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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt | |
| Landkreis: | Wittenberg | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Kemberg | |
| Höhe: | 76 m ü. NN | |
| Fläche: | 80,92 km² | |
| Einwohner: | 5426 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 67 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 06901 | |
| Vorwahl: | 034921 | |
| Kfz-Kennzeichen: | WB | |
| Gemeindeschlüssel: | 15 0 91 160 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Markt 1 06901 Kemberg |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Rainer Schubert (parteilos) | |
Kemberg ist eine Kleinstadt im Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt (Deutschland).
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt liegt am Nordrand des Naturparks Dübener Heide. Weiterhin ist Kemberg Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Kemberg.
Der Jahresniederschlag liegt bei 552 mm und ist damit vergleichsweise niedrig, da er in das untere Viertel der in Deutschland erfassten Werte fällt. An 11 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Februar, die meisten Niederschläge fallen im August. Im August fallen 1,9 mal mehr Niederschläge als im Februar. Die Niederschläge variieren kaum und sind sehr gleichmäßig übers Jahr verteilt. An nur 7 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.
Zu Kemberg gehören die Ortsteile Ateritz, Bergwitz, Dorna, Gaditz, Gommlo, Klitzschena, Lubast und sowie Bleddin und Globig aus der am 1. Januar 2009 eingegliederten Gemeinde Globig-Bleddin.
Kemberg ist bereits seit der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts belegt. Es gehörte zur Grafschaft Brehna bzw. Wettin-Brehna, fiel aber 1290 an das askanische Sachsen-Wittenberg. Aus dem Jahr 1346 stammt die älteste urkundliche Erwähnung als Stadt. Noch im 14. Jahrhundert wurde die teilweise erhaltene Stadtmauer errichtet. Um 1429 wurde Kemberg im Zuge der Hussitenkriege gebrandschatzt. 1522 schloss sich Kemberg der Reformation an. Im 16. und 17. Jahrhundert brach insgesamt sieben Mal die Pest aus. Zusammen mit den im Dreißigjährigen Krieg erlittenen schweren Verheerungen, mehreren Elbhochwassern und Stadtbränden führte dies dazu, dass die Bevölkerung von über 1.000 auf kaum mehr als 100 um das Jahr 1638 sank. Mitte des 18. Jahrhunderts war die Einwohnerzahl wieder auf über 1.000 gestiegen.
1815 kam Kemberg zu Preußen. 1908 begannen die Erschließungsarbeiten zur Braunkohleförderung, die Braunkohleförderung selbst wurde 1912 aufgenommen. 1916 kam dabei der erste Schaufelradbagger Deutschlands zum Einsatz. 1955 wurde die Braunkohleförderung eingestellt und der Tagebau geflutet. Es wurden ca. 50 Mio t Braunkohle gefördert.[1]
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Der Bürgermeister ist Rainer Schubert. Die aktuelle (2006) Zusammensetzung des Stadtrates ist wiefolgt:
Blasonierung: „Gespalten, vorn in Silber ein rotes Seeblatt; hinten neunmal von Schwarz und Gold geteilt, schräg rechts belegt mit einem grünen Rautenkranz.“
Das abgebildete Wappen wurde lange Zeit verwendet, entspricht aber nicht dem vom Land genehmigten Wappen der der Stadt. Dieses beruht auf einem schnörkellosem Schild.
Die Stadtfarben zeigen Rot und Silber (Weiß).
Kemberg ist eine ehemalige Ackerbürgerstadt, von städtebaulicher Bedeutung, auf Grund der Geschlossenheit des erhaltenen Stadtbildes. Der regionaltypische Grundriss eines Straßenangerdorfes, welches im Mittelalter erweitert und befestigt wurde, wird im Wesentlichen durch die monumental wirkende spätgotische Stadtkirche „Unser Lieben Frauen“ dominiert.
Die Kirche im wesentlichen 1400-1460 erbaut und war der Nachfolgebau ein spätromanischen Vorgängers gewesen, der seit 1330/31 von den Kemberger Pröbsten verwaltet wurde. Nachdem um 1500 der Bau erweitert wurde, hat man nach Entwürfen von Friedrich August Ritter 1856-59 den neugotischen monumentalen Westturm erbaut. In jener Kirche befand sich ein 1565 von Lucas Cranach d. J. geschaffener Altar, der 1994 Opfer eines Brandes wurde und dessen Reste in der Sakristei besichtigt werden können. Noch heute besitzt die Kirche interessante Präsentationsstücke wie Reste spätmittelalterlicher Wandmalereien, ein Sakramentshaus aus Sandstein und einen Schnitzaltar (beide aus dem 15. Jahrhundert), einen sehr schönen Taufstein und eine Inneausmahlung von Michael Adolf Siebenhaar.
Sehenswert ist auch das spätgotische Rathaus mit den Renaissanceanbauten, die Kursächsische Postmeilensäule von 1725 und die zum Teil noch gut erhaltene Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert. Daneben ragen auch einzelne Bauten der Renaissance (z. B. Bürgerhaus Schulstraße 2), des Barocks (z. B. Altes Brauhaus Wittenberger Straße 24) und des Klassizismus, neben dem historischen Natursteinpflaster von 1882, hervor.
Der Bahnhof Bergwitz der Deutschen Bahn liegt an der Bahnlinie Wittenberg–Bitterfeld (Anhalter Bahn) und wird von Regionalbahnen der DB Regio fahrplanmässig angefahren. Von 1903 bis 1951 verband eine Eisenbahnlinie Bergwitz und Kemberg. Der ehemalige Bahnhof ist abgerissen. Dort steht jetzt ein Einkaufsmarkt. Siehe auch Eisenbahnstrecke Bergwitz-Kemberg. Bis 1955 verband eine Grubenbahnlinie Bergwitz mit dem Kraftwerk Zschornewitz. Die Brücke der Bahnlinie ist heute noch als Tunnel vorhanden. Der Verlauf des ehemaligen Bahndammes ist im Wald noch erkennbar.
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