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KdF-Wagen :

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KdF-Wagen

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VW Typ 82E Afrikakorps

Der KdF-Wagen oder Volkswagen war eines der wichtigsten Projekte der nationalsozialistischen Organisation Kraft durch Freude (KdF). Das Auto sollte mit 990 Reichsmark für jedermann erschwinglich sein. Seit 1938 konnten Interessierte wöchentlich Sparmarken im Wert von fünf Mark erwerben. Der Wagen sollte dann bei Erreichen der Kaufsumme ausgeliefert werden. Zum Bau des KdF-Wagens wurde am 26. Mai 1938 nahe Fallersleben mit dem Bau des Volkswagen-Werks begonnen und am 1. Juli 1938 eine neue Stadt mit Namen Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben gegründet (ab 26.Mai 1945: Wolfsburg).[1][2]

Der Urheberschaft am Käfer-Vorläufer wurde zwar von Ferdinand Porsche beansprucht, der behauptete, den Wagen Anfang der 1930er Jahre entwickelt zu haben. Tatsächlich hatte er dabei unrechtmäßig Entwürfe des österreichisch-tschechischen Konstrukteurs Béla Barényi aus den zwanziger Jahren benutzt. Porsche blieb lange Zeit bei seiner Version und verunglimpfte Barényi wiederholt öffentlich. Erst 1955 wurde Barényi das Urheberrecht vor Gericht zuerkannt.[3]

Bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde die Produktion aber auf Rüstungsgüter wie den Kübelwagen (Typ 82) umgestellt – es wurden 50.788 Stück gebaut; zusätzlich 667 Exemplare des „Kommandeurwagen" mit Allradantrieb und Limousinenkarosserie (Typ 87); es gab auch den „Schwimmwagen" (Typ 166) mit einer Schiffsschraube am Heck, von dem 14276 Stück gebaut wurden. Obwohl der KdF-Wagen offiziell nicht gebaut wurde, gab es 630 Exemplare, die vom Deutschen Afrikakorps, der Luftwaffe, zivilen Dienststellen sowie später von der britischen Besatzungsmacht genutzt wurden.[4]

Nach dem Krieg verloren die Anrechtsscheine im Wert von über 280 Millionen Reichsmark, die von etwa 340.000 Personen (davon 70.000 nach 1939) erworben worden waren, ihren Wert.[5] Eine Vielzahl von Sparern versuchte ab 1948 ihre Ansprüche mit juristischen Mitteln durchzusetzen. Das Volkswagenwerk konnte aber erfolgreich belegen, dass es nie in Besitz der Sparergelder gelangt war, weil diese auf einem Sperrkonto der Bank der Deutschen Arbeit lagen. Die Prozesse endeten 1961 unter Ausschluss eines Rechtsanspruches mit dem Angebot der Volkswagenwerk AG, den KdF-Sparern einen Rabatt von 600 DM beim Kauf eines Fahrzeugs zu gewähren, was knapp einem Sechstel des Neupreises entsprach. Wer sich keinen neuen Wagen kaufen wollte oder konnte, erhielt lediglich 100 DM ausbezahlt.

1945 wurde die Stadt des KdF-Wagens in Wolfsburg umbenannt und das Volkswagenwerk begann (zunächst unter Leitung der britischen Besatzungsmacht) mit der Serienproduktion des nun Volkswagen genannten Kdf-Wagens; der spätere VW Käfer.

[Bearbeiten] Quellen

  1. Walter Krämer, Götz Trenkler und Denis Krämer: Das neue Lexikon der populären Irrtümer, Frankfurt am Main, Eichborn, 1998, S. 365.
  2. Chronik der Stadt unter www.wolfsburg.de
  3. Kay Bandermann: WDR-ZeitZeichen über Béla Barényi, 1. März 2007
  4. Hans Mommsen, Manfred Grieger: Das Volkswagenwerk und seine Arbeiter im Dritten Reich, ECON Verlag, Düsseldorf 1996, ISBN 3-430-16785-X, S.1032, Tabelle 11
  5. Hans Mommsen, Manfred Grieger: Das Volkswagenwerk und seine Arbeiter im Dritten Reich, ECON Verlag, Düsseldorf 1996, ISBN 3-430-16785-X, S. 198.

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