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Keith Campbell (Biologe)

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Keith H. S. Campbell (* 1954) ist ein englischer Zellbiologe und Embryologe, der seit 1999 an der Universität Nottingham lehrt. Er ist vor allem für seine Rolle in der Klonung des Schafes Dolly bekannt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Ausbildung

Campbell wurde 1954 geboren und wuchs im englischen Birmingham auf. Nach der Schule machte er eine Ausbildung zum Medizintechniker mit Spezialisierung in Mikrobiologie. Anschließend erwarb er den Bachelortitel in Mikrobiologie am Queen Elizabeth College der Universität London. Nach einem Aufenthalt im Yemen promovierte an der Universität Dundee in Schottland. Der Titel seiner Dissertation lautete „Aspects of cell cycle control in Yeast and Xenopus” (Aspekte der Zellzykluskontrolle bei Hefe und Krallenfröschen).

[Bearbeiten] Wissenschaftliche Arbeit

Nach zwei Postdoc-Stellen begann Campbell 1991 am Roslin-Institut zu forschen, wo er zusammen mit Ian Wilmut Experimente zur Erzeugung von Säugetier-Embryos mittels Zellkernaustauschs durchführte. 1995 gelang die Erzeugung zweier Welsh Mountain-Lämmer (Megan und Morag), welche die ersten aus ausdifferenzierten Zellen geklonten Säugetiere waren[1]. Im Jahr 1996 gelang zum ersten Mal das Klonen eines Säugetiers aus Zellen eines ausgewachsenen Individuums, wodurch das Schaf Dolly gezeugt wurde, was weltweite Aufmerksamkeit in den Medien hervorrief[2]. Im Jahr 2006 erklärte Ian Wilson vor einem Untersuchungsausschuss, dass Campbell an diesem Erfolg der größte Anteil zukomme [3]. Mit dem Schaf Polly gelang wenig später erstmals die Erzeugung eines aus einer in Kulut genetisch veränderten Zelle geklonten Säugers[4].

1997 wechselte Campbell zu PPL Therapeutics, einer Firma die auf die Produktion von Therapeutika aus der Milch transgener Tiere spezialisiert ist, wo er Leiter der embryologischen Abteilung wurde. 1999 nahm er einen Ruf als Professor für tierische Entwicklungsbiologie an die Universität Nottingham an, wo er seitdem an der Entwicklungsbiologie sowei der biotechnologischen Manipulation von Embryonen forscht.

2008 erhielt er (zusammen mit Wilmut und Shin’ya Yamanaka) den Shaw Prize[5].

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. K. H. S. Campbell, J. McWhir, W. A. Ritchie & I. Wilmut: Sheep cloned by nuclear transfer from a cultured cell line. In: Nature. 380, 1996, S. 64 - 66.
  2. I. Wilmut, A. E. Schnieke*, J. McWhir, A. J. Kind & K. H. S. Campbell: Viable offspring derived from fetal and adult mammalian cells. In: Nature. 385, 1997, S. 810 - 813.
  3. Ian Sample Who really made Dolly? Tale of British triumph descends into scientists' squabble, The Guardian, Samstag, 11. März 2006 [1]
  4. Angelika E. Schnieke, Alexander J. Kind, William A. Ritchie, Karen Mycock, Angela R. Scott, Marjorie Ritchie, Ian Wilmut, Alan Colman, and Keith H. S. Campbell: Human Factor IX Transgenic Sheep Produced by Transfer of Nuclei from Transfected Fetal Fibroblasts. In: Science. 278, 1997, S. 2130 - 2133.
  5. Ankündigung der Shaw Foundation
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