die älteste urkundliche Erwähnung als Stadt. Noch im 14. Jahrhundert wurde die teilweise erhaltene Stadtmauer errichtet. Um 1429 wurde Kemberg im Zuge der Hussitenkriege gebrandschatzt. 1522 schloss sich Kemberg der Reformation an. Im 16. und 17. Jahrhundert brach insgesamt sieben Mal die Pest aus. Zusammen mit den im Dreißigjährigen Krieg erlittenen schweren Verheerungen, mehreren Elbhochwassern und Stadtbränden führte dies dazu, dass die Bevölkerung von über 1.000 auf kaum mehr als 100 um das Jahr 1638 sank. Mitte des 18. Jahrhunderts war die Einwohnerzahl wieder auf über 1.000 gestiegen.

1815 kam Kemberg zu Preußen. 1908 begannen die Erschließungsarbeiten zur Braunkohleförderung, die Braunkohleförderung selbst wurde 1912 aufgenommen. 1916 kam dabei der erste Schaufelradbagger Deutschlands zum Einsatz. 1955 wurde die Braunkohleförderung eingestellt und der Tagebau geflutet. Es wurden ca. 50 Mio t Braunkohle gefördert.[1]

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1513 etwa 950
1555 etwa 1.250
1638 139
1697 974
1755 1.262
Jahr Einwohner
1806 1.780
1818 1.922
1849 3.085
1862 3.177
1880 2.727
Jahr Einwohner
1890 2.528
1900 2.233
1910 2.372
1933 2.583
1993 3.058

[Bearbeiten] Eingemeindungen

Am 1. Juli 2005 wurde die Gemeinde Bergwitz mit dem Ortsteil Klitzschena eingemeindet.

Am 1. Januar 2006 die Gemeinde Ateritz mit den Ortsteilen Gommlo und Lubast eingemeindet.

Am 1. Januar 2007 die Gemeinde Dorna eingemeindet.

[Bearbeiten] Gedenkstätten

Schulenburg-Gedenktafel
Rathaus

[Bearbeiten] Politik

Der Bürgermeister ist Rainer Schubert. Die aktuelle (2006) Zusammensetzung des Stadtrates ist wiefolgt:

[Bearbeiten] Wappen

Blasonierung: „Gespalten, vorn in Silber ein rotes Seeblatt; hinten neunmal von Schwarz und Gold geteilt, schräg rechts belegt mit einem grünen Rautenkranz.“

Das abgebildete Wappen wurde lange Zeit verwendet, entspricht aber nicht dem vom Land genehmigten Wappen der der Stadt. Dieses beruht auf einem schnörkellosem Schild.

Die Stadtfarben zeigen Rot und Silber (Weiß).

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Der Kirchturm vom Markt aus gesehen

[Bearbeiten] Bauwerke

Die markanteste Sehenswürdigkeit der Stadt ist die weithin über die Elbaue sichtbare Kirche „Unser Lieben Frauen“, ein dreischiffiger Hallenbau (15. Jh.?) mit ihrem 86 m hohen, imposanten Turm aus dem 19. Jahrhundert. 1854 stürzte der ursprüngliche Kirchturm teilweise ein und wurde in den folgenden fünf Jahren in der heutigen Form wieder aufgebaut. Noch heute besitzt die Kirche interessante Präsentationsstücke wie Reste spätmittelalterlicher Wandmalereien, ein Sakramentshaus aus Sandstein und einen Schnitzaltar (beide aus dem 15. Jahrhundert) sowie einen sehr schönen Taufstein. Sehenswert sind auch das spätgotische Rathaus mit den Renaissanceanbauten, die Kursächsische Postmeilensäule von 1725 und die zum Teil noch gut erhaltene Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert.

Der gut erhaltene Stadtkern von Kemberg versetzt den Besucher in die Vergangenheit und lädt immer zu einem Bummel ein; der Ort ist ideal für Ausflüge in die Heide sowie die nahe gelegene Lutherstadt Wittenberg.

[Bearbeiten] Verkehr

[Bearbeiten] Straße

[Bearbeiten] Schiene

Der Bahnhof Bergwitz der Deutschen Bahn liegt an der Bahnlinie WittenbergBitterfeld (Anhalter Bahn) und wird von Regionalbahnen der DB Regio fahrplanmässig angefahren. Von 1903 bis 1951 verband eine Eisenbahnlinie Bergwitz und Kemberg. Der ehemalige Bahnhof ist abgerissen. Dort steht jetzt ein Einkaufsmarkt. Siehe auch Eisenbahnstrecke Bergwitz-Kemberg. Bis 1955 verband eine Grubenbahnlinie Bergwitz mit dem Kraftwerk Zschornewitz. Die Brücke der Bahnlinie ist heute noch als Tunnel vorhanden. Der Verlauf des ehemaligen Bahndammes ist im Wald noch erkennbar.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Quellen

  1. kohle-dampf-licht

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Kemberg – Bilder, Videos und Audiodateien

Kemberg - Artikel des Tages

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