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Der Katechismus der Katholischen Kirche (abgekürzt KKK, inoffizielle Bezeichnung: Weltkatechismus, manchmal auch: Katechismus der katholischen Kirche) wurde am 25. Juni 1992 approbiert, und seine Veröffentlichung wurde am 11. Oktober 1992 durch die Apostolische Konstitution Fidei Depositum von Papst Johannes Paul II. angeordnet. Er stellt eine „Darlegung des Glaubens der Kirche und der katholischen Lehre, wie sie von der Heiligen Schrift, der apostolischen Überlieferung und vom Lehramt der Kirche bezeugt oder erleuchtet wird“ (Fidei depositum, Nr. 4), vor.
Mit durchgehender Absatznummerierung, zusammenfassenden Kurztexten am Ende der einzelnen Kapitel und umfangreichen Verweisen auf vergleichbare Absätze und auf Texte der Bibel und der katholischen Tradition ist der KKK neben einer zusammenhängenden Darstellung auch ein Nachschlagewerk des römisch-katholischen Verständnisses des christlichen Glaubens.
Inhaltsverzeichnis |
Nach eigenen Angaben setzte Papst Johannes Paul II. mit dem Weltkatechismus einen Wunsch der Bischofssynode aus Anlass des zwanzigjährigen Jubiläums des Abschlusses des Zweiten Vatikanischen Konzils 1985 um. Er berief 1986 eine Kommission aus zwölf Kardinälen und Bischöfen unter Vorsitz von Joseph Kardinal Ratzinger ein, die in sechs Jahren einen Entwurf für den Katechismus vorbereitete. Unterstützt wurde sie dabei von einem Redaktionskomitee von sieben Diözesanbischöfen sowie Fachleuten für Theologie und Katechese.
Sekretär der Katechismuskommission war Christoph Schönborn, zu Anfang Professor für Dogmatik in Fribourg, seit 1991 Weihbischof in Wien. Mitglieder der Kommission waren neben Joseph Ratzinger: Kardinal William Wakefield Baum, Kardinal Simon D. Lourdusamy, Kardinal Jozef Tomko, Kardinal Antonio Innocenti, Erzbischof Jan Schotte, Kardinal Bernard F. Law (Boston), Erzbischof Jerzy Stroba (Posen), Erzbischof Henry Sebastian D'Souza (Kalkutta), Koadjutor-Erzbischof Isidore de Souza (Cotonou, Benin), Bischof Felipe Santiago Benitez Avalos (Asunción, Paraguay), der melkitische Erzbischof des syrischen Aleppo Néophytos Edelby (später ersetzt durch den maronitischen Bischof Guy-Paul Noujeim).
Das Redaktionskomitee bestand aus: José Maria Estepa Llaurens (spanischer Militärbischof), Erzbischof Jean-Marcel Honoré (Tours), Erzbischof Estanislao Estéban Karlic (Paraná, Argentinien), Bischof David Every Konstant (Leeds), Erzbischof Joseph Levada (Portland (Oregon)), Bischof Alessandro Maggiolini (Carpi, seit 1989 Como), Bischof Jorge Arturo Medina Estévez (Rancagua, Chile), dem maronitischen Priester Jean Corbon (Libanon).
Am Anfang der Arbeit am Katechismus wurden die Grundsätze für das Werk festgehalten:
Nach einer Reihe von Entwürfen und Eingaben der Bischöfe aus der ganzen Weltkirche wurden am 14. Februar 1991 der endgültige Text und der Titel des Katechismus (statt: „Katechismus für die Weltkirche“) festgelegt.
Der KKK wurde 1992 zunächst im französischen Original veröffentlicht und anschließend in verschiedene Sprachen übersetzt. Die maßgebliche lateinische Ausgabe von 1997 enthält Änderungen, die in die aktuellen Ausgaben eingearbeitet wurden.[1]
Papst Johannes Paul II. beauftragte 2003 Joseph Ratzinger, aus dem KKK einen Kurzkatechismus zu erstellen. Der 2005 veröffentlichte "Volkskatechismus" (Kompendium des Katechismus der Katholischen Kirche) beantwortet - anknüpfend an alte Katechismus-Traditionen (siehe Martin Luthers Kleinen Katechismus) - auf 256 Seiten 598 Fragen und wurde 2005 zunächst in italienischer Sprache veröffentlicht, ist inzwischen aber auch auf deutsch verfügbar.
Nach dem Prolog (1-25) ist der Text des KKK in vier Teile gegliedert:
Der KKK „ist nicht dazu bestimmt, die [...] örtlichen Katechismen zu ersetzen [...] Er ist dazu bestimmt, zur Abfassung neuer örtlicher Katechismen zu ermuntern und die zu unterstützen, die den verschiedenen Situationen und Kulturen Rechnung tragen, aber zugleich sorgfältig die Einheit des Glaubens und die Treue zur katholischen Lehre wahren.“ (Fidei depositum, Nr. 4) Nach dieser Vorgabe gilt der Inhalt des KKK als authentische Lehrmeinung der ganzen katholischen Kirche und soll insofern als verbindlich angesehen werden.
Der Katechismus will unterschiedlichste Adressaten ansprechen und Aufgaben erfüllen:
Neben einer breiten Würdigung des KKK als Gesamtdarstellung des christlichen Glaubens nach römisch-katholischem Verständnis wurde grundsätzlich am KKK bemängelt, dass die unklare bzw. divergierende Zielgruppe den Sinn und Zweck verfehle, eine Einheitlichkeit des Werkes nur oberflächlich vorliege, der KKK ein ungeschichtliches Selbstverständnis zeige und er dem heutigen Glaubensverständnis bzw. der heutigen christlichen Lebensgestaltung zu wenig Rechnung trage.[2]
Der am schwersten wiegende Einwand dürfte aber darin bestehen, dass der KKK theologisch in einigen wesentlichen Punkten hinter das Zweite Vatikanische Konzil zurückgehe. Dies sei an einzelnen Beispielen erläutert: